Durchschnittshandrange bei Preflop Erhöhung

    • Frab85
      Frab85
      Bronze
      Dabei seit: 18.12.2007 Beiträge: 61
      Ich hab die letzten drei Tage verbracht ein Tool zu schreiben, was meine Pokerstars Handhistorie ausliest und Preflop nach Raise, 3-Bet und Cap Händen durchsucht, die zum Showdown gespielt worden sind. Bei einem 3-Bet und Cap fließen die vorherigen Aktionen nicht mit ein. All-in Leute habe ich rausgenommen.
      Nach einem noch einem Tag Arbeit das Ganze in Excel auszuwerten habe ich jetzt die Ergebnisse.

      Von 2312 Händen die Preflop erhöht und bis zum Showdown gespielt worden sind, wurde mit Händen ab JT und Pokerpaaren zu 83,28% geraised, zu 85,42% ge3-bettet, und zu 80,11% gecapped.
      Was mich etwas wurmt ist auch die Tatsache, dass ich bei der relativ großen Range von AJ+, TT+, KQ (59,45%, 67,64%, 69,06%), im Schnitt fast jedes dritte Mal mit meiner Einschätzung falsch liege.
      Meine bisherige Einschätzung, dass die 3-Bet Range bei AQ+,QQ+ liegt, stimmt im Schnitt nur jedes zweite Mal.

      Ich muss zugeben, dass ich 2/4 cent spiele und die Leute nicht sonderlich gut sind :f_mad: , aber ich hätte mir ein besseres Ergebnis gewünscht.

      Vielleicht enthält die Auswertungsmethode einen grundliegenden Fehler, aber ich denke, dass die Statistik spielerische Faktoren neutraulisiert.

      Kommentiert das ganze mal, damit ich eine Einschätzung habe was ich mit den Daten anfangen kann.
  • 6 Antworten
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Die Frage ist, sind die nicht-Premiumhände die Hände gewesen, die preflop selbst gecappt haben oder wurden die von den Callern gehalten?

      Mir kommt es etwas komisch vor, dass diese Hände öfter ge-3-bettet als geraist werden und kaum seltener gecappt werden.
    • Frab85
      Frab85
      Bronze
      Dabei seit: 18.12.2007 Beiträge: 61
      gelistet sind wirklich nur die hände für die im log wirklich "raises" steht und es wird von unten gelesen.
      d.h. wenn jemand raised und dann capped, taucht er als cap auf. call habe ich nicht berücksichtig, aber das waren bei knapp 9000 händen die ich gespielt habe, um die 12000. um hinzubekommen, welche hände eine erhöhung callen würde nochmal einige zeit an arbeit erfordern.
      die % zahlen beziehen sich nicht auf die gesamtsumme von 2312, sondern nur auf die anzahl der raises(1788), 3-bet (343)und caps(181).
      ansich sehr wenige hände, aber wie gesagt bin ich der meinung, dass die statistik das wieder ausgleicht. ein indiz ist die tatsache, dass knapp 20% der Caps von AK ausgeführt werden. Mit Abstand der höchste Wert in der Statistik.
      Gefolgt von AA mit 12%.

      mein ziel war einfach zu wissen, welche handrange ich meinen gegnern geben muss, wenn sie z.b cappen.

      Auf die genauen Prozentangaben würde ich erstmal wenig geben, es handelt sich eher um Tendenzen. Bei der zehnfachen Menge an Daten wird sich das vermutlich angleichen, oder etwas zu Cap verschieben.
      Eventuell fühlen sich schlechte Spieler mit schlechten Händen durch eine 3-Bet auch so herrausgefordert, dass sie cappen. Mir ist auch schon einige Male aufgefallen, dass Spieler in ge3-betteten Pots mit vielen Limpern einfach cappen, weil sie der Meinung sind, dass es nach ihnen sowieso jemand tut.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
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      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Die Zahlen mit AA/AK sind welche, mit denen du etwas anfangen kannst. Mir denen wird auch klar, dass JT und ähnliches in der sehr kleinen Minderheit sein sollten, was 3-bets und Caps angeht. Ausserdem werden nur noch gut 10% der Hände gecappt, die auch geraist werden. Die Range verkleinert sich damit drastisch. 83% geraist und 80% gecappt ist irreführend.

      Die Zahlen aus AA/AK bedeuten, dass fast ein Drittel aller Caps von diesen Händen kommen. Ich vermute, dass noch mindestens weitere 30% von KK/QQ kommen. Das ergibt dann die klassische Cappingrange. So viel umdenken musst du also nicht.
    • Frab85
      Frab85
      Bronze
      Dabei seit: 18.12.2007 Beiträge: 61
      Die Ergebnisse sind für Häufigkeit ab 5%.
      Die Caprange von AK+, QQ+ liegt bei 52,49%. Die für AK+, JJ+ bei 58,56%.
      Ich würde insofern JJ noch dazunehmen.
      Für die 3-Bet bekommt man für AJ+, JJ+, KQ 65,01%.
      Für den einfachen Raise für AT+, JJ+, KQ auf 61,97%.

      Ich glaub ich werde mich damit zufrieden geben müssen.
      Ich dachte die Ergebnisse würden etwas deutlicher ausfallen. Mit 70-80%.

      Bei einer Erhöhung ist übrigens fast jedes zweite Mal ein Ass im Spiel.
    • cjheigl
      cjheigl
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      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Jetzt verstehe ich langsam, was vorgeht. Demnach wäre die 100% Cappingrange = any 2. Das hilft dir natürlich nicht weiter. Du willst ja schliesslich wissen, welches die am häufigsten gecappten Hände sind und nicht, welche irgendwann mal von irgendwelchen Leuten auch gecappt werden.

      In der Praxis hängt es stark vom Gegner ab, welche Hände geraist und gecappt werden. Du spielst immer gegen einen bestimmten Gegner und es ist dessen Range, die dich interessiert. Es nützt dir dabei nichts, die von anderen gespielten Hände zu betrachten. Der beste Weg ist, nur die Range deines Gegners zu betrachten und nichts sonst. Danach richtet sich dein Spiel aus.
    • Frab85
      Frab85
      Bronze
      Dabei seit: 18.12.2007 Beiträge: 61
      Genau, zusammen ergeben alle Hände 100%.

      Das Problem ist halt, wirklich abzuschätzen um was für einen Gegner es sich handelt. Klar wird ein Rock nicht mit JJ cappen und der Maniac spielt dann auch schonmal J4.
      Die Leute die alles raisen fallen mir auch auf, beim dem Durchschnittsspieler wirds aber schwer. Gerade bei mehreren Tischen, ist es nicht ganz so einfach auf alles zu achten. Der Pokertracker hat auch nicht immer einen ausreichend großen Verlauf.
      Ich denke mal einpaar Werte zu haben, wird meinem Spiel nicht schaden.

      Vielen dank für deine Beratung. =)