Bewertung meiner Stats BSS SH NL10

  • 16 Antworten
    • seidinger
      seidinger
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      Dabei seit: 10.09.2007 Beiträge: 668
      sind die 26k hands jetzt auch aus der fr-zeit oder schon alles sh? für sh wären das wohl in der tat eine zu tighte herangehensweise. infos zum 3bet-verhalten wären natürlich auch nicht unwichtig.
    • Bamboule
      Bamboule
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      Dabei seit: 29.03.2010 Beiträge: 980
      Nur SH... ich spiele wohl zu wenig one gappers und suited connectors :rolleyes:



      edith:

      finde bei ptr3 nich die möglichkeit mir die 3bet werte anzeigen zu lassen?
    • seidinger
      seidinger
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      Dabei seit: 10.09.2007 Beiträge: 668
      na vor allem solltest du aus lp mehr raisen - deinen stealwert könntest du ohne weiteres einfach mal verdoppeln.
      mach das ruhig schrittweise, is ja ganz offensichtlich nich so, dass dein stil unprofitabel ist, aber schon auf nl25 wirst damit arge probleme bekommen, denke ich.
    • Bamboule
      Bamboule
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      Dabei seit: 29.03.2010 Beiträge: 980
      Original von seidinger
      na vor allem solltest du aus lp mehr raisen - deinen stealwert könntest du ohne weiteres einfach mal verdoppeln.
      mach das ruhig schrittweise, is ja ganz offensichtlich nich so, dass dein stil unprofitabel ist, aber schon auf nl25 wirst damit arge probleme bekommen, denke ich.
      das habe ich mir auch vorgenommen, viele andere haben ja bis zu 80% stealsuccess
    • seidinger
      seidinger
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      Dabei seit: 10.09.2007 Beiträge: 668
      naja, der success ist ja dann erst in zweiter linie interessant. das wird, wenn ich den wert richtig verstehe, ja dann auch davon abhängen, ob du nach einem call postflop die richtigen boards weiterspielst und wie, aber die versuche müssstest du halt erstmal unternehmen.
      bei dir sind ja jetzt keine positionstats dabei, aber 20 ats is einfach viiiel zu wenig. bin sicher auch nich der looseste stealer, aber auf 30-35% vom CO und 40% vom BU sollteste schon kommen - wird sich dann sicher auch merklich positiv auf deine bisher recht nittigen average vpip/pfr auswirken.
    • Bamboule
      Bamboule
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      Dabei seit: 29.03.2010 Beiträge: 980
    • Bamboule
      Bamboule
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      Dabei seit: 29.03.2010 Beiträge: 980
      So hier ma die Statistiken nach ca 800 Händen, ich habe halt onegapper und suited connectors mehr einfließen lassen.







      Sind zwar nur 800 Hände, aber mit den Stats bin ich schon viel zufriedener, die Leute callen auch viel öfter ma meine Monster, da ich einfach schwerer zu readen bin :)
    • seidinger
      seidinger
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      Dabei seit: 10.09.2007 Beiträge: 668
      jo, dekne auch, das das schon deutlich besser aussieht. is immer noch tight, aber das is ja auch i.o. wie gesagt, perspektivisch würd ich a deiner stellen versuchen, an CO/BU noch weier aufzuloosen, aber spiel am besten erstmal ein paar tausend hände so und arbeite dich dann mit steigender souveränität postflop langsam voran... du musst dich ja auch mit deiner veränderten range dann postflop etwas umstellen.
    • Bamboule
      Bamboule
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2010 Beiträge: 980
      Original von seidinger
      jo, dekne auch, das das schon deutlich besser aussieht. is immer noch tight, aber das is ja auch i.o. wie gesagt, perspektivisch würd ich a deiner stellen versuchen, an CO/BU noch weier aufzuloosen, aber spiel am besten erstmal ein paar tausend hände so und arbeite dich dann mit steigender souveränität postflop langsam voran... du musst dich ja auch mit deiner veränderten range dann postflop etwas umstellen.
      Jou :)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Sehr tight spielen ist per se kein Fehler und nur sehr schwer richtig zu exploiten.


      Sobald deine Gegner etwas besser werden und dich nicht mehr dauernd nur runtercallen oder folden, sondern anfangen dich sowohl Preflop als auch Postflop regelmässig unter Druck zu setzen haben Nits einen entscheidenden Vorteil: Nits bluffen nämlich nicht. Da Nits nicht bluffen, können Nits extrem gut bluffen in großen Pötten und toughe Spieler MÜSSEN das einem abkaufen, dass man in 90% der Fälle halt einfach eine starke Hand hält. Selbst wenn sie wissen, dass man in 10% bluffed, können die Gegner nichts machen.

