Gemietetes Fahrrad vom Verleih geklaut - wer zahlt?

    • MeMyself1
      MeMyself1
      Bronze
      Dabei seit: 20.06.2007 Beiträge: 1.952
      Kurz mal ne rechtliche Frage:

      Mein Vater ist in einem Fahrradclub und dieser Club hat vor ein paar Wochen einen Wochenendausflug gemacht. Vor Ort wurden Fahrräder gemietet, mit denen die Tour gemacht wurde. Abends wurde in einem Restaurant was gegessen und dabei wurde das Fahrrad meines Vaters geklaut. Alle anderen Räder waren da. Alle Räder waren abgeschlossen und mein Vater hat auch den Schlüssel dazu. Der Inhaber der Vermietung hat Anzeige bei der Polizei erstattet.

      Gestern kam dann ein Fax vom Fahrradvermieter an die Vorsitzende des Fahrradclubs (die Adresse meines Vaters haben die gar nicht), das das Fahrrad nicht wieder aufgetaucht ist und der Fahrradclub daher die Neuanschaffung des Fahrrads bezahlen müsse. Eine Rechnung über ein neu angeschafftes Fahrrad über 599 Euro liegt bei.

      Wie sollte man darauf reagieren?
      Das Kuriose ist, das der Fahrradclub gar keinen Mietvertrag mit der Fahrradvermietung geschlossen hat. Ich glaube die haben einfach Cash eine Mietgebühr bezahlt und das war es dann. Es existiert kein Mietvertrag und somit auch keine Vereinbarung über evtl. Versicherungsschutz.
      Eigtl. kann der Vermieter dem Fahrradclub doch gar nichts in Rechnung stellen, wenn kein Mietvertrag existiert, oder?

      Cliffs:
      - ca. 10 Fahrräder gemietet
      - 1 Fahrrad wurde geklaut
      - Fahrrad soll jetzt vom Mieter bezahlt werden (599 Euro)
      - Mietvertrag existiert nicht
  • 28 Antworten
    • jasonbourne33
      jasonbourne33
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 1.974
      Mietvertrag exisitiert- mündlich geschlossen, exakter Leihvertrag.

      Wir hatten mal nen Fall in recht in der Konstelation, nagel mich nicht fest aber Ende war das Mieter nicht zahlen muss, wenn ihm kein grob fahrlässiges verhalten zu last gelegt werden kann.

      Wäre in dem Fall unabgeschloßenes Rad...
    • Whitelord
      Whitelord
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2007 Beiträge: 3.323
      Also sollte doch versichert sein, über den Verleier.
    • MeMyself1
      MeMyself1
      Bronze
      Dabei seit: 20.06.2007 Beiträge: 1.952
      Original von jasonbourne33
      Mietvertrag exisitiert- mündlich geschlossen, exakter Leihvertrag.

      Wir hatten mal nen Fall in recht in der Konstelation, nagel mich nicht fest aber Ende war das Mieter nicht zahlen muss, wenn ihm kein grob fahrlässiges verhalten zu last gelegt werden kann.

      Wäre in dem Fall unabgeschloßenes Rad...
      Also abgeschlossen war es auf jeden Fall. Mein Vater hat sogar noch den Schlüssel.

      Ich hab allerdings einen Fehler in meiner Ausführung. Der Vermieter hat wohl doch noch kein neues Fahrrad gekauft, sondern lediglich ein Angebot eingeholt über ein neues Fahrrad. Dieses Angebot hat er dem Schreiben beigefügt. Ob er überhaupt ein neues Rad kauft ist also fraglich.
    • MeMyself1
      MeMyself1
      Bronze
      Dabei seit: 20.06.2007 Beiträge: 1.952
      Original von Whitelord
      Also sollte doch versichert sein, über den Verleier.
      Davon gehe ich mal schwer aus. Ich vermute der Verleih will doppelt kassieren. Einmal über die eigene Versicherung und dann nochmal über den Fahrradclub.
      Die Frage ist halt, was man dem Typ jetzt antwortet und ob er rechtlich überhaupt die Möglichkeit hat, das Geld einzufordern.
    • Araklion
      Araklion
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2006 Beiträge: 4.605
      allein schon, dass er 100% des Neupreises fordert :rolleyes:
    • DiscoRpion
      DiscoRpion
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2006 Beiträge: 8.972
      Original von Araklion
      allein schon, dass er 100% des Neupreises fordert :rolleyes:
      #2

      einfach nur lächerlich!
      nicht drauf eingehen. wenn ein verleiher/vermieter nicht versichert ist, ist er selbst schuld.
      es gibt keinen vertrag, wo der diebstahl geregelt ist, also hat dein dad auch kein problem.
      bin gespannt, welchen anspruch der vermieter durchsetzen will.
      sollte es zu einer anzeige oder anklage kommen, poste bitte welchen anspruch er durchsetzen will, damit ich einen tag lang durchlachen kann...
    • Tripper83
      Tripper83
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 4.364
      Dein Vater kann ja nix dazu, dass das Fahrrad geklaut wurde, also ist es Problem des Vermieters.

