Poketpaare nach SHC

    • Frab85
      Frab85
      Bronze
      Dabei seit: 18.12.2007 Beiträge: 61
      laut shc sollte man first in z.b. 88 utg2 raisen.
      oft findet man sich als preflopaggressor in einem multiwaypot wieder. der flop ist eigentlich selten wirklich gut. sind die 8en noch ein overpair, liegen oft straightdraws im board. bei overcards wird das spiel auch nicht einfacher, sodass es meist spätestens am turn fold heißt.
      schlimmer ist es, wenn man preflop geraised wird. auch hier entstehen regelmäßig multiwaypots.

      ist das auf den mircolimits wirklich praktikabel? wirklich stark wird so eine hand ja eigentlich nur mit dem set. lohnt es sich wirklich den pot schon preflop so aufzubauen?

      gegen 7 gegner hat man zwar eine equity von etwa 17 - 18%, aber das gleiche erreicht man auch mit T9, J9s, Q9s(suited connecter, 1- oder 2-gapper), QJo, KJo und ATo. hände die man laut shc folden würde.

      ich seh gerade, dass die 8en gegen 7 gegner zwar die gleiche equity haben, aber bringt man 4 davon zum aussteigen kommt man bei 3 random gegnern auf 38%. mit T9s nur auf knapp 31%. ich glaub meine frage hat sich damit beantwortet. umso weniger gegner, umso stärker wird die hand. bei einem random schlägt 88 sogar AKs :f_biggrin:

      das bringt mich zu der frage, ob es sich wirklich lohnt im microlimit sich genau die tische auszusuchen, wo die meisten leute am flop sind. 60-70% wie auf pokerstars, sind wohl für die charts nicht geeignet. ^^
  • 4 Antworten
    • Vorlop
      Vorlop
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2007 Beiträge: 566
      Wenn ständig viele Leute im Pot sind, gewinnst du zwar seltener, aber wenn du gewinnst dann richtig dicke Pötte! Du musst halt nur rausfinden, wann du folden kannst und wann du noch die beste Hand hast ;)
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Wie du schon festgestellt hast, ist die Differenz zur Durchschnittsequity um so grösser, je weniger Gegner du hast. Der Sinn des Raises besteht darin, die Hand zu schützen, damit man nicht so viele Gegner am Flop hat. Wenn das aber wegen der loosen Gegner in der Regel nicht gelingt (im Gegensatz zu ausnahmsweise), dann kann man darüber nachdenken, ob sich ein Raise in früher Position lohnt.

      Allerdings ist UTG2 schon nicht mehr ganz früh. 2 Gegner haben bereits gefoldet. So oft sollte es dann nicht vorkommen, dass man 7 Gegner am Flop hat. Dazu müssten ja alle übrigen callen.

      In den alten, auf loose Spiele ausgelegten Charts wurde 88 in early nur gelimpt und erst ab MP geraist. Wir möchten preflop Limps eigentlich vermeiden, denn damit steigt die Gefahr, dass man sich nach dem Flop ausser Position befindet und viele Flops nicht fortsetzen kann. Unter den richtigen Umständen können Limps jedoch gespielt werden. Limps sind aber eine zusätzliche Komplikation, die wir dann in das Spiel einbauen. Einfacher wird es dadurch nicht und wir geben den Gegnern bessere Möglichkeiten, uns auszuspielen. Deswegen wird in den neueren Charts first in grundsätzlich geraist.

      Glücklicherweise ist ein Pocket eine Hand, wo es nicht besonders schlimm ist, auf einen Raise viele Caller zu haben. Das Pocket kann dann zwar meistens nur weitergespielt werden, wenn man das Set trifft, aber das ist dann auch gleich ein Monster. Durch die vielen Caller hat man die Odds bekommen, die man für das Treffen des Monsters braucht, ausserdem hat man implied Odds, weil das Monster sehr oft gewinnt.

      Die Gefahr einer 3-bet können wir nicht vermeiden, aber im Vergleich zum Limp ist sie das weniger schwerwiegendere Problem. Nach einem Limp werden wir viel öfter geraist als nach einem Raise. Mit einem Limp wird man sich häufiger ohne Initiative und ohne Position wiederfinden als nach einem Raise. Zudem definiert eine 3-bet die Range des Gegners besser als ein Raise (sie ist enger), so dass wir bessere Entscheidungen auf dem Flop treffen können.
    • Frab85
      Frab85
      Bronze
      Dabei seit: 18.12.2007 Beiträge: 61
      zusammengefasst gesagt: bei extrem loosen tischen, hat man eh kaum foldequity und da lohnt sich der limp. bei eher tighteren gegnern, wie auf höheren limits, ist der bet die bessere variante.
      da muss man dann wohl auf dauer auch seinen eigenen stil entwickeln.


      ich habe gestern eine session gespielt und wirklich keine guten erfahrungen auf diesen extrem loosen tischen gemacht.
      ich hab AA, zieh die hand durch, weil eigentlich nichts gefährlich auf dem board liegt und am ende gewinnt utg, der mit 32s am river tripps macht.
      es gab noch ähnliche situationen und am ende hab ich wirklich dran gezweifelt, ob ich überhaupt noch gewinnen kann. immer kam irgendwas, was mich vernichtet hat und wenn es nur eine kartenkombination gibt, die jemand halten kann, hielt er sie. ^^
      hätte schon was einen threat aufgemacht, wie man am besten psychologisch mit sowas umgeht.

      dann mach ich einen poker gegen fullhouse und plötzlich, lief es überall besser.
      die statistik ist manchmal schon unergründlich. :f_mad:
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Die wichtigste Anpassung auf loosen Tischen ist, dass man in späten Positionen mehr spielt. Nach 4 oder 5 Limpern ist eine Menge möglich, auf die die Charts nicht mehr eingehen, weil dort nach 3 Limpern Schluss ist. Any suited, any Connector werden möglich und bei mehr Limpern noch looser. CO und Button sind die Goldpositionen auf diesen Tischen, deshalb ist es günstig, wenn man die loosesten Spieler rechts von sich hat und nicht links.