wie tight kann man spielen?

    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      wie tight kann man spielen bevor man definitiv so tight ist, dass man aufgrund der blinds bzw. den Kosten verliert, also longterm losing player ist?

      Bei FR ist das krasseste was ich gesehen habe jemand der 2/2 auf 600 Hände gespielt hat (ob er winning player ist weiß ich nicht).
      Bei SH habe ich schon Leute mit 8/7 gesehen (auch etwa auf 500 Hände, auch hier keine Ahnung ob das profitabel ist).

      Kann man wirklich so tight spielen?!

      Mal folgende Grundüberlegung für SH:

      Standard Openraisingranges in %
      (dürfte in etwa der Standard sein, an nem aggressiven Tisch denke ich)

      UTG 12%
      MP 15%
      CO 30%
      BU 50%
      SB 40%

      bei der Dynamik hat man ~15% walks im BB. (bei deutlich tighteren Tischen obv. öfter)
      Man zahlt also auf 100 Hände ~14bb aus den blinds, jetzt noch 10bb/100 an Rake (als Nit zahlt man ja weniger Rake) für die Microsstakes.

      Sagen wir also man hat Kosten in Höhe von 24bb/100.

      Wenn man jetzt nur AA spielt, so wird man auf 2 Probleme stoßen:

      a) man hat die Hand nur jedes 221te Mal und also mit der Hand im Schnitt 54bb zu gewinnen um BE zu sein dürfte knifflig werden. ;)
      b) außer den total auf den Kopf gefallenen wird keiner so dumm sein mit uns nen großen Pot zu spielen. (wird um so wichtiger je höher die stakes und je besser die Gegner sind).

      Klar nur AA spielen ist das krasse Beispiel bei dem sofort klar ist, dass man zu tight spielt, aber genau da setzt meine Frage ein, wo ist die Grenze? Ab wann spielt man genug Hände um im Schnitt (vorausgesetzt man selbst spielt die Hände so gut wie fehlerfrei) BE zu laufen?

      Denn die typischen Werte wie 22/18 für SH mögen in etwa die sein bei denen ein sehr guter Spieler der jede marginale Hand perfekt spielt am meisten EV rausholen kann, aber gerade auf den Micros ist dies glaube ich nicht notwendig, da die Leute schlecht genug sind, um uns eben auch auszuzahlen, wenn wir deutlich tighter spielen und man sich zudem in vielen marginalen spots auch in Gefahr begibt eigene teure Fehler zu machen. (ich zum Beispiel habe ein Talent dafür...^^)

      Ganz davon ab, dass viele Hände die schön aussehen langfristig gesehen gar nicht wirklich profitabel spielbar sind. Ein Beispiel wäre sowas wie 76s - die Hand ist hübsch und for deception hat man sowas gerne in der Range, aber für sich betrachtet ist die Hand zu schwach zum spielen und muss man seine Ranges nicht balancen, weil man sonst zu leicht lesbar wird für sehr gute Spieler ist es vermutlich am Besten sie einfach gar nicht (standardmäßig) zu spielen.

      Nehmen wir also noch mal ein konkretes Beispiel für eine extreme Nitstrategy für SH:

      UTG:TT+, AKs, AKo (3,48)
      MP: TT+, AQs+, AKo (3,77)
      CO: 77+, AJs+, KQs, AQo+ (6,64)
      BU: 55+, AJs+, KJs+, AQo+, KQo (9,65)
      SB: 77+, AJs+,KQs, AJo+ (7,54)

      denke mal mit den Werten wird man so auf solide ~5/4 kommen^^

      Die Frage ist nun schlicht die, ist das zu tight aus den oben genannten Gründen? (es geht NICHT darum ob man noch mehr profitable Hände +EV spielen könnte, sondern darum ob man mehr Hände spielen MUSS, weil man eben sonst von den Kosten aufgefressen wird).

