Hanf legalisieren

    • tiltingjoe
      tiltingjoe
      Bronze
      Dabei seit: 05.05.2009 Beiträge: 1.363
      Das nie langweilige Thema.

      Hier bin ich auf www.abgeordnetenwatch.de gestossen wo die liebe Frau Dyckmans
      (FDP, wohl die schlechteste Wahl für den Posten der Drogenbeauftragten)
      ihre steinzeitlichen Ansichten zum besten gibt.

      Es ist schwer nachzuvollziehen das die Niederlande es schaffen so viel um-
      sichtiger und aufgeschlossener mit dem Thema umgehen kann als die BRD.
  • 167 Antworten
    • tiltingjoe
      tiltingjoe
      Bronze
      Dabei seit: 05.05.2009 Beiträge: 1.363
      Cannabis Info Thread
    • Esel1987
      Esel1987
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 3.690
      Hab nur ein Bild von Frau Dyckmans angeschaut. Stimme ihr jedenfalls nicht zu.
    • Esel1987
      Esel1987
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 3.690
      Nach dem Bundesverfassungsgericht verstößt die Ungleichbehandlung von Alkohol und Cannabis nicht gegen das Diskriminierungsverbot aus Art. 3 GG, weil sachliche Gründe für eine Rechtfertigung der Ungleichbehandlung bestehen:


      ..So ist zwar anerkannt, daß der Mißbrauch von Alkohol Gefahren sowohl für den Einzelnen wie auch die Gemeinschaft mit sich bringt, die denen des Konsums von Cannabisprodukten gleichkommen oder sie sogar übertreffen.

      Gleichwohl ist zu beachten, daß Alkohol eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten hat, denen auf Seiten der rauscherzeugenden Bestandteile und Produkte der Cannabispflanze nichts Vergleichbares gegenübersteht. Alkoholhaltige Substanzen dienen als Lebens- und Genußmittel; in Form von Wein werden sie auch im religiösen Kult verwandt. In allen Fällen dominiert eine Verwendung des Alkohols, die nicht zu Rauschzuständen führt; seine berauschende Wirkung ist allgemein bekannt und wird durch soziale Kontrolle überwiegend vermieden. Demgegenüber steht beim Konsum von Cannabisprodukten typischerweise die Erzielung einer berauschenden Wirkung im Vordergrund.

      Weiterhin sieht sich der Gesetzgeber auch vor die Situation gestellt, daß er den Genuß von Alkohol wegen der herkömmlichen Konsumgewohnheiten in Deutschland und im europäischen Kulturkreis nicht effektiv unterbinden kann.
      (BVerfGE)
      ...
      Hinsichtlich der Verwendung außerhalb Rauschzwecken:
      In den USA ist Cannabis bereits als Medikament anerkannt. Dagegen ist eine Verwendung von Alkohol als Lebensmittel wohl eher als gering anzusehen.

      Mit sozialer Kontrolle weiß ich nicht, was gemeint ist. Gerade im sozialen Leben im Rahmen von Kontakten wird Alkohol wohl zu Rauschzwecken eingesetzt. Warum sollte dabei ein Unterschied zu Cannabis bestehen? Wenn geschrieben wird, dass die Rauschwirkung von Alkohol allgemein bekannt ist und dies wohl als Argument angeführt wird, gehe ich im Umkehrschluss davon aus, dass diese Wirkung bei Cannabis nicht bekannt sein soll? Allerdings ist dies wohl widersprüchlich zu ersterem Argument. Denn wenn Cannabis einzig zu Rauschzwecken eingesetzt wird, welche Wirkung soll dann alternativ beigemessen werden, damit diese Wirkung unbekannt wäre?

      Warum eine effektive Unterbindung durch ein Verbot nicht möglich sein soll, leuchtet mir auch nicht ein.

      Was meint ihr?
    • ToothpickVic
      ToothpickVic
      Diamant
      Dabei seit: 30.03.2008 Beiträge: 2.893
      ist das die begründung des gesetzgebers? ich lach mich schlapp...
    • Esel1987
      Esel1987
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 3.690
      Original von ToothpickVic
      ist das die begründung des gesetzgebers? ich lach mich schlapp...
      Nein, vom Bundesverfassungsgericht auf die Beschwerde, dass die ungleiche Behandlung von Cannabis (illegal) und Alkohol (legal) gegen das Grundrecht aus Art. 3 GG (Gleichbehandlung) verstößen würde.

