[Versuch] Musik zur Selbstmanipulation

    • matzke91
      matzke91
      Bronze
      Dabei seit: 19.01.2009 Beiträge: 173
      Hallo Leute,
      letztens hatte ich folgende Idee:

      Die Idee:
      ich persönlich fahre ziemlich auf gute Musik ab. Mache schon seit meiner frühen Kindheit viel Musik, was bis dato glücklicherweise auch so geblieben ist. Also dachte ich mir folgendes: Musik kann gewisse Gefühle in einem hervorrufen. Sie kann jemanden melancholisch stimmen bzw. total in Feierstimmung versetzen. Was passiert nun also, wenn ich versuche Musik so einzusetzen, dass ich einen möglichst stabilen psychischen Zustand beim pokern bekomme.
      Gedacht habe ich mir also folgendes: Wenn ich einen Badbeat bekomme, könnte ich Musik ablaufen lassen, die ich vorher schon als "Gute-Laune-Musik" kannte, sodass sich nun also die Badbeat-gefühle neutralisieren. Andersherum kann es natürlich auch gehen, wenn ich nämlich merke, dass ich grade ein paar suckouts verteile und ich auf ideen komme etwas looser zu spielen, mache ich halt etwas beruhigendes an: entweder melancholisches oder vielleicht auch so Meditationsmusik oder vielleicht sogar Urwaldgeräusche?
      Das ist also erstmal die grobe Idee

      Die Umsetzung:
      Ich bastele mir Playlists, die ich mit einer Gefühlsregung verbinde. Wie oben schon gesagt:

      1. gute Laune, Drang sich zu bewegen, Fröhliches
      2. Melancholisches, Trauriges
      3. Beruhigendes


      Hier nehme ich erstmal so 10 verschiedene lieder pro playlist, die ich dann shuffle und je nach Situation beim Pokern einsetze.

      Erste Fragestellungen:
      • wirkt sich die Musik wirklich merklich auf den Geisteszustand aus?
      • wie unterschiedlich wirken traurige Lieder im Vergleich zu beruhigenden Liedern, wenn man gerade ziemlich gut drauf ist?
      • Wie lässt sich das ganze praktisch am sinnvollsten managen, sodass man nicht vom pokern abgelenkt wird?



      Natürlich interessiert mich auch, was ihr von er Idee haltet? Findet ihr sie total bescheuert oder vielleicht sogar interessant? Habt ihr selbst schonmal Erfahrungen mit selbigem gesammelt? Und gibt es eventuell irgendwelche psychiologischen Ansätze, die etwas von der Wirkung von Musik auf die menschliche Psyche aussagen?

      Grüßles
      matzke
  • 9 Antworten
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Hi matzke91,

      ich denke, es ist grundsätzlich nichts neues, dass Musik generell auf einen "wirkt". Positiv, negativ, anstachelnd, ermüdend, wie und auf wen auch immer, das ist immer sehr unterschiedlich.

      Persönlich glaube ich, dass es sehr schwierig ist, über Musik etwas generelles zu sagen. Noch schwieriger ist es, dies dann für eine Gruppe von Menschen zu generalisieren. Ein Beispiel: Ich höre manch älteren deutschen Hip Hop ziemlich gern zum pokern. Ich werde dadurch konzentrierter, denn ich höre nicht auf die Musik, habe durch sie aber immer das Gefühl wach zu sein. Viele andere würden durch die Musik evtl. hochgradig aggressiv oder empfänden sie sogar als langweilig, was sie sicher nicht gut Poker spielen ließe.

      Ich finde Deine Idee grundsätzlich gut und auch, dass Du uns Deine Erkenntnisse mitteilen möchtest. Etwas generelles über Musik >< Poker sollte man daraus imo aber nicht ableiten.


      Gruß und schönes WE,
      michimanni
    • K4liman
      K4liman
      Black
      Dabei seit: 26.10.2008 Beiträge: 2.219
      Ums kurz zu machen. Das ganze funktioniert!
    • busfahrer09
      busfahrer09
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 11.539
      steuert vllt nich viel zum thema bei aber is echt rätselhaft bei mir...
      Während "carlo cokxxx Nutten" spiel ich meine absolut besten Sessions, bei house+elektro wird das nie was...

      meist spiel ich beim grinden wie du schon sagst seichten Pop / country, also musik ohne jegliche Aggressivität, harte Bässe o.ä... Nur CCN is eben die ausnahme der Regel :D
    • icanhazit
      icanhazit
      Bronze
      Dabei seit: 01.05.2009 Beiträge: 8.051
      Kann ich nur unterschreiben. Wenn ich Richtung Elektro/House/Rock, also eher "aggressivere" Musik während dem Grinden höre, dann klappt einfach nichts. Ich selbst bin und reagier dann auch ziemlich aggro auf Suckouts..

      Heute dann einfach mal j4f Norah Jones in die Playlist reingehaun und siehe da, selbst nach ner -10Stacks (MSS) Session ganz gechillt mein A-Game weitergespielt und Losses gechased.

      Aber jetzt gezielt stimulierende Musik rauspicken find ich jetzt auch nicht so gut, da es einem ja auch vom Pokern selbst ablenkt imho..
    • TeamHCC
      TeamHCC
      Global
      Dabei seit: 01.12.2009 Beiträge: 1.422
      @OP

      Gibt es schon Erkenntnisse? Irgendwelche Erfolge?


      Ich persönlich höre mir entweder bei einer Session Hörbücher an.... oder den Roland Kaiser Hitmix ^^

      Der ist nach ca 50 Minuten vorbei und ich kann erstmal Pause machen. Die Musik sorgt bei mir für gute Laune. Außerdem kann man irgendwann mal mitsingen..... was bei den Mädels widerrum gut ankommt :D


      Deine erstellte Playlist interessiert mich mal.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von TeamHCC
      Deine erstellte Playlist interessiert mich mal.
      Mich auch!
    • Carty
      Carty
      Bronze
      Dabei seit: 17.05.2006 Beiträge: 12.507
      gut zum pokern finde ich klassische musik

      z.b.: http://www.veniceclassicradio.eu/ =)
    • TeamHCC
      TeamHCC
      Global
      Dabei seit: 01.12.2009 Beiträge: 1.422
      Klassische Musik..... Habe damals in einem Unterrichtsfach namens "Methodik der Ausbildung" gelernt, dass diese Musik geeignet sein zum lernen.

      Ich persönlich kann das nicht so. Lernen und Musik hören.

      Und ich weiß nicht ob mir diese Musik nicht zu langweilig wird bei einer Session.

      Aber dennoch ein guter Geschmack ;)
    • Fairy1985
      Fairy1985
      Bronze
      Dabei seit: 03.08.2010 Beiträge: 241
      Das bringts wirklich. Ich habe eben eine Session gespielt und nur zufällig Söhne Mannheims gehört, is schwul, is aber so ;) und nach paar 100 Händen ist mir selber aufgefallen, dass ich so konzentriert und strickt nach einer Linie spiele... normal hau ich auch ein "play" raus, was eig schlecht ist, aber so nicht... Musik verändert deine Spielweise sicher !