      Wenn jemand hier genaueres weiß oder Erfahrungswerte hat (gibt ja ne Menge Nits hier im Forum^^) ich bin gespannt, denn ich fände es sehr wichtig zu wissen wie tight man eben (ungefähr) spielen kann, um von dieser Basis aus zu schauen wieviele Hände man denn zusätzlich wirklich noch spielen will.
      Ist ja auch und gerade für Multitabler nicht unwichtig, die im Zweifel tighter spielen, dafür nen Tisch mehr.
  • 77 Antworten
    • lausbua
      lausbua
      Bronze
      Dabei seit: 15.11.2009 Beiträge: 5.032
      Ich hab jetzt nicht alles gelesen weil ich gleich los muss... aber ich gehe mal stark davon aus dass es extrem auf die Tabledynamik ankommt.

      Sitzt du mit 8 anderen Nits am Tisch wirds extrem schwer werden aus deiner Value-Range soviel zu generieren dass sich die Sache lohnt. Andersrum sitzt du mit mindestens 3 Maniacs am Tisch würd es sich wahrscheinlich sogar lohnen eine noch tightere Range zu wählen.

      Ich denke alles in allem kann man solche Dinge nicht berechnen da eben der wichtigste Punkt nicht zu berechnen ist - die Gegenspieler.

      Ich hab jetzt mal nur meine Meinung in den Raum geworfen ob dies nun stimmt oder nicht kann ich dir auch nicht sagen weil ichs eben noch nie berechnet hab.

      Noch bissl Off-Topic ich hab in unserem Blog letztens geschrieben dass ich ohnehin auf die Stats ziemlich wenig Wert lege da diese halt ohne zu Wissen welche Gegner links oder rechts von einem hocken kaum ne Aussagekraft haben. (Deshalb mag ich auch keine Statsbewertungen hier im Forum)

      Schönen Tag die Damen :)
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      ich habe das ganze mal versucht graphisch zu illustrieren, vielleicht wird dann klarer was ich meine.



      Sorry für miserable Paint skills ;) , aber ich hoffe es wird auf einen Blick klar was ich meine.

      Zur Erklärung: die kleiste Range an die ist AA only, dann werden die Ranges halt immer größer und nehmen obv immer die nächststärksten Hände mit hinzu.

      Am Anfang wird man zu tight spielen und Verluste machen, irgendwann ist die Range groß genug so dass man BE spielt, dann muss es ja auch winning player geben wobei auch hier irgendwo die optimale Range liegt und es links und rechts davon zu tighte und zu loose Ranges gibt die zwar auch gewinnen, aber nicht das Optimum rausholen und dann werden die Ranges irgendwann zu groß, so dass man wieder losing player wird, was dann relativ schnell in den Keller geht.

      So jedenfalls stelle ich mir das vor und habe es daher so veranschaulicht.

      Was ich halt gerne wüsste wäre wie gesagt wo die Range den BE Punkt bei SH und bei FR das erste Mal trifft (die Minimal BE Range sozusagen).
      Dass man das nicht auf die Nachkommastelle exakt angeben kann weiß ich auch, aber es geht um ne Näherung oder eben Erfahrungswerte wie z.B. dass jemand 500k Hände mit nem 10/8 Style mit 16 Tischen gespielt hat und damit +4bb/100 gemacht hat bei SH.
    • Face12
      Face12
      Black
      Dabei seit: 27.07.2006 Beiträge: 4.756
      Oh Scoop :) Das ist halt einfach unfassbar komplex, für FL kann man das evtl noch annähernd lösen für NL.... bin ich viel zu faul da mit 1000 Assumptions rumzurechnen, die dazu führen das das Ergebnis halt im Grunde unbrauchbar ist

      Paar Aspekte die ich dir nennen kann:
      wie schon genannt ist die Tabledynamik wichtig, obv auch der Skill des Rest am Table
      Du wirst mit so ner starken Range Riesenbluffrequencies haben müssen, mein Gefühl sagt mir dasses viele Spots gibt wo du deine gesamte Range 3Barreln solltest (imo das Hauptproblem vieler Nits, die halt absolut ihr Image nicht nutzen und total unbalanced sind weil sie nur den starken Teil einer eh schon starken Range auch aggressiv spielen), btw auch schon Preflop, und da merkst du schon dass man wieder an die Grenzen des Modells kommt, weil wenn ich ne zeitlang 5/4 spiele kann ich halt anfangen any2 zu 3betten und werd massiv credit bekommen, was dazu führt dass ich insgesamt wieder looser werder mich dem GTO annähere usw aber das ist eigentlich schon sehr am rande des eig probs merk ich gerade.

