kleinunternehmen, steuern

    • elbarto132
      elbarto132
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2008 Beiträge: 4.622
      ich habe nen gewerbe angemeldet, und werde mich jetzt natürlich als kleinunternehmer beim finanzamt anmelden, womit ich ja solange ich unter 17500€ umsatz bleibe keine mwst abdrücken muss, dafür zwar auch keine abschreiben kann, aber da ich meinen umsatz auf ca 90% einnahmen und 10% ausgaben schätze ist das somit natürlich deutlich besser für mich

      nun stellen sich mir noch 2 fragen (dazu sei zu sagen ich habe von den steuer sachen wirklich nur minimale ahnung :P )
      - was ist denn mit den anderen steuern die es so gibt, wie z.b. gewerbesteuer, die zahle ich ganz normal?
      - hindert mich irgendwas daran einfach alle ausgaben privat zu tätigen, womit dann einnahmen = umsatz ist und ich länger als kleinunternehmer gelte (von der steuer absetzen kann ich die sachen ja sowieso net)?
  • 8 Antworten
    • ZAYA123
      ZAYA123
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 21
      in diesem Fall: Umsatz = Einnahmen; Ausgaben spielen bei der Ermittlung deines Umsatzes keine Rolle...
    • shaddiii
      shaddiii
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 05.04.2009 Beiträge: 6.900
      Man "dückt" keine Mwst ab, das ist für dich normalerweise ein Durchlaufposten, der einmal auf deine Ware aufgeschlagen wird und dann an das Finanzamt geht.

      Du zahlst ab dem Freibetrag ganz regulär Einkommenssteuer. Gewerbesteuer kann man bis zu einem Umsatz von 24.000 Euro im Jahr toleranterweise umgehen.

      Lustig, mit wie wenig Ahnung sich manche Selbstständig melden. Ich möchte dir dringend einen Steuerberater ans Herz legen oder weeeeenigstens einen passenden Kurs bei der IHK oder an der VHS.
    • wodo
      wodo
      Bronze
      Dabei seit: 24.09.2006 Beiträge: 19
      Als Kleinunternehmer zahlst du dann aber 4? % Umsatzsteuer an das Finanzamt auf den Gesamtbetrag deines Umsatzes.
      Auch darfst du keine Mehrwertsteuer auf deinen Rechnungen ausweisen. Das könnte zu Problemen bei Geschäftskunden führen.
    • shaddiii
      shaddiii
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 05.04.2009 Beiträge: 6.900
      Sorry, aber wieso schreibst du so einen Unsinn? Zunächst mal zahlt man selber keine Umsatzsteuer (auch genannt Mehrwertsteuer). Die Umsatzsteuer wird auf eine Ware oder eine Dienstleistung aufgeschlagen, sprich der Endkunde zahlt sie. Angenommen du möchtest ein Produkt für 100 Euro das Stück verkaufen, dann erhält der Kunde eine Rechnung über 100 Euro + 19% Mehrwertsteuer = 119 Euro. Die 19 Euro erhält am Ende das Finanzamt.

      Und wenn werden ganz sicher nicht 4% berechnet, sondern in der Regel 19% (Serviceleistungen, normale Produkte, Genussmittel, etc - gibt Ausnahmen bei Lebensmitteln zu 7%, Transportwesen, etc).

      Mit der Kleinunternehmerregelung verzichtest du auf eine Umsatzsteueridentifikationsnummer und schlägst bei deinen Rechnungen erst gar keine Mehrwertsteuer auf. Damit kannst du, wenn du irgendwas für deine Selbstständigkeit kaufst (Bürostuhl, Rohwaren, PC, was auch immer), aber auch nicht die Mehrwertsteuer auf diese Produkte geltend machen und "zurück" erhalten.

      Wieso sollten Rechnungen ohne Mwst bei Geschäftskunden Probleme machen? Im Endeffekt macht es Geschäftskunden weniger Arbeit, da sie die so ausbleibende Mwst nicht vom Finanzamt "zurückholen müssen". Sprich es ist für die Buchhaltung ein Eintrag weniger.

