Balancing

    • tzare
      tzare
      Black
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 5.316
      Mach mir grad ein wenig Gedanken über annähernd gebalancte / unexploitbare Spielweise
      irgendwie fehlt mir aber bis jetzt die richtige herangehensweise.

      Ich nehm einfach mal ein Beispiel :

      Villain, ein guter Midstakes Tag (30/22/1,8/41) und einen bet vs missed turn cbet wert von 65

      Er Openraist eine 30% range
      44+, A2s+, K6s+, Q7s+, J8s+, T8s+, 98s, 87s, 76s, A7o+, K9o+, Q9o+, J9o+, T9o

      Hero 3bettet oop mit 17% also etwa 55+,A6s+,KTs+,QJs+,JTs,T9s,A8o+,KTo+

      Flop kommt sowas wie A 3 8 rainbow
      Hero bet , Villain call

      Turn (4,5BB)kommt irgend eine low blank

      An der Stelle sind ja jetzt folgende Optionen möglich : bet oder check.
      Aber wie Teile ich meine range jetzt auf diese beiden Optionen sinnvoll auf ?
      Der check muss ja sowohl c/r als auch c/c und c/f enthalten ,
      die bet bet/3bet , bet/call und bet/fold ...

      edit : Hero ist oop , habs korrigiert
  • 11 Antworten
    • hasufly
      hasufly
      Black
      Dabei seit: 01.12.2006 Beiträge: 7.371
      .
    • Ulek
      Ulek
      Black
      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 3.682
      Original von tzare
      Der check muss ja sowohl c/r als auch c/c und c/f enthalten ,
      die bet bet/3bet , bet/call und bet/fold ...
      Muss man denn wirklich alle Möglichkeiten einbinden? Nach meinem Verständnis von GTO kann man hier auch ohne c/c auskommen. Oder auch auf nem 338blank Board ohne jeglichen check.
    • MyLady17
      MyLady17
      Black
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 7.975
      Naja wenn du hier nie checkst 2nd barrelst du obv. zu viel. Wie spielst du denn hier JTs, T9s etc am Turn ohne Flushdraw weiter?? Blind barreln finde ich auf rainbow boards nicht gut.
    • tzare
      tzare
      Black
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 5.316
      Ok c/c muss wohl nicht zwangsläufig sein , aber ich denke mal die volle range betten ist nicht gut und demzufolge braucht man auch eine check range die dann zumindest c/r und c/f ethält.

      Es geht mir auch hier nicht wirklich darum ne perfekte GTO Strategie für den Spot zu entwickeln, sondern eine brauchbare Annäherung da die Gegner 6max ja idr. eh nicht so einfach in der Lage sind kleinere Abweichungen von der optimalen Spielweise zu erkennen und zu exploiten.

      Mir fehlt halt nur bis jetzt völlig der Ansatz wie ich überhaut an die Lösung von so einem Spot rangehe. Wenn ich irgendwo Artikel oder Threads übers Balancing lese , dann wird das meistens nur anhand einfacher Riverspots erklärt, allerdings bin ich grade nicht in der Lage das auf diesen Turnspot zu übertragen.
    • Ulek
      Ulek
      Black
      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 3.682
      Original von MyLady17
      Naja wenn du hier nie checkst 2nd barrelst du obv. zu viel. Wie spielst du denn hier JTs, T9s etc am Turn ohne Flushdraw weiter?? Blind barreln finde ich auf rainbow boards nicht gut.
      Hab nich gesagt, dass ich da nie checke, nur die Vermutung aufgestellt, dass eine GTO Strategie dort ohne check auskommen kann.

      Das Problem hat denk ich mal auch mehrere unterschiedliche Line Frequenzen, die optimal wären. Vielleicht kann man sich ein wenig annähern, indem man es aus Villains Sicht betrachtet, seine möglichen Holdings durchgeht, und feststellt, bei welchen Frequenzen man mit möglichst vielen Holdings vor schweren Entscheidungen steht.
    • Alph0r
      Alph0r
      Black
      Dabei seit: 09.05.2007 Beiträge: 5.149
      Kann dir zu dem Thema Mathematics of Poker empfehlen.


      Imo müsste die Strategie um gebalanced zu sein ungefähr so aussehen, dass du einen gewissen Valuebet Teil hast, dabei sind B/3B, B/C und B/F und das ganze balanced du mit Bluffbets von deinen Händen ohne SD Value.
      Zu beachten ist, dass es mit dem Turn noch 2 Streets sind, d.h. du müsstest auch schon einplanen, wieviel % deiner Bluffs du nochmal am River bettest.

