fahrlässige tötung?

    • dudelidude
      dudelidude
      Bronze
      Dabei seit: 30.03.2010 Beiträge: 3.757
      an unserem wg-balkon im 5. stock hängen 2 blumenkästen von außen überm geländer dran. meine mitbewohnerin hat sich um die konstruktion gekümmert und die dinger angebracht, ich hab mir das ganze angeschaut und für "naja so richtig sicher sieht das nicht aus, aber wird schon halten" befunden. jedenfalls sind vorletzte nacht beide blumenkästen aus ihrer halterung auf den bürgersteig gekracht.
      thank god dass zu dem zeitpunkt niemand da unten lang gelaufen ist, das hat ordentlich gescheppert. ich kann mir vorstellen, dass da jemand hätte sterben können, wenn das ding unglücklich direkt auf seinem kopf einschlägt.

      jetzt haben wir mit unserem juristischen halbwissen darüber diskutiert, wer in welchem umfang dafür hätte bestraft werden können, da es wahrscheinlich fahrlässige tötung(?!) ist. außerdem interessant ist noch, ob ich, da ich das ganze zwar nicht angebracht, allerdings geduldet habe, dieselbe strafe hätte bekommen müssen, oder ob da in irgendeiner form noch differenziert worden wäre.
      ich hab schonmal ein bisschen bei wikipedia gestöbert aber so 100% schlau bin ich daraus noch nicht geworden.



      http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrl%C3%A4ssigkeit

      http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrl%C3%A4ssige_T%C3%B6tung
  • 4 Antworten
    • torytrae
      torytrae
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2008 Beiträge: 15.944
      Unbewusst fahrlässig handelt derjenige, der die Möglichkeit des Erfolgseintritts (z.B. Tod eines Menschen) nicht kennt, dies aber hätte erkennen können und müssen.
      In dem Fall wohl leichte unbewusste Fahrlässigkeit, natürlich kein Vorsatz.

      Bei Todesfolge könnte das für den Anbringer rechtliche Konsequenzen haben, sofern die Konstruktion wirklich haarsträubend dämlich war, also höhere Gewalt + Unfall nicht ziehen.
    • elbarto132
      elbarto132
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2008 Beiträge: 4.622
      sowas lässt man halt auch keine frau machen!
    • micha1100
      micha1100
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 1.860
      Strafrecht ist nicht so mein Spezialgebiet, aber bezüglich der Mitbewohnerin würde fahrlässige Tötung auf jeden Fall vorliegen, wenn man davon ausgeht, daß die Sicherheit der Konstruktion erkennbar zweifelhaft war.

      Bei OP wäre fraglich, ob eine Handlungspflicht bestand. Das kommt auf die Umstände an. OP, warst du an der Entscheidung, daß Blumenkästen aufgehängt werden sollen, beteiligt? Wer ist Mieter der Wohnung? Wie (und von wem) wird der Balkon genutzt?
    • DerEismann
      DerEismann
      Silber
      Dabei seit: 17.07.2007 Beiträge: 2.076
      Bei unserer Kuscheljustiz gibts da wohl nur n bisschen was auf die Finger.
      Gibt Leute, die würden sowas aber anschließend außergerichtlich klären
      Zu Recht imo. Man sollte sowas entweder 100%ig sicher anbringen oder eben gar nicht.