Amtlicher Mahnbescheid ohne vorherige Mahnung

    • breathingslow
      breathingslow
      Bronze
      Dabei seit: 21.02.2006 Beiträge: 4.001
      Ich habe noch einen alten Vertrag, dessen Rechnungen vom Anbieter nur auf meine Emailadresse per .pdf gesendet werden.
      Den hab ich ganz vergessen als ich im Laufe des Jahres meine alte Mailadresse wegen Spam ausgemustert habe.
      Jetzt kam ein gelber Brief vom Amtsgericht :D und die wollen insgesamt für eine 10€ Rechnung 50€ von mir.
      Altes Mailpostfach geöffnet, einige Mails vorgefunden. In einer steht die Rechnung, in der anderen schon die letzte Mahnung, dass alle "postalisch" zugestellten Mahnungen unbewantwortet blieben...

      Ich habe nie einen Brief von denen erhalten. Können die mir einfach so einen Mahnbescheid schicken den ich jetzt bis nächste Woche zahlen muss?
      Sind einfache Emails also rechtsgültige Mahnungen?
  • 4 Antworten
    • extrapartner
      extrapartner
      Gold
      Dabei seit: 26.09.2007 Beiträge: 5.651
      Postalisch kann auch per E-Mail sein, wenn du die Rechnungen sonst auch per E-Mail bekommst. Außerdem ist niemand verpflichtet, dir erst zig Mahnungen zu schicken, sondern kann sofort bei Zahlungsverzug einen Mahnbescheid beantragen.
    • Raindance86
      Raindance86
      Bronze
      Dabei seit: 09.10.2007 Beiträge: 5.410
      Mal das hier lesen und etwas schlauer werden: http://www.mahnung-online.de/mahnverzug.html :)

      Heißt, es gibt versch. Umstände unter denen du in Zahlungsverzug gerätst. Mahnungen wie Otto-Normal-Verbraucher sie kennt, bedeuten nur eine Kulanz seitens der Gläubiger - wichtig ist das "in Zahlungsverzug setzen" und das kann auch gänzlich ohne Mahnung geschehen.
    • ceylo24
      ceylo24
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2007 Beiträge: 839
      Zahlen und beim nächsten Mal besser aufpassen.
      Musste selbst schon Geld eintreiben, das ist wirklich sehr nervig.
    • Raindance86
      Raindance86
      Bronze
      Dabei seit: 09.10.2007 Beiträge: 5.410
      Achja, ganz vergessen: Wie schon gesagt, bezahl die Sache bestenfalls mit vorheriger Unterredung mit dem Gläubiger (Durchwahl zum Bearbeiter wäre optimal) und versuch die Sache noch mit dem Amtsgericht zu klären.

      Hatte mal etwas ähnliches (keine Fahrkarten->40€), wo ich dann noch vor der Verhandlung gezahlt hatte und diese dann keine 5 Minuten gedauert hat. Musste mir nur kurz von der Richterin die Leviten lesen lassen, dass ich ja auch mit dem Rad hätte fahren können - gab obv. Umstände, die sie nicht einsehen wollte. :P