Leaks NL10 SH? Wie ein Loch im Eimer...

    • Ronny1993
      Ronny1993
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2010 Beiträge: 6.780
      Hallo,

      seit 2 Tagen grinde ich wieder verstärkt NL10 BSS SH auf Fulltilt, 9 Tische. Keine Ablenkung, Musik oder ähnliches. Jetzt ist mir eben was sehr seltsames aufgefallen: Ich habe 4 AIs für ~80BB gewonnen, aber die Session trotzdem ganz leicht im Minus abgeschlossen. Irgendwas stimmt doch da nicht, das ist der Graph dazu :f_o: :





      Ich habe beim Spielen auch das Gefühl, dass ich permanent ganze Liter Wasser in nen Eimer schütte, aber das Ding unten ein Loch hat und alles wieder raustropft. Vielleicht liegts an meinen Spielgewohnheiten:

      :diamond: Muss sagen, ich contibette Lowcardboards ohne Hit fast gar nicht mehr und achte allgemein drauf, wann ich contibette. Vielleicht muss ich dazu aber wieder Theorie lernen. Cbetwert von 46%. Ist doch deutlich zu wenig oder?

      :diamond: Ich calle gerne mit Midpairs Cbets, nur um dann auf 2nd-barrels folden zu müssen, z.B. TT auf A83 oder so.

      :diamond: Unraised Pots (Freeplay aus BB) spiel ich eigentlich nur bei Hit ab TP weiter, ansonsten für mich Standardcheckfold auf 3 Streets. Zu weak?

      :diamond: In der Session habe ich öfter dünn am River valuegebettet, wo ich mit meiner Einschätzung der Handrange richtig lag und nen Call der schlechteren Hand bekam

      :diamond: Hab das Gefühl, Draws trotz schlechter Odds zu oft zu callen und generell zu misplayen, Beispiel:


      Hand converted with online PokerStrategy.com hand converter:

      Hand abspielen

      $0.05/$0.1 No-Limit Hold'em (5 handed)

      Known players:
      BU:
      $7.86
      SB:
      $12.06
      BB (Hero):
      $10.00
      MP3:
      $9.50
      CO:
      $28.90


      Preflop: Hero is BB with T, A.
      MP3 folds, CO raises to $0.30, BU calls $0.30, SB folds, Hero calls $0.20.

      Flop: ($0.95) 7, Q, K (3 players)
      Hero checks, CO bets $0.70, BU raises to $1.40, Hero calls $1.40, CO calls $0.70.

      Turn: ($5.15) 7 (3 players)
      Hero checks, CO checks, BU checks.

      River: ($5.15) 6 (3 players)
      Hero checks, CO checks, BU checks.

      Final Pot: $5.15.


      Woran kann das liegen, dass meine Non-SD-Winnings so scheiße sind? Irgendwelche Pauschaltipps auf die ich achten soll? Ich weiß dass es nur 2k Hände sind, aber genau deshalb ist es umso seltsamer die Session im Minus abzuschließen, wenn man 4 AIs gewinnt.Kann das mit dem Rake zusammenhängen? Würd mich über Anregungen, Links zu guten Artikeln etc sehr freuen. :f_biggrin:

      K
  • 14 Antworten
    • p00s88
      p00s88
      Bronze
      Dabei seit: 08.09.2007 Beiträge: 8.955
      suchfunktion benutzen kann man so nen thread vllt ma sticky machen? jeden tag die selbe frage 10mal.--
    • Ronny1993
      Ronny1993
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2010 Beiträge: 6.780
      Mir gehts um die Punkte die ich markiert habe, die Non-SD-"Winnings" sind denke ich mal ein Ergebnis davon :f_eek: . Hab Post + Titel editiert

      Edit: Wenn ich masstable spiele ich auch nicht so gegngerspezifisch wie sonst, sondern eher auf Autopilot. Falls das wichtig ist

      K
    • neenja
      neenja
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2010 Beiträge: 40
      hallo!
      spiele auch oft bei FT genau die tische.
      ich kann dir deswegen mal was zu deinen punkten sagen und wie ich es empfinde.

      punkt1: mache ich auch so! hab das gefühl das auf FT die meiste eh die contibet callen und beim kleinsten zeichen von schwäche (check oop) gleich weiterballern. deswegen spiele ich dort vermehrt in position. allerdings find ich grad zu den "betrunkene amis-zeiten" den donkbetwert bei einigen ganz schön übel und man steht ab und zu vor dummen spots.

