ICM Trainings fail

    • Valyrian
      Valyrian
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 24.193
      folgende Handsimulation:



      ich verstehe nicht wie das ein fold sein kann?
      ich habe noch 5bb left nach dem posten des BB und bin der small stack gegen 2 bigstacks, sollte also kaum risk averse sein.
      Nach Nash Ranges ist A3o bis rauf auf 16bb ein unexploitable call (und bis hin zu 29bb ein optimaler openpush im HU), ich sehe keinen logischen Grund wieso die Hand hier jetzt ein fold sein sollte bei dem kleinen stack, da ich ja wie gesagt sowieso der einzige small stack am Tisch bin. ?(

      Wo liegt der Fehler?

      Edit: ich habe das ganze jetzt noch mal auf der Seite von pzhon durchrechnen lassen und dort ist es ein call! :f_cool:




      sieht so aus, als wenn der Fehler beim ICM Trainer liegt?! :f_eek:

      Edit 2:
      ich habe jetzt mal alle knappen spots nachrechnen lassen und jedesmal ist die angegebene Range des ICM Trainers nicht korrekt, teilweise ist sie sogar grob falsch (der ICM Trainer sagt es ist einen 27% push Range in spot xy, dabei ist die optimale Range 30%!)
      Ziemlich viele Fehler für einen mathematisch exakten Rechner imo... :s_frown: :s_confused:
  • 19 Antworten
    • Maniac81
      Maniac81
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      Die Ranges von ICM Trainer und dem anderen Nash Rechner weichen ein kleines bisschen voneinander ab. Woran das liegt weiss ich auch nicht. Aber der 2% Callrangeunterschied ist zu vernachlässigen, weil du eh niemals genau wissen kannst, welche Range der gegner in der jeweiligen Situation shoved.

      zudeinem edit: woher weisst du, dass der Fehler beim ICM Trainer liegt? Kann ja auch beim anderen Rechner liegen. Ich hab aber nicht genug Kenntnisse von den Programmcodes bzw. den Nashformeln, um zu entscheiden, wer nun Recht hat.
    • Valyrian
      Valyrian
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 24.193
      Original von Maniac81
      Die Ranges von ICM Trainer und dem anderen Nash Rechner weichen ein kleines bisschen voneinander ab. Woran das liegt weiss ich auch nicht. Aber der 2% Callrangeunterschied ist zu vernachlässigen, weil du eh niemals genau wissen kannst, welche Range der gegner in der jeweiligen Situation shoved.
      naja, der ganze Witz dieser Berechnungen liegt doch darin in diesen push or fold Situationen den spieltheoretisch optimalen Spielzug ermitteln zu können.
      Habe ich dann noch zusätzliche reads auf Villain kann ich natürlich im Zweifel mein Spiel anpassen, aber hier geht es ja nun erstmal darum zu lernen was im Vakuum optimal ist.
      Und wenn der ICM Trainer falsche Ranges angibt (nicht nur die Prozentzahlen stimmen nicht, auch die Hände die die Range bilden sind nicht identisch mit den Nash Ranges, teilweise extreme Unterschiede...), dann finde ich das dramatisch.

      Letztlich ist das hier doch wie ein Taschenrechner, nur eben etwas komplexer, und wenn mir mein Rechner für 7+4 nicht 11 sonder 10,83 anzeigt, dann ist das für's praktische Leben vielleicht genau genug in den meisten Fällen, aber imo untragbar.. ;)

      Edit:
      ich kenne die Nash Ranges aus Mathematics of Poker und der Rechner von pzhon stimmt damit immer überein, der ICM Trainer nicht, das langt mir als Beweis ;)
    • Maniac81
      Maniac81
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      Die Hände, die in den Ranges enthalten sind hängen nicht von Nash ab. Es gibt grob gesagt Handrankings zum pushen und Handrankings zum callen, die sich ziemlich deutlich unterscheiden. Diese sind aber niemals exakt zu sehen. Es gibt verschieden Methoden um diese Handrankings festzusetzen und man kann oft nicht objektiv sagen, dass ein Handranking jetzt besser ist als das andere.

