Flopraise das (k)ein Inforaise ist?!

    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Eine Sache die mich in letzter Zeit häufiger zum nachdenken bringt ist der Versuch keine Inforaises zu machen und die damit verbundene Problematik.
      Ich habe angefangen HU zu spielen und wer im HU TP nicht standardmäßig valueraist am Flop, der lässt fast immer massig value liegen.
      Bei Ring Games hingegen sind Flopraises mit TP oder schwächer (als valueraise?!) oft verpönt, da man sich - so der allgemeine Tenor - nur gegen bessere Hände isoliert und auf eine 3bet immer folden muss und sofern Villain bluff3bets am Flop im Programm hat sich durch sein raise am Flop in die Situation bringt entweder die beste Hand zu folden, sollte er bluff3betten oder aber sich gegen eine stärkere Range zu isolieren
      [Anmerkung: Bei Ring Games auf den Micros habe ich maximal ne Handvoll bluff3bets postflop gesehen, von daher würde ich es als default quasi ausschließen, dass jemand mit air weiter raist, es sei denn es sind extreme Umstände.]
      - daher votieren fast alle für einen call in so einem spot, da ein raise das ominöse Inforaise ist.

      Ich sehe da allerdings eine Reihe Schwierigkeiten mit verknüpft.
      Folgende Hand zur Illustration:

      Grabbed by Holdem Manager
      NL Holdem $20(BB) Replayer
      ($3,320)
      Hero ($2,680)

      Dealt to Hero 9:spade: 4:spade:

      Hero raises to $40, calls $20

      FLOP ($80) 3:heart: 4:diamond: K:club:

      checks, Hero bets $60, raises to $180, Hero calls $120

      TURN ($440) 3:heart: 4:diamond: K:club: 5:diamond:

      bets $315, Hero calls $315

      RIVER ($1,070) 3:heart: 4:diamond: K:club: 5:diamond: 2:club:

      checks, Hero checks

      Hero shows 9:spade: 4:spade:
      (Pre 43%, Flop 72.2%, Turn 0.0%)

      shows 2:heart: A:club:
      (Pre 57%, Flop 27.8%, Turn 100.0%)

      wins $1,070


      Flop 3bet wäre imo durchaus eine Option, wobei ich dann meine Hand von einem bluffcatcher in einen bluff verwandel, aber mir geht es um den Turnspot:
      Ich bin davon ausgegangen, dass er oft genug bluffs in der Range hat, dass ich hier mindestens einen call habe - aber wie schon am Flop habe ich ihm oft 2 overcards gegeben und finde es ausgesprochen bedauerlich, dass ich ihm seinen 6outer (wenn er das A und ne Overcard hat, sind es sogar 10 outs!) quasi schenke.
      Er blufft und erzeugt FE - sollte ich folden und er eben no pair haben gewinnt er und sollte ich callen hat er immernoch einige outs.
      Was mich also nervt in der Hand ist meine prinzipiell passive Rolle in dem Spot, ich kann ihn zu keinem Fehler zwingen, ich kann nur hofffen, dass er wirklich blufft, nicht trifft und ich den Pot am SD gewinne.
      Sollte man daher nicht viel lieber doch raisen?! Sei es am Flop 3betten oder am Turn raisen, um ihm die Chance zu geben einen Fehler zu machen (eine bessere made hand folden, mit der bluffhand bei unzureichenden odds callen) + FE erzeugen, seinen 6 oder 10 Outer nicht umsonst die nächste Karte sehen lassen?
      Und wieso ist es bei HU eher so, dass raises insbesondere mit TP absoluter Standard sind, aber bei Ring games das genaue Gegenteil gilt?
      Klar sind die Ranges im HU viel weiter, dennoch ist es auch bei Ring Game postflop fast immer eine HU Situation und es ist weiterhin sehr schwer TP zu floppen bzw. TP auch noch zu schlagen...
      Ich verstehe also kurz gesagt einfach nicht wieso man bei Ring Games nicht öfter raist am Flop mit einer 1 pair Hand - oder anders, ich wüsste gerne wie ich öfter raisen kann am Flop mit marginalen Händen bis hin zu TPTK, insbesondere um zu verhindern, dass ich in dieser passiven Rolle bin die ich beschrieben habe. Denn ich habe enorme Probleme in solchen spots, da man eben nur runtercallen kann und das mit marginalen Händen immer so eine Sache ist... ;(
  • 17 Antworten
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Um den Turn callen zu können musst du uns erstmal seine vermutete Flop C/R Range erklären.

