Widerspruch gegen Klage

    • Rebo
      Rebo
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2006 Beiträge: 2.757
      Hi!
      Ich wurde vor circa einem 3/4 Jahr wegen Körperverletzung angezeigt, was aber jedoch fallen gelassen wurde, da es sich vermutlich um Notwehr handelte.

      Vor einer Woche wurde ich vom Betroffenen auf Schmerzensgeld verklagt und muss nun der Klage Widersprechen.
      Beim Anwalt war ich natürlich schon. Er hat mir gesagt, dass ich zur Formulierung des Widerspruchs keinen Anwalt benötige und einfach mal nach einem Muster dafür suchen soll.
      Das habe ich gemacht und leider nichts gefunden.

      Vll findet sich hier ja jemand, der weiß, wo ich sowas finden kann.

      Vielen Dank im Voraus
  • 30 Antworten
    • PizzaDiavolo
      PizzaDiavolo
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 4.781
      würde mir nen anderen anwalt suchen, der nen widerspruch für mich schreibt. Dein aktueller scheint ja nicht so toll zu sein.
    • Rebo
      Rebo
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2006 Beiträge: 2.757
      Original von PizzaDiavolo
      würde mir nen anderen anwalt suchen, der nen widerspruch für mich schreibt. Dein aktueller scheint ja nicht so toll zu sein.
      Er meinte, dass die Sach eh klar sei und ich den Widerspruch einrechen muss, um kein Versäumnisgeld oder so zahlen zu müssen.
    • FiroX
      FiroX
      Bronze
      Dabei seit: 24.09.2006 Beiträge: 697
      dann mach es doch erstmal ganz formlos zur fristwahrung.

      sehr geehrte damen und herren,

      hiermit widerspreche ich der klage vom...

      mfg
      xxx


      die werden sich dann schon wieder bei dir melden
    • Coletrader
      Coletrader
      Bronze
      Dabei seit: 31.03.2008 Beiträge: 2.164
      Oder du lässt dir hier für ein paar Euro einen Wiederspruch formulieren:

      http://www.frag-einen-anwalt.de/

      Gerade in rechtlichen Dingen würde ich mich niemals auf die Meinung von Laien verlassen!!
    • PizzaDiavolo
      PizzaDiavolo
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 4.781
      .
    • micha1100
      micha1100
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 1.860
      Handelt es sich denn tatsächlich um eine Klage oder um einen gerichtlichen Mahnbescheid? Falls letzteres, liegt eigentlich ein Formular für den Widerspruch bei. Falls ersteres - warum will der Anwalt das Verfahren nicht führen? Will er dir Kosten ersparen?
    • Stoxx81
      Stoxx81
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 13.879
      Folgendes ist selbstverständlich keine Rechtsberatung und auch für einen simplen Widerspruch gg eine Klage solltest du dir Rechtsbeistand holen:

      Bestreite einfach Wort für Wort die Klage die dir zugestellt wurde. Wenn jemand zivilrechtlich was von dir will, dann muss er seinen Anspruch auch beweisen und geltend machen. All das was in der Klage gefordert wird, wird bestritten. Punkt. Kannst letztlich einfach jeden Satz nehmen und ihn ins Negative umformulieren. Schon hast du deine Klagerwiderung im Grundsatz.

      Aber noch mal: Lass es von einem Anwalt machen. Hier kann dir keiner verbindlich helfen...
    • Rebo
      Rebo
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2006 Beiträge: 2.757
      Alles klar, danke für die Hilfe, ich werde hier aktuallisieren
    • myAustin
      myAustin
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2010 Beiträge: 206
      Was bitte hast Du denn für einen spackigen Anwalt? Such Dir dringend einen Neuen!
    • Thorei
      Thorei
      Bronze
      Dabei seit: 12.06.2007 Beiträge: 896
      Widerspruch gibt es nur im Mahnverahren. Dann einfach auf dem beigefügten Formularbogen das Kästchen Ich widerspreche der Forderung ankreuzen und zurück ans Gericht schicken.

      Sollte es sich um eine Klage handeln, mußt Du eine Klageerwiderung schreiben. Dafür solltest Du Dir aber einen Anwalt suchen. Erstens kann er bei der Staatsanwalt Akteneinsicht verlangen und zweitens kann er damit feststellen ob oder inwieweit die Klage begründet ist. Schon die Höhe des Schmerzensgeldes ist meistens strittig. Es gibt zwar Schmerzensgeldtabellen, aber die Anwendung hängt jeweils vom Einzelfall ab. So wird festgestellt werden, welche Verletzungen vorliegen, ob es tatsächlich Notwehr war, wie der Vorfall sich im ganzen zugetragen hat, wer welche Mitschuld trägt. Ein juristischer Laie ist damit meistens überfordert.
    • RondellBeene
      RondellBeene
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2007 Beiträge: 2.319
      Was hackt ihr alle so auf dem Anwalt rum? Der will OP doch nur Kosten ersparen....
    • tobiacdc
      tobiacdc
      Bronze
      Dabei seit: 12.01.2007 Beiträge: 429
      Wenn das Strafrechtliche fallengelassen wurde wg. Notwehr, würde ich mir keinen Kopf machen. Alles abstreiten und da die Notwehr ja festgestellt wurde, nix mit Schmerzensgeld. Frag mal Deinen Anwalt danach,, ob da zivilrechtlich überhaupt was gehen kann, wenn strafrechtlich schon durch und Freispruch war...
    • micha1100
      micha1100
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 1.860
      Original von tobiacdc
      Wenn das Strafrechtliche fallengelassen wurde wg. Notwehr, würde ich mir keinen Kopf machen. Alles abstreiten und da die Notwehr ja festgestellt wurde, nix mit Schmerzensgeld. Frag mal Deinen Anwalt danach,, ob da zivilrechtlich überhaupt was gehen kann, wenn strafrechtlich schon durch und Freispruch war...
      Wenn ich OP richtig verstanden habe, gab es keinen Freispruch, sondern das Verfahren wurde eingestellt.
      Unabhängig davon hat der Ausgang des Strafverfahrens keine direkte Auswirkung auf eine Zivilklage. Es ist durchaus möglich, daß der Zivilrichter den Sachverhalt anders beurteilt als der Strafrichter. Zudem gilt im Zivilverfahren die Regel "im Zweifel für den Angeklagten" nicht, was bei der Bewertung der Beweislage zu anderen Ergebnissen führen kann.

