Pocket Kings und wann ich aufhören sollte, sie offensiv zu spielen!

    • rubrum122
      rubrum122
      Bronze
      Dabei seit: 27.07.2010 Beiträge: 343
      Begrüße euch!

      Da die Situation offenbar öfter vorkommt als ich gedacht hätte, stellt sich mir jedes mal aufs neue die Frage ... ein Beispiel:

      Hero hält K :spade: K :heart:

      Preflop:
      Hero bets, Villain raises, Hero 3-bets, Villain capps

      Flop comes:
      2 :club: 5 :heart: 9 :diamond:

      Hero bets, Villain raises, Hero 3-bets, Villain capps

      Turn comes:
      Q :spade:

      Hero bets, Villain raises, Hero 3-bets, Villain capps

      River comes:
      J :spade:

      Hero ???


      Sollte ich meine Kings nochmals cappen!? Hätte ich sie am Turn überhaupt schon cappen sollen?! Was ist wenn am Flop QQ gecappt hat und das Set am Turn traf, was ist wenn Villain die ganze Zeit AA hält? Sollte ich Kings immer cappen, auf allen Straßen wenn keine Draws und Overcards möglich sind?

      Schönen Dank schon mal :s_grin:
  • 7 Antworten
    • marzelz
      marzelz
      Bronze
      Dabei seit: 26.04.2010 Beiträge: 1.559
      schon mal was vom handbewertungsforum gehört?
    • rubrum122
      rubrum122
      Bronze
      Dabei seit: 27.07.2010 Beiträge: 343
      Die hier dargestellte Hand ist meiner Fantasie entsprungen und soll nicht bewertet werden. Es geht PRINZIPIELL darum, was man mit Königen macht, wenn Villain mehrfach cappt, ohne dass die Overcard oder ein Draw liegt. Es geht darum ob es dann richtig wäre die Könige defensiv zu spielen oder ob es immer korrekt ist auf allen Straßen bis zum Cap zu gehen!

      Es geht definitiv NICHT UM DIESE BEISPIELHAND welche ich zum leichteren Verständnis, bzw. zur "symbolischen Darstellung" der Frage hinzugefügt habe - würde ich meine Zeit nicht damit verschwenden könnt ich dir noch Zig so Beispielsituationen aufmalen - das hier ist ne Standardsituation (Overpair, keine Overcard, keine Draws, HU) für die es vielleicht eine Standardantwort geben kann --> und daher hat meine Frage imo nichts im Handbewertungsforum zu suchen!
    • drcollosso
      drcollosso
      Bronze
      Dabei seit: 05.05.2006 Beiträge: 3.053
      Du musst dir überlegen, was dein Gegner für Hände halten kann, wenn er so spielt, wie er spielt.

      Nach einem Cap preflop ist seine Range möglicher Hände meist TT+,AQs+,AKo.

      Anhand der Aktionen, die dein Gegner dann ab dem Flop durchführt, kannst du oft Hände aus der Range rausstreichen.

      Für dein Beispiel könnte er am Flop rein theoretisch alle Hände so spielen. Spätestens nach dem Cap am Turn kann man davon ausgehen, dass er QQ, KK oder AA hält. Deshalb halte ich c/c am River für die beste Spielweise.

      Du solltest immer versuchen dir vor Augen zu führen, was der Gegner halten könnte (aber nicht in Form einzelner Hände, sondern Handgruppen) und entsprechend deine Spielweise anpassen. Helfen kann dir dabei der Equilator, der in der Softwareabteilung zum Download bereit steht.
    • rubrum122
      rubrum122
      Bronze
      Dabei seit: 27.07.2010 Beiträge: 343
      Spielt mein Gegner korrekt (wovon ich selten ausgehen) würde ich ihm die Range des SHC geben: QQ+, AKs, AKo. Da ich nicht davon ausgehe dass er korrekt spielt geb ich ihm eigentlich wie du TT+, AQs+, vielleicht noch AQo+.

      Auf solchen Flop's wie in der genannten Situation geb ich ihm nur noch die Paare TT+ da er mit AK/AQ imo nicht cappen würde ohne Draw's, bzw. ev. Backdoordraws.

      Am River geb ich ihm dann auch nur noch QQ+ und würde genauso wie du sagst c/c spielen ... im Gegensatz zu dir würd ich aber am Turn schon keine 3-Bet setzen sondern seinen Raise nur noch callen und c/c am River fortsetzen.

      Ist das mit Kings zu weak? Ich mein, genauer kann man nun wirklich nicht mehr definieren was Villain haben kann, da bei ihm QQ, KK, AA zu gleichen Teilen möglich sind - was theoretisch weder +EV noch -EV wäre - außer man rechnet den Rake dazu, dann ists doch -EV und somit würd ich ab dem Moment wo ich ihm nur noch QQ+ gebe den Pot klein halten wollen ...

      ... und so würd ich dann in solchen Situationen, also preflop capped, keine Overcards oder Draws am Flop, HU, immer agieren ...
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      KK ist eine starke Hand, aber wie immer muss man auch die Aktionen des Gegners berücksichtigen. Der Gegner wird nicht jede Hand blind reraisen, sondern seine Hände wie du auswählen. Manche machen das tighter, manche looser. Es kommt immer darauf an, die Range des Gegners auf Grund seiner Aktionen einzuschränken, einzuschätzen, wie man gegen diese Range steht und damit dann die eigene Aktion auszuwählen.

      Nehmen wir dein Beispiel: Da der Gegner preflop gecappt hat, gibst du ihm eine starke Range aus hohen Pockets und Assen. Alle seine Pockets sollten auf dem Flop Overpairs sein. Die könnte er auf dem Flop also raisen. Mit KK hast du noch einen Vorteil, weil dich nur AA schlägt. Andererseits gilt auch für deinen Gegner, dass er deine Aktionen einschätzt. Dein Flopreraise gegen seinen preflop Cap ist schon stark und wird nur von einem hohen Pocket kommen. Sein Cap sollte daher auch von einem hohen Pocket kommen und dann bist du nicht mehr unbedingt Favorit und spielst entsprechend.

      Das gilt für vernünftige Gegner. Unvernünftige Gegner (Maniacs) können durchaus noch eine Menge schlechtere Hände halten. Gegen die kannst du stärker spielen, weil ihre Range schwächer ist. Da musst du eben herausfinden, ab welcher Stelle dein Gegner deine Aktionen überhaupt respektiert. Alles, was darüber hinausgeht ist dann eine starke Hand. Auch Maniacs können mal was treffen.
    • rubrum122
      rubrum122
      Bronze
      Dabei seit: 27.07.2010 Beiträge: 343
      Dein Flopreraise gegen seinen preflop Cap ist schon stark und wird nur von einem hohen Pocket kommen. Sein Cap sollte daher auch von einem hohen Pocket kommen und dann bist du nicht mehr unbedingt Favorit und spielst entsprechend.


      Das gilt für vernünftige Gegner.


      Also wenn du entsprechende Stats bzw. Erfahung mit dem Gegner hast dass seine Aktionen seine Handstärke spiegeln würdest du ebenfalls spätestens am Turn passiv weiterspielen. Hab ich das so richtig interpretiert?
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Ja.