      Außerdem: Schau mal in SNGWIZ nach, wenn du die Calling Ranges der Gegner nur um 1-2% hochsetzt an der Bubble, was mit deiner Shoverange passiert. Die wird oft um 20% kleiner als Nash auf einmal. Daher kann man diese kleinen Unterschiede so ziemlich vernachlässigen. Man muss halt nur wissen, in welchen Situationen man sehr loose werden kann (Bigstack) und wann man tight sein sollte.(Midstack mit Bigstacks hinter einem)

      Ich behaupte einfach mal, dass du niemals in einer realen Bubblesituation sagen kannst, ob es besser 27% zu shoven oder 30%.
    • geek9r
      geek9r
      Bronze
      Dabei seit: 31.12.2008 Beiträge: 400
      Original von Scooop
      Original von Maniac81
      Die Ranges von ICM Trainer und dem anderen Nash Rechner weichen ein kleines bisschen voneinander ab. Woran das liegt weiss ich auch nicht. Aber der 2% Callrangeunterschied ist zu vernachlässigen, weil du eh niemals genau wissen kannst, welche Range der gegner in der jeweiligen Situation shoved.
      naja, der ganze Witz dieser Berechnungen liegt doch darin in diesen push or fold Situationen den spieltheoretisch optimalen Spielzug ermitteln zu können.
      Habe ich dann noch zusätzliche reads auf Villain kann ich natürlich im Zweifel mein Spiel anpassen, aber hier geht es ja nun erstmal darum zu lernen was im Vakuum optimal ist.
      Und wenn der ICM Trainer falsche Ranges angibt (nicht nur die Prozentzahlen stimmen nicht, auch die Hände die die Range bilden sind nicht identisch mit den Nash Ranges, teilweise extreme Unterschiede...), dann finde ich das dramatisch.
      Die Berechnungen stimmen in beiden Programmen, nur verwenden diese eben unterschiedliche Ranges, das hat nichts mit den Nashranges zutun (die sind für ein vorgegebenes Ranking immer optimal, unterscheiden sich aber logischerweise (in %)). Der Wiz verwendet das Karlson-Sklansky Handranking, der ICM-Rechner von holdemres. wahrscheinlich was in Richtung pokerstove und der ICMTrainer nen geringfügig anderes.
    • Valyrian
      Valyrian
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 24.193
      Original von Maniac81
      Die Hände, die in den Ranges enthalten sind hängen nicht von Nash ab. Es gibt grob gesagt Handrankings zum pushen und Handrankings zum callen, die sich ziemlich deutlich unterscheiden. Diese sind aber niemals exakt zu sehen. Es gibt verschieden Methoden um diese Handrankings festzusetzen und man kann oft nicht objektiv sagen, dass ein Handranking jetzt besser ist als das andere.

      Außerdem: Schau mal in SNGWIZ nach, wenn du die Calling Ranges der Gegner nur um 1-2% hochsetzt an der Bubble, was mit deiner Shoverange passiert. Die wird oft um 20% kleiner als Nash auf einmal. Daher kann man diese kleinen Unterschiede so ziemlich vernachlässigen. Man muss halt nur wissen, in welchen Situationen man sehr loose werden kann (Bigstack) und wann man tight sein sollte.(Midstack mit Bigstacks hinter einem)
      dass sich die pushing und calling Range unterscheiden und je nach Situation und den Parametern auch ändern ist ja klar, genau deswegen muss man es ja für jeden spot berechnen und kann nicht einfach sagen bei 11bb ist Range XY immer ein call. ;)

      Aber die Berechnungsmethode führt afaik durchaus zu eindeutigen Ergebnissen, eben zu einem Nash Gleichgewicht, das die optimale pushing Range und die optimale calling Range ausspuckt.

      Wenn der ICM Trainer mir aber sagt, dass ich im SB an der Bubble als short stack in spot x eine 16,7% Range gegen einen CO Push callen soll, der Nash Rechner aber sagt, dass ich nur 13,4% callen kann und er zudem eine andere Range angibt (beispielsweise 55+,A7s+, während der ICM Trainer 22+ und ATs+ sagt), so können nicht beide richtig liegen.

      Und die Abweichungen sind übrigens alles andere als zu vernachlässigen. Wenn der Nash Rechner in dem spot korrekt ist und der ICM Trainer nicht, dann kostet ein fehlerhafter call in so einem spot an der Bubble ~1/8 vom buy in, was insbesondere longterm, wenn man ständig in solchen spots falsche calls macht (von denen man auch noch glaubt, dass sie korrekt sind, weil der ICM Trainer das gesagt hat) ziemlich ins Geld geht...