      Daraus resultierend kannst du dir dann auch überlegen, ob es sinnvoller ist das Midpair hier in einen Bluff zu verwandeln oder das Midpair als Bluffcatcher (und Rangebalancer) am Flop nur zu callen. (und evtl. am Turn auf eine Bet aufzugeben)


      Und wieso ist es bei HU eher so, dass raises insbesondere mit TP absoluter Standard sind, aber bei Ring games das genaue Gegenteil gilt? Klar sind die Ranges im HU viel weiter, dennoch ist es auch bei Ring Game postflop fast immer eine HU Situation und es ist weiterhin sehr schwer TP zu floppen bzw. TP auch noch zu schlagen...


      Die Grundtendenzen in Ringgames sind etwas passiver und die Ranges durchschnittlich wesentlich stärker. Es ist grad im HU halt ziemlich schwierig direkt am Flop sowas wie Midpair, Gutshots etc. zu folden, wenn die Range die der Gegner mit seinem Spielzug repräsentiert relativ eng ist.

      Ich sehe es persönlich aber auch nicht als "absoluten" Standard an hier am Flop mit KT oder KJ zu raisen ohne History.
    • luckskaiworker
      luckskaiworker
      Bronze
      Dabei seit: 14.06.2008 Beiträge: 2.955
      spielst du jetzt nl2k hu oder gehört das eher in hu sng strategiediskussionen ?( ?( ?(
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Das ist eine HU SNG Hand, allerdings ist die Fragestellung schon relativ allgemein gewählt, daher ist es egal.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      ich sehe zwar nicht wieso der geschlossene Thread keine allgemeine Fragestellung enthält die anhand eines konkreten Beispiels verdeutlicht werden sollte (wobei ich das Beispiel auch jederzeit durch ne NL2 Hand ersetzen könnte) - genau wie hier auch -, aber ich will mich hier nicht sinnnlos streiten, ich nehme das zur Kenntnis und werde ab sofort nur noch fiktive Beispielsituationen nehmen um ja keinen wegen irgendwelcher nichtpassendem Status, Limit oder Variante oder was weiß ich was vor Probleme zu stellen.

      Ich würde daher auch lieber über das allgemeine Thema Flopraises/ 3bets / Inforaises reden anstatt über die HU SnG Hand, bei der ich im Nachhinein auch entschieden für eine 3bet am Flop votiere, lieber meine Hand in einen bluff verwandeln und die Hand am Flop entscheiden als da dieses eklige guessing game spielen.

      ***

      Wenn der Flop K :club: 9 :spade: 2 :diamond: ist und ich K :heart: J :heart: habe, ohne Initiative checke, Villain cbettet, so würde ich auch zu 99% nur callen hier - um hier ein valueraise zu haben muss schon viel zusammenkommen.

      Wenn ich allerdings T :spade: 7 :spade: habe (erneut ohne Initiative) auf nem 9 :heart: 7 :diamond: 2 :club: board und ich Villains Range so sehe:

      http://www.PokerStrategy.com
      Operation beendet... 205.920 Spiele in 0 Sekunden berechnet. Equity Gewonnen Unentschieden Verloren Hand
      Spieler 1: 67,387% 67,098% 0,577% 32,325% Ts7s
      Spieler 2: 32,613% 32,325% 0,577% 67,098% 22+, ATs+, KTs+, QTs+, JTs, ATo+, KTo+, QTo+, JTo

