Spielzüge gegen 1 Gegner

  • 31 Antworten
    • Schattenlord
      Schattenlord
      Bronze
      Dabei seit: 22.02.2010 Beiträge: 764
      Original von johngalt00
      In der Strategie wird die Spielweise am Flop und auch am Turn behandelt.
      Aber was macht man dann am River?
      Spielt man River weiter wie bei Einsteigerstrategie oder sollte man da was anpassen?

      Danke
      Das kommt ganz auf die Action an.
      Wenn du beispielsweise cF/rT gespielt hast und dein Gegner dein Raise nur gecallt hat, hast du auf den meisten Rivern eine Valuebet. Wenn dein Gegner dich nun aber 3-bettet am Turn musst du deine Handstärke nochmal überlegen und wirst oft zu dem Entschluss kommen nur Calldown zu spielen.

      Andere Möglichkeit:
      Du spielst crF/bT und wirst am Turn auf einmal geraist. Nun hat dein Gegner die Valueline gegen ein Checkraise gespielt. Auch hier musst du erstmal evaluieren.
      Oder er callt deine Bet am Turn aber du hast den Read auf ihn, dass er gerne am River bettet wenn man zu ihm checkt, dann kann ein cr mit Initiative hier die beste Variante sein.
    • renominono
      renominono
      Bronze
      Dabei seit: 04.04.2010 Beiträge: 222
      Sobald du Silberstatus ergrindet hast gibts den eigenen Artikel für den River.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.495
      Der Einsteigerartikel ist eine gute Grundlage. Bist du in Position, kannst du das Spiel einfach übernehmen. Ausser Position ergeben sich ein paar Feinheiten dadurch, dass du nur einen Gegner hast. Ein Gegner trifft seltener etwas als mehrere Gegner. Das bedeutet, dass du nicht automatisch foldest, wenn du nichts getroffen hast.

      Ausser Position trennt man wieder nach dem Kriterium der Initiative.

      Mit Initiative: eine made Hand bettest du. Hast du keine made Hand, entscheidest du, ob du einen Showdown gewinnen kannst (z. B. gegen geplatzte Draws). Wenn ja, dann bettest du, wenn dich schlechtere Hände callen können (wird selten der Fall sein), spielst check/call, wenn dich diese schlechteren Hände bluffen können (geplatzte Draws) und check/fold sonst. Kannst du keinen Showdown gewinnen (z. B. weil du selbst einen geplatzten Draw hältst), dann prüfst du, ob eine bessere Hand auf einen Bluff folden könnte. Wenn ja, bluffst du. Eine bessere Hand muss keine made Hand sein, sondern kann auch eine bessere high Card sein.

      Hast du nicht die Initiative, dann kommt es wieder darauf an:
      Hast du dich zur wahrscheinlich besten Hand verbessert, bettest du.
      Hast du dich nicht verbessert, aber eine Hand, die ein paar gegnerische Hände schlagen kann, dann callst du.
      Sonst foldest du.
    • johngalt00
      johngalt00
      Bronze
      Dabei seit: 21.06.2010 Beiträge: 173
      Vielen Dank!

      Noch eine andere Frage zu "Spiel gegen 1".

      Habe vor dem Flop erhöht und bin in-position mit Überkarten.

      Am Flop (Rainbow) hat Gegner erhöht und ich gecallt.
      Am Turn kommt nichts besonderes und ich habe immer noch die Überkarten und nun erhöht der Gegner wieder.
      Da ich mich nicht verbessert habe soll ich hier wirklich Folden oder doch callen und auf River hoffen?
      Mit AK oder AQ habe ich doch noch gute Chancen das overpair am Ende zu erhalten oder lohnt es sich da nicht?
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.495
      Das kommt auf die Action preflop (und damit die Odds), auf das Board und auf die möglichen Karten des Gegners an. Es gibt ja mehrere Möglichkeiten:

      Der Gegner hatte vor dem Flop die Initiative, auf dem Flop und auf dem Turn. Das bedeutet, er hat hohe Karten. Du musst also prüfen, wie gut sich diese Karten mit dem Flop verbinden und ob du überhaupt mit deinen Overcards gegen die unverbesserten Karten des Gegners vorne sein kannst (seine Range besteht hauptsächlich aus Assen und Pockets). Um Draws geht es hier selten.