      Den SnG Wizard kenne ich bisher nur dem Namen nach und es ist richtig, dass man mit dem Wissen, dass Villain stark abweichend vom optimalen Spiel agiert sein Spiel auch wieder anpassen muss, aber wie schon gesagt das Wissen muss man erstmal haben^^ und das mathematisch optimale Spiel im Vakuum bleibt davon ohnehin unabhängig.
    • geek9r
      geek9r
      Bronze
      Dabei seit: 31.12.2008 Beiträge: 400
      Original von Scooop

      Wenn der ICM Trainer mir aber sagt, dass ich im SB an der Bubble als short stack in spot x eine 16,7% Range gegen einen CO Push callen soll, der Nash Rechner aber sagt, dass ich nur 13,4% callen kann und er zudem eine andere Range angibt (beispielsweise 55+,A7s+, während der ICM Trainer 22+ und ATs+ sagt), so können nicht beide richtig liegen.

      Und die Abweichungen sind übrigens alles andere als zu vernachlässigen. Wenn der Nash Rechner in dem spot korrekt ist und der ICM Trainer nicht, dann kostet ein fehlerhafter call in so einem spot an der Bubble ~1/8 vom buy in, was insbesondere longterm, wenn man ständig in solchen spots falsche calls macht (von denen man auch noch glaubt, dass sie korrekt sind, weil der ICM Trainer das gesagt hat) ziemlich ins Geld geht...
      .
      Die Abweichungen kommen durch die unterschiedlichen Pushingranges der beiden Rechner (eine 20%-Range beim Nashcalc enthält andere Handkombinationen als ne 20%-Range beim ICMTrainer)
    • Maniac81
      Maniac81
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      @scoop:

      Ich glaube wir haben uns etwas missverstanden. Ich meinte dass sich die Hände in den jeweiligen Ranges unterscheiden. z.B in der Shoverange von 10% ist bei vielen Handrankingsystemen KTs,Qts etc drin, die aber nicht in der 10% Callrange drin sind. Mein Kommentar bezog sich nicht auf die Ranges, sondern auf die Hände die sie enthalten. Das die absoluten %Ranges zum Shoven und callen sich unterscheiden ist ja logisch.


      @geek9r:


      Biste dir sicher, dass die generell looseren Shovewerte und tighteren Callwerte beim Holdemressources Rechner nur auf die unterschiedlichen Hände in den Handranges zurückzuführen sind?
    • geek9r
      geek9r
      Bronze
      Dabei seit: 31.12.2008 Beiträge: 400
      Original von Maniac81
      @geek9r:


      Biste dir sicher, dass die generell looseren Shovewerte und tighteren Callwerte beim Holdemressources Rechner nur auf die unterschiedlichen Hände in den Handranges zurückzuführen sind?
      Ich hab den ICMTrainer noch nie genutzt aber in dem Bsp. ist das ja nicht der Fall (Laut Nashcalc. kann man von den Prozentwerten her ja looser Pushen und auch looser callen). Wenns wirklich oft vorkommt dass man looser shoven kann (laut nashcalc) und tighter callen muss (bezogen auf den ICMtrainer) weiß ich auch nicht, ob das nur an den Ranges liegt.
      Die Abweichung in diesem Bsp. liegt aber imho an den unterschiedlichen Ranges
    • Valyrian
      Valyrian
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 24.193
      ok, ich beginne mich wie gesagt erst mit der Materie zu befassen und habe bisher gedacht, dass es bei einer konkreten Handkonstellation, wie sie der ICM Trainer ja vorgibt genau eine exakte mathematische Lösung gibt und nicht mehrere.
      Und der ICM Trainer gibt halt jedesmal ne andere Lsöung als der Nash Rechner und das finde ich schon strange, denn gerade die knappen spots sind ja die entscheidenden und wenn der ein push sagt und der andere fold... :s_confused:
      Irgendwie wird ja dann auch das ICM Training witzlos, wenn die obv. spots halt eh klar sind und man bei den knappen je nachdem von welchen Ranges man ausgeht halt nach dem einen Programm einen call hat und bei dem anderen nen fold. :s_cry:

      ***

      Wenn wir übrigens schon mal dabei sind, noch ne kurze Verständnisfrage zum Thema "risk aversion":

      Beispiel: 3handed (50/100 blinds), ich hab 7k Chips am BU, der SB hat 5,5k Chips und der BB hat 1000Chips.

