gute resteal hände?

    • SkeSh
      SkeSh
      Bronze
      Dabei seit: 30.03.2009 Beiträge: 2.476
      Hi Leute,

      bin seit kurzem von FR auf SH umgestiegen und ich habe da leider paar kleine leaks bei blindbattles.

      Sagen wir mal villian mit 33 steal raist 3 BB ausm CU. Mit was für Händen calle ich am besten nur, mit was für welche 3bette ich?

      Hab in den Videos gesehen, dass man AJ gut nur callen kann, da man gegen villians range meistens vorne liegt. Also 9Ts finde ich eigentlich eine recht gute Hand zum 3betten, da, falls man gecallt wird, immer noch gut was treffen kann.
      QJ sieht da aber schon wieder anders aus. Ich denke ich würds einfach mucken, da ich gut gegen AQ laufen kann.

      Ich weiß, man muss gegen jeden Gegner anders spielen, aber ich möchte nur einen groben Anhaltspunkt.

      MfG
  • 7 Antworten
    • beapoker
      beapoker
      Global
      Dabei seit: 23.05.2010 Beiträge: 892
      Du widersprichst dir selber.

      Einerseits findest du den Call mit AJ toll weil du meistens vorne bist, muckst aber QJ weil du locker gegen AQ laufen kannst.

      Warum callst du dann AJ wenn du auch locker gegen AQ laufen kannst?

      Ich calle meist ordentliche Hände wie KQs ATs AJo und 3bette spekulative Hände wie suited connectors ab 56s+
    • m3ta
      m3ta
      Bronze
      Dabei seit: 01.04.2009 Beiträge: 1.240
      Original von beapoker
      Du widersprichst dir selber.

      Einerseits findest du den Call mit AJ toll weil du meistens vorne bist, muckst aber QJ weil du locker gegen AQ laufen kannst.

      Warum callst du dann AJ wenn du auch locker gegen AQ laufen kannst?

      Ich calle meist ordentliche Hände wie KQs ATs AJo und 3bette spekulative Hände wie suited connectors ab 56s+
      Mit QJ bist du halt viel öfter dominiert als mit AJ.
      AJ ist dominiert von JJ+, AQ+ 4%
      QJ ist dominiert von JJ+ KJ+, AJ+ 8%
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      ernstgemeinter Rat:

      autofold alles außer 99+,AJ+,KQs wäre mein Tipp...

      Du scheinst noch nicht so viel Übrung zu haben in Ranges zu denken und gegen Ranges zu spielen und wenn das der Fall ist, sollte man toughe spots OOP vermeiden (und in die kommst du unweigerlich, wenn du light 3bettest oder coldcallst aus den blinds) und daher einfach for value 3betten und den Rest gegen ein steal raise folden.
      Ist offensichtlich weak und exploitbar, aber wesentlich besser als da anzufangen rumzupfuschen und dann mit JT OOP deinen stack zu verdonken.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Grundsätzlich willst du vermeiden OOP zu spielen, da der Positionsnachteil enorm ist - du kannst schlechter die Potgröße kontrollieren, du kannst nicht entscheiden ob du Freikarten nimmst etc.

      => d.h. bevor du dir Gedanken über deine Restealrange aus den Blinds machst, solltest du dir unbedingt Gedanken machen mit welchen Händen du z.b. UTG im BU 3-bettest oder CO im BU.


      Gegen die meisten unbekannten Gegner ist am Anfang relativ sinnvoll eine polarisierte 3-Bet Range zu haben. D.h. du 3-bettest Hände als eindeutigen Bluff (z.b. 45s oder 75s) und Hände als eindeutige Value 3-Bet (z.b. AK, QQ). Du 3-bettest keine Hände mit denen du nicht genau weisst wie du auf eine 4-bet reagieren sollst. D.h. AQ/JJ/TT/AJ etc. werden alle erstmal gecalled bis du einen groben Read auf den Gegner hast.

      => 4-bettet dich dein Gegner öfter, dann erweiterst du die Range mit der du Preflop All In gehst und hörst auf ihn zu bluff 3-betten. Hierbei ist es dann je nach Gegner wichtig, ob man sogar über 5-Bet bluffs nachdenken kann. (das wird aber eigentlich erst so 120BB+ interessant)

      => called dein Gegner deine 3-Bets öfter, dann fängst du an deine 3-Bet Range in Richtung Broadways, 99+ etc. zu legen

      Reagiert dein Gegner gar nicht, sondern zieht weiterhin sein Spiel runter, dann kannst du halt die Blufffrequenz bis zu dem Punkt erhöhen an dem der Gegner anfängt irgendwas von den oben genannten Punkten zu machen.

      Hände die zwischen unseren Polen liegen kann man dann passiv defenden. Wichtig hierbei ist aber

      a) dein Postflopskill. Du musst wissen wann deine Range gut genug ist für einen C/R, C/C. Du musst wissen wie bestimmte Karten die Range deines Gegners verändern

      b) der Postlfopskill des Gegners. Wenn dein Gegner in etwa ebensogut ist wie du, dann wirst du verlieren aufgrund des Positionnachteils.

