Diplomarbeit Poker

    • Pawolwska51
      Pawolwska51
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2009 Beiträge: 7
      Hey ich schreibe zur Zeit meine Diplomarbeit, die das Thema Poker streift. Wichtig für die Bearbeitung meines Themas ist die Überprüfung der Vergleichbarkeit des Verhaltens eines Pokerspielers am Tisch mit dem eines konkurrierenden Unternehmens. Also welche Übereinstimmungen und Abweichungen könnt ihr feststellen? Wenn euch dazu was einfällt, dann postet doch bitte eure Gedanken.

      Vielen Dank vorab.
      Martin
  • 13 Antworten
    • Apep
      Apep
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2007 Beiträge: 1.670
      In spieltheoretischer Hinsicht oder wie?
    • Pawolwska51
      Pawolwska51
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2009 Beiträge: 7
      z.B. weisen beide einen Konkurrenzkampf aus... Riskikobereitschaft spielt bei beiden eine Rolle... solche Aspekte...
    • BountyRanx
      BountyRanx
      Bronze
      Dabei seit: 09.12.2006 Beiträge: 397
      Die Vergleichbarkeit des Verhältnisses eines Pokerspieler zu seinen Mitspielern zum Verhältnis eines Unternehmens zu seinen Mitbewerbern halte ich für nicht gegeben.
      Ein Unternehmen agiert in einem bestimmten Markt, in dem ein bestimmter Umsatz möglich ist. Dieses Geld, um das beide Unternehmen konkurrieren, kommt von dritten.
      Ein direkter Konkurrent nimmt einem Unternehmen einen bestimmten Anteil dieses Kuchens. Den direkten Konkurrenten auszustechen bedeutet direkt ein grösseres Stück des Kuchens zu bekommen. Die gewonnen Marktanteile bedeuten höheren Umsatz.
      Wenn ich aber einen Stack von meinem Pokergegner gewinne, habe ich deswegen keinen höheren Marktanteil. Ich kann nicht am 10 Spieler Tisch 2 Sitze besetzen und so einen höheren Anteil am Umsatz haben.
      VW und Opel kämpfen um das Geld der Kunden, nicht um das Festgeld des jeweils anderen.

      Ausserdem ist das Prinzip des Monopols im Poker nicht denkbar, da ein einziger Spieler auch nichts gewinnen würde.

      Gibt aber sicher Argumente, die für eine Vergleichbarkeit sprechen.
    • extrapartner
      extrapartner
      Gold
      Dabei seit: 26.09.2007 Beiträge: 5.665
      Es geht ja um die Überprüfung der Vergleichbarkeit - da kann am Ende auch rauskommen, dass es eben nicht vergleichbar ist.
    • daemmerung
      daemmerung
      Global
      Dabei seit: 22.03.2008 Beiträge: 1.029
      Poker hat mehr Ähnlichkeit mit der Börse, würd ich sagen.
      Beim Poker wird das Geld der Leute umverteilt und ein Dritter kassiert mit.
      Wie gesagt kommt das Geld bei Unternehmen von Dritten und nicht von anderen (die das Geld unfreiwillig verlieren und sozusagen auch "Unternehmer" sind und keine Kunden).
      Mehr fällt mir dazu auch nicht ein.
      Viel Erfolg noch :) .
    • Pawolwska51
      Pawolwska51
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2009 Beiträge: 7
      Ja genau... zum beispiel ist ihr konkurrierendes Verhalten vergleichbar... Klar gibt es so gesehen keinen Kunden oder ein Produkt... Man könnte jedoch zB die Dynamik die ein UNternehmen am Markt zeigen muss aufgrund der sich ständig verändernden Rahmenbedingungen mit dem Verhalten eines Pokerspielers der sich auf die verschiedenen Gegner einstellen muss, vergleichen.

      Mal gucken, ob mich der Thread hier überhaupt weiter bringt...
    • daemmerung
      daemmerung
      Global
      Dabei seit: 22.03.2008 Beiträge: 1.029
      Unternehmen konkurrieren um die Kunden (evtl. schon anderer Unternehmen), Pokerspieler um das Geld anderer Pokerspieler.
      Man könnte vllt. sagen, dass Unternehmen das Verhalten anderer Unternehmen beachten müssen und evtl. ihre eigene Marktstrategie (Form von Werbung, Angeboten) überdenken muss. Genauso muss der Pokerspieler sich auf plötzl. Änderungen des Spielverhaltens eines Spielers im Poker ('changing gears') verhalten bzw. auf einen neuen Tisch und die sich dadurch neue Situation (nur weak-tighte Spieler -> darauf anpassen, stealen).
      So wie sich die Forderungen von Kunden und das Angebot der Konkurrenten ändert, so können sich die Spielweisen der Gegner ändern. Pokerspieler und Unternehmer müssen sich stets neuen Gegebenheiten anpassen.

