FinalTableCoaching verbieten

    • archicat
      archicat
      Bronze
      Dabei seit: 12.01.2007 Beiträge: 2.350
      Aus aktuellem Anlass betreffend der Diskussion zu Horror's neustem Blogeintrag:
      http://pro.pokerstrategy.com/Final_Table_Coachings_(und_wie_viel_Beteiligung_fair_ist)

      Ich finde es gehört seitens PS verboten!
      Natürlich lässt es sich nicht verhindern, das das Ganze dann "privat" läuft, aber einen Versuch wäre es wert.

      Den anderen Spielern am FT wird hier etwas vorgemacht und "edge" geklaut. Ich spiele plötzlich nicht mehr gegen Hans Müller aus Bottrop, auf den ich zB einen "read" habe, sondern gegen einen Spieler, der meist besser ist als ich selber. Das finde ich nicht gerechtfertigt! Wenn es verboten ist, ab einem bestimmten Zeitpunkt für einen anderen Spieler zu übernehmen, sollte es auch verboten sein einen Spieler durch "coaching" am FT zu unterstützen!!!


      arch.
  • 239 Antworten
    • 4ultima
      4ultima
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2008 Beiträge: 3.158
      Da hat er gar nicht mal so Unrecht. Ist von den Pokerseiten nun mal ausdrücklich verboten. Insofern sollte PS.de im Forum auch keine "FT-Coachings" vermitteln.

      Aber money makes the world go 'round...
    • groovechampion
      groovechampion
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2009 Beiträge: 1.947
      Abseits der moralischen Frage hätte ich gerne gewußt, wie Eure Partnerräume dazu stehen: gibt es offizielle Statements oder eine stillschweigende Duldung o.ä.? In den T&C wird ja gerne geschrieben, dass unfair advantages geahndet werden...
    • sp1der111
      sp1der111
      Bronze
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 1.426
      Dadurch, dass aber jeder gute PS'Spieler bei einem großen Cash am FT auf ein Coaching zurückgreift, wird hier nur Edge gegenüber den sowieso schon schlechteren Spielern dazugewonnen, was uns einen noch größeren Vorteil verschafft. Also wird alles beim Alten bleiben :)
      Edit: Und ob nun Hans-Jürgen P. aus Bottrop spielt oder Hans-Jürgen P. aus Bottrop, der sich seinen sehr guten MTT Spieler Franz-Hans Gans zu sich nach Hause eingeladen hat, um ihm über die Schulter zu gucken ist vollkommen egal.
    • 4ultima
      4ultima
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2008 Beiträge: 3.158
      Dass jeder Spieler hier auf ein Coaching am FT zurückgreifen würde, ist ja wohl Schwachsinn. Zumal die meisten Coaches ja auch eine Beteiligung verlangen.
    • sp1der111
      sp1der111
      Bronze
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 1.426
      Ja, dass nicht jeder Spieler bei einem 1 $ MTT auf ein Turniercoaching zurückgreift ist mir schon klar. Aber wenn man nen Package oder nen >50$ Rebuy spielt, dann ist es imho fast Pflicht am Ende ein Coach mit ins Boot zu holen, da man mit seiner eigenen, meist begrenzten FT Erfahrung wertvolle $ verliert :)
      Edit: Und es bringt auch absolut 0 es zu verbieten, da einem dann noch mehr Edge verloren geht, wenn dann auf die 2p2 Coaches zurückgegriffen wird, die afaik auch coachen.
    • Blackbird23
      Blackbird23
      Bronze
      Dabei seit: 10.12.2009 Beiträge: 694
      4ultima warst du wohl gestern mit haselnuss am final table???

      hättest halt auch nach nem coaching gefragt... hier im Forum! ich weiß ja nicht wer haselnuss gecoacht hat aber da waren ein paar sehr fragwürdige plays dabei
    • Egozocker
      Egozocker
      Bronze
      Dabei seit: 26.08.2006 Beiträge: 7.018
      Original von sp1der111
      Ja, dass nicht jeder Spieler bei einem 1 $ MTT auf ein Turniercoaching zurückgreift ist mir schon klar. Aber wenn man nen Package oder nen >50$ Rebuy spielt, dann ist es imho fast Pflicht am Ende ein Coach mit ins Boot zu holen, da man mit seiner Erfahrung wertvolle $ verliert :)
      Wieso ist es Pflicht zu bescheissen?
    • archicat
      archicat
      Bronze
      Dabei seit: 12.01.2007 Beiträge: 2.350
      Original von sp1der111