      => d.h. wenn du OOP Pötte spielst, dann weil du weisst, dass dein Gegner an irgendeiner Stelle der Hand eindeutig Fehler machen wird.

      Z.b. ist es relativ sinnlos eine Hand wie JTs oder 89s OOP zu callen, wenn du nicht halbwegs genau weisst wie du auf bestimmte Karten reagieren musst, welche Karten sich gut für Semibluffs eignen etc.


      Auffällig ist immer wieder, dass viele Spieler (nach wie vor) bis NL200 viel zu viele Hände freiwillig OOP spielen. Man sieht grad auf NL200 viele Spieler die irgendwie mit 22/18, 19/17, 24/20 Stats und relativ hohen 3-Bet Werten (7 - 10%) rumlaufen. Wenn man mal genauer schaut, dann haben diese Spieler allerdings die meisten 3-Bets OOP gemacht.
      Bis zu dem Limit funktioniert das auch relativ problemlos, weil sich viele Spieler nicht wehren. (sie spielen zuviele Tische, sie wissen einfach nicht wie man sich effektiv gegen 3-Bets OOP verteidigt etc.)
      Für deine Winrate und auch für deine Spielentwicklung ist es allerdings ziemlich sinnvoll, wenn du das Konzept hinter der Position schnell und effektiv verstehst. Würden diese Spieler nämlich am BU anstatt aus dem SB/BB dermaßen viel 3-betten, dann würde sich ihre Winrate in vielen Fällen wahrscheinlich verdoppeln.

      Am Anfang ist es wie Scooop schon sagt sinnvoll alles erstmal nur mit Valuehänden zu machen und wenig zu bluffen. Der Vorteil ist, dass du in vielen Postflopspots mit guten Händen ausgestattet bist und dementsprechend viel ausprobieren kannst ohne direkt Gefahr zu laufen Geld zu verbrennen. Wichtig dabei ist allerdings, dass du diese Spots bewusst analysierst.
    • Fruechte
      Fruechte
      Bronze
      Dabei seit: 18.10.2009 Beiträge: 1.549
      Danke für deinen Beitrag. Was ist denn hiermit:

      Original von Ghostmaster
      Würden diese Spieler nämlich am BU anstatt aus dem SB/BB dermaßen viel 3-betten, dann würde sich ihre Winrate in vielen Fällen wahrscheinlich verdoppeln.
      Gerade das Button-stealen ist ja sehr interessant, da man ja absolute Position hat. Wenn wir nun im BB sind, was machen wir da? Nur for value 3betten ist doch viel zu wenig, es wird doch recht viel gefoldet, so dass wir da auch einige Bluffs dazunehmen sollten?

      Welche Hände findest du dafür gut?
    • jever2
      jever2
      Global
      Dabei seit: 12.11.2006 Beiträge: 2.401
      x
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Original von Fruechte
      Danke für deinen Beitrag. Was ist denn hiermit:

      Original von Ghostmaster
      Würden diese Spieler nämlich am BU anstatt aus dem SB/BB dermaßen viel 3-betten, dann würde sich ihre Winrate in vielen Fällen wahrscheinlich verdoppeln.
      Gerade das Button-stealen ist ja sehr interessant, da man ja absolute Position hat. Wenn wir nun im BB sind, was machen wir da? Nur for value 3betten ist doch viel zu wenig, es wird doch recht viel gefoldet, so dass wir da auch einige Bluffs dazunehmen sollten?

      Welche Hände findest du dafür gut?

      Hängt vom Gegner ab. Gegen Spieler die am Button viel stealen und trotzdem extrem viel folden 3-bette ich immer noch polarisiert. D.h. eine Value 3-Bet Range und eine Bluff 3-Bet Range. Ich bluffe hier aber mit relativ geringer Frequenz und 3-bette Spieler die viel openraisen und viel folden lieber, wenn ich IP sitze.
      Interessant wird es eigentlich erst, wenn die Gegner anfangen zurückzuspielen.

      => fangen sie an zu 4-betten -> man reduziert die Range mit der man blufft und erweitert die Range mit der man broke geht.

      => fangen sie an zu viel callen -> man nimmt die Bluffs aus der Range und gestaltet seine 3-Bet Range toplastiger (AQ, KQ, QJs, AJs etc. - genau musst du dir das selber überlegen, da natürlich nicht jeder mit der gleichen Range zurückspielt)

      Wenn du nicht weisst wie sie reagieren => anfangen sowohl IP als auch OOP 3-bets zu machen. (auch mit so Sachen wie AQ oder KQ mal oder halt 65s- auch wenn ich davon oft abrate, aber ich mache Strategie für Anfänger und da kommt es oft in den falschen Hals oder wird falsch angewendet)



      Der Positionsnachteil aus den Blinds heraus ist einfach enorm. Und so Hände wie 75s oder 65s lassen sich IP einfach 10x besser spielen als wenn der Gegner am Flop doppelt so viele Möglichkeiten hat wie wir. (nicht das ich es jetzt supergeil finde so Hände Postflop zu spielen, aber das sind z.b. Hände die man für bluff 3-bets nutzt)