Odds Berechnungen in Büchern falsch!?

    • Dianolabunas
      Dianolabunas
      Einsteiger
      Dabei seit: 12.09.2010 Beiträge: 15
      Ich bin noch recht neu beim Poker.
      Aber ich sehe in den Büchern, dass die Autoren es anscheinend oft selbst nicht verstehen, zu berechnen ob sich ein Call lohnt (Vergleich Odds mit Pott Odds).

      Im berühmten Buch "Die Pokerschule" denkt der Autor nämlich 1 zu 2 wäre das gleiche wie 1/2 also 50%. Das ist aber Unsinn (im Buch Poker mit System ist es richtig).
      1 zu 2 ist aber das gleiche wie 1/3 also 33,3333.....

      An einer anderen Stelle meint er dann Folgendes:
      Im Pot liegen 20€, der Gegner zahlt 15€ ein. Wie hoch sind jetzt die Pott Odds?
      Es liegen 35€ drin und die könne man für den Einsatz von 15€ gewinnen.... Das stimmt so nicht. Durch den eigenen Einsatz von 15€ liegen schlussendlich 50€ im Pott die man gewinnen kann. Er kommt daher auf PottOdds von 43% obwohl es nur 30% sind.

      Außerdem finde ich die Faustformeln für die Wahrscheinlichkeiten nach dem Flop auch unsinnig (alle die ich bisher gelesen habe).
      Besser wäre: Wahrscheinlichkeit bei Turn: 2,1*Outs
      Wahrscheinlichkeit bei River: 2,2*Outs.
      Und für River und Turn zusammen einfach die Outs mit 4 zu mutliplizieren ist purer Unsinn! Bsp.:16 outs wären dann 65%! es sind aber weniger als 57%!
      Dafür habe ich mit eine Formel erstellt (also für Turn + River):
      (4,3 - 0,05*Outs) * Outs
      Damit kommt man fast ganz genau ran und es sieht komplizierter aus als es ist.


      Wenn irgendwas von dem was ich geschrieben habe falsch ist, so bitte ich um Berichtigung, bin eben noch ganz neu bei Poker, will aber nix falsches aus Büchern lernen....

      Danke!


      Grüße,

      Dianolabunas
  • 12 Antworten
    • fame
      fame
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2006 Beiträge: 1.553
      Original von Dianolabunas
      Ich bin noch recht neu beim Poker.
      Aber ich sehe in den Büchern, dass die Autoren es anscheinend oft selbst nicht verstehen, zu berechnen ob sich ein Call lohnt (Vergleich Odds mit Pott Odds).

      Im berühmten Buch "Die Pokerschule" denkt der Autor nämlich 1 zu 2 wäre das gleiche wie 1/2 also 50%. Das ist aber Unsinn (im Buch Poker mit System ist es richtig).
      1 zu 2 ist aber das gleiche wie 1/3 also 33,3333.....

      An einer anderen Stelle meint er dann Folgendes:
      Im Pot liegen 20€, der Gegner zahlt 15€ ein. Wie hoch sind jetzt die Pott Odds?
      Es liegen 35€ drin und die könne man für den Einsatz von 15€ gewinnen.... Das stimmt so nicht. Durch den eigenen Einsatz von 15€ liegen schlussendlich 50€ im Pott die man gewinnen kann. Er kommt daher auf PottOdds von 43% obwohl es nur 30% sind.

      Außerdem finde ich die Faustformeln für die Wahrscheinlichkeiten nach dem Flop auch unsinnig (alle die ich bisher gelesen habe).
      Besser wäre: Wahrscheinlichkeit bei Turn: 2,1*Outs
      Wahrscheinlichkeit bei River: 2,2*Outs.
      Und für River und Turn zusammen einfach die Outs mit 4 zu mutliplizieren ist purer Unsinn! Bsp.:16 outs wären dann 65%! es sind aber weniger als 57%!
      Dafür habe ich mit eine Formel erstellt (also für Turn + River):
      (4,3 - 0,05*Outs) * Outs
      Damit kommt man fast ganz genau ran und es sieht komplizierter aus als es ist.


      Wenn irgendwas von dem was ich geschrieben habe falsch ist, so bitte ich um Berichtigung, bin eben noch ganz neu bei Poker, will aber nix falsches aus Büchern lernen....

      Danke!


      Grüße,

      Dianolabunas

      1) Kommt halt drauf an was genau im Buch steht. 1:2 bedeutet halt das es profitable ist zu callen wenn man in einem von 3 Faellen gewinnt, also 33%, da haste schon recht (wenns um PotOdds geht).