      Edit: Und ob nun Hans-Jürgen P. aus Bottrop spielt oder Hans-Jürgen P. aus Bottrop, der sich seinen sehr guten MTT Spieler Franz-Hans Gans zu sich nach Hause eingeladen hat, um ihm über die Schulter zu gucken ist vollkommen egal.
      Nein. Bsp.:

      Hans-Jürgen limp/foldet 90%+ aus dem SB ohne Hilfe. Ich profitier davon weil er es nicht merkt.

      Hans-Jürgen limp/foldet 10% ( mal übertrieben gesagt ) mit Hilfe.

      Das ist jetzt konstruiert und über die kleine "samplezise" evtl. unrelevant, aber ich denke du merkst was ich meine?
    • Th0m4sBC
      Th0m4sBC
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 7.550
      Wieso wird hier so ein Aufriss gemacht wegen dem FT-Coaching? Findet ihr es fairer wenn der Coach ein Coaching auf NL600 (live mit Teamviewer, Skype, etc. pp) gibt oder auf Step 6 Turnieren oder an 119$ SNGs?
    • Hergen13
      Hergen13
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2008 Beiträge: 1.271
      Daran, sich mit einem anderen (erfahreneren) Spieler über seine Entscheidung in einer wichtigen Turniersituation (FT) zu beraten finde ich nicht im mindesten verwerflich. Die dadurch gewonnene Edge kommt im vollen Umfang ohnehin erst auf lange Sicht zur Geltung da es bei so einem coaching ja nicht nur um eine Entscheidung in der konkreten Situation, sondern auch und vor allem (wenn es ein guter Coach ist) um die Erwägungen die zu dieser Entscheidung führen.
      Einen FT erreicht man nunmal nicht so häufig, und dann muss man auch die Möglichkeit haben in dieser speziellen Situation für die Verbesserung des eigenen Spiels auf ein Coaching zurückzugreifen. Was man dafür bereit ist zu zahlen steht auf einem anderen Blatt.
      Sonst müssten mit der gleichen Logik auch private Cashgame-Coachings verboten werden, was schlicht absurd ist.
      Jeder Spieler darf imo alle Mittel zur Verbesserung des eigenen Spiels heranziehen die er bekommen kann - vorausgesetzt die Konkurrenz hat die Möglichkeit auf die gleichen Mittel (Bücher, Artikel, Videos, Coachings etc.) zurückzugreifen. Ein unfairer Vorteil entsteht nur dann, wenn man Möglichkeiten nutzt auf die andere unmöglich zurückgreifen können (Superuser Account o.Ä.) oder die schlicht vom Betreiber verboten sind (bestimmte Hilfsprogramme).
    • sp1der111
      sp1der111
      Bronze
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 1.426
      Wie gesagt, wenn wir moralisch anfangen zu diskutieren, dann wird es ein guter Post.
      Also ich finde den letzten Post stark, dass es wirklich kein Unterschied ist, ob ich auf NL600 nen Coaching bei sim87 nehme oder bei nem Package Ship mir Horror mit ins Boot hole. Und ob das jetzt übers I-Net passiert oder ich einfach nen guten Freund habe, der zu mir nach Hause kommt und mich unterstützt, sollte im Endeffekt egal sein. Und wieso nicht den Vorteil von so Coaches nutzen, wenn wir sie hier schon angeboten bekommen. Viele wissen von soetwas gar nicht, geschweige denn, dass sie es nutzen.
    • 4ultima
      4ultima
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2008 Beiträge: 3.158
      Original von Blackbird23
      4ultima warst du wohl gestern mit haselnuss am final table???