      punkt2: kommt ganz stark auf den gegner an. ich gucke mir ganz genau showdowns an um zu sehen ob die tatsächlich jedes A spielen oder sowas. allgemein kann man da auch oft folden und auf die richtige situation warten bis was kommt. kann meist aber leider dauern.

      punkt3: spiele ich genauso, allerdings darauf achten wer da limpt. wenn es so einer ist der sich nur den flop angucken will und oft foldet (fold2cbetwert) drücke ich öfter den betbutton am flop als das ich was gehittet habe.

      punkt4: ist doch gut wenn du meist richtig lagst. kleine value ist besser als keine mehr zu bekommen.

      punkt5: dickes leak! habe ich auch oft genauso gespielt, weil man denkt "wenn ich den nutflush treffe, bezahlt der mich aus". ist meist genau das gegenteil. wenn der nicht grad auf den flush blufft, killt es sogar oft die aktion wenn einer ankommt. habe mir viel kohle gespart da nur nach richtigen potodds zu callen. (natürlich ärgert man sich im multiwaypot wenn er dann angekommen wäre)

      konnte dir vielleicht nicht helfen, aber dir meine erfahrungen mitteilen.

      gruß neenja
    • m3ta
      m3ta
      Bronze
      Dabei seit: 01.04.2009 Beiträge: 1.240
      Zu den Non-SD-Winnings :
      UTG und MP tighter Openraisen.
      Im BU und CO agressiver 3-beten.
    • lausbua
      lausbua
      Bronze
      Dabei seit: 15.11.2009 Beiträge: 5.032
      noch kurz zu der Hand oben.

      Fold Pre! Willst du hier wirklich gegen 2 Leute oop ohne Iniatitive mit einer so marginalen Hand spielen? Bedenke dass suited zu unsuited gerade mal 1.5% Equity unterschied macht.

      Wenn du eh meinst Leaks zu haben würd ich doch nicht anfangen solche Hände zu spielen, genau diese sind es doch die dich unterm Strich mehr Geld kosten als du damit gewinnst ;) <- nur so mein Tipp ^^
    • Ithafeer
      Ithafeer
      Bronze
      Dabei seit: 15.08.2006 Beiträge: 1.057
      Hier meine Gedanken zu deinem Post:

      1. Spiel weniger Tische! (4 ist für mich das Maximum) Warum? Du spielst auf autopilot und nicht gegnerbezogen. D.h. du siehst nach deinem Raise preflop einen Flop den du nicht getroffen hast und checkst ihn. Hättest du mehr zeit für diesen Tisch könntest du dir überlegen ob hier auf diesem Board oder bei diesem Gegner eine Bluff-CB oder eine Bluff 2barrel oder 3barrel sinn macht. Das ist wohl der Hauptgrund warum deine nonSD winnings so niedrig sind. Du musst halt einfach viel zu viele Pots aufgeben, da du den Flop nur in etwa 30% der Fälle auch triffst.
      Dein CBet-Wert ist viel viel zu niedrig (du bist Weak-passiv!), du solltest eher so ~70% anpeilen.

      2. Rake ist bei FT auf NL10 utopisch hoch. (Hab mal nachgerechnet und bei mir waren das bei 30k Hands 15,2bb/100 Hands!!)
      -> entweder höheres Limit spielen, wenn genug BR da ist oder wie oben schon gesagt weniger Tische spielen.
      Weil: Weniger Tische -> weniger Hände -> weniger Rake (+ höhere Winrate durch mehr Aufmerksamkeit pro Tisch)
    • martin1008
      martin1008
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2008 Beiträge: 690
      Negative non-sd winnings sind nichts schlimmes auf den micros. Etwas eingrenzen kannst Du sie aber schon. midpairs prinzipiell am flop zu callen ist sicherlich suboptimal, schau die stats von V an, wenn er selten den T bettet, dann kannst Du das tun, wenn er oft 2ndbarrelt, dann lass es.
      Unraised pots öfter zu attackieren kann auch viel bringen, aber da solltest Du Dich im Detail mit befassen, da man da schwer allgemeine Hinweise geben kann.
      Draws aggressiver spielen sollte auch etwas helfen. Wenn Du nur callst, gewinnst Du halt nur bei nem hit, und verlierst wenn Du später c/f spielen musst (-non sd winnings). Wenn Du Pech hast wirst Du bei nem hit nicht ausbezahlt, gerade bei so offensichtlichen draws wie in der Beispielhand.
      Da kannst Du zb schon pre squeezen (natürlich auch von den Villains abhängig), aber am Flop sollte Dein erster Gedanke sein 'wie kjomm ich am besten all-in', einfach 3bet/call spielen, Deine Equity ist da riesig wenn Du gecallt wirst, vielleicht sogar von beiden (rechne Dir das dochmal durch mit Equilator, Du wirst da gegen 2 realistische ranges die beste Equity haben). Und oft genug wirst Du den pot direkt mitnehmen, was dann positive nonsd ergibt.

