[Beispielhände]Slowplaying - ein (Gegen)Beispiel

    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Original von TeK1337

      Slowplay Beispiel:

      PokerStars 0.05/0.10 Hold\'em (8 handed) converter

      Preflop: YBTeK is Button with K:club: , T:diamond: . MP2 posts a blind of $0.05.
      [color:#666666]3 folds[/color], MP2 (poster) checks, CO calls, YBTeK calls, SB completes, BB checks.

      Flop: (5 SB) T:heart: , 4:club: , K:spade: [color:#0000FF](5 players)[/color]
      SB checks, BB checks, MP2 checks, CO checks, YBTeK checks.

      Turn: (2.50 BB) 8:diamond: [color:#0000FF](5 players)[/color]
      SB checks, BB checks, [color:#CC3333]MP2 bets[/color], CO folds, [color:#CC3333]YBTeK raises[/color], SB folds, BB calls, MP2 calls.

      River: (8.50 BB) Q:spade: [color:#0000FF](3 players)[/color]
      BB checks, MP2 checks, [color:#CC3333]YBTeK bets[/color], BB folds, MP2 folds.

      Final Pot: 9.50 BB

      (riskantes beispiel)
      Der Flop ist schon einmal sehr gut für mich. Leider habe ich die Erfahrung gemacht das ich bei guten Händen oft wenig kassiere durch das aggressive Vorgehen. Deshalb einfach mal check am flop und siehe da: MP2 läuft in die Falle --> reraise, dies bringt mir noch 2 mal 20 cent zusätzlich ein (am flop nur jeweils 5cent pro person)



      Hier sollte man aus folgenden Gründen auf gar keinen Fall Slowplayen:
      - Viele Gegner am Flop
      - Eine starke aber trotzdem angreifbare Hand (Hände wie z.B. A3o haben 5 Outs gegen dich, Pocket pairs haben 2 Outs gegen dich, Straight Draws sind möglich.
      - Durch deinen Raise am Turn zeigst du den Gegner, dass du eine starke Hand hast
      - Am Flop bist du in late Posi, wenn du also bettest denken viele Gegner du würdest bluffen
      - Bei mini Limits callen die Gegner so oder so zu viel
      - Der Pot ist schon relativ groß. Willst du hier also wirklich den Verlust des ganzen Pots durch bad luck riskieren?

      -Hier also ganz klar straightforward spielen: Bet Flop, Bet Turn, Bet River. Zum einen ist das sicherer zum anderen hast du dadurch in 80% der Fälle hier einen größeren Pot am Ende, als wenn du geslowplayed hättest.

      Auf den low Limits kommt es eigentlich nie vor, dass Slowplaying korrekt wäre
  • 7 Antworten
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Zwar alt, aber ein gutes Beispiel.
    • cKone
      cKone
      Bronze
      Dabei seit: 20.01.2005 Beiträge: 624
      Auf den low Limits kommt es eigentlich nie vor, dass Slowplaying korrekt wäre


      Bis wo ungefähr gelten diese Low-Limits? jeder definiert die anders, und ich slowplaye flopped sets gerne mal mit 3 oder weniger gegner. . .

      0.50$/1.00$
    • CentreFold
      CentreFold
      Bronze
      Dabei seit: 26.01.2005 Beiträge: 991
      Auch mit Sets ist ein Slowplay imo meistens falsch. Was aber sicherlich erträglich sein kann, ist ein sog. Stop&Go: Du erhöhst am Flop, dann kommt die 3Bet, die callst du nur und bettest dann direkt am Turn. Aber selbst das kann schnell in die Hose gehen. Sets werden für meinen Geschmack viel zu oft von Straights und gerne auch Flushes geschlagen, als dass ich da am Flop auf die Bremse treten würde.

      MfG,

      Jens
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Original von cKone
      Auf den low Limits kommt es eigentlich nie vor, dass Slowplaying korrekt wäre


      Bis wo ungefähr gelten diese Low-Limits? jeder definiert die anders, und ich slowplaye flopped sets gerne mal mit 3 oder weniger gegner. . .

      0.50$/1.00$
      Im Grunde kann man fast schon sagen, dass Slowplaying Online grundsätzlich falsch ist.

      Auf 0.5/1 auf jeden Fall.
    • SlannesH
      SlannesH
      Black
      Dabei seit: 23.01.2005 Beiträge: 7.738
      hm also ich würde sagen das es durchaus situationen gibt, bei denen sowas rentabel sein kann.

      es kommt imo nur drauf an, wie hoch die wahrscheinlichkeit ist, bis zum river noch geschlagen zu werden. halte ich AA und floppe mein set bei nem rainbow ragged board, gibt es nur wenig (um nicht zu sagen müsste perfect perfect kommen) möglichkeiten, das ich noch geschlagen werden. und wenn dann noch ein gegner energisch bettet, y not die stärke der eigenen hand bis zu den expensiv streets "verstecken"?
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Original von SlannesH

      es kommt imo nur drauf an, wie hoch die wahrscheinlichkeit ist, bis zum river noch geschlagen zu werden. halte ich AA und floppe mein set bei nem rainbow ragged board, gibt es nur wenig (um nicht zu sagen müsste perfect perfect kommen) möglichkeiten, das ich noch geschlagen werden. und wenn dann noch ein gegner energisch bettet, y not die stärke der eigenen hand bis zu den expensiv streets "verstecken"?
      Ja, aber selbst wenn die Chance, bis zum River noch geschlagen zu werden = 0 ist stellt sich nun immer noch die Frage, wie man am meisten Geld in den Pot bekommt. Und gerade gegen loose-passive oder loose-aggressive Gegner, also die Gegnertypen, die man auf den low Limits und Online allgemein oft findet, erreicht man dies in den meisten Fällen durch konsequentes durchbetten.
    • SlannesH
      SlannesH
      Black
      Dabei seit: 23.01.2005 Beiträge: 7.738
      es kommt natürlich auch auf den gegnertyp und anzahl der gegner an. ist mein gegner ultrapassiv, also <0,8 AF, dann wird er nur sehr sehr selten betten. ist aber noch ein sehr aggresiver gegner dabei, wird er meist für mich betten und geld in den pot am flop bringen. meist erhält man dadurch +0,5 bets pro player am turn...., ohne das man gegner bei nem topset gleich durch eine doppelbet zum folden bewegt.

      es ist sehr situtationsabhänig und so auch selten rentabel (da es meist genügend gefahren gibt, flush straiths etc. wo es falsch dem gegner cheap oder free cards zu geben).