      dann hat er Unmengen an Overcards in der Range, ich habe hier 2nd pair und bin gegen alle seine Overcards deutlich vorne, dennoch will ich am Turn keinen J,Q,K,A sehen was zu 34% passiert.
      Wenn Villain also jede dieser Karten, zusätzlich noch jeden BDFD barrelt und ja ohnehin seine made hands (sets, Overpairs) weiterfeuert, so kommt mit dem Flopcall sehr oft ein ziemlich schwieriger spot auf mich am Turn zu.
      Zudem passiert das was ich schon sagte: fast jede Hand seiner Range hat gegen mich mind. 6 Outs die ich durch einen call umsonst die Turnkarte sehen lasse.
      Wieso also sollte ich das zulassen und am Flop nicht raisen?!
      Wenn er wirklich ein set oder ein Overpair hat, wird er mind. callen - ok gegen diese Hände verliere ich einiges, aber auch nicht so viel mehr als wenn ich deren Turnbet gecallt hätte.
      Foldet er aber auf ein raise alle seine broadwaycombos, so wäre das raise >>>> call, weil ich seine Restequity, die gar nicht mal so klein ist, durch mein Raise in FE verwandel und so den Pot oft direkt gewinne.
      Flop bluff 3bets schließe ich wie gesagt so gut wie vollständig aus.
      Ein Nachteil des Flopraises ist der, dass ich potenzielle 2nd barrels mit air nicht mehr abgreifen kann am Turn, aber wie schon gesagt, dafür ist mir meine T7s Hand zu schwach, da man viel zu sehr ein guessing game spielt - für so einen spot würde ich viel lieber die KJ Hand nehmen, da mich weniger Turnkarten nerven und meine Hand auch nicht so leicht überholt werden kann.

      Was ist dann mein Flopraise?
      Callt eine schlechtere Hand?! Wohl eher selten.
      Foldet eine bessere Hand - vielleicht ab und zu.
      aber ich greife das dead money + seine Restequity an und sorge imo für einen deutlich einfacheren Turnspot als wenn ich nur calle.
      Zudem ist meine Hand sozusagen top of my bluffrange und ist ja weiterhin gegen alle Broadwaykarten vorne, sollte er also z.B. AK hier callen, weil man ja hitten kann, so ist genau dies ein Grund T7 zu raisen und nicht QJ.
      In gewisser Weise fällt das raise dann wohl unter die Definition eines Inforaises, aber ich glaube dass ein Raise am Flop in so einem spot eine ziemlich interessante Sache ist, vielleicht sogar der mit Abstand beste Spielzug?

      (Man könnte die Beispiele auch so sehen, dass ich die Initiative habe, Villain checkraist mich am Flop, was tun?!
      fold kommt obv. in Frage, aber auch hier finde ich ne 3bet durchaus interessant und wesentlich besser als einen call.)
    • Sim87
      Sim87
      Black
      Dabei seit: 29.10.2006 Beiträge: 8.692
      es gibt keine inforaises, information ist immer nur ein nebenprodukt aus value/bluff oder potEQ-protection raises.

      das was du beschreibst sind letztere, du protectest deine potequity mit nem raise.

      es ist auch eigtl realtiv simpel. je besser du handreaden kannst desto seltener solltest du diese pot-eq protection plays machen. d.h. das "mit abstand beste play" wäre es dann für dich wenn du sehr schlecht handreadest.

      mit passiven (=C/c) lines mit zB T7 auf 972 hälst du villains range weit, mit c/r schnürst du sie zu. wenn du seine range weit hälst hat villain viele möglichkeiten mit schlechteren händen fehler gegen dich zu machen. damit spielst du deinen equity-edge aus, wozu es mit einem c/raise nur in (stark) vermindertem maße kommen kann.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      ich stimme dir auf jeden Fall zu, dass solche PotEQ protection bet/raises immer Grenzfälle sind und daher so selten wie möglich sein sollten und man lieber klarere spots hat.

      ich stimme auch zu, dass ich mit nem call in meinem T7 Beispiel seine Range weit lasse und ihm die Chance gebe Fehler zu machen und das gerade wenn man sich ne skilledge gibt erstmal ne schöne Sache ist.

      allerdings bringe ich mich mit dem call auch selbst in eine Situation bei der ich sehr leicht (grobe und teure) Fehler machen kann... (genau deshalb glaube ich, dass der T7 Fall so einen PotEQ protection Grenzfall darstellt. Ich habe eine made hand die insgesamt vorne ist gegen Villains Range, aber sehr verwundbar ist und zusätzlich das Problem mit sich bringt, dass ich ungern 2 oder gar 3 barrels damit callen kann/will und bei Overcards extrem oft ein reines guessing game spiele