      Wenn ich jetzt vom BU pushe, so SOLLTE der SB fast alles folden (selbst AKo!!), da er sich nicht mit mir anlegen darf solange der shortstack noch im Boot ist.

      Nach dem Nash Rechner sieht es so aus:



      was ist aber wenn ich halt die Microlimits spiele wo die Donks rumlaufen und der SB z.B findet ATo (oder 77) ne Traumhand die er snapcallen würde auf meinen push.
      Sollte ich - wenn ich das weiß oder zumindest damit rechnen muss - dann deutlich tighter openpushen?! (wenn ja, wieso eigentlich! - wenn nein, wieso eigentlich nicht?! ^^)
    • Maniac81
      Maniac81
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      Wenn du pushed und der SB dich called, dann gewinnt der dritte Spieler der nicht involviert ist Equity. Wenn du verlierst gibts du einen Teil an ihn ab und wenn derMidstack verliert, gibt er einen an ihn ab.

      Wenn jetzt der Midstack zu loose called ist es für ihn erstmal -EV aber für dich auch, weil Equity zum 3. Spieler fliesst. Daher musst du tighter pushen wenn du den Read hast, dass der Midstack zu loose called.

      Ich würd aber auch an deiner Stelle mal etwas realistischere Beispiele nehmen. Normal hat man 3handed doch keine 70BB mehr. In dem Spot würdest du ja eh niemals openshoven.

      edit: jetzt hab ich den sb genomen: ist das gleiche Prinzip :)
    • Valyrian
      Valyrian
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 24.193
      Original von Maniac81
      Wenn du pushed und der BB dich called, dann gewinnt der dritte Spieler der nicht involviert ist Equity. Wenn du verlierst gibts du einen Teil an ihn ab und wenn der Shortie verliert, gibt er einen an ihn ab.

      Wenn jetzt der Shortie zu loose called ist es für ihn erstmal -EV aber für dich auch, weil Equity zum 3. Spieler fliesst. Daher musst du tighter pushen wenn du den Read hast, dass der Shortie zu loose called.

      Ich würd aber auch an deiner Stelle mal etwas realistischere Beispiele nehmen. Normal hat man 3handed doch keine 70BB mehr. In dem Spot würdest du ja eh niemals openshoven.
      es ging ja um den SB...
      du kannst auch gerne die blinds raufsetzen, so dass ich nur noch 35bb habe.
      Es geht mir um die generelle Konstellation, dass man sich in der Phase wo es Preissprünge gibt nicht als bigstack mit dem CL anlegen darf mathematisch, wenn einer (oder mehrere) Shorties noch drin sind, weil man halt durch passives folden deutlich mehr Geld gewinnt und das Risiko zu busten so extrem hoch ist, dass der Gewinn von ein paar mehr Chips erst bei extremem Equityvorteil ne Option ist (TT+,AKs 3handed - also ne (mathematische) fold Frequenz von 97,4% ist schon ne Ansage...)
      Was aber, wenn Villain das nicht weiß oder egal ist und er eben nicht nur 2,6% callt, sondern sagen wir 15%?! Wie sollte ich dann als CL mein Spiel anpassen?!
    • Maniac81
      Maniac81
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      Wieviel du genau tighter werden musst ist sehr schwierig zu sagen. Ich würde mir aber generell wenn du in den Microstakes viel Equity riskierst ne Edge nehmen.

      Mit SNGWIZ kannst du genau sehen, welche Range du shoven kannst. Aber das ist halt schwer aufs praktische Spiel zu übertragen.

      Also ich mache es generell so:

      Wenn ich als Midstack in die Bigstacks reinshove, dann nehm ich mir ne edge und shove tighter als nash. Wenn ich aber nen kleinen Stack von 5BB z.B habe, dann halte ich mich schon an die Nashrange, weil ich es mir nicht erlauben kann noch equityedges zu nehmen. Ich muss dann jeden Spot nehmen, der auch nur ansatzweise +EV ist.