      Denke auch nicht, dass man das selbst vertraglich anders gestalten könnte.
    • hazz
      hazz
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 4.771
      wenn ich was verleihe will ichs auch wiederbekommen.. und der vermieter kann doch auch nix dafuer, dass dein vater sich das rad klauen laesst.
      beim skiverleih konnte man immer ne extra versicherung gegen diebstahl abschliessen. hab aber kein plan wie die rechtliche situation ohne genauen vertrag ist.
    • bibersuperstar
      bibersuperstar
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 15.241
      Ich schließ mich der hier herrschenden meinung an :D

      Beim vertragsschluss seh ich kein problem, weil man den vertrag hier mündlich geschlossen hat, allerdings würde hier nen möglicher schadensersatzanspruch am verschulden scheitern, da das fahrrad ordnungsgemäß abgeschlossen war (was der mieter beweisen müsste).
      Auch beim umfang des anspruchs find ichs "kurrios" da den preis für ein neues fahrrad zu fordern..

      Denke auch, dass man sich als vermieter, der sowas beruflich macht, versichern sollte ggn mögliche diebstähle. Kann man ja dann in der mietgebühr draufhaun.

      Würde da erstmal nen netten brief zurückschreiben, dass man sich da keiner schuld bewusst sei, da man das fahrrad ja abgeschlossen hat und dann mal abwarten, ob da was nachkommt.
      Zahlen würd ich da auf keinen fall!

      ps: es ist nen MIETVERTRAG und KEINE LEIHE, da die leihe unentgeltlich ist. Genug kluggeschissen..
    • Sharky007
      Sharky007
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2008 Beiträge: 474
      Original von MeMyself1
      Original von Whitelord
      Also sollte doch versichert sein, über den Verleier.
      Davon gehe ich mal schwer aus. Ich vermute der Verleih will doppelt kassieren. Einmal über die eigene Versicherung und dann nochmal über den Fahrradclub.
      Die Frage ist halt, was man dem Typ jetzt antwortet und ob er rechtlich überhaupt die Möglichkeit hat, das Geld einzufordern.

      sehe ich genauso!! Denke wenn er das Geld von deinem Vater bzw. des Clubs haben möchte wird er versuchen doppelt zu kassieren.
      Im Normalfall wird der Verleiher eine Versicherung haben die dafür aufkommen wird.

      Wenns hart auf hart kommt hilft wohl nur der Anwalt...

      Ich würde dir empfehlen mal bei http://www.123recht.de dein Anliegen zu posten, da bekommt man öfters mal gute Tipps und vorallem § um selbst mal im Bezug auf die Rechtslage zu recherchieren...

      Good luck...
    • Shandout
      Shandout
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2010 Beiträge: 2.909
      Original von hazz
      wenn ich was verleihe will ichs auch wiederbekommen.. und der vermieter kann doch auch nix dafuer, dass dein vater sich das rad klauen laesst.
      Deswegen hätte der Verleiher sich gegen Diebstahl (durch Versicherung oder ne Klausel in einem Vertrag) absichern können, was er vielleicht auch gemacht hat. Gerade die Summe ist schon sehr dubios um nicht zu sagen Bauernfängerei, von wegen "Rad weg, ich kauf neues Rad, Du zahlst, ganz einfach".
    • Esel1987
      Esel1987
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 3.690
      Original von bibersuperstar
      Ich schließ mich der hier herrschenden meinung an :D

      Beim vertragsschluss seh ich kein problem, weil man den vertrag hier mündlich geschlossen hat, allerdings würde hier nen möglicher schadensersatzanspruch am verschulden scheitern, da das fahrrad ordnungsgemäß abgeschlossen war (was der mieter beweisen müsste).
      Verschulden wird vermutet, müsste also der Vater beweisen.
    • MeMyself1
      MeMyself1
      Bronze
      Dabei seit: 20.06.2007 Beiträge: 1.952
      Original von Esel1987
      Original von bibersuperstar
      Ich schließ mich der hier herrschenden meinung an :D