      Wieso wird oft ein looser Style empfohlen? Das hat mehrere Gründe:

      der wichtigste Grund ist, dass es "cool" ist loose spielen Preflop. Viele gute Spieler sind Lags (die meisten erfolgreichen Grinder sind Kacknits vom Dienst das mal so am Rande, wenn man täglich 5k oder 10k Hände runterreisst, dann versucht man die Varianz zu minimieren und nicht künstlich für ein paar 0.0xBB/100 hochzutreiben), also will man auch Lag spielen.

      der zweitwichtigste Grund ist, dass auf den Microlimits, Smallstakes und teilweise noch auf den Midstakes (das hat sich mittlerweile schon geändert NL1k ist schon ein brutales Pflaster heutzutage) zuviel callen und die Lag Tendenz nicht richtig exploiten.

      Probleme bei einem aggressiven und looserem Stil: Man gelangt in Postflopsituationen. Spielt man Postflop, dann muss man dafür sorgen, dass man dort gute Entscheidungen trifft. Mit der Anfängersektion und der Silbersektion wird man nicht in der Lage sein hier gute Entscheidungen zu treffen mit vielen marginalen Händen.
      Je besser man also Postflop ist, desto mehr Hände kann man spielen. (Preflop werden meistens schliesslich nur 2 - 4bb investiert und Postflop kann man dann den Rest investieren)

      Wie wird man besser Postflop? Das ist im Prinzip wie in der Schule, man muss einen Plan konstruieren wie man vorgehen will und diesen Schritt für Schritt ablaufen. Man wird nicht von heute auf morgen einfach gut, da Poker ein sehr komplexes Geflecht aus Entscheidungen, Determinanten und Dynamiken ist.

      => Man fängt bei den Basics an und VERSTEHT diese. Was ist der Grund hinter einer Bet, wieso sind Cbets gut, wieso ist eine Bet auf Board XYZ gut aber auch Board ABC mit Hand W nicht, wieso spielt Spieler X auf dem Board ABC so und so etc.

      Es ist extrem wichtig, dass du die Basics selbstständig und für dich verständlich aufbereitest. Jeder denkt und arbeitet anders, daher sind vorgekaute Informationen bei so komplexen Entscheidungen immer nur mit Vorbehalt zu sehen.

      => wenn du die Basics verstanden hast (und das ist ein Prozess der sich über Monate oder Jahre hinzieht und dann spielst du auch NL400), dann wirst du schon selber wissen wie es weitergeht.


      Viele Spieler scheitern aber an ihrer eigenen Unfähigkeit erworbenes Wissen wirklich umzusetzen und damit zu arbeiten. (der berühmt berüchtigte Break Even Spieler)
    • Bamboule
      Bamboule
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2010 Beiträge: 980
      Original von Ghostmaster
      Sehr tight spielen ist per se kein Fehler und nur sehr schwer richtig zu exploiten.


      Sobald deine Gegner etwas besser werden und dich nicht mehr dauernd nur runtercallen oder folden, sondern anfangen dich sowohl Preflop als auch Postflop regelmässig unter Druck zu setzen haben Nits einen entscheidenden Vorteil: Nits bluffen nämlich nicht. Da Nits nicht bluffen, können Nits extrem gut bluffen in großen Pötten und toughe Spieler MÜSSEN das einem abkaufen, dass man in 90% der Fälle halt einfach eine starke Hand hält. Selbst wenn sie wissen, dass man in 10% bluffed, können die Gegner nichts machen.

      Wieso wird oft ein looser Style empfohlen? Das hat mehrere Gründe:

      der wichtigste Grund ist, dass es "cool" ist loose spielen Preflop. Viele gute Spieler sind Lags (die meisten erfolgreichen Grinder sind Kacknits vom Dienst das mal so am Rande, wenn man täglich 5k oder 10k Hände runterreisst, dann versucht man die Varianz zu minimieren und nicht künstlich für ein paar 0.0xBB/100 hochzutreiben), also will man auch Lag spielen.

      der zweitwichtigste Grund ist, dass auf den Microlimits, Smallstakes und teilweise noch auf den Midstakes (das hat sich mittlerweile schon geändert NL1k ist schon ein brutales Pflaster heutzutage) zuviel callen und die Lag Tendenz nicht richtig exploiten.

      Probleme bei einem aggressiven und looserem Stil: Man gelangt in Postflopsituationen. Spielt man Postflop, dann muss man dafür sorgen, dass man dort gute Entscheidungen trifft. Mit der Anfängersektion und der Silbersektion wird man nicht in der Lage sein hier gute Entscheidungen zu treffen mit vielen marginalen Händen.
      Je besser man also Postflop ist, desto mehr Hände kann man spielen. (Preflop werden meistens schliesslich nur 2 - 4bb investiert und Postflop kann man dann den Rest investieren)

      Wie wird man besser Postflop? Das ist im Prinzip wie in der Schule, man muss einen Plan konstruieren wie man vorgehen will und diesen Schritt für Schritt ablaufen. Man wird nicht von heute auf morgen einfach gut, da Poker ein sehr komplexes Geflecht aus Entscheidungen, Determinanten und Dynamiken ist.