      Eine Ungleichbehandlung von wesentlich Gleichem (beides Rauschmittel) stellt einen Eingriff in das Grundrecht dar. Allerdings kann ein solcher Eingriff gerechtfertigt sein und zwar immer dann, wenn ein sachlicher Grund für die Ungleichbehandlung gegeben ist. Sie darf also nicht willkürlich sein. Die vom Bundesverfassungsgericht dafür angeführten Gründe stehen im Zitat. Die Begründung für die Rechtfertigung fällt in dem Urteil insgesamt ziemlich knapp aus.
    • tiltingjoe
      tiltingjoe
      Bronze
      Dabei seit: 05.05.2009 Beiträge: 1.363
      Original von Esel1987
      Original von ToothpickVic
      ist das die begründung des gesetzgebers? ich lach mich schlapp...
      Nein, vom Bundesverfassungsgericht auf die Beschwerde, dass die ungleiche Behandlung von Cannabis (illegal) und Alkohol (legal) gegen das Grundrecht aus Art. 3 GG (Gleichbehandlung) verstößen würde.

      Eine Ungleichbehandlung von wesentlich Gleichem (beides Rauschmittel) stellt einen Eingriff in das Grundrecht dar. Allerdings kann ein solcher Eingriff gerechtfertigt sein und zwar immer dann, wenn ein sachlicher Grund für die Ungleichbehandlung gegeben ist. Sie darf also nicht willkürlich sein. Die vom Bundesverfassungsgericht dafür angeführten Gründe stehen im Zitat. Die Begründung für die Rechtfertigung fällt in dem Urteil insgesamt ziemlich knapp aus.
      Das Urteil liesst sich wie eine Farce die ohne weiteres wiederlegt werden kann
      wenn man sich die unglaublichen Einsatzmöglichkeiten der Hanfpflanze vor Augen führt.

      Also bei der Urteilsbegründung sehe ich noch Luft nach oben.
    • Esel1987
      Esel1987
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 3.690
      Mir kommt das Urteil so vor, als ob das Ergebnis in dem Punkt von vorneherein festgestanden hat. Einfach weil Cannabis im Vergleich zu Alkohol in der Gesellschaft als Droge bezeichnet wird oder gilt und aus diesem Grund keinesfalls als legal angesehen werden darf. Vom Ergebnis her wurde dann auf die Argumente zurückgebildet und nicht umgekehrt. Warum das eigentliche gewichtigste Argument der Gesundheitsschädigung oder Nichtschädigung so unter den Tisch gekehrt wurde, kann ich nicht nachvollziehen. Jedenfalls erscheinen die gegebenen Argumente im Verhältnis dazu doch witzlos.
    • Araklion
      Araklion
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2006 Beiträge: 4.605
      Erzwingt halt nen Volksentscheid anstatt rumzukiffen und alle 2 Wochen nen neuen Thread zu dem Thema zu machen.
      Oder geht protestieren wie die Linken, Kunststudenten, Lifetime-Hartz4ler und Feministinnen die meinen ihre Ansichten interessieren jemand.

      Davon mal abgesehen ist der Vergleich mit Alkohol gar nicht mal so sinnvoll. Sollen wir jetzt alles legalisieren an dem weniger Leute sterben als Alkohol? :facepalm:
    • Bliss86
      Bliss86
      Bronze
      Dabei seit: 03.08.2006 Beiträge: 5.562
      Spam gelöscht.

      Grüße,
      Sven
    • tiltingjoe
      tiltingjoe
      Bronze
      Dabei seit: 05.05.2009 Beiträge: 1.363
      Original von Araklion
      Erzwingt halt nen Volksentscheid anstatt rumzukiffen und alle 2 Wochen nen neuen Thread zu dem Thema zu machen.
      Oder geht protestieren wie die Linken, Kunststudenten, Lifetime-Hartz4ler und Feministinnen die meinen ihre Ansichten interessieren jemand.

      Davon mal abgesehen ist der Vergleich mit Alkohol gar nicht mal so sinnvoll. Sollen wir jetzt alles legalisieren an dem weniger Leute sterben als Alkohol? :facepalm:

      Also, das letzte mal habe ich vor etwa 2 Jahren rumgekifft.