      Was man auch nicht vergessen sollte, dass ne 4,5% Range gegen ne 20% Range nur 64/36 vorne liegt, was dazu führt dass das minimum höher liegen dürfte als man instinktiv erwartet, wobei man da wiederrum nicht vergessen darf das die Equitys ja bis zum River berechnet sind und die 20% Range halt oft Probleme haben wird ihre Equity wirklich realisieren zu können usw

      Das alles ist halt unglaublich schwer quantifizieren.

      Ja und NL ist halt ein Postflopspiel, ich glaub wenn man GTO-BOT 18/15 gegen GTO-BOT 26/21 spielen ließe, würden die sich nicht groß wehtun denke ich.
    • Bobsapp10
      Bobsapp10
      Bronze
      Dabei seit: 19.04.2009 Beiträge: 681
      Hab jetzt auch nicht alles gelesen, aber bei deinen Berechnungen sind 40% Openraise aus dem SB definitiv zu viel, 25% ist da schon realistischer.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von Bobsapp10
      Hab jetzt auch nicht alles gelesen, aber bei deinen Berechnungen sind 40% Openraise aus dem SB definitiv zu viel, 25% ist da schon realistischer.
      ich habe im BB bei SH in meiner Datenbank zu 14% nen walk bekommen...

      wenn ich z.B. von dieser Durschnittsopenraiserange am Tisch ausgehe (tighter Tisch):

      UTG 8%
      MP 10%
      CO 20%
      BU 30%
      SB 25%

      dann müsste ich ~35% walks bekommen :f_eek: - denke SH ist also eher so wie meine erste Rechnung mit den looseren Ranges ;)

      Aber davon ab ist das nur ein Randpunkt der nicht sooo entscheidend ist (wenn auch nicht völlig unwichtig) :P
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von Face12
      Oh Scoop :) Das ist halt einfach unfassbar komplex, für FL kann man das evtl noch annähernd lösen für NL.... bin ich viel zu faul da mit 1000 Assumptions rumzurechnen, die dazu führen das das Ergebnis halt im Grunde unbrauchbar ist

      Paar Aspekte die ich dir nennen kann:
      wie schon genannt ist die Tabledynamik wichtig, obv auch der Skill des Rest am Table
      Du wirst mit so ner starken Range Riesenbluffrequencies haben müssen, mein Gefühl sagt mir dasses viele Spots gibt wo du deine gesamte Range 3Barreln solltest (imo das Hauptproblem vieler Nits, die halt absolut ihr Image nicht nutzen und total unbalanced sind weil sie nur den starken Teil einer eh schon starken Range auch aggressiv spielen), btw auch schon Preflop, und da merkst du schon dass man wieder an die Grenzen des Modells kommt, weil wenn ich ne zeitlang 5/4 spiele kann ich halt anfangen any2 zu 3betten und werd massiv credit bekommen, was dazu führt dass ich insgesamt wieder looser werder mich dem GTO annähere usw aber das ist eigentlich schon sehr am rande des eig probs merk ich gerade.

      Was man auch nicht vergessen sollte, dass ne 4,5% Range gegen ne 20% Range nur 64/36 vorne liegt, was dazu führt dass das minimum höher liegen dürfte als man instinktiv erwartet, wobei man da wiederrum nicht vergessen darf das die Equitys ja bis zum River berechnet sind und die 20% Range halt oft Probleme haben wird ihre Equity wirklich realisieren zu können usw

      Das alles ist halt unglaublich schwer quantifizieren.