      Beispiel: ich calle am Flop, Turn Kh - ich checke Villain bet 2/3 Pot. Hero?!
      (der Equilator sagt, dass ich gegen seine komplette Range knapp über 50% habe, da er sicher nicht 100% 2nd barrelt bin ich wohl jetzt schon hinten und muss ja zudem auch noch mit ner Riverbet rechnen...
    • Sim87
      Sim87
      Black
      Dabei seit: 29.10.2006 Beiträge: 8.692
      allerdings wirst du nach nem flop c/raise auch nicht fehlerfrei spielen, hast dafür den pot ziemlich aufgebläht.

      nen King am turn ist zB ziemlich gut, da er ne 9 da jetz oft behind checkt und du gegen ne bet mehr equity hast als gegen nen check. anders gesagt: er wird air sehr oft betten und sachen die dich beat haben behind checken.

      wenn man jetz am river noch mit gutem handreading in bestimmten spots den eigenen bluffcatcher in nen bluff turnen kann, dann hat man schon deutlich mehr theoretisches wissen als so mancher nl400 reg..
    • seidinger
      seidinger
      Bronze
      Dabei seit: 10.09.2007 Beiträge: 668
      ...dann hat man schon deutlich mehr theoretisches wissen als so mancher nl400 reg..


      sorry scoop, und sorry für ot, aber das war einfach... :heart: :heart: :heart: :D
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von Sim87
      allerdings wirst du nach nem flop c/raise auch nicht fehlerfrei spielen, hast dafür den pot ziemlich aufgebläht.

      nen King am turn ist zB ziemlich gut, da er ne 9 da jetz oft behind checkt und du gegen ne bet mehr equity hast als gegen nen check. anders gesagt: er wird air sehr oft betten und sachen die dich beat haben behind checken.

      wenn man jetz am river noch mit gutem handreading in bestimmten spots den eigenen bluffcatcher in nen bluff turnen kann, dann hat man schon deutlich mehr theoretisches wissen als so mancher nl400 reg..
      wie ich schon sagte gehe ich davon aus, dass die Hand fast immer direkt nach meinem Flopraise entschieden ist.
      Auf den Micros folden die Leute sehr oft auf Flopraises, sehr starke Hände werden fast immer weiter erhöht...
      Der unwahrscheinlichste Fall auf einem so trockenen board ist imo der des Calls... Sollte er dennoch callen und ich nicht gerade eins meiner 5 Outs treffen bin ich durch mit dem Thema und spiele c/f.

      Und dass die Leute Kx behind checken wirst du auch nicht oft erleben^^ - wenn er Overcards blufft am Flop und dann am Turn (oder River) trifft, dann wird er immer anspielen, wenn nicht gerade ein 4card flush oder straight draw draußen liegt. (Dass deine line sinnvoller ist, weil er seine Hand overplayt und sich gegen 2pair+ isoliert ist schon klar, aber die Micros sind halt wie sie sind...)

      Die Riverbluffs hingegen überlasse ich dann mal den NL400 Regs, ich wär schon zufrieden, wenn ich wüsste wie ich den Flop spielen soll, um eben solche kniffligen high skill Turn und Riverspots zu vermeiden... =)

      Denn ich glaube durchaus, dass call am Flop unter idealen Bedingungen einen höheren EV hat - wobei die idealen Bedingungen insbesondere den sehr, sehr guten Handreader bedeuten. Anders gesagt, ein sehr starker Spieler (Sim) sollte nur callen, da er hier den höchsten EV erzielen wird.
      Was aber, wenn ein nicht ganz so guter Spieler (Scooop) - weil er in dem toughen spot zu viele Fehler am Turn und River machen wird - nicht den höchsten EV mit einem call erzielt und der call u.U. vielleicht sogar -EV bei ihm ist? - kann so ein Spieler (weiterhin +EV ?!) am Flop raisen und seine Hand in einen bluff turnen um eben schweren Entscheidungen am Turn und River aus dem Weg zu gehen?!
    • Wody
      Wody
      Black
      Dabei seit: 23.01.2007 Beiträge: 3.737
      Original von Scooop
      kann so ein Spieler (weiterhin +EV ?!) am Flop raisen und seine Hand in einen bluff turnen um eben schweren Entscheidungen am Turn und River aus dem Weg zu gehen?!
      Wenn du auf 3bb or sind am flop 7.5bb im Pot. Du contibettest 5.5 und er raist auf 16bb. Auf wieviel würdest du jetzt 3betten? Wenn du auf über 40bb 3bettest ist's halt am Flop gerade mit einer Hand wie in deinem Beispiel (nur 100bb stacks angenommen wie eben bei nem ring game) eine knappe Sache ob du seinen push callen sollst oder nicht.