      hättest halt auch nach nem coaching gefragt... hier im Forum! ich weiß ja nicht wer haselnuss gecoacht hat aber da waren ein paar sehr fragwürdige plays dabei
      Ich spiele fast nur CG, insofern sind mir MTTs ziemlich egal und ich bin hier neutral. Aber Op hat halt Recht: PS.de zeigt hier die übliche Doppelmoral. Gegen fragwürdige Bilder, Spam, Beleidigungen, Werbung etc. wird drastisch vorgegangen. Gleichzeitig wird nicht nur toleriert, sondern gefördert, dass die Coaches und Mitglieder die T&C der Pokerseiten brechen.
    • Egozocker
      Egozocker
      Bronze
      Dabei seit: 26.08.2006 Beiträge: 7.018
      Original von Hergen13
      Daran, sich mit einem anderen (erfahreneren) Spieler über seine Entscheidung in einer wichtigen Turniersituation (FT) zu beraten finde ich nicht im mindesten verwerflich. Die dadurch gewonnene Edge kommt im vollen Umfang ohnehin erst auf lange Sicht zur Geltung da es bei so einem coaching ja nicht nur um eine Entscheidung in der konkreten Situation, sondern auch und vor allem (wenn es ein guter Coach ist) um die Erwägungen die zu dieser Entscheidung führen.
      Einen FT erreicht man nunmal nicht so häufig, und dann muss man auch die Möglichkeit haben in dieser speziellen Situation für die Verbesserung des eigenen Spiels auf ein Coaching zurückzugreifen. Was man dafür bereit ist zu zahlen steht auf einem anderen Blatt.
      Sonst müssten mit der gleichen Logik auch private Cashgame-Coachings verboten werden, was schlicht absurd ist.
      Jeder Spieler darf imo alle Mittel zur Verbesserung des eigenen Spiels heranziehen die er bekommen kann - vorausgesetzt die Konkurrenz hat die Möglichkeit auf die gleichen Mittel (Bücher, Artikel, Videos, Coachings etc.) zurückzugreifen. Ein unfairer Vorteil entsteht nur dann, wenn man Möglichkeiten nutzt auf die andere unmöglich zurückgreifen können (Superuser Account o.Ä.) oder die schlicht vom Betreiber verboten sind (bestimmte Hilfsprogramme).
      Wo ist der Unterschied, ob ich mir einen bot programmieren lassen, der für mich Entscheidungen trifft, oder ob ich einen coach dafür bezahle, dass er für mich Entscheidungen trifft?

      Wenn es um die Verbesserung des Spiels im allgemeinen geht, dann kann ich ja mit einem Coach nachher die wichtigsten Hände durchgehen.

      In einem hast du recht: bei CG oder sng sieht es nicht anders aus. Für mich eine ganz klare Form von Multiaccounting, was mMn bei allen Pokerseiten explizit verboten ist.
    • sp1der111
      sp1der111
      Bronze
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 1.426
      Dann werde ich jetzt anfangen im CG mich zu beschweren, dass ich das Buch xy von yx nicht gelesen habe, weil er damit ganz klar ein Vorteil mir gegenüber hat. Er foldet jetzt nicht mehr 90% der Blinds, sondern nurnoch 85%.
    • archicat
      archicat
      Bronze
      Dabei seit: 12.01.2007 Beiträge: 2.350
      Original von sp1der111
      Wie gesagt, wenn wir moralisch anfangen zu diskutieren, dann wird es ein guter Post.
      Also ich finde den letzten Post stark, dass es wirklich kein Unterschied ist, ob ich auf NL600 nen Coaching bei sim87 nehme oder bei nem Package Ship mir Horror mit ins Boot hole. Und ob das jetzt übers I-Net passiert oder ich einfach nen guten Freund habe, der zu mir nach Hause kommt und mich unterstützt, sollte im Endeffekt egal sein. Und wieso nicht den Vorteil von so Coaches nutzen, wenn wir sie hier schon angeboten bekommen. Viele wissen von soetwas gar nicht, geschweige denn, dass sie es nutzen.
      Ich empfinde beides als unmoralisch. Und in beiden Fällen bekommt der "coachling" ( was ein lustiges Wort ;) ) einen unfairen Vorteil gegenüber den anderen. Nehme ich mir einen "coach" und gehe sessions durch ist das was anderes! Ich arbeite an meinem Spiel und muss das gelernte aber auch erst mal umsetzen. Wie aus Büchern und Videos angewandt Dinge auch.
      In einem Livecoaching aber gewinne ich einen direkte Vorteil gegenüber den anderen, ausser ich nehme mir auch einen coach und wenn das dann alle machen spielen die coaches gegeneinander ;)
    • archicat
      archicat
      Bronze
      Dabei seit: 12.01.2007 Beiträge: 2.350
      Original von Egozocker


      Wo ist der Unterschied, ob ich mir einen bot programmieren lassen, der für mich Entscheidungen trifft, oder ob ich einen coach dafür bezahle, dass er für mich Entscheidungen trifft?