      Ich bin seit 2005 Selbstständig (als "normaler" Unternehmer) und bin echt verwundert, wieviel Unsinn hier ohne Plan und Ahnung behauptet wird.
    • masterfu
      masterfu
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2006 Beiträge: 4.895
      dies und nix anderes.

      wenn du natürlich sachen hast wie "bilder verkaufen" für stück 100€, ist es klüger für dich, kleinunternehmer zu bleiben, da du sonst 119€ nehmen müsstest und das für manche kunden evtl. zu teuer wäre.

      oder aber du sagst "ich bin hobbyfotograf. pro stunde 50€" dann ists natürlich als KU gut, da du 50€ hast und nicht 42€



      ansonsten kann ich jedem nur empfehlen UST anzuführen. Wenn ich mir überlege, was ich alleine monatlich für fahrzeuge, handy, strom, telefon etc. an ust zahle und mir so wiederhole. FUCK YEAH!
    • elbarto132
      elbarto132
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2008 Beiträge: 4.622
      gut, das hilft mir schonmal nen stück weiter, und keine sorge, ich habe nächste woche nen termin bei nem steuerberater um auf sicher zu gehen, aber wenn ich sachen auch vorher schon herausfinden kann muss ich sie mir ja nicht von jemandem erklären lassen der dafür geld verlangt :P

      aber du betrachtest das aus der falschen perspektive shaddiii, vermutlich weil das von dienem unternehmen aus anders aussieht

      bei mir verhält es sich so: ich habe eine ware bei welcher der preis rein von angebot und nachfrage abhängt (ich sagte ja schon evtl 10% ausgaben, produktionskosten sind wayne), außerdem habe ich nur privatkunden als käufer (klar, wenn jemand mit nem gewerblichem ebay acc kauft und so... aber das ist dann eigentlich trotzdem privat und der will auch eigentlich keine rechnung)

      bedeutet die anderen anbieter welche den selben artikel anbieten bieten ihn für z.b. 20€ an, dann ist das mein preis für den auch ich den artikel auch anbiete (19,99 obv :P ) wenn nun mein angebot sinkt erhöhe ich den preis, wenn ich einen großen bestand habe werde ich evtl noch günstiger

      nun habe ich also meinen preis von 20€, der ist natürlich mit mehrwertsteuer, wenn ich die mehrwertsteuer nun an das finanzamt abgeben muss verliere ich 19%, den preis erhöhen kann ich nicht weil dann keiner mehr bei mir kaufen würde
      absetzen kann ich kaum was, da ich ja kaum ausgaben habe, also würde ich als "normaler" unternehmer fast 19% weniger verdienen als als kleinunternehmer, somit spielt die mehrwertsteuer natürlich eine wichtige rolle



      edit: es hat nur vorteile nen normaler unternehmer zu sein wenn das unternehmen verluste macht, oder? ansonsten ist kleinunternehmer besser, denn wenn man gewinne macht kann man sich doch net 100% zurückholen...
    • shaddiii
      shaddiii
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 05.04.2009 Beiträge: 6.900
      Ich betrachte das aus gar keiner Perspektive. Die Kleinunternehmerregelung kann durchaus sinnvoll sein. So wie die Situation bei dir klingt ist sie das auch.

      Mich stört eher dein extrem wenig vorhandenes Grundwissen, wo selbst Wikipedia und Google schon besser weiter geholfen hätten. Selbstständig zu sein bedeutet nach meiner Auffassung auch, selbstständig leicht einholbare Informationen zu sammeln und das aus zuverlässigeren Quellen als diesem Forum hier - wo Leute wie wodo totalen Quark verzapfen.
    • shaddiii
      shaddiii
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 05.04.2009 Beiträge: 6.900
      Original von elbarto132
      edit: es hat nur vorteile nen normaler unternehmer zu sein wenn das unternehmen verluste macht, oder? ansonsten ist kleinunternehmer besser, denn wenn man gewinne macht kann man sich doch net 100% zurückholen...
      Verluste sind für jedes Unternehmen negativ, denn Konkurs ist am Ende halt Konkurs. Und Verluste kannst du auch nicht "zurück holen".

      Die Kleinunternehmerregelung ist genau dann sinnvoll, wenn:
      - Der Endkundenpreis für Privatleute wichtig ist und es da auf jeden Euro ankommt
      - Du keine Umsatzsteuervoranmeldung machen möchtest
      - Du wenig andere Ausgaben (Handyvertrag, Telefon und Internet, PC Kauf, Büroausstattung, benötigtes Material) hast, deren Umsatzsteuer du abziehen möchtest.