      Die Hände, die zu schwach für eine Valuebet sind, kannst du in der richtigen Frequenz C/C spielen und auch hier überlegst du dir schon, welchen Teil du nochmal am River callen wirst.

      Der Value C/R Part deiner Range müsste imo etwas schwächer sein, als der B/3B, aber stärker als der B/C Part. Das ganze würdest du auch mit Bluffs balancen.
    • MyLady17
      MyLady17
      Black
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 7.975
      Alph0r, hat dir MoP denn weitergeholfen bei deinem Spiel? Ich bin kein Mathematiker und habs bisher nun einmal angeschaut und dann aufgrund der ganzen mir unbekannten Zeichen ins Regal gestellt ;(
    • Tanzhase
      Tanzhase
      Black
      Dabei seit: 14.02.2006 Beiträge: 1.360
      Original von Alph0r
      Kann dir zu dem Thema Mathematics of Poker empfehlen.


      Imo müsste die Strategie um gebalanced zu sein ungefähr so aussehen, dass du einen gewissen Valuebet Teil hast, dabei sind B/3B, B/C und B/F und das ganze balanced du mit Bluffbets von deinen Händen ohne SD Value.
      Zu beachten ist, dass es mit dem Turn noch 2 Streets sind, d.h. du müsstest auch schon einplanen, wieviel % deiner Bluffs du nochmal am River bettest.

      Die Hände, die zu schwach für eine Valuebet sind, kannst du in der richtigen Frequenz C/C spielen und auch hier überlegst du dir schon, welchen Teil du nochmal am River callen wirst.

      Der Value C/R Part deiner Range müsste imo etwas schwächer sein, als der B/3B, aber stärker als der B/C Part. Das ganze würdest du auch mit Bluffs balancen.
      Ganz so einfach ist das dann bei mehreren Streets leider nicht...
    • Alph0r
      Alph0r
      Black
      Dabei seit: 09.05.2007 Beiträge: 5.149
      Original von MyLady17
      Alph0r, hat dir MoP denn weitergeholfen bei deinem Spiel? Ich bin kein Mathematiker und habs bisher nun einmal angeschaut und dann aufgrund der ganzen mir unbekannten Zeichen ins Regal gestellt ;(
      Ja, hat mir geholfen. Zum einen bringt das Buch dazu, seine normalen exploitative Lines nochmal zu überdenken, logisch zu analysieren und auch die EVs gegen bestimmte Ranges auszurechnen und zweitens gibts da endlich auch in meinen Augen sinnvolle Ansätze um sein Spiel zu balancen. In Foren liest man da oft nur ungefähre Richtlinien. Das Buch hat mir auch geholfen noch mehr in Ranges zu denken, nicht nur beim Gegner, sondern auch bei mir. Hat mir ein paar Stellen gezeigt, wo ich einfach Leaks hatte, oder wo ich sogar dominierte Strategien gespielt habe.

      Ich kann es wirklich empfehlen. Es ist imo eines der wenigen Bücher, die sich wirklich vom Rest abheben und die noch jemanden weiterbringen, der den Standard Content schon kennt. In den meisten anderen werden halt nur Lines vorgestellt, die gewisse Gegnertendenzen exploiten können.

      Es ist halt komplex und das auch für mich, obwohl ich in Mathematik immer relativ gut war. Es ist eben ein Buch das man durchARBEITEN muss, dafür bringt es imo dann wirklich was und gibt einem nicht nur das gute Gefühl irgendwas getan zu haben.
    • Tanzhase
      Tanzhase
      Black
      Dabei seit: 14.02.2006 Beiträge: 1.360
      Das einzige, was mich wirklich gestört hat bei MoP war, da wo es richtig interessant wurde schrieben sie nur: Und wir haben auch noch ein paar komplexere Games ausgerechnet, allerdings wäre das jetzt zu umfangreich :( . Gerade da wärs mit richtigem Poker losgegangen...

      Der mathematische Anspruch in dem Buch liegt etwa 2 Stufen unter echter Hochschulmathematik, also vielleicht mittelschwer.
    • tzare
      tzare
      Black
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 5.316
      Ok das Buch hab ich mir schonmal bestellt ob das mit englisch + Mathe was wird bleibt abzuwarten :D

      Bin ein wenig überrascht das der Spot scheinbar recht komplex ist , hätte gedacht der eine oder andere hier hat sowas schon halbwegs durchanalysiert.