      "Alles abstreiten" wird nicht reichen, denn daß Notwehr vorlag, muß OP von sich aus darlegen und beweisen.
    • Stoxx81
      Stoxx81
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 13.879
      Klar reicht erst mal "alles abstreiten". Das ist die erste Line, wohlwissentlich, dass man dahinter noch die Notwehr in der Hand hat. Lass die Gegenseite doch erst mal mühsam beweisen, dass da ne Schlägerei passiert ist, wo sie passiert ist und wer beteiligt war. Das wird die erst mal hübsch beschäftigen. Hier gehts ja lang und breit nur um Defensive, da sollen die schön jede Schale der Zwiebel einzeln aufdecken. Das gilt natürlich nur für den Fall, dass man aller Voraussicht nach gewinnt.

      Wenn man dagegen wirklich Dreck am Stecken hat muss man da kostengünstig den Abflug versuchen ohne großes Geblubber und Verhandlungen. Da bietet man im Zweifel halt nen Vergleich an.

      Und genau deshalb braucht man ja auch nen Anwalt der sich mit sowas auskennt und nicht uns hier....
    • micha1100
      micha1100
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 1.860
      Original von Stoxx81
      Klar reicht erst mal "alles abstreiten". Das ist die erste Line, wohlwissentlich, dass man dahinter noch die Notwehr in der Hand hat. Lass die Gegenseite doch erst mal mühsam beweisen, dass da ne Schlägerei passiert ist, wo sie passiert ist und wer beteiligt war. Das wird die erst mal hübsch beschäftigen. Hier gehts ja lang und breit nur um Defensive, da sollen die schön jede Schale der Zwiebel einzeln aufdecken. ...
      Ich seh das schon vor mir:

      1. Gegner reicht Klage ein mit Unterlagen aus dem Strafverfahren als Beweisen.
      2. OP bestreitet pauschal alles.
      3. Gericht setzt Verhandlungstermin an und teilt OP dort mit, daß es den Anspruch für begründet hält.
      4. OP zaubert die Notwehr aus dem Hut.
      5. Gericht weist OPs neuen Vortrag gemäß § 296 ZPO als verspätet zurück.
      6. Gegner gewinnt.

      Klar, es muß nicht unbedingt so kommen, aber warum Risiken eingehen?
    • WaldiMoeter
      WaldiMoeter
      Bronze
      Dabei seit: 01.04.2008 Beiträge: 679
      Original von Rebo
      Hi!
      Ich wurde vor circa einem 3/4 Jahr wegen Körperverletzung angezeigt, was aber jedoch fallen gelassen wurde, da es sich vermutlich um Notwehr handelte.

      ...
      vermutlich? warst du überhaupt dabei oder kannst dich nicht mehr erinnern? im strafverfahren wurde vermutlich in dubio pro reo entschieden, wie bereits angemerkt gilt das nicht für zivilrecht. nimm dir einen anwalt der sich damit auskennt.
    • Stoxx81
      Stoxx81
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 13.879
      ...und genau deswegen soll er nen Anwalt beauftragen:

      Wir wissen doch gar nicht wie umfangreich der Klagevortrag überhaupt ist. Wenn schon eindeutig daraus hervorgeht wo es hingehen soll, dann hebt man sich die mögliche Notwehr natürlich nicht auf. Aber man muss sie auch nicht "verschwenden" bevor man sie benötigt. Ist ja nun auch nicht so, als wenns nur 3 Schriftsätze vor der Ansetzung der Mündlichen geben muss. Ohne den SV komplett zu kennen klingts sowieso für mich wie etwas, was kaum zur Hauptverhandlung kommen wird. Das wird sich imo spätestens bei der Vorverhandlung erledigen...
    • Rebo
      Rebo
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2006 Beiträge: 2.757
      Um hier mal etwas Klarheit zu schaffen:

      Dass die Schlägerei stattgefunden hat, habe ich bereits bei der Polizei bestätigt.
      Außerdem hat der Kläger ein Gutachten vom Krankenhaus beiliegen, sowie einige Bilder.

      Das Verfahren wurde gemäß §170 Abs. 2 eingestellt, also wohl doch nicht wegen Nothwer, sondern fehlenden Beweisen o.ä.

      Ich habe jetzt eine Klageerwiderung geschrieben und werde sie nachher mit meiner Schwester nochmal durchgehen.
      Sie hat gerade ihr 1. Staatsexamen bestanden, ist also Diplomjuristen.
      Sollte es zur Hauptverhandlung kommen, werde ich mir einen Anwalt suchen.
    • 19smoke89
      19smoke89
      Bronze
      Dabei seit: 30.10.2007 Beiträge: 5.598
      Was ist denn das für ein Hobby Anwalt? Würde ihn sofort wechseln.
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