BRM

  • 11 Antworten
    • HockeyTobi
      HockeyTobi
      Bronze
      Dabei seit: 03.12.2005 Beiträge: 23.227
      -ins BSS Strategieforum verschoben-
    • StefanR89
      StefanR89
      Bronze
      Dabei seit: 21.07.2008 Beiträge: 749
      hab zwar keine Ahnung so groß von shorthanded. Aber dein BRM muss konservativer sein wie bei fullring, weil die Variance größer ist. Ich wurde dir nen BRM von 50 Stacks empfehlen.
    • karl1954
      karl1954
      Bronze
      Dabei seit: 18.06.2008 Beiträge: 877
      naja, jenachdem wie dus handhaben willst.
      mir persönlich haben 35stacks auf den micros, um mich sicher zu fühlen, immer gereicht und nicht auf scarred money zu sitzen.
      kommt auch drauf an, wie schnell du wieder ein limit absteigen kannst.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Was ist dein derzeitiges Limit?
      Wieviele Tische spielst du gleichzeitig?
      Was war der größte Verlust an einem Tag (in buy ins)?
      Was der größte Gewinn an einem Tag (in buy ins)?
      Ab wann tiltest du? [ehrlich sein!]
      Hast du eine stop loss Grenze?
      Warst du schonmal auf scared money?
      Was willst du im Poker erreichen?

      -> beantworte die Fragen und dann wird die Frage nach dem BRM sehr viel einfacher zu beantworten sein, denn -du ahnst es hoffentlich schon - es ist individuell. ;)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Bankrollmanagement ist etwas sehr persönliches. Pokerstrategy gibt als Richtlinie 20 - 35 Stacks glaub ich für die Micros an, da sich dies als guter Mittelwert zwischen Risikoaversion und zügigem Aufstieg bewährt hat.

      Nehmen wir an du bist Winningplayer. Da Poker ein Glücksspiel ist (du kannst nicht beeinflussen welche Karten kommen) gibt es Ereignisse in denen du "schlecht läufst" über eine gewisse Zeitperiode. Um diese Phasen abzufangen gibt es das Bankrollmanagement, wenn du ausschliesslich autark Poker spielen willst. (d.h. kein Geld von aussen ins System bringen)

      Je geringer deine reale Winrate ist, desto größer und länger werden deine Downswings (da deine Longtermvarianz steigt, um es mal ganz banal auszudrücken).

      Die Fragen von Scooop können dir dabei helfen dein persönliches Bankrollmanagement zu optimieren:

      Was ist dein derzeitiges Limit? -> je höher dein Limit, desto besser werden deine Gegner => deine Winrate sinkt und die Varianz steigt => mehr BI nötig

      Wieviele Tische spielst du gleichzeitig? -> je mehr Tische du spielst, desto geringer ist deine Winrate => mehr BI nötig

      Was war der größte Verlust an einem Tag (in buy ins)?
      Was der größte Gewinn an einem Tag (in buy ins)?

      Ab wann tiltest du? [ehrlich sein!] -> viele Spieler verschliessen sich vor dieser Frage, es ist extrem wichtig, dass du deine eigenen Fehler erkennst und akzeptierst.

      Hast du eine stop loss Grenze?
      Warst du schonmal auf scared money?
      Was willst du im Poker erreichen? -> ich denke viele Anfänger wollen erstmal in den Limits aufsteigen. Dort ist es dann sinvoll ein relativ aggressives BRM zu fahren.
    • pokermania4
      pokermania4
      Bronze
      Dabei seit: 28.11.2009 Beiträge: 7.356
      Danke für die ausführlichen Antworten :)
      Hauptziel ist bei mir natürlich auch möglichst schnell die Limits aufsteigen, jedoch will ich nicht aufgrund eines Upswings nach oben kommen um dann dort wieder meine Winnings zu verlieren, sondern ich will es mit Skill schaffen.

      Derzeitiges Limit ist NL5. Stehe also noch am Anfang. Tische spiele ich zurzeit 4.

      Größter Gewinn und größter Verlust ist schwer zu sagen...denke mal 4 Buy-ins in beide Richtungen sollten in etwa hinkommen. Spiele halt noch nicht soo lange.

      Tilten ist bei mir nicht so das Problem, da ich bei 3-4 Stacks Verlust spätestens aufhöre. Manchmal wenn es nicht läuft auch schon bei 1-2 Stacks, um dann halt später wieder weiter zu spielen. Jedoch kann es auch mal vorkommen, dass ich 1-2 Stacks vertilte :rolleyes:
      Höhere Limits besuche ich nicht wenn ich auf tilt bin, da mir das Geld dann (obwohl ich auf tilt bin) zu schade ist.

      Scared Money war ich bisher eig nicht, da mein bisheriges BRM sehr konservativ war. Wobei ich schonmal NL50 Heads-Up gespielt habe, weil ich Lust auf HU hatte. Mit 35bb an den Tisch, das war dann doch scared money :D

      So sollten alle Fragen beantwortet sein, und ich denke mal für den Anfang sollten so 30-35 Stacks reichen oder was meint ihr bezüglich meiner Antworten?
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von pokermania4

      Tilten ist bei mir nicht so das Problem

      Original von pokermania4
      Jedoch kann es auch mal vorkommen, dass ich 1-2 Stacks vertilte :rolleyes:
      Höhere Limits besuche ich nicht wenn ich auf tilt bin, da mir das Geld dann (obwohl ich auf tilt bin) zu schade ist.
      :D


      30 stacks aufwärts ist für die Micros solide denke ich, sofern man sich denn auch ans BRM hält und eben nicht mal auf höhere Limits geht, wenn man ne schlechte Session hatte um losses zu chasen, denn das ist Tilt von seiner schlimmsten Form und auf den höheren Limits kannst du ja gar nicht ausreichend stacks haben...