      Ja und NL ist halt ein Postflopspiel, ich glaub wenn man GTO-BOT 18/15 gegen GTO-BOT 26/21 spielen ließe, würden die sich nicht groß wehtun denke ich.
      dass ne Nit ihr Image eigentlich anders nutzen sollte sehe ich sofort ein und stimme daher zu, wobei das in die Rangeüberlegungen einzubauen doch zu weit führen würde, fürchte ich.
      Der Hintergrund meiner Überlegungen ist der, dass ich mit den Premiumhänden sehr viel gewinne (wie vermutlich alle anderen auch) aber in den marginalen spots mich aufreibe oder sogar sehr viel verliere und hier anfange FPS zu spielen, rumzuspewen und auch viel mehr in Tiltgefahr bin... und ich daher deutlich tighter werden will.
      Ich würde halt gerne wissen wie tight die untere Grenze ist bei der man sagen kann, dass man mit der Range wenn man gut spielt zumindest BE spielen sollte und wenn ich das weiß kann ich darauf aufbauen und je nach Tisch, Situation etc. ein, zwei +EV spots hinzunehmen sofern ich die sehe, aber das Grundgerüst stimmt.

      Ich wüsste also einfach gerne ob man von 9/8 ausgehen sollte oder von 14/13 oder 17/15 oder ob man sogar mit nen 6/6 style BE spielen kann auf den Limits von NL2 - NL50...

      Muss doch möglich sein hier nen Wert zu ermitteln?! :)
    • stylus20
      stylus20
      Black
      Dabei seit: 13.10.2007 Beiträge: 9.020
      frage ... warum macht man sich über sowas gedanken?
    • Bobsapp10
      Bobsapp10
      Bronze
      Dabei seit: 19.04.2009 Beiträge: 681
      Original von Scooop
      Original von Bobsapp10
      Hab jetzt auch nicht alles gelesen, aber bei deinen Berechnungen sind 40% Openraise aus dem SB definitiv zu viel, 25% ist da schon realistischer.
      ich habe im BB bei SH in meiner Datenbank zu 14% nen walk bekommen...

      wenn ich z.B. von dieser Durschnittsopenraiserange am Tisch ausgehe (tighter Tisch):

      UTG 8%
      MP 10%
      CO 20%
      BU 30%
      SB 25%

      dann müsste ich ~35% walks bekommen :f_eek: - denke SH ist also eher so wie meine erste Rechnung mit den looseren Ranges ;)

      Aber davon ab ist das nur ein Randpunkt der nicht sooo entscheidend ist (wenn auch nicht völlig unwichtig) :P
      Es ging mir auch einzig allein um den SB und um keine andere Position. Jeder halbwegs solide Spieler sollte im CO und BU einen höheren Stealwert haben als aus dem SB, verwundert mich, dass das anscheinend neu für dich ist. (inb4 "aber die meisten Spieler sind nicht solide")
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von stylus20
      frage ... warum macht man sich über sowas gedanken?
      habe ich doch im letzten Beitrag angeschnitten.

      Ich habe 21/17 bei SH gespielt und stehe mehr oder weniger BE da.
      Das ist die Ausgangslage.
      Meine Überlegung ist, dass ich zu viele marginale spots spiele, die sehr viel Spielverständnis erfordern und ich diese spots offensichtlich nicht gut handle. Zudem tiltet es mich, wenn ich 8 Hände spiele und 5 mal meinen draw verpasse und mit TP und gutem Kicker am River folden muss oder mit QT gegen KT nen Pot verliere...
      Ich neige dann dazu mit solchen Händen zu viel zu bluffen, zu spewy zu spielen (FPS) (zu viel zu callen oder zu viel zu raisen) und versuche es insgesamt mit der Brechstange - was obv. nach hinten losgeht...
      -> kann so nicht weitergehen.

