[Mindset/Tilt] Mit falschem Mindset im freien Fall?

    • PeeWee75
      PeeWee75
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 489
      Ich denke es kann nur noch am Mindset liegen.

      Seit Monaten geht es bei mir nur noch abwärts. Ich kann gar nicht sagen warum, aber seit meinem Umstieg vom Fullring NLHE auf Shorthanded war ich danke Rakeback und Bonus ein leichter Winning Player. Habe ständig mit Büchern und Vids an meinem Skill gearbeitet. Hier kann man dazu auch einiges nachlesen: Tagebuch.

      Man sieht es ging erst gut bergauf, doch dann ging es "wie gewohnt" bergab. Es reicht schon der kleinste BadBeat und ich spiele auf Tilt. Ich denke: Ja, auch Du musst die Varianz anerkennen, und doch kann ich es nicht. Ich habe das Gefühl ich kämpfe mich mühsam mit kleinen Pötten nach oben und dann kommt wieder eine Hand und der ganze Stack ist wieder weg. Das sind sicher auch viele schlechtgespielter Hände meinerseit, aber eben auch genug BadBeats.

      Na klar hab ich auch Leaks in meinem Spiel, sonst würd ich ja höher spielen. Ich spiele auch sicher nicht auf scared money, weil es ein Hobby ist und ich von meinem Job mehr als gut leben kann. Trotzdem ist es nicht schön die Bankroll ständig schrumpfen zu sehen.

      Ich denke mein Spiel sollte vom theoretischen Aspekt gut genug sein in angemessener Zeit auf NL100 zurückzukommen, aber irgendwer stellt mir da dauernd ein Bein, spätestens nach einer Woche mit guten Winningsessions, und ich befürchte das selbst zu sein.

      Das Ganze ist wahrscheinlich ganz normal in der Entwicklung eines Pokerspielers, nur bekomm ich es einfach nicht auf die Reihe meinen Kopf zu resetten und ganz in Ruhe "mit Geduld und Disziplin" meine Bankroll wiederaufzubauen, dabei mein Spiel kontinuierlich zu verbessern und somit die Limits aufzusteigen.

      Was kann ich tun? Wie haben andere dieses Problem bewältigt? Hilfe!
  • 5 Antworten
    • Insaniac
      Insaniac
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2007 Beiträge: 3.398
      wie genau tiltest du denn? schlechte call downs oder spew?
    • PeeWee75
      PeeWee75
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 489
      Ich werde eher zu passiv. Daher verliere ich dann wohl auch zu grosse Pötte am River und zahle generell zuviele Rivervaluebets aus. Früher hab ich dann auch öfter perflop mittlere PP overplayed.
      An meinem Monitor hängt seit gestern Abend ne Note: Riverbluffs sind auf NL25 soooooooooo selten.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Hallo PeeWee75,

      wenn Du als Betroffener erkennst, dass Du tiltest und ein Problem mit Deinem Mindset hast, dann ist genau das der Punkt an dem Du am besten an Deiner Winrate arbeiten solltest. Denk mal nach: Verdonkst Du bei einer Winrate von 2BB/100 auch nur einen einzigen Stack, benötigst Du 5k Hände, um diesen Fehler wieder zu beheben. Selbst wenn es Dir gar nicht so sehr um die Kohle geht: Frag Dich doch mal, ob Dir Deine Zeit nicht eigentlich zu wertvoll ist um solche Dummheiten zu machen. Ich spiele gern Poker, aber ich kann mir auch etwas schöneres vorstellen, als 5k Hände zu grinden, nur weil ich mich einmal dumm angestellt habe.

      Tilt MUSST Du daher in den Griff bekommen, daran führt kein Weg vorbei, wenn Du langfristig erfolgreich pokern willst. Schau am besten mal in die Videosektion und fang an über Deinen Tilt nachzudenken. Alternativ habe ich hier und hier noch zwei hervorragende Artikel von MiiWiin zum Thema.

      Du kannst spielerisch hervorragend sein, aber es wird Dir langfristig nichts nützen, wenn Du Dir durch Tilt alles wieder zerstörst. Meine Empfehlung daher: Arbeite daran. Deine BR wird es Dir danken :)


      Gruß,
      michimanni
    • PeeWee75
      PeeWee75
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 489
      Danke für Deinen Post michimanni.

      Hab die beiden Artikel gelesen und hier noch etwas herumgestöbert. Videos kommen nachher mal dran.

      Werde erstmal sämtliche theoriezeit auf mein Mindset verwenden, da selbiges Buch auch am Freitag in meinem Briefkasten liegen wird.

      Bin außerdem zu dem Schluß gekommen, dass ich doch NL50 shotten werde. Habe in einem anderen Thread ein 30+3 BRM entdeckt, wonach man sich eben diese +3 Stacks fürs höhere Limit zum shotten nimmt. Jaja, das klingt auf den ersten Blick sehr sehr unvernünftig, aber so sind mir die Stacks wertvoller und ich bin eben dadurch nicht so schnell im passiven CalldownModus, sondern eher im Bet/Fold-Modus, der meinem Spiel etwas besser steht.

      Habe mir weiterhin eine Stop-Loss-Marke von 3 Stacks gesetzt, die eventuelle Winnings innerhlab einer Session als neuen Nullpunkt setzt.

      Werde nur noch spielen, wenn das Mindset stimmt. Soll heissen, wenn ich meine ich verliere oder das Selbstvertrauen fehlt bleiben die Tische aus. Ärgere ich mich über eine Hand, dann mach ich mal ne Atemübung und wenns noch raucht im Kopf gehen die Tische auch aus, sofort und nicht am Ende des Orbits.

      Die erste Session lief dann mit konzentriertem A-Game auch gleich etwa 300BB up.

      Trotzdem weiß ich, dass ich an meinem Tiltmonster arbeiten muss und ich nicht aus den Problemen raus bin.
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Original von PeeWee75


      Trotzdem weiß ich, dass ich an meinem Tiltmonster arbeiten muss und ich nicht aus den Problemen raus bin.
      Aus diesen Problemen ist man nie völlig raus. An der Einstellung zum Spiel und zu den Gegnern muss man genauso beständig arbeiten wie an der Spieltechnik. Viel Erfolg auf Deinem Weg!