      Beim vertragsschluss seh ich kein problem, weil man den vertrag hier mündlich geschlossen hat, allerdings würde hier nen möglicher schadensersatzanspruch am verschulden scheitern, da das fahrrad ordnungsgemäß abgeschlossen war (was der mieter beweisen müsste).
      Verschulden wird vermutet, müsste also der Vater beweisen.
      Mein Vater hat ja noch den Schlüssel vom Schloss. Ausserdem gibt es Zeugen, das das Fahrrad abgeschlossen war. Is also nicht das Problem...
    • paulpoker81
      paulpoker81
      Black
      Dabei seit: 19.07.2006 Beiträge: 724
      frag ihn hald mal ob das nicht seine versicherung zahlt, wenn er rot anläuft einfach gehen.
    • Carty
      Carty
      Bronze
      Dabei seit: 17.05.2006 Beiträge: 11.796
      Original von bibersuperstar
      Ich schließ mich der hier herrschenden meinung an :D

      Beim vertragsschluss seh ich kein problem, weil man den vertrag hier mündlich geschlossen hat, allerdings würde hier nen möglicher schadensersatzanspruch am verschulden scheitern, da das fahrrad ordnungsgemäß abgeschlossen war (was der mieter beweisen müsste).
      Auch beim umfang des anspruchs find ichs "kurrios" da den preis für ein neues fahrrad zu fordern..

      Denke auch, dass man sich als vermieter, der sowas beruflich macht, versichern sollte ggn mögliche diebstähle. Kann man ja dann in der mietgebühr draufhaun.

      Würde da erstmal nen netten brief zurückschreiben, dass man sich da keiner schuld bewusst sei, da man das fahrrad ja abgeschlossen hat und dann mal abwarten, ob da was nachkommt.
      Zahlen würd ich da auf keinen fall!

      ps: es ist nen MIETVERTRAG und KEINE LEIHE, da die leihe unentgeltlich ist. Genug kluggeschissen..
      ich dachte in deutschland gilt: die beweispflicht liegt immer beim kläger..der vermieter muss also nachweisen dass das fahrrad nicht angeschlossen war... ?(
    • elbarto132
      elbarto132
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2008 Beiträge: 4.622
      naja, rein logisch betrachtet:
      man verleiht etwas, also erwartet man es in einem angemessenem zustand zurück zu erhalten
      ich denke eigentlich nicht das es eine rolle spielt was damit passiert ist, und denke das dein vater wohl wertersatz leisten muss sofern, nicht in nem vertrag explizit festgelegt ist, dass die haftung im falle eines diebstahls beim vermieter liegt, völlig unabhängig ob das rad angeschlossen war oder nicht (vorallem was heißt angeschlossen? so nen 3€ spielzeug schloss kann man nicht wirklich als angeschlossen bezeichnen)
      aber wie das rechtlich wirkich aussieht spuckt auch google irgendwie nicht aus

      am besten fragst du daher mal einen anwalt

      und für die zukunft: http://www.abus.de/de/main.asp?ScreenLang=de&sid=4672815201450381007201084599242&select=0104b02&artikel=4003318286254
      :D
    • bibersuperstar
      bibersuperstar
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 15.241
      @carty
      jop, stimmt auch, im zivilprozess gilt der parteibeibringungsgrundsatz, sodass jeder die tatsachen beweisen muss, die den anspruch rechtfertigen würden. In diesem fall gehts aber um nen vertraglichen schadensersatz und da greift eine beweislastumkehr zugunsten des gläubigers :)
    • Marddin
      Marddin
      Bronze
      Dabei seit: 25.06.2007 Beiträge: 838
      Halt uns mal aufm laufenden wie es weitergeht.

      Um meine Laienmeinung auch noch zu posten. Den Diebstahl des Rades hat dein Vater/der Verein nicht zu verschulden, da er angemessene Maßnahmen ergriffen hat, um dies im Vorhinein zu verhindern. Die Beweislast liegt zwar beim Verein, jedoch dürfte das wegen des Schlüssels und der Zeugenaussagen kein Problem sein.
    • bibersuperstar
      bibersuperstar
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 15.241
      Wäre übrigens noch interessant zu wissen, WIE die fahrräder gesichert waren. Waren das schlösser vom vermieter oder musste man sich selbst um die sicherung kümmern? Und waren die räde zusammengeschlossen oder wie wurde das schloss angelegt?
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