      Und Insgesamt: Mehr lernen, nicht nur Artikel, mir helfen Bücher meist mehr als Artikel in denen meist zu isoliert nur eine Sache behandelt wird. Mehr auf die Gegner einstellen, dass heißt automatisch weniger Tische zu spielen. Das musste ich auch erst lernen, und dachte immer so riesig ist der Unterschied in der winrate nicht zw. 4 und 8 Tischen. Aber er ist riesig, gerade wenn man noch sooviel zu lernen hat. Später kannst Du dann ja wieder Tische dazunehmen, wenn Du das Gefühl hast das limit zu beherrschen und gewisse Entscheidungen auch im Autopilot richtig (weil mit mehr Erfahrung) treffen zu können.
    • JustMillion
      JustMillion
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2007 Beiträge: 1.655
      mach doch mal ein video!
    • Bomba
      Bomba
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2005 Beiträge: 456
      also ich glaube auch auf den micro kann man seine non-sd-winnings kaum ins plus hiefen, da wird einfach zu viel gecallt...auf den niedrigen limits würde ich echt nur seeehr punktuell bluffen (abgesehen von der contibet, wenn man sie als bluffbet spielt, der wert is btw wirklich zu niedrig) und somit kann man kaum auf positive non-sd-winnings kommen

      außerdem wie gesagt, der rake auf ftp is echt krass hoch, spiele jetzt auch nur noch eben den bonus frei und werde dann erstmal auf partypoker gehen

      auch halte ich 9tabling für SH-Tische sehr viele. Also 6 Tische empfinde ich schon als grenzwertig...da muss man einfach bissel auf die gegner, ihre stats und deren spielweise angucken und das kann man bei 9 table wohl kaum

      Die gepostet Hand is btw ein perfektes Beispiel wie du das Geld ausm Fenster feuerst. OOP mit ATs ohne Initiative is wirklich verschwendetest Geld. Dir ist eigentlich nur geholfen wenn ATx Board oderordentlich Herzen kommen. Wenn nen A kommt weißt du nicht wo du stehst und musst fast davon ausgehen trotzdem hinten zu liegen und selbst wenn du nicht hinten bist kannst du kaum Value extrahieren. Der Call am Flop ist dann noch schlimmer, bei nem reraised pot zu callen nur wegen dem FD is denke ich nicht gut, da wie gesagt falls er wirklich ankommt wird die Aktion höchstwahrscheinlich gegen 0 gehen.

      Also ich denke dass du allgemein dein Preflop-Spiel noch verbessern solltest, was auf lowlimits sehr lohnenswert ist und außerdem deutlich besser geht als das postflopspiel.

      Guck dir mal die Serie "lets play shorthanded" (Theorie) und "lets move up SH" (passende Praxis) von "Cram" an, die ist wirklich gut
    • Ronny1993
      Ronny1993
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2010 Beiträge: 6.780
      Hallo,

      ich wollt mal kurze Rückmeldung geben. Hab nach den hilfreichen Antworten hier mal mein Spiel etwas überdacht:

      :spade: Ich spiele nur noch 4 Tische
      :spade: Ich achte auf Ranges / Tableimage und die Tischart, spiele also looser an tighten Tischen und tighter an loosen Tischen. Daraus folgend hab ich an 2 Tischen in der gleichen Session/ Limit komplett andere Ranges/ Stats :f_biggrin: . Position hab ich auch stärker als vorher im Blickpunkt
      :spade: Ich betreibe Tableselection
      :spade: Ich lasse mir vor meinen Aktionen mehr Zeit, snapcalle/ -folde nicht mehr
      :spade: Ich spiele postflop bewusster, achte auf Cbet- und vor allem Bluffspots

      Seitdem habe ich das Gefühl, dass es deutlich besser läuft. Klar, keine Samplesize, aber hier mal mein Graph von heute. Gewaltiger Unterschied bei den Non-Showdownwinnings:



      Danke euch allen :heart:


