Preflop coldcall einschätzen ?

    • baron9090
      baron9090
      Bronze
      Dabei seit: 06.07.2010 Beiträge: 4
      Huhu !
      Ich hab gerade erst mit der BSS angefangen und stelle mir immer die Frage
      mit was für einer Range mein gegner preflop nen Raise von mir coldcallt.
      Statsmäßig müsste es ja beim vpip eingeordnet werden, aber er wird ja nicht alle Hände die er reinlimpt auf nem raise auch coldcallen.

      Finds da dann irgendwie immer schwer das einzuschätzen wieviel nen fish mit 40 vpip preflop coldcallt.
      Aber Fische sind ja eh immer schwer einzuschätzen ;)

      Wollt euch mal fragen wie ihr das anhand der stats readed.
      vlt habt ihr nen paar tipps


      mfg
  • 3 Antworten
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      hallo :P

      Je kleiner die Differenz zwischen PFR und VPIP desto seltener kann jemand coldcallen.
      Da Spieler mit einer geringen Differenz zwischen beiden Werten (<5% Punkte) eigentlich nie openlimpen ist genau das ihre coldcall Range.
      die PP von 22-JJ sind schon 4,56% der Starthände - heißt: jemand mit einer sehr geringen Differenz wird fast immer und ausschließlich PPs coldcallen!
      Ab und zu callen die Leute auch gute SC sowas wie 98s, T9s, JTs.
      Wird die Differenz größer können weitere Hände hinzukommen, wobei es schwer ist ohne weitere Infos zu sagen ob jemand nun lieber ne Hand wie 86s coldcallt oder A5s oder QJo.
      Sehr starke Hände werden selten bis nie gecoldcallt, da diese immer weiter geraist werden, Ausnahmen bestätigen die Regel. ;)

      Was jetzt Fische angeht, die also eine Differenz zwischen VPIP und PFR haben die Größer als 15% Punkte ist, so sind vor allem alle möglichen Broadwaykarten in ihrer Range, auch alle Ax Hände und je fischiger der Spieler desto mehr random Müll hat er zusätzlich noch in der Range ;)

      das wären so meine ersten Tipps. - 22-JJ sind die Topkandidaten bei TAGs, dann wird die Range erweitert um einige SCs, dann kommen broadwaykarten und Ax hinzu und ab dann alles Richtung any2 cards, wobei wie gesagt die Differenz zwischen VPIP und PFR der Indikator ist.
    • baron9090
      baron9090
      Bronze
      Dabei seit: 06.07.2010 Beiträge: 4
      das war hilfreich !
      Danke danke :f_cool:
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      mir ist noch was eingefallen was durchaus wichtig ist:

      Wenn jemand VPIP 21 und PFR 17 spielt, so könnte man meinen, dass er nur PPs coldcallen kann, da ja wie erwähnt 22-JJ schon 4,5% der Starthände sind und sein gap nur 4% ist.
      Das wäre allerdings ein Fehlschluss, denn die Differenz zwischen beiden Werten bezieht sich ja auf alle Positionen. UTG kannst du ja gar nicht coldcallen, auch aus MP callt man relativ selten, dafür callen gute Leute relativ viel vom CO oder BU (und schlechte viel aus den Blinds).
      Also nehmen wir den Extremfall, dass jemand nur am BU coldcallt und ansonsten nie, dann ist seine calling Range am BU bei 21/17er Stats ~20%(!) - hat also alle kleinen PP drin, alle SCs, ne Menge broadwaykarten und suited Aces, etc.
      Jemand der wirklich nur PP coldcallt hat dann eher 15/14 stats oder so.

      Also nicht auf die Idee kommen, dass wenn der gap eben 4% ist, er aus jeder Position auch ne 4% Range coldcallt, das wäre ein fataler Irrtum. ;)