Gründe für Contibets

    • Metaller1988
      Metaller1988
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 1.230
      Gründe für Contibets nach PS.de Handbewerter:

      1. Better hands should fold

      2. Worse hands can call

      3. Take dead money

      Vor allem mit dem letzteren tue ich mich im Verständnis schwer. In welchen Situationen wird dies angewendet? Nur wenn wir ohne ein Bet nicht im Stande wären weiterzuspielen und der Gegner höchstwahrscheinlich nichts getroffen hat (z.B. 44 auf J62 Rainbow OOP)? Im Grunde widerspricht dies nämlich dem 1. und 2. Prinzip.

      Bis auf den oben genannten Spot contibette ich sonst nur nach Prinzip 1 und 2. Entgehen mir da profitable Spots, wenn ja welche?
  • 4 Antworten
    • Fistor
      Fistor
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2009 Beiträge: 1.700
      du hast den grund schon genannt, und er widerspricht auch nicht punkt 1.

      nimm doch mal deine 44 auf nem A3Jr board. dein gegner kann 55-TT halten, die wahrscheinlich folden (spätestens am turn) und dich alle beat haben. is nur ein beispiel, man könnte zig andere konstruieren.

      wenn du am flop zB nur 1/2 potsize cbettest und dein gegner zuviel foldet, war die bet profitabel, aufgrund des deadmoneys.

      oder du bist IP am river und hast null sd-value, was spricht gegen ne kleine bet, wenn villain zu dir checkt? jede hand die foldet ist besser als deine, was je nach pot- und betsize SEHR profitabel sein kann =)
    • Benzodiazepin
      Benzodiazepin
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 3.456
      ich hab dir die antwort doch gegeben. nur weil ich kein HB hättest du trotzdem mal reflektieren können. :f_confused:


      wir betten aus 3 gründen (nach belugawhale)
      1. value: schlechteres callt
      2. bluff: besseres foldet
      3. dead money abgreifen
      je mehr dm, desto dünner kann unsere bluff- oder valuebet sein. in dem spot gibt es zwar keine bessere hand, die foldet, aber du bringst villains EQ share (meist 6 outs) zum folden. man kann es also also als dünne bluffbet ansehen. gleichzeitig könnte villain auch mit OCs light peelen und wir hätten eine dünne valuebet. das deadmoney kompensiert somit die thinness der bet.
    • Metaller1988
      Metaller1988
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 1.230
      Öhm, ja sorry. Ich spiele das ja auch so, ich wollte halt nur nochmal die Gedankengänge dahinter komplett durchleuchten. Danke.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Grund 1 und 2 sind die Hauptgründe für aktive Geldinvestitionen.

      1. Bluffbet -> offensichtlich ist es gut für uns, wenn bessere Hände folden

      2. Valuebet -> offensichtlich ist es gut für uns, wenn schlechtere Hände folden

      Grund 3 kompensiert die Dünnheit bestimmter Spielzüge:

      Z.b. hälst du AK und gehst auf die 3-Bet des Gegners All In. Er called dich mit ein paar schlechteren Händen und ein paar besseren Händen. Allerdings folded er Preflop zwischendurch mal und das Deadmoney das du dadurch einsammelst kompensiert die Zeitpunkte in denen er dich called. (und du gegen seine Callingrange leichter Underdog z.b. bist)

      44 auf J62 ist auch ein gutes Beispiel. Du wirst mit 44 so gut wie nie an den Showdown kommen (zumindest nicht gegen aggressive Spieler) und bist daher besser damit bedient eine dünne Valuebet zu machen (z.b. gegen Ace High, 45, 43s, 34s) bzw. eine Doublebarrel am Turn vorzubereiten (z.b. kannst du am Turn gut Broadways doublebarreln, wenn er sowas wie 6x, 77, 88, 99, TT am Flop gecalled hat). Dein Ziel ist es auch hier durch das Deadmoney das im Pot liegt/noch erzeugt wird, die Dünnheit deiner Bet zu kompensieren.