      => Man fängt bei den Basics an und VERSTEHT diese. Was ist der Grund hinter einer Bet, wieso sind Cbets gut, wieso ist eine Bet auf Board XYZ gut aber auch Board ABC mit Hand W nicht, wieso spielt Spieler X auf dem Board ABC so und so etc.

      Es ist extrem wichtig, dass du die Basics selbstständig und für dich verständlich aufbereitest. Jeder denkt und arbeitet anders, daher sind vorgekaute Informationen bei so komplexen Entscheidungen immer nur mit Vorbehalt zu sehen.

      => wenn du die Basics verstanden hast (und das ist ein Prozess der sich über Monate oder Jahre hinzieht und dann spielst du auch NL400), dann wirst du schon selber wissen wie es weitergeht.


      Viele Spieler scheitern aber an ihrer eigenen Unfähigkeit erworbenes Wissen wirklich umzusetzen und damit zu arbeiten. (der berühmt berüchtigte Break Even Spieler)
      This! :D

      Also im Moment versuche ich meine Preflop range zu erweitern und meine Contibet flop range zu verrringern ;) (muss mir nochma genau anschauen welche boards sich eignen und welche nicht sofern ich net g ehittet hab)
    • Absalon
      Absalon
      Bronze
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 932
      Hi Bamboule,

      eigentlich wollte ich meine Stats in den nächsten Tagen in einem eigenen Thread zur Debatte stellen (mache ich vielleicht auch noch), aber weil es gearde passt und vielleicht für uns beide Erkenntnisse bringt hierzum Vergleich meine Stats über 100k NL4 (60k) und NL10 (40k). BSS SH selbstredend und 10-Tabling. (Und definitiv mit schweren Leaks, ich bin erfahrender SNGler, aber neu im BSS NL.
      +2,01 Big Bets/100 sind noch nicht der wahre Hugo, aber 10 Tabling ... ;) Immerhin scheint es aufwärts zu gehen, die ersten 50k Hände waren nur +1,49 Big Bets, die zweiten 50k +2,63BB).

      Ach ja: Ich bin von Hause aus eher LAG orientiert ;) - das macht den Kontrast der Stats vielleicht besonders interessant.




    • Falco35
      Falco35
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2010 Beiträge: 12.206
      Interessante Ausführung von Ghostmaster!
      Gibt mir zu denken( richtiges Deutsch, ?? lol)
    • Absalon
      Absalon
      Bronze
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 932
      @Bamboule
      2 Dinge, die mir an deinen Stats spontan auffallen:
      1. Fold BB/SB to Steal sind mE zu hoch: Bei über 80 % wird es profitabel mit any2 zu stealen. bei deinen 86/89 macht dich ein aggressiver Blindstealer nackig. (DH, wenn du dich nicht anpasst, natürlich.)

      Won$ at SD ist m it über 56 % ebenfalls sehr hoch - du brauchst offenbar sehr gute Hände, um bis zum SD zu gehen, und lässt dich vermutlich aus zu vielen Pots drängen. 47%-53% werden hier meist als gute Werte genannt.

      Allerdings ist die Stichprobe für solche Statistiken noch sehr klein, vielleicht also nur Varianz. ;)
    • Bamboule
      Bamboule
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2010 Beiträge: 980
      Original von Absalon
      @Bamboule
      2 Dinge, die mir an deinen Stats spontan auffallen:
      1. Fold BB/SB to Steal sind mE zu hoch: Bei über 80 % wird es profitabel mit any2 zu stealen. bei deinen 86/89 macht dich ein aggressiver Blindstealer nackig. (DH, wenn du dich nicht anpasst, natürlich.)

      Won$ at SD ist m it über 56 % ebenfalls sehr hoch - du brauchst offenbar sehr gute Hände, um bis zum SD zu gehen, und lässt dich vermutlich aus zu vielen Pots drängen. 47%-53% werden hier meist als gute Werte genannt.

      Allerdings ist die Stichprobe für solche Statistiken noch sehr klein, vielleicht also nur Varianz. ;)
      Ich Acker im Moment nochmal die Strategie durch... ich finde nach 130k Händen kann man die Gedankengänge der Schreiberlinge viel besser nachvollziehen :)
    • Absalon
      Absalon
      Bronze
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 932
      Original von Bamboule
      Ich Acker im Moment nochmal die Strategie durch... ich finde nach 130k Händen kann man die Gedankengänge der Schreiberlinge viel besser nachvollziehen :)
      :)

      Meine Sommerlektüre:

      "Poker als Beruf" (Dusty "Leatherass" Schmidt - deutlich fortgeschrittener Stoff von DEM Cashgame Spieler.

      und "Harrington on online Cashgame" - 6max von der Pike auf. Mit allem möglichen Anfängerscheiß überfrachtet ("Was sind Outs?"), aber sehr in Detail gehend, gerade was kritischer Umgang mit den eigenen Stats angeht.

      (Beide zum zweiten Mal.)