      Wenn ich hingegen supertight spiele, einfach alles auf ein openraise von Villain folde was man irgendwie folden kann ohne Bauchschmerzen zu bekommen und selbst auch nur ne Hand openraise von der ich sicher bin, dass sie sehr weit ahead ist und einfach zu spielen ist, so komme ich in weniger als 10% so knifflige Situationen wie vorher und das Spiel wird supereasy, ich tilte auch kaum noch, darf halt nur nicht anfangen mich zu langweilen, aber dann könnte man ja mehr Tische spielen.

      Ich will also versuchen solide zu spielen, nicht mehr "welche Hand/welchen spot kann ich denn noch (möglicherweise^^) +EV spielen?", sondern umgekehrt "welche Hand kann ich noch folden/ welchen spot noch auslassen, um meine Entscheidungen einfacher zu machen?" soll meine neue Spielphilosophie sein.

      Die Idee ist die: wenn jemand der sehr gut ist, nicht tiltet und alles richtig macht mit 21/17 die stakes mit >10bb/100 schlägt ist das schön für ihn, aber ich mache bei dem style zu viele Fehler, insbesondere mindset bedingte und verdonke alle winnings wieder... dann wähle ich doch lieber den viel einfacheren Style, sagen wir 11/10 - ein Style mit dem man maximal nur noch 5bb/100 machen kann, sagen wir ich schaffe mit dem style vielleicht 4bb/100, aber ich mache Gewinne und das Spiel ist viel entspannter weil deutlich weniger toughe spots auf einen zukommen.
      Ich verzichte also absichtlich auf gewisse (potentielle) +EV spots zugunsten von deutlich leichteren Entscheidungen, denn bei mir sind die toughen spots eben unterm Strich eher -EV, nicht so sehr für sich betrachtet, aber ihr Einfluss auf mein Gesamtspiel (Stichwort: Brechstangenpoker, FPS, Tilt...)

      Da ich aber nicht mit 6/5 starten will, um dann nach 100k Händen rauszufinden, dass ich keine Hand misplayt habe und trotzdem -3bb/100 gemacht habe [ist nur ein Beispiel... ;-)], weil ich zu tight gespielt habe, würde ich diese Werte gerne vorher wissen, damit ich weiß wie tight man eben spielen kann.

      Jetzt klarer?! ;)
    • stylus20
      stylus20
      Black
      Dabei seit: 13.10.2007 Beiträge: 9.020
      meine güte, das einzige was du machen sollst ist hände spielen. auf deinen limits ist es doch sowas von egal was für stats du spielst. auf nl10 kannst du mit ner unokarte und nem abgelaufenen parkzettel profitabel im position spielen. ich versteh dich halt echt nicht, du machst dir unendlich gedanken über alle möglichen sachen an die man beim pokern denken könnte. aber eins kannst du halt nicht durch theorie lernen und das ist erfahrung. dieses ewige sinieren und rumrechnen wird dich kein stück weiterbringen und wirst niemals auf nl100+ kommen. ich selbst hab mich bis heute so gut wie gar nicht mit der pokermathematik ausseinander gesetzt ... potodds kann ich und das reicht vollkommen bis nl1k. 100k hands BE auf den micros kann man halt nur schaffen wenn man ersthafte tiltprobleme hat oder einfach postflop jede street neu auswürfelt da man keinen gameplan hat.
    • AyCaramba44
      AyCaramba44
      Black
      Dabei seit: 27.04.2010 Beiträge: 11.710
      Man kann einfach nicht sagen ob 21/17 Stats oder 17/15 Stats dir mehr Geld bringen. Es kommt einfach auf deine Spielweiße und Spielstärke an. Wenn man deine Spielstärke nicht kennt, kann man auch nicht sagen ob ein 16/13 Style profitabel für dich ist.