      Du hattest vor dem Flop die Initiative, der Gegner checkraist auf dem Flop und bettet den Turn. Du kannst einfach in den Artikeln für Flop und Turn nachlesen, womit das so gespielt wird. Das machen die Gegner nicht anders. In erster Linie werden das made Hands sein, in zweiter Linie Draws gegen wenige Gegner. Draws gegen viele Gegner werden in der Regel auf dem Turn ausser Position nicht gebettet, weil sie ohne Showdown so gut wie nie gewinnen können und nicht vorne sind. Entsprechend spielst du. Gegen mehrere Gegner heisst das, du spielst nach Odds und Outs (diskontieren nicht vergessen!).

      Du hattest vor dem Flop die Initiative und der Gegner donkt. Dazu gibt es ein Video: Seminar: Fixed Limit Donkbets (ab Bronze)

      Donkbets vom Flop, die auf dem Turn weitergebettet werden, sind sehr oft made Hände (so gut wie immer, wenn es multiway ist). Donkbets auf dem Turn (Gegner war auf dem Flop passiv) sind oft nur aufgepickte Draws. Also prüfen, ob mit der Turnkarte neue gute Draws möglich werden. Das gilt speziell dann, wenn die Turnkarte keine neue high Karte ist.
    • johngalt00
      johngalt00
      Bronze
      Dabei seit: 21.06.2010 Beiträge: 173
      Und noch eine Frage zum Spiel gegen 1 Gegner:

      Der Bereich: Vor dem Flop hat niemand erhöht - Ich bin out of Position

      Am Flop nichts auf der Hand aber erhöhe wegen Standardspielzug und Gegner geht mit.
      Am Turn erhalte ich eine Karte zum Gutshot.
      Setze am Turn erneut, da Draw. Der Gegner raist.
      Was spiele ich nun? Folde ich dann die schwachen Draws? Und die regulaeren bzw. starke Draws weiter raisen oder nur noch callen?

      Danke für die Super-Hilfe!
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.495
      Erhöht der Gegner auf dem Turn und du hast einen Draw, spielst du nach Odds und Outs weiter. Der Gegner zeigt ja an, dass er etwas hat. Das wird mit einem Gutshot auf einen Fold hinauslaufen, da deine Odds nicht besonders gut sind. Es sei denn, du hast weitere Outs, z. B. durch Overcards. Du kannst dir aber 1 BB implied Odds anrechnen, da der Gutshot ziemlich versteckt ist und der Gegner in der Regel den River betten wird (und deinen Checkraise dann vielleicht sogar callt).
    • johngalt00
      johngalt00
      Bronze
      Dabei seit: 21.06.2010 Beiträge: 173
      Und noch eine Frage:

      Es geht um Gegner erhöht und ich in-Position.

      Wenn der Gegner nur schiebt am Flop. Soll ich dann auf jeden Fall setzen so wie auch bei keiner erhöht oder auch wenn Player erhöht?

      Oder schiebe ich hier auch nur und schau wie es am Turn weiter geht?

      Danke,
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.495
      Eins ist klar: wir befinden uns dann ausserhalb der Standardsituation, da der Gegner keine Standardlinie spielt.

      Das hängt stark davon ab, was du vom check des Gegners hältst und wie stark deine Hand ist. Hast du Reads, passt du dich denen an.

      Wenn nicht: Hast du etwas Showdownvalue, aber keine starke Hand, dann würde ich behind checken und Bluffs auf Turn oder River einsammeln. Auf high Boards ist eine Bluffbet wahrscheinlich besser (s.u.).

      Hast du eine gute Hand (egal ob Draw oder made Hand), dann bettest du. Hast du nichts, bettest du auch, vielleicht will er ja check/fold spielen, weil ihm der Flop nicht passt.

      Gute Boards für eine Bluffbet sind sehr verbundene Draws wie 987 suited, weil sowas deine Range ganz gut trifft und der Gegner mit A high oder K high nicht gut aussieht. Auf solchen Boards können auch eine Menge Angstkarten auf dem Turn fallen. Mit Initiative hast du dann dort Foldequity. Auch gut sind high Boards wie AKQ, weil der Gegner vielleicht ein Pocket < TT hat und das aufgeben will.
    • johngalt00
      johngalt00
      Bronze
      Dabei seit: 21.06.2010 Beiträge: 173
      Frage zu Niemand erhöht - Out Position:
      Ich setze und Gegner erhöht.