      Deine Meinung in allen Ehren, aber behalte sie doch bitte für dich.
      Ich möchte dir gar keine Plattform für eine Pro/Kontra Diskussion bieten.
      Ich möchte lediglich mit gleichgesinnten einen Dialog führen.
      Also bitte , draussen bleiben!
    • Araklion
      Araklion
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2006 Beiträge: 4.605
      Original von tiltingjoe
      Ich möchte dir gar keine Plattform für eine Pro/Kontra Diskussion bieten.
      Ich möchte lediglich mit gleichgesinnten einen Dialog führen.
      Also bitte , draussen bleiben!
      Letzter Beitrag von mir (außer ich muss noch auf irgendwas antworten):

      Was bringt das dann? Es gibt trotzdem andauernd nen Thread zu dem Thema. Dann wird jedesmal über irgendwelche Politiker hergezogen (die vermutlich tatsächlich voreingenommen sind oder irgendwelche Lobbies vertreten, ist aber irrelevant), der unsinnige Vergleich mit Alkohol oder Tabak gezogen und alle ergötzen sich daran, dass sie sich gegenseitig zustimmen.

      Ist genau wie früher in der Schule (bzw. teilweise auch noch im Studium) wo sich dann die Failkandidaten nach jeder Prüfung ereifern die Schuld dem Prüfer oder dem Thema in die Schuhe zu schieben.

      Ja, ich könnte die Threads einfach ignorieren (mache ich auch meist), aber in praktisch jedem Unterforum andauernd ein neuer Thread zum selben Mist.
      Bookmarks und so.
    • Esel1987
      Esel1987
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 3.690
      Original von Araklion
      Was bringt das dann? Es gibt trotzdem andauernd nen Thread zu dem Thema. Dann wird jedesmal über irgendwelche Politiker hergezogen (die vermutlich tatsächlich voreingenommen sind oder irgendwelche Lobbies vertreten, ist aber irrelevant), der unsinnige Vergleich mit Alkohol oder Tabak gezogen und alle ergötzen sich daran, dass sie sich gegenseitig zustimmen.
      Tabak ist kein Betäubungsmittel, aber warum ist der Vergleich mit Alkohol unsinnig? Es geht auch um Gleichberechtigung. Die einen wollen saufen, die anderen kiffen. Warum sollt dabei ein Unterschied gemacht werden?
    • tiltingjoe
      tiltingjoe
      Bronze
      Dabei seit: 05.05.2009 Beiträge: 1.363
      Original von Esel1987
      Mir kommt das Urteil so vor, als ob das Ergebnis in dem Punkt von vorneherein festgestanden hat. Einfach weil Cannabis im Vergleich zu Alkohol in der Gesellschaft als Droge bezeichnet wird oder gilt und aus diesem Grund keinesfalls als legal angesehen werden darf. Vom Ergebnis her wurde dann auf die Argumente zurückgebildet und nicht umgekehrt. Warum das eigentliche gewichtigste Argument der Gesundheitsschädigung oder Nichtschädigung so unter den Tisch gekehrt wurde, kann ich nicht nachvollziehen. Jedenfalls erscheinen die gegebenen Argumente im Verhältnis dazu doch witzlos.