      So besser? ?(
    • backspin55
      backspin55
      Black
      Dabei seit: 24.06.2007 Beiträge: 3.004
      regulars(unternehmen) konkurieren um die fische(kunden) mit ihrer BR(kapital) und ihrem skill(produkten). finde ich in einer gewissen weise schon vergleichbar. der anbieter(staat) bestimmt die rahmenbedingungen.

      natürlich bietet sich da viel raum für interpretationen und sichtweisen. sicherlich gibts auch sichtweisen die einen zusammenhang ausschließen.
    • SmokinC
      SmokinC
      Bronze
      Dabei seit: 17.12.2006 Beiträge: 1.353
      Wozu muss man das überhaupt vergleichen?
      Was soll das bringen?
      Welchen wissenschaftlichen Wert hat so ein Vergleich überhaupt?
    • dasMonstah
      dasMonstah
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 44
      Vor allem im Tunier:
      Konkurrenz -> survival of the fitest -> Marktanteile (eigener Chipanteil an gesamt Chips)
      Anpassung an sich ändernde Umwelt -> Blindstrukturen, Harringtons M

      Allgemein:
      Image ist wichtig
      Es werden Strategien entwickelt
      Handlungswahl lässt sich nach Nutzenmodellen modellieren
      Es werden Ressourcen (Chips, Geld) eingesetzt um Reichtum/ Ressourcenzuwachs zu erzielen
    • Stocki91
      Stocki91
      Bronze
      Dabei seit: 17.05.2010 Beiträge: 944
      Hab zwar keine Ahnung von der Wirtschaft, aber sicher könnte man auch noch das so wichtige Bankrollmanagement des Pokerspielers mit dem des Kapitals der Unternehmen vergleichen. So wie der Pokerspieler mit 1000€ sich nicht in eine 1000€ Turnier einkauft so wird ein Unternehmen nicht des gesamte Kapital in irgendein Projekt/Filliale/Produkt etc. stecken, weil die Gefahr zu hoch ist broke (pleite) zu gehen.
    • phasmo
      phasmo
      Black
      Dabei seit: 17.10.2006 Beiträge: 793
      Versuch mal das Unternehmen aus der Sicht eines Unternehmers zu sehen. Dann gibt es einige Gemeinsamkeiten mit einem Pokerspieler. Um ein GmbH oder Ähnliches aufzusetzen brauchst du ein Startkapital (bei Spieler, halt die BR die irgendwann vorhanden sein sollte). Du riskierst dein Geld in Investitionen machst Ausgaben und hoffentlich auch Einnahmen. Pokerspieler riskiert täglich seine BR um von seinen Kunden (Fische) Geld zu bekommen. Konkurrenzverhalten gibt es natürlich zu den anderen Regs. Wie in der Wirtschaft mit Benchmarking versucht man von den Besten zu lernen und sich ständig zu steigern (bei der Firma ist das ähnlich -> steigern dort bedeutet halt Produktivität, Qualität, Prozessdurchlaufzeiten etc. zu erhöhen bzw. Kundenstamm und Mitarbeiter auszubauen.

      Und die Buddylist ist die Kundenliste :D

      Vielleicht konnte ich paar Denkanstöße vermitteln.

      gl
    • Pawolwska51
      Pawolwska51
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2009 Beiträge: 7
      Vielen Dank soweit.
      Sind ja doch so einige schlaue Köpfe hier, die ein wirtschaftliches Verständnis mitbringen. Sind so einige Aspekte, die ich noch nicht in Betracht gezogen habe dabei. Muss mich natürlich für ein konkrete Übertragung entscheiden, aber danke für alle Denkanreize. Das ist eigentlich das problematische an der ganzen Sache. Eine konkrete Übertragung, die von vorne bis hinten schlüssig ist. Könnt gerne noch weiter eure Ideen posten.

      Mein Thema lautet
      "Die Dynamik einer Strategie bringt den Erfolg - Überprüfung der Adpation des Verhaltens eines Pokerspielers auf konkurrierende Unternehmen."

      Sprich ich schaue mir die dynamische Strategie eines Pokerspielers im Detail an (Anpassung an verschiedene Spielertypen), überprüfe ob Pokerspieler/Unternehmen vergleichbar sind und zeige dann durch eine Übertragung auf Unternehmen was sie vom Pokerspieler übernehmen/Lernen können um in der Zeit der Gloabalisierung (Dynamisierung der Märkte) bestehen zu können.