      @raising tp am flop: Gibt auch genügend Leute die auf so einem board wie in deiner Beispielhand (meinetwegen noch mit FD) AK oder KQ raisen, nur raisen die halt die contibet auch in über 20% (eher sogar um die 30%). Was ich damit sagen will, dass wenn man mit TP(GK) den Flop raist, man sonst nicht nur sets am flop raisen darf (balancetechnisch gesehen, gegen Fische die sowieso nie adapten isses egal). Zudem sollte man aufpassen dass man das raise auch nicht gegen irgendwelche 17/15 nits macht die utg geopenraist haben.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Leute die Overcards auf trockenen boards raisen spielen glaube ich selten bis nie (noch) auf den Micros.
      Auch ein raise cbet Wert von >20% ist wohl extrem selten auf diesem Limit, ich kann mich jedenfalls an niemanden erinnern der einen solchen Wert hatte (alle wesentlich passiver) - aber danke für den Hinweis, ich werde verstärkt auf diesen Wert achten bei den Regs.

      Was das betsizing angeht, so würde ich in dem Fall wohl irgendwo zwischen 32bb und 35bb setzen, denn wie du ja schon sagst wäre ich mit ner höheren bet mit nem pair quasi committed.

      Was Sim gesagt hat ist ja wie gesagt durchaus richtig, aber wenn einem der Spot zu knifflig ist um hier mit T7 zu callen, weil man sich nicht sicher ist, ob man Turn und River +EV spielen kann, dann denke ich ist ein raise besser als ein fold. Da ich eben die stärkste Hand die ich nicht callen kann in einen bluff verwandel, exakt so wie man ja auch preflop 3bet bluff Ranges aufbaut. Dass ich für so einen move jemanden nehmen sollte gegen den ich auch ein bissl FE erzeugen kann versteht sich. ;)

      Edit:
      wobei dieses Beispiel auch eher für "normale" bluffcheckraises am Flop gedacht war, bluff3bets postflop sind auf den Micros vermutlich wirklich einfach nicht nötig/sinnvoll, weil die Leute dafür zu passiv sind
    • Sim87
      Sim87
      Black
      Dabei seit: 29.10.2006 Beiträge: 8.692
      Original von Scooop


      Was Sim gesagt hat ist ja wie gesagt durchaus richtig, aber wenn einem der Spot zu knifflig ist um hier mit T7 zu callen, weil man sich nicht sicher ist, ob man Turn und River +EV spielen kann, dann denke ich ist ein raise besser als ein fold. Da ich eben die stärkste Hand die ich nicht callen kann in einen bluff verwandel, exakt so wie man ja auch preflop 3bet bluff Ranges aufbaut. Dass ich für so einen move jemanden nehmen sollte gegen den ich auch ein bissl FE erzeugen kann versteht sich. ;)
      es ist kein bluff..

      und ich frage mich n bisschen auf welchem limit du dann anfangen willst die line mit höherem EV auszutesten, auf nl10 kosten fehler weniger als auf nl25 usw usf..

      ich fahr ja auch nicht bis ich 16 bin mit stützrädern fahrrad
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Ich verstehe nicht so ganz worauf du hinauswillst.

      Wenn ein Spieler wie CTS 86s standardmäßig aus UTG openraist und meint dass das für sein Spiel insgesamt besser ist als die Hand zu folden und er damit auch noch Recht hat, dann kann man doch nicht jedem Spieler der tighter spielt sagen dass er aber klare +EV spots auslässt und auch 86s UTG openraisen sollte.

      Wenn man mit sehr guten postflopskills eine Hand wie die T7 in dem spot +EV callen kann und der EV auch höher ist als die Hand zu raisen, wunderbar.
      Aber jemand der sich nicht so fit fühlt solche marginalen spots zu spielen, der foldet die Hand einfach, besser als wenn er die Hand spielt und es dann -EV wird bei seinem skill.