      Ich spiele aber auch Turbos. Da hat dann jeder später nurnoch so 5-15BB. Bei non Turbos kannst du sogar noch konservativer spielen.
    • panther11225
      panther11225
      Bronze
      Dabei seit: 03.10.2007 Beiträge: 10.699
      Original von Scooop
      ...
      du kannst auch gerne die blinds raufsetzen, so dass ich nur noch 35bb habe.
      Es geht mir um die generelle Konstellation, dass man sich in der Phase wo es Preissprünge gibt nicht als bigstack mit dem CL anlegen darf mathematisch, wenn einer (oder mehrere) Shorties noch drin sind, weil man halt durch passives folden deutlich mehr Geld gewinnt und das Risiko zu busten so extrem hoch ist, dass der Gewinn von ein paar mehr Chips erst bei extremem Equityvorteil ne Option ist (TT+,AKs 3handed - also ne (mathematische) fold Frequenz von 97,4% ist schon ne Ansage...)
      Was aber, wenn Villain das nicht weiß oder egal ist und er eben nicht nur 2,6% callt, sondern sagen wir 15%?! Wie sollte ich dann als CL mein Spiel anpassen?!
      So deep sollte man in den wenigsten Fällen pof spielen.
      Wenn du weißt, dass er dich da wahrscheinlich zu loose callen wird, musste halt r/f spielen und gg den Shortie r/c.
    • itbmotw
      itbmotw
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 2.426
      Original von Scooop
      ok, ich beginne mich wie gesagt erst mit der Materie zu befassen und habe bisher gedacht, dass es bei einer konkreten Handkonstellation, wie sie der ICM Trainer ja vorgibt genau eine exakte mathematische Lösung gibt und nicht mehrere.
      Bin mir beim genau nicht sicher, auf jedenfalls gibt es immer eine und ich meine auch nur eine, aber die Mathematik sagt dir halt nur, dass es eine gibt, diese aber zu ermitteln ist viel schwieriger und nicht exakt lösbar, viel mehr verwenden alle Seiten dafür numerische Algorythmen, ich glaube es sind jeweils iterrative Verfahren, diese können besser oder schlechter konvergieren und man bricht diese Verfahren irgendwann ab, idealerweise ist man dann sehr nahe dran am wirklichen Gleichgewicht, ich schätze die Unterschiede sind nur eine Frage der Konvergenz, glaube der von holdemresources ist etwas besser, aber genaueres weiß ich da auch nicht, wäre aber nett, wenn jemand mehr dazu sagen könnte.



      Zu loosen Ranges, weil ein anderer thight callen sollte:
      Tut er dies nicht verliert ihr beide Geld und die übrigen Spieler am Tisch gewinnen dies (der alles entscheidende Unterschied zum Cashgame, dies führt zum thighten Spiel am Anfang usw.)
      Wenn wir nun optimal spielen wollen, müssen wir weniger puschen, welche Hände genau -EV werden sagt einem der Wizard recht gut.

      Genau die Nashrange zu puschen oder zu callen ist kein optimales Spiel, man muss/sollte sich immer an die Gegner anpassen.
    • Valyrian
      Valyrian
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 24.193
      Original von itbmotw

      Zu loosen Ranges, weil ein anderer thight callen sollte:
      Tut er dies nicht verliert ihr beide Geld und die übrigen Spieler am Tisch gewinnen dies (der alles entscheidende Unterschied zum Cashgame, dies führt zum thighten Spiel am Anfang usw.)
      Wenn wir nun optimal spielen wollen, müssen wir weniger puschen, welche Hände genau -EV werden sagt einem der Wizard recht gut.
      genau das hatte ich befürchtet, also heißt es schnell rausfinden gegen wen man viel pushen kann, weil er foldet und wer any2 cards callt, wenn man ihn 3x in Folge geraist hat^^
    • Tireg
      Tireg
      Bronze
      Dabei seit: 18.09.2006 Beiträge: 561
      Original von itbmotw
      Original von Scooop
      ok, ich beginne mich wie gesagt erst mit der Materie zu befassen und habe bisher gedacht, dass es bei einer konkreten Handkonstellation, wie sie der ICM Trainer ja vorgibt genau eine exakte mathematische Lösung gibt und nicht mehrere.
      Bin mir beim genau nicht sicher, auf jedenfalls gibt es immer eine und ich meine auch nur eine, aber die Mathematik sagt dir halt nur, dass es eine gibt, diese aber zu ermitteln ist viel schwieriger und nicht exakt lösbar, viel mehr verwenden alle Seiten dafür numerische Algorythmen, ich glaube es sind jeweils iterrative Verfahren, diese können besser oder schlechter konvergieren und man bricht diese Verfahren irgendwann ab, ...............
      Es gibt mehr als ein Nash-Equilibrium (Gleichgewicht) . Je nachdem was du z.b. für ne Handhierarchie unterlegst wird sich das Gleichgewicht ändern.

