PLO 11 Dollar MTT final table - slowplay mit nut-flush am flop richtig oder falsch?

    • Sallust
      Sallust
      Bronze
      Dabei seit: 27.12.2006 Beiträge: 3
      Folgende Situation:

      Ich sitze in einem 11 Dollar MTT auf Full Tilt mit gesamt 108 Spielern am Final table - 5 Spieler sind noch übrig. Die Blinds liegen bei 5.000/2.500 und ich bin mit gut 100.000 Chips Chipleader. Ich limpe im cut off mit K(h), 5(h),xx (die anderen beiden Karten kenn ich nicht mehr genau, können aber nicht besonders gut gewesen sein, sonst hätt ich geraist). Der Button foulded, der SB compleated, der BB checkt. Der SB ist auf Platz 4 mit knapp 60.000 Chips, der BB auf Platz 2 mit gut 80.000.

      Das Spiel ist also 3-handed und ich habe Position. Auf dem flop kommt A(h),2(h),6(h) und ist natürlich für mich fantastisch da ich das nut flush halte (ich hatte allerdings keine redraws). Die Spieler checken zu mir hin. Ich habe auch gecheckt. Ich bin mir bewusst, das man in Omaha in der Regel nicht slowplayen sollte, und schon gar keine freecard verteilen sollte, aber folgende Überlegungengen brachten mich dazu:

      Der Flop war zu dem Zeitpunkt nur 15.000 Chips groß- ich wollte aber mit so einer guten Hand auf jeden Fall mehr rausholen als das. Ich dachte wenn ich jetzt pot-size bette, dann liegt die Wahrscheinlichkeit das alle foulden bei über 90 % - wenn ich weniger als Pot size bette liegt die Wahrscheinlichkeit noch höher da dies besonders bei meiner Stackgröße doch sehr auffällig ist. Ausserdem musste ich mich mit meiner hand auch nicht vor einem straigt draw oder straigt flush draw fürchten. Die einzige Gefahr die bestand war ein full house draw.
      Also wollte ich folgendermaßen spielen: Im falle das sich das board mit dem turn pairet wollte ich auf jede bet foulden, oder pot size spielen wenn alle zu mir hin checken, aber auch dann auf einen reraise hin foulden.

      Der turn brachte eine 9. und damit kein Paar auf dem board. Alle checken zu mir hin, ich bette pot size, der SB reraist und ich calle. Er deckt ein set of 9s auf und die 6 am river bring ihm das full house. Da er selbst eine 6 auf der Hand hielt, hatte er noch 9 outs für den river.

      Da mich dieses Spiel den Großteil meines Stacks gekostet hat, muste ich leider leider die Segel als vierter streichen ^^

      Meine Frage ist, ob die Entscheidung am flop grundsätzlich richtig war, und man durchaus öfter so spielen kann, oder es fehlerhaft war. Ich würde ein top set oder auch eine nut-straigth am flop immer sehr aggressiv spielen, wenn der flop nicht wirklich EXTREM dry ist, aber in diesem Falle sah ich mich so weit vorne, das die Erwartung eines größeren Chipgewinns einfach größer war als das Risiko den Pot zu verlieren - selbst in Omaha.

      Was denke ich auf jeden Fall angreifbar ist, ist der Limp preflop mit solch einer marginalen Hand – aber es war ja die Entscheidung am Flop die mir das Genick brach ^^

      Ich bedanke mich schon mal vielmals für eure Hilfe und die Antworten! :) :)
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