Existenzangst - respektive der letzte Versuch

    • elaela
      elaela
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2007 Beiträge: 98
      Hallöchen,

      vorweg dies ist nicht mein Post, sondern ich veröffentliche diesen nur, da mein Bekannter mich darum gebeten hat - wir suchen beide Argumente für unsere Diskussion

      Hintergrund:

      Seit 2006 spielt er Poker, zuerst nur als Hobby live und ab Ende 2006 auch online. Ende 2007 fiel die Entscheidung das Hobby zum Beruf zu machen. Nach einer Konsodilierungsphase wurde auch ein " geregeltes " Einkommen erzielt - wobei in dieser Zeit noch kein Einkommen vonnöten war.

      Start war wohl wie bei vielen anderen auch NL 200 SH und das Level wurde über 300K Hände mit 7,5 BB / 100 geschlagen NL 400 und 600 wurden im Jahre 2008 und 09 mit 6,2 und 4,8 BB hinter sich gelassen.

      2008 und 2009 folgten in MTT diverse Siege und Final 2table sowie 2 Major Siege - ingesamt mehr als 200K an Turniergewinnen.

      Das Geld wurde in ein Eigenheim investiert. Die Bankroll für CG blieb unangetastet. Er muß jeden Monat ca. 7,5K auscashen um seine Unkosten ( PKV fünfköpfige Familie, Auto, Immobilie, Steuer, Altersvorsorge und Lebensunterhalt) zu finanzieren.

      Das Problem:

      Die letzten 9 Monate........

      65 K unter EV im Cashgame und in MTT`s dient er nur noch als Fischfutter...
      Aufgrund der monatlichen Cash outs wurde jetzt die Bankroll auch angegriffen

      Einwurf von mir in eigenerSache: Hab ihm jetzt 2mal über die Schulter schauen dürfen und ich glaub ich hätte den Computer aus dem Fenster geworfen :evil:

      Innerhalb 30 Min 2mal für 170 + 150 BB mit Topset gegen Quads (NL) verloren, dazu mit gefloppter nutstr8 das FH auf dem River rektal eingeführt bekommen usw. - nach einer Stunde und - 6k hörte er auf.
      Soll jetzt kein Bericht über beats werden - er bringt sein Geld als Favorit rein und es hält halt nicht seit 9 Monaten

      Die Diskussion:

      Mental ist er verständlich angeschlagen, jedoch versucht er " business as usual" zu praktizieren - er nimmt nach wie vor seine coachings, analysiert seine Sessions usw. und spielt das gleiche Pensum an MTT`s wie immer.

      Was ihm wohl jetzt zu schaffen macht - er spielt halt 2000 Hände mit seiner winrate um danach diese nach einem beat auf null zu setzen und wieder von vorne anzufangen - für lau
      Er hat mit seiner Hausbank gesprochen und für 3 Monate darf er die Finanzierung ruhen lassen - damit der finanz. Druck geringer wird. Mit den letzten 20K seiner Bankroll will er jetzt sofort wieder NL 400 spielen - ich rate ihm jedoch davon ab .
      Begründung:
      Sein Umgang mit seiner Frau ( und nein -ich bins nicht) und seine ständige Gereiztheit im Alltag.Ich versuche ihn halt dahin zu bewegen, jetzt erstmal für 2 - 3 Wochen Urlaub mit der Familie zu machen und keine Karten anzu - fassen/ sehen und danach nochmal mind.4 Wochen abzuschalten.
      Ich sehe es halt so, dass der Druck der Umwelt zuviel ist; er argumentiert halt damit, dass Geld hereinkommen muß.
      Ich sehe dagegen, dass er im letzten halben Jahr 15kg abgenommen hat, wieder raucht und keinerlei Rücksicht auf die Gesundheit nimmt.
      Mein Motto " mens sana in corpore sano "

      Da wir jetzt mittlerweile weit über 15 Jahre engste Freunde sind ( gegen-seitige Trauzeugen und Taufpaten inkl.) suche ich hier jetzt nach Argumenten sowohl für ihn als auch für meine Seite, da wir beide in unseren Gesprächen uns nur im Kreise drehen.

      Danke für eure Anregungen
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