      Wenn es um die Verbesserung des Spiels im allgemeinen geht, dann kann ich ja mit einem Coach nachher die wichtigsten Hände durchgehen.

      In einem hast du recht: bei CG oder sng sieht es nicht anders aus. Für mich eine ganz klare Form von Multiaccounting, was mMn bei allen Pokerseiten explizit verboten ist.

      So wahr. So wahr.
    • Hergen13
      Hergen13
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2008 Beiträge: 1.271
      Original von Egozocker
      Original von Hergen13
      ...
      Wo ist der Unterschied, ob ich mir einen bot programmieren lassen, der für mich Entscheidungen trifft, oder ob ich einen coach dafür bezahle, dass er für mich Entscheidungen trifft?

      Wenn es um die Verbesserung des Spiels im allgemeinen geht, dann kann ich ja mit einem Coach nachher die wichtigsten Hände durchgehen.

      In einem hast du recht: bei CG oder sng sieht es nicht anders aus. Für mich eine ganz klare Form von Multiaccounting, was mMn bei allen Pokerseiten explizit verboten ist.
      Die Entscheidung, ob er dem Rat des Coachs folgt liegt immer noch beim Spieler. Es geht dabei ja nun auch nicht nur darum, sich Entscheidungen abnehmen zu lassen, sondern darum etwas zu lernen. Selbst wenn der Gecoachte dem Coach einfach Blind folgt und gar keinen Wissenszuwachs durch das Coaching erfährt, hat jeder andere Teilnehmer doch zumindest die gleiche Chance sich von jemand anderem beraten zu lassen.
      Moralisch bedenklicher finde ich de Frage, was man für so ein Coaching nimmt, da hilft aber nur Aufklärung.
    • sp1der111
      sp1der111
      Bronze
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 1.426
      Ja, aber ich meine, wenn man hier anfängt alles moralisch auf die Goldwaage zu legen, dann muss man sich auch Gedanken dazu machen, dass ich gerade einem Familienvater, der 2 Kinder zuhause hat, das Geld aus der Tasche ziehe. Und wenn es verboten werden sollte (was definitiv nicht geschieht), so verlieren nurnoch mehr PS'ler ihre Edge, da dann nurnoch die Spieler, die Kontakt zu Coaches haben (sind meist den anderen sowieso schon überlegen, zumindest im CG, weil man einfach viel mehr an seinem Spiel arbeitet), genau diese Coaches "verpflichten", um nur ihnen zu helfen.
    • archicat
      archicat
      Bronze
      Dabei seit: 12.01.2007 Beiträge: 2.350
      Original von sp1der111
      Ja, aber ich meine, wenn man hier anfängt alles moralisch auf die Goldwaage zu legen, dann muss man sich auch Gedanken dazu machen, dass ich gerade einem Familienvater, der 2 Kinder zuhause hat, das Geld aus der Tasche ziehe. Und wenn es verboten werden sollte (was definitiv nicht geschieht), so verlieren nurnoch mehr PS'ler ihre Edge, da dann nurnoch die Spieler, die Kontakt zu Coaches haben (sind meist den anderen sowieso schon überlegen, zumindest im CG, weil man einfach viel mehr an seinem Spiel arbeitet), genau diese Coaches "verpflichten", um nur ihnen zu helfen.
      Mir geht es aber nicht darum ( in diesem thread ) die komplette Moral des Pokerns auszudiskutieren. Das kann man gerne separat in einem anderen thread machen. Sondern mir geht es um einen konkreten Nachteil in einer bestimmten Situation, der monetäre Nachteile beinhaltet.