      Dann wirklich nur mit Haenden ab 2 Paare und besser erhöhen? Und bei den gemachten Haenden trotzdem einfach Folden?
      Warum eigentlich?

      Wenn dagegen Player erhoeht und Out Position, dann soll man ja re-raisen und am Turn weiter raisen mit madehand.

      Wie kann man diese unterschiedliche Spielweise erklaeren?
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.495
      Wieso ab 2-Pair oder besser? Es heisst:

      Erhöht der Gegner am Flop, dann ...

      * ... erhöhst du mit einer guten gemachten Hand oder einem starken Draw erneut.
      * ... steigst du mit allen anderen Händen direkt aus.
      Eine gute gemachte Hand ist in diesem Fall oft schon ein mittleres Paar guter Kicker. Du brauchst keine Spitzenhand zu haben, weil der Gegner jedes Paar raisen könnte.

      Mit etwas Erfahrung lassen sich auch andere Spielweisen finden. Wenn du eine gemachte Hand hast, von der du nicht sicher bist, ob du noch vorne bist, du aber noch einige Hände des Gegners schlägst, dann bietet sich ein Calldown an.

      Beispiel:

      Du bist BB mit Q:spade: , 8:heart:
      Preflop: CO calls, 2 folds, Hero checks

      Flop: A:heart: , Q:club: , 7:diamond:
      Hero bets, CO raises, Hero?

      Draws gibt es kaum welche, nur ein paar Gutshots. Der Gegner hat fast immer entweder eine made Hand oder er blufft. Dich stört das Ass und dein nicht so hoher Kicker. Du kannst aber noch gut vorne liegen. Der Gegner hat in jedem Fall nicht viele Outs und du auch nicht. Einen Bluff willst du nicht vorschnell zum folden bekommen. Hier bietet sich ein Calldown an.
    • johngalt00
      johngalt00
      Bronze
      Dabei seit: 21.06.2010 Beiträge: 173
      Aha, dann habe ich es die ganze Zeit falsch verstanden/gespielt. :)

      Ich bin davon ausgegangen, dass gemachte Haende alle sind, welche TopPair oder OverPair und besser sind.
      Und gute gemachte Haende immer die mit 2 Paaren und besser.

      Ist es dann durchgehend für diesen Artikel?
      Was sind aber dann die Unterschiede zwischen guten gemachten Händen und "nur" gemachten Händen?
      Kann man es irgendwie einschränken oder ist es eine Sache, welche mit der Zeit kommt, so dass man es selber beurteilen kann?
    • Liverix
      Liverix
      Bronze
      Dabei seit: 22.02.2007 Beiträge: 525
      Hej John!

      Du stellst viele gute Fragen, das ist sehr gut :-) Dennoch möchte ich Dich rechtzeitig vorwarnen: Poker kann man nicht nach einer Schablone spielen! Dafür ist Poker zu komplex und es gibt einfach zu viele Faktoren, die unsere Entscheidung beeinflussen.

      Deswegen gibt es auch kaum einen Unterschied zwischen guten gemachten Händen und gemachten Händen usw. Das sind alles fließende Unterschiede. 22 ist auf einem 333 Flop eine sehr starke Hand. Auf einem AKQ Board ist es hingegen Trash. Doch in beiden Fällen ist es ein Bottom Pair.
      Wenn wir ein MiddlePair haben und geraised werden, so ist die Hand gegen einige Gegner auf einigen Boards totaler Trash und wir können folden. Gegen andere Gegner ist es ein einfacher Calldown. Usw.

      Dennoch wird es Dir natürlich für die ersten Schritte von großer Hilfe sein, wenn Du die Artikel gut lernst und Dich danach richtest. Aber versuche von Anfang an ein Gefühl dafür zu bekommen was eine starke Hand ist, was eine schwache, usw. Dabei wird es Dir helfen, wenn die Hände, bei denen Du unsicher bist im Handanalyseforum postest. Zusätzlich kannst Du auch ein Video von Deiner Session aufnehmen, dabei sagst Du warum Du was machst. Das Video kannst Du dann in diesem Forum veröffentlichen. Ich werde es mir dann gerne anschauen und kommentieren.
    • johngalt00
      johngalt00
      Bronze
      Dabei seit: 21.06.2010 Beiträge: 173
      Ich versuche erstmal alles weitestgehend in eine Schablone zu packen, damit ich es besser/schneller abrufen kann.
      Und dann nach und nach die Feinheiten herausarbeiten.