      Fakt ist nur das in einem streng kompetativen Spiel ein Gleichgewicht gefunden werden kann. --> Gilt so auch für Poker mit der ICM - Abstraktion.

      Dadurch das aber kein Depp die selbe Handhierarchie hat, gibts auch kein exaktes Gleichgewicht. Schaut mal in den ICM Trainer Ordner, da könnt ihr sehen das der ICM Trainer mit 4 Hierarchien arbeitet. Slansky, Res/Stove, 3 Handed Random und 4 Handed Random.

      Sollte von daher ziemlich genau sein. Wiz is ja auch nur ne feine Sache wenn man die Ranges selbst anpasst. sonst ist wiz bedeutend ungenauer als icm train....... Bzw. hat jeder Trainer recht für die Handranges und Hierarchien von denen er ausgeht.

      Welche mit der Realität am meisten korreliert ist natürlich ne andere Sache ^^
    • 00Visor
      00Visor
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2007 Beiträge: 14.488
      Es wär wohl sogar möglich ein Nash-Equilibrium zu berechnen, wenn man die Handhierarchien dabei nicht vorher festlegt.
      Allerdings würde sich der Rechenvorgang damit nochmal potenzieren und die Rechenzeit wäre viel zu lang.

      Die gängigen Nash-Rechner liefern aber eine recht gute Annäherung, denke ich. Gerade weil in relevanten Situationen eben nicht nur eine Standard-Hierarchie verwendet wird.

      Und wenn du ansprichst, welche Handhierarchien irgendwelche "Deppen" haben, da kannst du auch gleich die komplett anderen Ranges der "Deppen" ansprechen. Das hat nämlich alles nichts mehr mit einem spieltheorethischen Gleichgewicht zu tun.

      Ach ja: @Topic

      Dass es hier verschiedene Ergebnisse gibt, hängt nicht von irgendwelchen Handhierarchien ab, sondern:
      - Holdemressources verwendet einen neuen besseren Algorithmus
      - ICM Trainer ist verbuggt, nicht nur mit dem "Vorteil in %", auch die Equity in den Blinds wird teilweise falsch berechnet, was als Shorty wie hier zu entscheidenden Unterschieden führen kann
    • Valyrian
      Valyrian
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 24.193
      finde es nur schade, da ich heute ein paar Hundert Hände mit dem SnG Trainer durchgespielt habe und quasi immer wusste: klarer fold bzw. klarer call oder eben "hmm, close decision" - und bei den closen Sachen war halt sehr oft dann sowas wie A7o call all in ja oder nein? Ich sag ja, ICM Trainer sagt: falsch, die Range die er angibt ist aber A2s+ und A8o+ :O ... während z.B. der Nashrechner A7o mit drin hat.

      Aber im Grunde dürfte es wohl wirklich darum gehen die eindeutigen Sachen zu erkennen und bei den knappen Entscheidungen eben wissen, dass sie knapp sind und dann kann man ja je nach read oder Tiltlevel wählen was man in dem spot macht ;)
    • Trulleberg
      Trulleberg
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2007 Beiträge: 183
      Original von Scooop
      Aber im Grunde dürfte es wohl wirklich darum gehen die eindeutigen Sachen zu erkennen und bei den knappen Entscheidungen eben wissen, dass sie knapp sind und dann kann man ja je nach read oder Tiltlevel wählen was man in dem spot macht ;)
      Exakt!
      Es dürfte wohl noch kein SnG-Spieler an solch ulta-marginalen Dingen wie mit A3o callen, obwohl man erst mit A4o callen sollte, gescheitert sein. Der Einfluss eines solchen "Fehlers" auf den ROI liegt im niedrigen Promillebereich.

      Es ist zwar ganz nett, perfekte callingranges gegen Gegner zu kennen, die perfekt nach nash spielen. Das allein nützt einem in den Micro-SnGs nur leider wenig, weil kaum einer perfekt nach nash spielt. Um ein Gefühl für calling ranges zu bekommen braucht man Erfahrung auf einem jeweiligen Limit und reads auf die Gegner, das sind die wesentlichen Faktoren, die das Geld bringen.

      Also los, Scooop, ran an die Tische!