aus dem SB completen anstatt openraisen

    • P0k3rPr0
      P0k3rPr0
      Silber
      Dabei seit: 25.02.2009 Beiträge: 853
      hey,

      gibt ind er goldsektion ja ziemlich viel preflop theorie.

      unter anderem wird auch der spielzug erwähnt, preflop aus dem SB gegen bestimmte Gegnertypen nicht zu openraisen, nicht zu folden, sondern zu completen.

      also alle hände die im ORC gelistet sind werden natürlich weiter geopenraist, schlechtere hände jedoch (und damit sind, soweit ich das jetzt verstanden hab, wirklich alle hände gemeint, also auch 32o und 72o etc.) kann man gegen bestimmte Gegner complete/fold bzw. complete/call spielen, wenn man gegen die raisingrange mehr als 35% hat.

      es fällt mir nun recht schwer, da in dem artikel wirklich nur kruz drauf eingegangen wird, rauszufinden wann genau ich so etwa smachen soll.

      1. welcher gegnertyp lässt das zu? bzw. welcher gegnertyp ist dafür geeignet?
      n guter TAG ja wohl auf keinen fall, der merkt nach kurzer zeit dass wir hier nur hände completen, die nicht im ORC gelistet sind, wird und also ständig raisen, da wir öfter complete/fold spielen als complete/call.
      auch sonst sind wir denke ich da recht leicht exploitbar, da die range einfach sehr eingeschränkt wird durch diesen move.
      gegen richtige callingstations machts imo auch kein sinn, da wir die viel zu selten durch unsere zwingend folgende flopbet aus dem pot kriegen, frühestens am turn dann, aber das sollte ja erstmal nicht das ziel sein.

      das einzig sinnvolle erscheitn mir, dass man es hauptsächlich auf rocks anwendet.
      wenn diese aber selten raisen und einen geringen WTSD haben, werden sie vermutlich häufig auch einen ziemlich hohen FOLD BB 2 STEAL-wert haben, so dass wir eigentlich anstatt dieser komischen complete line auch einfach mehr hände openraisen können.

      die 2. frage wäre dann, wie ich explizit gegen verschiedene gegnertypen (von denen ich halt VPIP, PFR und sonst was für werte hab) ruasfinde, was ich denn nach nem complete und nem rais von ihm überhaupt noch callen kann.
      also mit was fü rhänden habe ich gegen welchen gegner noch 35% equity?

      erscheint mir irgendwie nich so sinnvoll der spielzug, da absolut nicht gebalanced... ich sage dem gegner, der öfter mit mir am tisch sitzt und ansatzweise aufpasst damit doch einfach "ich habe eine schlechte hand".
      ich kann das also gegen einzelne gegner nich oft machen, zumindest nicht, wenns par mal zum showdown gegangen ist und er jedesmal 86o, 72s, 43o etc von mir gezeigt kriegt nach nem SB-complete
  • 1 Antwort
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.495
      So wie ich das sehe, geht es um das Spiel gegen passive Spieler. Das müssen keine Callingstations sein, Hauptsache, sie sind passiv. Du brauchst für deinen complete keine 35% gegen seine Raisingrange. Vielmehr spielst du complete/fold, wenn du keine 35% hast. Das klappt natürlich nur, wenn der Gegner selten raist, weil du ihm sonst zu viel Value schenkst. Du siehst dann viele Flops gegen den Gegner und kannst dann auf dem Flop den Pot klauen, weil er oft nicht getroffen hat.

      2. Du musst seine Raisingrange kennen, sonst kannst du deine Equity nicht einschätzen. Da wir davon ausgehen, dass der Gegner passiv ist, wird seine Range recht gut sein. Wahrscheinlich wirst du fast alles folden, was du completest, weil meistens nur noch die open Raise Hände genügend Equity hätten. Die completest du aber nicht.

      Balancing ist allerdings keines vorhanden. Du spielst das nur gegen Gegner, die das nicht mitkriegen und sich nicht anpassen können.