      Ich denke das das noch die Spätfolgen der Prohibition in Amerika die um 1920
      stattfand (wie im video hanf-das-milliarden-dollar-kraut ab min 8:48 angeschnitten
      wurde) ist. Wo an allererster Stelle Alkohol stand und "aus Steuergründen"
      wieder erlaubt wurde. Danach wurde eben ein Sündenbock gesuchtt und wurde im Hanf gefunden.
      Das traurige ist nur das Medizin, Industrie stark beschnitten werden und natürlich auch die Gelegenheits-
      Konsumenten dadurch ihr Recht auf Selbstbestimmung nicht nutzen können.
      Und es ist numal wirklich eine sehr sehr alte Volksverdummung der wir erlegen sind.
    • Araklion
      Araklion
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2006 Beiträge: 4.605
      Original von Esel1987
      Tabak ist kein Betäubungsmittel, aber warum ist der Vergleich mit Alkohol unsinnig? Es geht auch um Gleichberechtigung. Die einen wollen saufen, die anderen kiffen. Warum sollt dabei ein Unterschied gemacht werden?
      Weil ein Übel ein anderes nicht rechtfertigt.
      Und ob ein Einzelner das gerecht findet ist für die Legalisierung egal. Sonst kann sich ja gleich jeder aussuchen wieviele Steuern er zahlt und an welche Gesetze er sich hält.
    • tiltingjoe
      tiltingjoe
      Bronze
      Dabei seit: 05.05.2009 Beiträge: 1.363
      Merkst du nicht wie du störst ?
    • Araklion
      Araklion
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2006 Beiträge: 4.605
      Original von tiltingjoe
      Merkst du nicht wie du störst ?
      Oben rechts ist der "melden"-Button. Wenn der zuständige Moderator der Meinung ist, dass ich in dem Thread nicht posten darf, werde ich mich, ohne das zu hinterfragen, daran halten.
    • Blade619
      Blade619
      Global
      Dabei seit: 15.09.2006 Beiträge: 2.935
      Original von Araklion
      Original von Esel1987
      Tabak ist kein Betäubungsmittel, aber warum ist der Vergleich mit Alkohol unsinnig? Es geht auch um Gleichberechtigung. Die einen wollen saufen, die anderen kiffen. Warum sollt dabei ein Unterschied gemacht werden?
      Weil ein Übel ein anderes nicht rechtfertigt.
      Und ob ein Einzelner das gerecht findet ist für die Legalisierung egal. Sonst kann sich ja gleich jeder aussuchen wieviele Steuern er zahlt und an welche Gesetze er sich hält.
      Ich kann mir ja auch noch aussuchen, ob ich mir den Fuß abhacke oder mit dem Kopf gegen die Wand renne.
      Ob ich nun Kiffe, oder Zigaretten Rauche kann dem Staat doch egal sein...
    • tiltingjoe
      tiltingjoe
      Bronze
      Dabei seit: 05.05.2009 Beiträge: 1.363
      Spielt doch keine Rolle was ein Mod meint.

      Ich habe dich gebeten den Dialog nicht kaputt zu machen.
      Und du beginnst ziemlich komische Argumentationen wie
      Ein Übel kann man nicht mit einem anderen Vergleichen.

      Genau diese Einstellung herrscht ja bereits, danke das du
      sie wiederholst. Sie ist aber falsch.
      Alleine die Anwendungsgebiete in der Medizin veranlassen
      deine Argumentation ins lächerliche abzuwandern.

      ABER das will ich gar nicht mit dir diskutieren bzw mit dem Thread
      als Diskussionsgrundlage schaffen.

      Ich möchte mit Menschen sprechen die die Problematik erkannt haben.
    • Araklion
      Araklion
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2006 Beiträge: 4.605
      Original von tiltingjoe
      Spielt doch keine Rolle was ein Mod meint.

      Ich habe dich gebeten den Dialog nicht kaputt zu machen.
      Und du beginnst ziemlich komische Argumentationen wie
      Ein Übel kann man nicht mit einem anderen Vergleichen.

      Genau diese Einstellung herrscht ja bereits, danke das du
      sie wiederholst. Sie ist aber falsch.
      Alleine die Anwendungsgebiete in der Medizin veranlassen
      deine Argumentation ins lächerliche abzuwandern.

      ABER das will ich gar nicht mit dir diskutieren bzw mit dem Thread
      als Diskussionsgrundlage schaffen.

      Ich möchte mit Menschen sprechen die die Problematik erkannt haben.
      Wenn hier was lächerlich ist, dann das du mit reiner Demagogie gegen den von euch angeprangerten Status quo "argumentierst".

      Davon abgesehen hat circa alles irgendeinen Nutzen in der Medizin. Das heißt aber noch lange nicht, dass es Nervengift, Antidepressiva und Methadon im Supermarkt um die Ecke gibt.

      Davon abgesehen gibt es hier keinen Dialog der über "ich will aber" und Fakten hinbiegen hinausgeht.

      @Blade: Kannst du, ist aber extrem assozial weil du für einen unbedeutenden Gewinn an Freiheit der Allgemeinheit zumutest dich Krüppel dann über Jahrzehnte zu versorgen.