      2) Aehm, das siehst du ziemlich falsch :) Wenn 20$ im Pot sind und der Gegner 15$ setzt sind 35$ im Pot, wovon du 15$ callen musst, das macht 35:15. Deinen Einsatz da direkt mit reinzurechnen macht null Sinn, weil er dir zum Zeitpunkt der Berechnung noch gehoert.
    • alexabb
      alexabb
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2009 Beiträge: 858
      wie is das buch eig?
      hab die pokeruni geschenkt bekommen, denke zwar nich, dass mir das noch was bringt zu lesen, war aber schon überrascht, als ich ma reingeblättert hab. sind so beispielaufgaben wo er halt annem tighten table UTG QQ limpt etc. vllt will er auch fische züchten?
    • Stoner
      Stoner
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2007 Beiträge: 1.894
      Original von alexabb
      wie is das buch eig?
      hab die pokeruni geschenkt bekommen, denke zwar nich, dass mir das noch was bringt zu lesen, war aber schon überrascht, als ich ma reingeblättert hab. sind so beispielaufgaben wo er halt annem tighten table UTG QQ limpt etc. vllt will er auch fische züchten?

      Amazon Kundenrezensionen : :D

      Das Buch ist schwach und schlecht geschrieben. Ganz offensichtlich spielt der Autor selber nicht sonderlich viel Poker, sondern hat hier einfach nur von anderen Büchern abgeschrieben. Inhaltlich werden hier nicht nur Fehler gemacht, es wird auch die Seitenzahl durch uninteressante Themen völlig unnötig aufgebläht: z.B. Geschichte der WSOP, Lebensläufe zu bekannten Pokerspielern, Probleme von Pokern unter Alkoholeinfluss und so weiter. Der Lerneffekt um den es eigentlich gehen sollte, bleibt da auf der Strecke. Keine Kaufempfehlung von mir.

      Ich bin der Meinung, das daß, was in diesem Buch steht, ohne Probleme auch im Internet nachgelesen werden kann. Die überwiegende Zielgruppe sind hier wohl Anfänger, die keinerlei Ahnung über das Spiel haben und erst die Grundsätze, Regeln und Werte der Einzelnen Hände wissen wollen. 80% des hier enthaltenen Wissens bekomme ich vermittelt wenn ich zwei Stunden Michi Kerner auf DSF zusehe. Naja, ist vielleicht etwas übertrieben, aber dieses Buch ist tatsächlich nur für absolute Newbies in Sachen Poker
    • Dianolabunas
      Dianolabunas
      Einsteiger
      Dabei seit: 12.09.2010 Beiträge: 15
      @Stoner
      Das denke ich auch. Darum finde ich es besonders schlecht wenn diese direkt eine falsche Oddsberechnung lernen....
      (Aber ansonsten halte ich selbst es für Anfänger doch für ganz gut :) )
    • Dianolabunas
      Dianolabunas
      Einsteiger
      Dabei seit: 12.09.2010 Beiträge: 15
      Original von fame
      1) Kommt halt drauf an was genau im Buch steht. 1:2 bedeutet halt das es profitable ist zu callen wenn man in einem von 3 Faellen gewinnt, also 33%, da haste schon recht (wenns um PotOdds geht).

      2) Aehm, das siehst du ziemlich falsch :) Wenn 20$ im Pot sind und der Gegner 15$ setzt sind 35$ im Pot, wovon du 15$ callen musst, das macht 35:15. Deinen Einsatz da direkt mit reinzurechnen macht null Sinn, weil er dir zum Zeitpunkt der Berechnung noch gehoert.

      Zu 2.:

      Wenn das so wäre dann kommt folgendes dabei heraus:

      1 E Pott. Gegner bezahlt 1000 E ein!
      es liegen 1001 Euro im Pott. Ich kann für 1000 E callen. Nach meiner Meinung wäre das 2001 / 1000 also knapp 50% pott Odds.
      Nach der vom Buch wären das 1001 / 1000 knapp 100% Pott odds.
      Bei knapp 100% Pott Odds dürfte ich selbst mit einer GEwinnwahrscheinlichkeit von 90% nicht callen. Aber bei einer Wahrscheinlichkeit von über 50% darf ich immer callen (rein mathematisch).

      Denn ich stecke 1000E rein, habe aber zu 50% die Möglichkeit den ganzen Pott zu gewinnen als 0,5 * 2001 = 1000,50 für 1000 E nach meiner Meinung.
    • alexabb
      alexabb
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2009 Beiträge: 858
      Original von Dianolabunas
      @Stoner
      Das denke ich auch. Darum finde ich es besonders schlecht wenn diese direkt eine falsche Oddsberechnung lernen....
      (Aber ansonsten halte ich selbst es für Anfänger doch für ganz gut :) )
      glaube mir, das buch ist der letzte schrott.

      ma eben reingeguckt. limp/call A4o mp whatever und son mist. der typ hat einfach gar keine ahnung vom poker.

