Defending small- mid pockets vs. Steals

    • Becks777
      Becks777
      Black
      Dabei seit: 04.03.2006 Beiträge: 7.740
      Hallo.

      Ich habe ein wenig Probleme 22-99 aus den Blinds zu defenden gegen Villains die 40-50 % am Button stealen und postflop auch in der Lage sind zu 2nd bzw. 3rd barreln. Limit: NL200 SH.

      Steal Range vom BU(45 %):

      22+,A2s+,K5s+,Q8s+,J8s+,T7s+,96s+,85s+,75s+,64s+,54s,43s,A2o+,K9o+,Q9o+,J9o+,T8o+,97o+,86o+,76o,65o

      Grundsätzlich hat man ja 3 Optionen: Fold Call Raise

      Small Pockets: 22-55

      Fold: Ist denke ich keine Schande solche Hände auch zu folden.

      Call: Auf setvalue kann man nicht wirklich callen da Villain eine große Stealingrange hat und uns Postflop bei hit nicht auszahlen wird. Zudem sehen wir Postflop meistens ne Overcard(öfters mehrere) und es ist schwer zum SD zu kommmen da es viele Karten am Turn oder River gibt auf die wir bei action von Villain folden müssen.

      Raise(3bet): Kann man denke ich gegen Villains die viel auf 3bets folden(80%) machen, aber meistens auch nur ohne History. Gegen Leute die viel auf 3bets callen steht man postflop ohne set auch schlecht dar weil man mit solchen Hände kaum Postflopequity hat und auch selten 2ndbarreln kann.


      Sollte Villain in der Lage sein viel zu 4betten folden wir häufig 50 % Equity gegen Overcards wie KQ KJ A5-A9 die Villain als blocker 4betbluffen könnte.

      => Somit wäre mein Plan mit small pockets gegen Villains die viel auf 3bets folden und nicht viel 4betten zu 3betten und ansonsten zu folden.

      Mid Pockets: 66-99

      Fold: Wird dann gegen so eine weite Button Range schon weak sowas zu folden.

      Call: Lassen sich Postflop schon etwas besser spielen. Jedoch kriegt man teilweise Probleme auf Turn und River weil Villain auf einem T52 r Flop cbettet und viele Turn und Riverkarten die J Q K A sind als double und tripple barrel karten ausnutzen kann.

      Bsp.: Villain raist 3 bb vom BU und Hero callt im BB mit 88.

      Flop: T52 r villain cbettet 5 bb in 7 bb pot.

      Frage: Würdet ihr hier in Erwägung ziehen zu c/r?

      Einerseits callt kaum was schlechteres und was besseres foldet auch nicht. Also ist der c/r weder for value noch als bluff. Sondern einfach nur um den Pot mitzunehmen und um nicht 3 streets c/c zu müssen.
      Villain wird auch vllt. merken das wir selber auf dem Board kaum was reppen. Ab und zu haben wir TT 22 55, aber recht selten.
      Um mehr Credit für c/r am Flop zu bekommen müsste man anfangen AA KK QQ aus den Blinds zu flatten und solche Flops zu c/r. Jedoch müsste man auch davon aussgehen das Villain sich sowas merkt. Vllt. ist der Playerpool auf NL200 dafür noch zu groß.

      Falls Villain callen sollte können wir auf Turn und River selber Scarekarten ausnutzen und unsere Hand in ein Bluff turnen.
      Jedoch habe ich hiermit kaum Erfahrung und man befindet sich dann oft mit einer marginalen Hand oop in einem großen Pot.

      3bet: Wenn Villain viel 4bettet kann man anfangen 88 99 zu 3betten und dann auf ne 4bet zu 5betshoven.

      => Mir gefällt der call mit den midpairs hier am besten.

      Würde gerne über alternative Lines diskutieren die man postflop auf bestimmten boards gegen solche Gegner spielen könnte.

      C/r ihr solche boards? Was für karten barrelt ihr am Turn? Wenn ihr den Turn barrelt, shoved ihr dann auch den River?

      Spielt ihr auch mal c/c Flop donk Turn?


      Wie ändert sich das ganze wenn ihr im SB sitzt?
      Kommt natürlich immer auf BB an. Wenn der viel Squeezed kann man im SB kaum was callen. Würdet ihr dann 99 eher 3betten?
  • 1 Antwort
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ich sag nur kurz was zum Postflopspiel:

      Wenn deine Gegner dauernd doublebarreln, dann calle die doublebarrels.

      Wenn deine Gegner dauernd tripple barreln, dann pass mal deine Preflopcallingrange an und zeig ihnen, dass es keine coole Idee ist gegen dich 3 Barrels mit Air zu schiessen. Der Vorteil ist, dass du dann deine marginalen Hände auch OOP besser an den Showdown bekommst.


      Die Adaption läuft also nicht über die schwachen Pocketpairs, sondern über die starken Hände in deiner Range. (so z.b. 3x mit dem Set zu checken oder auch mal KK oder AA oder AK dort in der Range zu halten)

      Und wenn du einen Gegner hast der wirklich extrem gut und schnell auf deine Adaptionen reagiert, dann ist es am sinnvollsten schlicht und einfach nicht gegen ihn großartig zu spielen.

      Die nächste Frage ist wie deine gesamte Range mit der du aus den Blinds callst überhaupt aussieht. Auch hier musst du berücksichtigen, dass du deine Range balancen muss (genaue Frequenzen zu bestimmten ist schwierig und auch nicht nötig, aber es sollte so sein, dass dein Gegner dich niemals mit hoher Gewichtung auf eine bestimmte Range setzen kann)