      Eure Tips und Hilfen sind da wirklich super! Vielen Dank nochmal dafür.

      Hände habe ich teilweise auch schon gepostet, habe aber da oft das Problem, dass es ganz spezifisch auf das Problem beschrieben wird, was ja auch schon super ist. Aber oft habe ich ein Problem es allgemein abzuleiten und es für mein weiteres Spiel zu verwenden.

      Daher versuche ich mehr es allgemein zu verstehen und nicht auf ein ganz spezielles Problem.

      Aktuell betrachte ich erstmal überhaupt nicht die Statistiken der Gegner, sondern will erstmal die Spielzüge allgemein anwenden können.

      Sie Einsteigerstrategie habe ich weitestgehend inne und nach und nach erschliesse ich mir die Bronze-Strategie.
      Aber bei den Spielzügen gegen 1 Gegner scheine ich doch noch Probleme zu haben. :(

      Grundlegend ist mir schon klar, dass die Bewertung davon abhaengt wie das Board ist. Das versuche ich auch schon zu berücksichtigen.
      Aber trotzdem wird ja oft in den Beschreibungen zwischen gemachten Händen und guten gemachten Händen unterschieden.
      Hat diese Unterscheidung in dem Artikel im Prinzip nichts weiter zu bedeuten? Soll man einfach die Hand bewerten und diese in Zusammehang mit dem Board betrachten und aber dann im Prinzip gemachte Haende und gut gemachte Hände soweit gleich spielen?
      Oder bedeutet in dem Artikel dass die guten gemachten Hände schon etwas besser sein sollen als die "normal" gemachten?

      Bei den Draws habe ich es so verstanden dass starke Draws mehr outs haben als regulaere Draws. Bei starken Draws habe ich einen Wert von ca. 10-12 outs als Wert und darunter spiele ich es wie normale Draws. Passt es so ungefähr?


      Hoffe bald in die Silberstrategie zu gelangen und dann wurde ich gern dort bei euch weiter bohren, wenn ich darf...
    • Liverix
      Liverix
      Bronze
      Dabei seit: 22.02.2007 Beiträge: 525
      Du darfst immer bohren so viel Du willst :-D

      Als starken Draw bezeichnen wir einen Draw mit 8 Outs oder mehr. Also OESD, Flushdraw und entsprechende Kombinationen. Overcards sind ebenfalls eine Art Draw. Sie haben jedoch nur 6 Outs und die Outs sind etwas schwächer, da sie nur zum TopPair drawen, wir somit weiterhin gegen 2Pairs und Sets behind sind. Damit sind Overcards nur schwache Draws, die wir meistens am Flop einmal callen (so fern wir nicht die Initiative haben) und am Turn meistens folden (oder im großen Pot nach Pot Odds manchmal auch callen können). Ein Gutshot hat lediglich 4 Outs und kommt damit zu selten an, um ihn zu den starken Draws zu rechnen.

      Du willst nun recht genau wissen was 'gemachte Hand' und 'starke gemachte Hand' bedeutet. Das kann ich sehr gut verstehen. Jedoch gibt es schon einen Grund, warum es in den Artikel nicht so genau beschrieben wird. Man kann es einfach nicht beschreiben. In den Beispielen oben habe ich Dir ja gezeigt, dass ein Bottom Pair manchmal stark und manchmal schwach sein kann. Genauso wie ein Mid Pair.
      Cjheigl hat es bereits recht genau gesagt 'Eine gute gemachte Hand ist in diesem Fall oft schon ein mittleres Paar guter Kicker. Du brauchst keine Spitzenhand zu haben, weil der Gegner jedes Paar raisen könnte.'

      Vielleicht drücken wir uns ein bisschen vor einer konkreten Antwort, aber das hat sicherlich seinen Grund. Es ist nicht sinnvoll diese Frage mit einer ganz konkreten Antwort zu erwidern, weil man MidPairs/BottomPairs in unterschiedlichen Situationen unterschiedlich spielt. Und auf bestimmten Boards sind selbst TopPairs sehr schwache Hände, die man lediglich als 'Blufffänger' runtercalled.