      Und das hat für mich nicht so viel mit dem Limit zu tun auf dem man unterwegs ist. Klar sind die Micros deutlich einfacher als die höheren Limits, dennoch gibt es auch auf höheren Limits viele winning player die T7 überhaupt erst gar nicht spielen und sicher auch nicht in dem spot callen würden.

      Absichtlich +EV spots auslassen will ich auch nicht, aber ob T7 ein +EV spot ist oder nicht hängt halt wesentlich von meinem skill ab und wenn ich den nicht hoch genug einschätze, dann ist halt die Frage was besser ist, wenn ich halt nicht callen will: raisen oder folden?

      Ist doch preflop ähnlich. Der eine meint 97s am CO gegen ein MP openraise +EV callen zu können und der nächste glaubt nicht dass er das kann, aber dass er die Hand als bluff +EV 3betten kann und der dritte foldet die Hand einfach, da er sowieso keine 1gapper <KJ spielt.
      Alle 3 können genau das richtige machen für ihr Spielniveau, auch wenn objektiv gesehen Spieler 1 den höchsten EV rausholt, derjenige der 3bettet einen etwas kleineren und der der foldet eben EV =0.

      ***

      Und nur am Rande, ich probiere sehr viel auf den Micros aus und es gibt immer wieder Leute die sagen, ich soll das alles lassen, 12tablen mit tightem Standardpoker um die Micros nur schnell hinter mir zu lassen, "richtiges" Poker kann ich dann immer noch auf höheren Limits spielen - ich bin genau der anderen Ansicht, ich lerne lieber dort wo es günstiger ist, ich werde immer besser und spiele heute Hände und spots von denen ich vor paar Monaten nichtmal geträumt hätte dass sie +EV sind, aber dennoch gibt es weiterhin spots wo ich unsicher bin, bzw. es mir nicht zutraue, und die T7 Hand wäre eben so ein Fall - kann ja sehr gut sein, dass ich in 6 Monaten darüber lache und die Hand insta calle, aber derzeit ist es mir noch zu heikel. ;)
    • fischief
      fischief
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 4.801
      wie er auf den minis schon nich klarkommt, get a life.
    • Sim87
      Sim87
      Black
      Dabei seit: 29.10.2006 Beiträge: 8.692
      warum willst du denn den lernprozess aufschieben? wenn ich alternative lines entdecke die möglicherweise besser sind dann spiele ich so viele hände wie möglich mit dieser alternative, ganz einfach.
      deine angst ist unbegründet, was soll denn passieren? ist auch widersprüchlich was du schreibst, einerseits micros zum austesten und lernen und dann sagen: nein, das trau ich mich nicht.

      ich glaube manchmal dass du schon viel weiter sein könntest, wenn du nicht immer um den heißen brei rumreden würdest und deine zeit mit deinem skill auf den micros verschwenden würdest, aber ich glaub das hab ich dir schonmal gesagt. poker ist so viel interessanter auf stakes auf denen die leute nachdenken und das sollte gerade dir als theoriefan weitaus besser bekommen als nl2 braindeads zu "outplayen".
      die zögerlichkeit die auch in dem post jetz wieder durchscheint ist jedenfalls imo dein mit abstand größtes leak.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      all right, ich werd's ab sofort versuchen :)


      just for u ;)

      Grabbed by Holdem Manager
      NL Holdem $0.10(BB) Replayer
      SB ($15.35)
      Hero ($33.79)
      UTG ($25.26)
      UTG+1 ($35.94)
      CO ($22.65)
      BTN ($24.75)

      BTN antes $0.02
      SB antes $0.02
      Hero antes $0.02
      UTG antes $0.02
      UTG+1 antes $0.02
      CO antes $0.02

      Dealt to Hero 7:spade: Q:spade:

      fold, fold, CO raises to $0.40, fold, SB calls $0.35, Hero calls $0.30

      FLOP ($1.32) 9:spade: 7:diamond: 2:heart:

      SB checks, Hero checks, CO bets $1, SB calls $1, Hero raises to $3.30, CO folds, SB folds

      Hero shows 7:spade: Q:spade:

      Hero wins $4.12
    • DerCorni
      DerCorni
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2007 Beiträge: 1.476
      imo fold pre > squeeze > call.