Equity für Flop check/raise

    • extralong
      extralong
      Bronze
      Dabei seit: 16.09.2007 Beiträge: 522
      Hi ich habe mich gerade gefragt wie viel Equity ich für einen Value check/raise am Flop eigentlich benötige. Mein erster Gedanke war natürlich 50%. Andererseits vernachlässige ich damit ja, dass er 3-betten könnte und ich auf den späteren Streets weitere Bets investieren muss. Beim Calldown gibt es da ja diese Näherungswerte am Flop, wo man sagt zu 90% feuert Villain den Turn und zu 70% den River deshalb calle ich gegen bestimmte Gegner mit 37% Equity down. Mich würde interessieren ob man ähnliche Durchschnittswerte auch für das eigene Valueplay mit check/raise zu Rate ziehen könnte. z.B. könnte man am Turn ein Durchschnittsinvestment von 1,2BB(wegen call Flopraise raise Turn) rechnen + 0,7 für die Riverbet. Natürlich ist sowas gegnerabhängig aber vielleicht habt ihr ja entsprechende Näherungswerte. Besten Dank schonmal.
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    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.767
      Ich vermute, du meinst eine heads up Situation. Die Vergleichsbasis für den Checkraise bildet zunächst mal der Calldown. Es geht darum, welche Linie den höheren Erwartungswert hat. Der Calldown hat den Vorteil, dass man den Showdown zu einem günstigen Preis sieht, auch gegen den besseren Teil der gegnerischen Range. Der Checkraise hat den Nachteil, dass es gegen den besseren Teil der gegnerischen Range deutlich teurer werden kann, aber den Vorteil, dass man in jeder Runde Bets in den Pot bekommt und sich der Gegner dem mit dem schwächeren Teil seiner Range nicht durch einen Check entziehen kann.

      Der Checkraise ist dann vorteilhaft, wenn ein erheblicher Teil der gegnerischen Equity aus Draws besteht. Nur ein Checkraise kann sich gegen Draws schützen. Auch gegen passive Gegner ist der Checkraise gut, weil man selten Reraises riskiert und seine Equity besser als mit einem Calldown verwerten kann.

      Der Calldown ist vorteilhaft, wenn der eigene Vorteil sehr knapp oder nicht vorhanden ist, der Gegner selten Draws hat und dünn valuebettet.

      Eine fixe Equitygrenze anzugeben ist schwierig, weil der EV von Calldown und Checkraise von vielen anderen Faktoren abhängt (Zusammensetzung der gegnerischen Equity und Spielweise des Gegners).