      Viel wichtiger ist, dass du Gegnerspezifisch spielst. Und wenn du das machst, dann sind deine Stats egal und kommen von ganz alleine zu Stande. Wenn alle deine Gegner nur folden und niemals spielen (selbst AA nicht), dann sind 100/100 Stats am Besten.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      @ stylus
      ich sagte doch schon, dass es am mindset liegt...

      hier mal ne ganz typische Hand die vielleicht zeigt wieso ich meinen style ändern muss:

      Grabbed by Holdem Manager
      NL Holdem $0.25(BB) Replayer
      SB ($23.64)
      Hero ($25)
      UTG ($40.58)
      UTG+1 ($29.49)
      CO ($46.71)
      BTN ($38.83)

      Dealt to Hero 5:club: 8:club:

      fold, fold, fold, fold, SB raises to $1, Hero calls $0.75

      FLOP ($2) 9:diamond: 4:spade: 6:spade:

      SB bets $1.25, Hero raises to $3.50, SB calls $2.25

      TURN ($9) 9:diamond: 4:spade: 6:spade: 4:club:

      SB checks, Hero bets $6.25, SB calls $6.25

      RIVER ($21.50) 9:diamond: 4:spade: 6:spade: 4:club: 9:spade:

      SB bets $12.89 (AI), Hero folds

      SB shows K:diamond: 6:diamond:

      SB wins $20.45

      1. Villain ist ein donk.
      2. ich calle pre mit 8 high, weil ich glaube ihn postflop IP ausspielen zu können.
      3. ich raise den Flop, weil der Flop seine Range nicht gut gehittet hat und er enorme Probleme hat hier weiterzuspielen, zudem hittet das board meine calling Range relativ gut und ich habe nen gutshot.
      4. nach dem call gebe ich ihm ne marginale Hand die er auf die 2nd barrel folden muss.
      5. er donkshovt den River und ich muss mit 8 high folden.
      6. er zeigt seinen (total hirnlosen) Riverbluff - und amüsiert sich noch im Chat, dass er mich von ner starken Hand geblufft hat...
      7. alle mein Annahmen waren richtig: a) er ist donk, b) er muss den Flop folden, c) er muss den Turn folden.
      8. (und das allerwichtigste!) - hätte ich einfach pre gefoldet und auf ne starke Hand gewartet zahlt der Fisch mich voll aus, so zahle ich ihn aus...

      -> tight is right :)
    • Face12
      Face12
      Black
      Dabei seit: 27.07.2006 Beiträge: 4.756
      Also bei deinem Ziel ists ja eigentlich egal wo der BE Point ist, du suchst nen gesunden Mittelweg aus Tightness und Value, ich würd da an deiner Stelle mal so 13/11 anpeilen, und nicht vergessen loose vom CO und superloose vom BU und tight aus UTG und sehr tight im SB.

      so
      7
      10
      15
      27
      5
      13
      VPIP vielleicht?
    • schmoezi
      schmoezi
      Bronze
      Dabei seit: 01.08.2007 Beiträge: 2.524
      noch wichtiger als "tight is right" ist "dont bluff the fish"

      du sagst ja selbst das er ein donk ist. glaubst du donks folden irgendein pair?

      gegen einen donk würde ich auch die hand nicht spielen. du musst dir eben preflop schon gedanken dazu machen wie du die hand +ev spielen kannst.
      also entweder hast du so hohe implied odds das er dich auszahlt wenn du hittest (wäre ja hier der fall gewesen) oder er kann postflop auch mal eine hand folden.

      wenn beides nicht gegeben ist dann ist der preflopfold immer das beste mit einer marginalen hand.


      in NL ist postflop >>> preflop
      und richtige stats gibt es vermutlich nicht. somit wird dir auch keiner sagen können ab welchen stats man mit einer positiven winrate spielt. das hängt auch immer sehr stark von deinen gegnern ab. wenn man weis was man tut und mit der richtigen tableselection kann man sicher einen 8/7 style positiv spielen aber auch genauso einen 40/25 style.