      Beim Bewerten von Händen musst Du darauf achten, dass es so gut wie niemals nur um diese spezielle Hand in dieser speziellen Situation geht. Du musst lernen zu verstehen wie man die Hand analysiert, wie man vorgeht, welche Konzepte man in welchen Situationen berücksichtigen muss, usw.

      Gruß
      Liverix
    • johngalt00
      johngalt00
      Bronze
      Dabei seit: 21.06.2010 Beiträge: 173
      OK, danke.
      Dann versuche ich es mal doch mit Handanalysen. Ich hoffe, ich kann dann da oefters Hände reinposten.
      Video wäre an sich auch moeglich aber ist etwas komplexer zu erstellen und dann dauert so eine Session ja lange und ist ja für euch komplex die ganze Session durchzugehen. Aber ausschneiden der wichtigen Passagen ist ja nicht so einfach!?
    • Liverix
      Liverix
      Bronze
      Dabei seit: 22.02.2007 Beiträge: 525
      Du kannst ja auch ein Review machen dadurch wirst Du selbst zu den wictigen Passagen springen. Ansosten reicht ein Video von einer Länge von ca. 20 Minuten meistens völlig aus. Da gibt es bereis genügend interessante Situationen, die man besprechen kann.
    • johngalt00
      johngalt00
      Bronze
      Dabei seit: 21.06.2010 Beiträge: 173
      Wieder wahrscheinlich eine blöde Frage, da nicht allgemein zu beantworten, Aber ich versuche es nochmal. Vielleicht geht es ja doch. :)

      Es geht um die In-Position.
      Soweit ich es verstehe, spiele ich im Prinzip immer Call am Flop mit einer spielbaren Hand. Also gemachte Hand oder Draw.
      Und am Turn ReRaise ich dann mit stärkeren Draws und gemachten Händen.

      Aber wenn vor Dem Flop Gegner geraist hat dann soll man es so spielen:
      "Aber Achtung: Hier hat der Gegner vor dem Flop erhebliche Stärke gezeigt, da er ja auch noch out of Position ist. Vor allem gemachte Hände sollten schon deutlich stärker sein. "

      Habt Ihr für mich evtl. ein/zwei Besipielhaende wo man bei "Preflop Gegner erhoeht" diese nicht callen wurde aber ansonsten schon?

      Vielen Dank
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.495
      Beispiel 1:

      Hero ist MP2 mit A:club: , 9:club:
      Preflop: 4 folds, Hero raises, 4 folds, BB calls.

      Flop: A:spade: , T:heart: , 7:heart:
      BB bets, Hero?

      -> Die Range des Gegners umfasst nur wenige stärkere Hände.
      -> deine Equity liegt über 50%
      -> call Flop, raise Turn

      Beispiel 2:

      Hero ist MP2 mit A:club: , 9:club:
      Preflop: 4 folds, Hero raises, 4 folds, BB raises, Hero calls.

      Flop: A:spade: , T:heart: , 7:heart:
      BB bets, Hero?

      -> Die Range des Gegners umfasst überwiegend stärkere Hände
      -> Deine Equity liegt unter 50%
      -> Seine schwächeren Hände haben nicht viele Outs und könnten auf raise Turn folden, während du bessere Hände immer auszahlst
      -> Calldown

      Board: asth7h
      Dead:

      ..................Equity ....... Hand
      Spieler 1: 46.068 % Ac9c
      Spieler 2: 53.932 % TT+, AJs+, AQo+

      Beispiel 3:

      Hero ist Button mit Q:club: , J:club:
      Preflop: UTG raises, 1 fold, UTG2 calls, 2 folds, MP2 calls, MP3 calls, 1 fold, Hero calls, 2 folds.

      Flop: Q:heart: , 9:club: , 3:diamond:
      UTG bets, 3 folds, Hero?

      Hero hat top Paar guter Kicker, ist aber kein Favorit gegen UTG. Der contibettet in 4 Gegner. Draws kann er kaum haben, also hat er sehr wahrscheinlich eine made Hand.

      Board: qh9c3d
      Dead:

      ...................Equity Hand
      Spieler 1: 38.582 % QcJc
      Spieler 2: 61.418 % 99+, AQs, KQs, AQo

      -> Calldown
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