WorldPoker inc. - Ein utopischer Ansatz zur Lösung des Nationenproblems

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      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2007 Beiträge: 7.122
      Das Problem, dass die Regulierung von Onlinepoker eine nationale Marktabschottung vorsieht ist ja mittlerweile bekannt. Hier eine mögliche (leider unwahrscheinliche) Möglichkeit das zu verhindern:

      Das ganze würde über eine Holdingfirma laufen, nennen wir sie mal spaßeshalber WorldPoker inc. und alle Pokerseiten sowie Länder, die Poker regulieren wollen würde einen Anteil an der Firma bekommen. [Es ist nur ein Gedankenspiel und ich weiß selber, wie unwahrscheinlich das ist, dennoch habe ich keine Lust jetzt alles im Konjunktiv zu schreiben, also denkts euch einfach...]

      Auf Ebene der Pokerseiten sieht das so aus: Die Pokerseiten kaufen sich ein, indem sie alle Spieler, sowie alle Deposits der WorldPoker inc. überstellen. Dafür bekommen die Pokerseiten zusammen 49% der Anteile der Firma, die genaue Verteilung der Anteile wird durch die Höhe der Deposits bestimmt, die überschrieben werden. Alle Spieler werden nach wie vor die Software der jeweiligen Pokerseite benutzen und werden nach wie vor darüber ein-/auszahlen. Alle Deposits und Cashouts werden allerdings von der WorldPoker inc. abgewickelt und die Spielerpools werden zusammengelegt, d.h. Spieler bei Party können mit den Stars-Spielern zusammenspielen, auch wenn sie nichts davon merken, weil sie ja immernoch die Software von Party benutzen

      Aus Sicht der Länder: Die Länder kaufen sich ein, indem sie der WorldPoker inc. eine Lizenz für ihr Land ausstellen und bekommen zusammen 51% der Anteile (die Aktienmehrheit ist wichtig, um Spielerschutz zu gewährleisten!). Die genaue Verteilung der Anteile läuft anhand der Spielerbasis eines Landes (d.h. wenn Deutschland doppelt so viele Spieler einbringt wie Frankreich, dann erhält Deutschland auch doppelt so viele Anteile).

      Der Jahresgewinn der Firma wird dann als Dividende ausgeschüttet und nach der Jahreshauptversammlung werden die Anteile nach dem selben Schlüssel neu verteilt, damit Pokerseiten die viele Spieler angeworben haben, entsprechend berücksichtigt werden.

      Wenn man davon ausgeht, dass Pokerseiten ihren eigenen Profit maximieren wollen, und das Interesse der Länder primär der Spielerschutz ist, würde damit ein Kräftegleichgewicht entstehen, das für alle Spieler optimal ist. Dazu kommt, dass jedes Land einen eigenen Server für Zufallszahlen (quasi für das "mischen" der Karten) aufstellen kann (der Grund für die Marktabschottungen ist offenbar, dass die Regulierung ein inländisches Spiel, also die Ziehung der Zufallszahlen im Inland verlangt). Vor jeder gespielten Hand wird dann ein zufälliger Server ausgewählt, der ein dann ein gemischtes Kartendeck produziert.

      Bleibt noch die Frage, ob die Länder auch tatsächlich 51% vom Profit erhalten sollen. Wenn man bedenkt, dass jeder Pot mit 5% geraked wird und der Staat von jedem Pot 2% abzweigt, dann kassiert der Staat heute schon 40% des Profits von den Pokerseiten und wenn man an der Stelle noch ein paar vertragliche Klauseln einbaut, dann könnten wir auch auf ein faires Verhältnis zwischen den Pokerräumen und den Ländern kommen. Diese Klauseln könnten z.B. Boni für Pokerseiten, die sich den Spielern gegenüber besonders fair verhalten haben beinhalten, oder Förderung des Pokersports, o.Ä.


      Wie gesagt, es ist eine reine Gedankenspielerei, aber interessant wäre der Ansatz allemal, weil es eine Win-Win Situation für alle wäre. Im Übrigen, wenn es mit der Zersplitterung der Spielerpools so weitergeht, dann wird es bei den Pokerseiten eh bald zu Fusionierungen kommen und vielleicht wäre es nicht schlecht, dabei einen ähnlichen Ansatz wie diesen im Hinterkopf zu behalten.
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