      versuche auf den microlimits einfach mal nur setmining zu betreiben + absolut keine bluffs (außer cbet)
      und wenn du so oft in kickerprobleme kommst dann halt auch mal way ahead/way behind spielen und nicht durchballern.
    • AyCaramba44
      AyCaramba44
      Black
      Dabei seit: 27.04.2010 Beiträge: 11.710
      Original von Face12
      Also bei deinem Ziel ists ja eigentlich egal wo der BE Point ist, du suchst nen gesunden Mittelweg aus Tightness und Value, ich würd da an deiner Stelle mal so 13/11 anpeilen, und nicht vergessen loose vom CO und superloose vom BU und tight aus UTG und sehr tight im SB.

      so
      7
      10
      15
      27
      5
      13
      VPIP vielleicht?
      13/11 Shorthanded?
      Ich sehe schon genau kommen, wie er tiltet, weil er Hände wie JJ oder QQ völlig überspielt. Meiner Meinung nach sollte er nicht irgendeinen Umweg suchen, sondern am Mindset direkt arbeiten. Wenn er das nicht in den Griff bekommt wird es mit dem Pokerspielen nicht klappen.

      Einfach mal auf NL10 100.000 Hände spielen (nach Startinghandsharts). Dadurch wird das Mindset zwangsläufig besser.
    • Sharkira
      Sharkira
      Bronze
      Dabei seit: 05.09.2009 Beiträge: 5.081
      Original von Scooop


      1. Villain ist ein donk.
      2. ich calle pre mit 8 high, weil ich glaube ihn postflop IP ausspielen zu können.
      3. ich raise den Flop, weil der Flop seine Range nicht gut gehittet hat und er enorme Probleme hat hier weiterzuspielen, zudem hittet das board meine calling Range relativ gut und ich habe nen gutshot.
      4. nach dem call gebe ich ihm ne marginale Hand die er auf die 2nd barrel folden muss.
      5. er donkshovt den River und ich muss mit 8 high folden.
      6. er zeigt seinen (total hirnlosen) Riverbluff - und amüsiert sich noch im Chat, dass er mich von ner starken Hand geblufft hat...
      7. alle mein Annahmen waren richtig: a) er ist donk, b) er muss den Flop folden, c) er muss den Turn folden.
      8. (und das allerwichtigste!) - hätte ich einfach pre gefoldet und auf ne starke Hand gewartet zahlt der Fisch mich voll aus, so zahle ich ihn aus...

      -> tight is right :)

      fische müssen gar nix, oder meinst du ernsthaft er würde sich iwelche gedanken machen ob seine range stark gehittet hat usw? :f_confused:
    • Gallagher
      Gallagher
      Bronze
      Dabei seit: 09.03.2006 Beiträge: 3.948
      Also aus 1. ziehst du die falschen Schlussfolgerungen, bei 2. glaube ich nicht, dass du eine Edge auf dem Limit hast(bist immerhin losing player auf NL10 und 25), bei 3. würde ich nicht zustimmen, wenn er viel aus SB stealt, 4. ist die Karte auf dem Turn ne schlechte Karte für ne second barrel und 6. hat er mit seinem hirnlosen Bluff mit K6 nen halben Stack von dir gewonnen.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von Face12
      Also bei deinem Ziel ists ja eigentlich egal wo der BE Point ist, du suchst nen gesunden Mittelweg aus Tightness und Value, ich würd da an deiner Stelle mal so 13/11 anpeilen, und nicht vergessen loose vom CO und superloose vom BU und tight aus UTG und sehr tight im SB.

      so
      7
      10
      15
      27
      5
      13
      VPIP vielleicht?
      vielen Dank, werde das mal als Richtwert anpeilen :)
    • Gallagher
      Gallagher
      Bronze
      Dabei seit: 09.03.2006 Beiträge: 3.948
      Und bitte gewöhn dir ab, "Donk" und "Fisch" als Read für eine Hand anzugeben. Sag lieber, warum sie Donks sind oder poste stats, aber mit nem pauschalen Read "Villain ist Fisch" kann ich mir so ziemlich jede missplayte Hand schönreden.