      "Offensichtlich minderwertige Spielzüge werden unreflektiert als Beispiele angeführt. Meinert diskutiert etwa verschiedene Möglichkeiten für den Flop, wenn man mit A4 offsuit in "schlechter" Position gelimpt ist - ein Blatt, das jeder einigermaßen seriöse Spieler out of position schneller foldet, als er es angeschaut hat.
      Und folgt man Meinerts Tipps zum Post-Flop-Play mit High Pair, so wird man - in Variation des Untertitels - ohne Limit spielend Geld verlieren. Ich hoffe, dass ich online oder im Live-Game auf Spieler treffe, die die Poker-Uni gelesen und damit ihr Poker-Studium abgeschlossen haben.
      Im Buch werden viele Themen additiv diskutiert, ein integratives, idealerweise Erfolg versprechendes System dahinter kann ich nicht erkennen. "

      Glaube mir, PS.de hat viel besseren content als diese fischzucht da. Ich find das buch ja eig gut, weil das ja eher fische als regs züchtet, aber ich bin ma so nett und mache dich drauf aufmerksam.

      //werds mir aber trotzdem ma geben, is ganz schön zum lachen.
      erstma das eingedeutsche und seine gleilen spielzüge mit 57o etc.
    • Dianolabunas
      Dianolabunas
      Einsteiger
      Dabei seit: 12.09.2010 Beiträge: 15
      Welches Buch würdest Du Anfängern empfehlen?
      Ich habe den Eindruck dass die Bücher für Anfänger fast immer schlecht sind.

      Habe mir das von Harrington gekauft, aber das ist ggf. noch zu schwer für mich.
    • alexabb
      alexabb
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2009 Beiträge: 858
      pokerstrategy kann ich empfehlen ;) artikel, videos, kostenlose coachings. da kann wohl kein buch mithalten.
    • CURVASUDMILANO
      CURVASUDMILANO
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2010 Beiträge: 747
      Original von Dianolabunas
      Welches Buch würdest Du Anfängern empfehlen?
      Ich habe den Eindruck dass die Bücher für Anfänger fast immer schlecht sind.

      Habe mir das von Harrington gekauft, aber das ist ggf. noch zu schwer für mich.
      Artikelk von Pokerstrategy pauken? Artikel ausdrucken, falls man die lieber von Papier liest. Denke danach sollte es kein Problem sein den Einstieg bei den Büchern mit Harrington zu wagen.
    • fame
      fame
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2006 Beiträge: 1.553
      Original von Dianolabunas
      Original von fame
      1) Kommt halt drauf an was genau im Buch steht. 1:2 bedeutet halt das es profitable ist zu callen wenn man in einem von 3 Faellen gewinnt, also 33%, da haste schon recht (wenns um PotOdds geht).

      2) Aehm, das siehst du ziemlich falsch :) Wenn 20$ im Pot sind und der Gegner 15$ setzt sind 35$ im Pot, wovon du 15$ callen musst, das macht 35:15. Deinen Einsatz da direkt mit reinzurechnen macht null Sinn, weil er dir zum Zeitpunkt der Berechnung noch gehoert.

      Zu 2.:

      Wenn das so wäre dann kommt folgendes dabei heraus:

      1 E Pott. Gegner bezahlt 1000 E ein!
      es liegen 1001 Euro im Pott. Ich kann für 1000 E callen. Nach meiner Meinung wäre das 2001 / 1000 also knapp 50% pott Odds.
      Nach der vom Buch wären das 1001 / 1000 knapp 100% Pott odds.
      Bei knapp 100% Pott Odds dürfte ich selbst mit einer GEwinnwahrscheinlichkeit von 90% nicht callen. Aber bei einer Wahrscheinlichkeit von über 50% darf ich immer callen (rein mathematisch).

      Denn ich stecke 1000E rein, habe aber zu 50% die Möglichkeit den ganzen Pott zu gewinnen als 0,5 * 2001 = 1000,50 für 1000 E nach meiner Meinung.
      Wir reden aneinander vorbei :)

      Der : bedeutet "zu" und nciht "geteilt durch".

      Sprich: 1001 lliegen im Pot und ich muss 1000 callen, das ergibt PotOdds von 1001:1000, sprich ich muss in 2001 Poetten min. 1000 gewinnen damit der der Call profitabel ist.
      In Prozent ergibt das dann in der Tat knapp 50% der Poette :)

      Ich kenn das Buch nicht und weiss nichtt was genau da drinsteht, aber wenn er schreibt man muss 35/15 gewinnen hat er unrecht, da hast du recht.
    • Dianolabunas
      Dianolabunas
      Einsteiger
      Dabei seit: 12.09.2010 Beiträge: 15
      @Fame

      Dann meinen wir ja das Gleiche :)
    • Th0m4sBC
      Th0m4sBC
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 7.550
      Ich habe beide Bücher; die Poker Uni und die Poker Schule. Ich hab die Dinger relativ schnell zur Seite gelegt und wieder Slanksys Buch rausgeholt. Es liegen einfach Welten dazwischen.