      Die Sache mit dem vertilten von stacks ist übrigens etwas das man auf den Micros oft so als kleines Laster ansieht, sind ja nur ein paar Dollar - aber du musst sehen, dass selbst sehr gute Spieler (und Anfänger sind selten gut^^) keine winrates >10bb/100 langfristig gesehen schaffen.
      2 stacks vertilten bedeutet also de facto, dass du bei 5bb/100 winrate (Was gut ist!) mindestens 4000 Hände spielen musst, um die stacks reinzuspielen, wenn du denn in diesen 4000 Händen nicht wieder was vertiltest...
      Jeder bb ist wichtig ;)
    • darkalot
      darkalot
      Bronze
      Dabei seit: 26.04.2009 Beiträge: 85
      25 stacks sind schon genug denke ich, solange man winningplayer ist. auf den micros hat man ja noch nicht viel erreicht und kann nicht viel verlieren, da kommt man auch nicht soleicht auf tilt. Bei NL200, hat man schon evtl. Jahre investiert um dahin zu kommen und es tut mehr weh. Mit einem zu passivem Bankrollmanagement (50 Buyins oder so) kann man ganz ordendlich seine Zeit in den Micros verplempern.
    • pokermania4
      pokermania4
      Bronze
      Dabei seit: 28.11.2009 Beiträge: 7.356
      Also ich habe schonmal (bis ihc keine Lust mehr hatte) 25k Hände NL5 SH gespielt und hatte dann am Ende 6-7bb/100 Hände Winnings. Denke mal ich kann das Limit auf jedenfall schlagen, nur ist meine BR noch nicht so groß, um auf NL10 aufsteigen zu können, denn 30 Stacks sollte ich da schon haben.

      @Scoop: Stimmt, da hab ich mir wiedersprochen :D ,danke für deine Hilfe. Tilt werde ich versuchen einzudämmen, aber man kann ja nie wissen was kommt :rolleyes:
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Es wurde ja schon gesagt, es ist von der Mentalität abhängig und was man erreichen will.

      Man kann auch ein BRM fahren bei dem man mit 10 stacks spielt :f_eek:

      Nimm an du spielst NL10 mit 10 stacks aka 100$.

      du spielst immer nur 4 Tische und steigst dann im Limit ab, wenn du 3buy ins down bist.

      Dann spielst du NL5 mit 70$ Bankroll (=14 stacks) bis du wieder 100$ hast und versucht erneut NL10 mir der Vorgabe abzusteigen, wenn du dort erneut 3 buy ins verlierst.

      Solltest du auf NL5 auch in trouble geraten, musst du auf NL2 absteigen und dir dort die buy ins für Nl5 zurückholen (wenn du auf NL2 auch in trouble gerätst solltest du mit Poker aufhören ;) )

      Und wenn es auf NL10 gut läuft steigst du auf, sofern du 10 stacks für NL20 hast, dort spielst du wieder mit der 3 buy in loss = Abstieg Regel.


      Das setzt sehr viel Disziplin voraus, denn es funktioniert nur, wenn man auch wirklich immer rechtzeitig absteigt und es erfordert auch mentale Härte u.U ständig im Fahrstuhl zwischen den Limits zu sein. (denn 3 buy ins kann man sehr schnell verlieren und das auch ohne jeden Fehler...) und es dauert sehr viel länger die buy ins für das höhere Limit auf dem tieferen Limit sich zusammenzu spielen...

      Aber wenn man so spielt und das durchhält steigt man natürlich wesentlich schneller auf als jemand der mit 30 stacks spielt, denn bis der die Bankroll für das nächsthöhere Limit hat, muss er deutlich mehr spielen und gewinnen - dafür ist er nicht in akuter broke Gefahr, ihm setzen die Swings nicht so zu und er muss nicht oder nie im Limit absteigen.

      Muss jeder selbst wissen, ich plädiere für den konservativen Weg, aber der andere ist gangbar, wenn man wie gesagt die Disziplin hat, insbesondere Tiltresistent ist.


      Für dich pokermania ist allerdings ein so aggressives BRM ganz sicher (auch) nichts, denn du tiltest viel zu stark dazu ;)
    • Benzodiazepin
      Benzodiazepin
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 3.456
      das was scoop hier schildert, ist ein shot-reload-brm. sobald du auf dem aktuellen eine "sichere" roll hast, zb 25 stacks, dann erspiel dir 3 stacks fürs nächste limit und spiel dort (shot), bis du 3 stacks verloren hast. das machst du so lange (reload), bis du dich dort etablieren kannst. dadurch kannst du gerade im upswing in kürzester zeit mehrere limits aufsteigen ohne die gefahr zu haben, broke zu gehen (da du ja immer mindestens 25 stacks des vorherigen limits hast). das empfiehlt sich natürlich nur für spieler, die auch den skill haben, das nächste limit zu beaten, sich an die 3 stacks loss grenze halten und nicht auf scared money sind, wenns innerhalb von ein paar tausen händen um die 4-fachen beträge geht.