      K

      PS: NL25 kommt mir genauso fischig wie NL10 vor, ich zwing mich jetzt in Stacks und BB und nicht mehr in Geld zu denken :f_cool:
    • bensen3k
      bensen3k
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2009 Beiträge: 622
      sieht solide aus ^^ jetzt einfach mal 50k hands wegspielen
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      klingt alles sehr gut, das einzige was jetzt noch fehlt ist zu begreifen die Dinge nicht zu kurzfristig zu beurteilen. ;)

      Auch wenn du es nicht glaubst - ausgewiesene winning player, die ihr Limit relativ klar schlagen können locker(!) Phasen haben bei denen sie 20000 Hände lang im Minus sind oder 50000 Hände nur break even laufen.

      Also nicht die Resultate nach 900 Händen oder 1200 Händen auswerten, sondern lieber nach 90000 oder 120000 Händen^^

      Aber wie gesagt der Rest passt, wenn du die von dir genannten Punkte konsequent umsetzt sollte es mit dem Teufel zugehen, wenn es langfristig gesehen nicht aufwärts geht. :P
    • Ronny1993
      Ronny1993
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2010 Beiträge: 6.780
      Ja, weiß natürlich um Samplesize und werd daraus keine xBB/100 ableiten^^. Aber allein dass die Non-SDs so aussehn freut mich schon :f_cool: . Gute Tendenz

      Scooop, Gratulation zum Silberstatus! Es geht aufwärts :)

      K
    • Metaller1988
      Metaller1988
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 1.230
      1. Wenig OOP callen und die Calls IP natürlich vom PFR und der Position des Raisers abhängig machen. Sowas wie JTs und so calle ich nie OOP gegen ein Raise ohne mehrere Caller. Meist also nur Pockets und sowas wie AQ.

      2. Contibetten wenn a) besseres folden kann (musst du dir mal deinen Gegner anschauen, manche folden halt keine Pairs auf A-High Boards und wenn er 18/17 spielt hat er nach Coldcall fast nur Pairs und A-High Hände also kannst du dir in solchen Spots die C-bets sparen.) In anderen Spot auch auf hässlichen Boards ist eine C-bet gut, wenn sie die Range des Gegners nicht trifft 9TQ kannst du mit 22 oder 67 gegen so einen gut contibetten, King-High und Queen High Board auch noch besser als A-High Boards z.B. b) wenn schlechteres callen kann (mit A6 vom CO vs BU ballere ich auf 6724 Boards auch mehrfach for Value und Protection, während es unimproved gegen solche Leute falls da noch ein Flush Draw liegt oder so OOP für mich ein easy C/F mit Händen wie KJ oder so ist). Auch AT auf QT8 2 suited Boards und so contibetten for Value, da called schlechteres. Es macht hingegen wenig Sinn auf QJA Boards gegen 35/12 er Spieler zu contibetten mit Air in meinen Augen, da sie viele Aces und Broadways callen und wenn sogar noch ein FlushDraw liegt noch mehr haben können.

      3. OOP mehr bluff 3-betten mit Ax, Kx händen gegen Tags (auf dynamik am Tisch achten, dein VPIP, PFR am Tisch und sowas. Wenn du sehr aktiv warst eher weglassen natürlich.

      4. Am Turn betten mit marginalen Made Hands gegen die meisten Gegner. Viele machen den Fehler am Turn zu schnell passiv zu werden wenn sie nicht Top Pair haben. Auch AT auf QT85 2 suited Board ist am Turn gegen die allermeisten B/F fpr Value und protection. Scarecards öfter mal 2nd barreln wenn der Gegner folden kann (nicht gegen 40WTSD Gegner)..

      5. Top Pair ist in den meisten Fällen B/F und nicht B/C, C/C und C/F denn dadurch verliert man sehr viel Geld (ist mir früher so gegangen) Wenn der Gegner aggro und bluffy ist kann es natürlich anders aussehen aber gegen unknown ist das zu 90% die beste Line. Gegen Aggro gehts halt rein am Flop oder Turn je nach Board. Immer auf den AFq der Gegner an den einzelnen Streets und auch overall achten...jemand mit 25AFq wird am Flop nicht jeden Mist raisen usw.

      6. Große Bluffs weglassen, man wird viel zu oft gecalled. Klein bluffen ist auf Schwäche.


      Naja da fehlt jetzt sicher einiges und einiges weisst du sicher auch wenn nicht alles, aber man kann ja nie wissen. Ich hoffe ich konnte helfen.