Was ist der unterschied zwischen guten und sehr guten Pokerspielern?

    • skyvol
      skyvol
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 1.318
      Irgendwie komme ich nicht recht weiter. Habe das Gefühl Poker einigermaßen verstanden zu haben. Ich weiß wann ich bluffen kann, wann ich folden sollte, wo ich value rausholen kann, ich hab gelernt mit tilt umzugehen usw.

      Aber ich frage mich ernsthaft, was der Unterschied zwischen einem guten und einem sehr guten Pokerspieler ist (mal abgesehen von Gewinn und luck).

      Sind es die Kleinigkeiten, dass man auch kleinere Pötte und marginale Spots genauer spielt, aufmerksamer?

      Oder ist es die Vorbereitung? Dass man den Gegner nach den Sessions genauer analysiert.

      Oder ist es der Umgang mit dem Downswing, also doch wieder Tilt?

      Oder Kreativität, abgefahrene Lines?

      Ist es nur "Talent", sowas wie Instinkt, oder ist es lernbar?

      --
      Was macht einen sehr guten Pokerspieler besser als den von pokerstrategy gut ausgebildeten Spieler?
  • 7 Antworten
    • Mc8
      Mc8
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2008 Beiträge: 7.697
      MMn nach macht das Mindset, neben der Fähigkeit Hände besser als alle anderen lesen zu können, den großten Teil aus um sehr gut zu sein.

      Es gibt theoretisch Topspieler die aber nur marginal abschneiden einfach nur weil sie keine Disziplin haben, zu viel Ego oder einf nur mit Varianz nicht umgehen können

      btw. Der beste Pokerspieler ist der "Superuser" ^^
    • CasperGER
      CasperGER
      Black
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 1.580
      ist denke ich einstellungssache. interesse am spiel und den anspruch "der beste werden zu wollen"

      sollten immer gute bis sehr gute spieler bei raus kommen
    • dwade1984
      dwade1984
      Bronze
      Dabei seit: 19.01.2007 Beiträge: 8.304
      Wie definierst du sehr gut und gut?
      Wenn du sehr gut als Weltelite wie Durrr, Ivey etc. ansiehst, dann ist wohl wohl einfach das Gesamtpaket. Die können einfach alles so gut wie kaum ein anderer.

      Legst du es nicht so krass aus, würde ich das Mindset als eine der absolut größten Stellschrauben verstehen. Das Theoriewissen unter den Midstakes/Highstakes Spielern ist nicht soooo großartig verschieden, das Mindset dagegen zum Teil gewaltig.

      Lies dir zb. mal hasuflys Blog durch, da kannst du quasi die Geschichte eines der besten FL-Spieler der heutigen Zeit nacherleben.
    • skyvol
      skyvol
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 1.318
      was versteht ihr genau unter mindset? das müsst ihr ein bisschen konkretisieren.
      was macht ein gutes mindset aus, was ist bestandteil eines guten mindset?
      kann man das trainieren oder ist es angeboren?
    • Mc8
      Mc8
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2008 Beiträge: 7.697
      Original von skyvol
      was versteht ihr genau unter mindset? das müsst ihr ein bisschen konkretisieren.
      was macht ein gutes mindset aus, was ist bestandteil eines guten mindset?
      kann man das trainieren oder ist es angeboren?
      Ein gutes mindset is
      - immer die korrekte +EVste Entscheidung zu treffen (so weit es die eignen Fahigkeiten zu lassen ) d h nicht von Gefühlen, Ego, Glück Pech etc beinflussen zu lassen.
      - ein langfristig angelegtes Spiel
      - passendes BRM
      - ständige Spielverbesserung
      - so oft wie möglich A-Game (-> vermeidung von Tilt) spielen

      ja kann man trainieren, am besten mal "das pokermindset" lesen oder die "eightfold path oft poker" auf dc angucken
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Für mich ist jemand ein sehr guter Spieler, der fokussiert bei der Sache ist und sich nicht ablenken lässt durch irgendwelchen Unsinn. Ich z.b. verliere sehr schnell die Aufmerksamkeit und das wird mir halt oft und regelmässig zum Verhängnis. Ich finds aber auch nicht wichtig, da ich persönlich nicht den Anspruch habe der beste zu sein. (dazu fehlt mir die Zeit)
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Trotz allem kommt ein gewisses Talent dazu, sei es nun Menschen gut einschätzen zu können, Mathematik perfekt im Kopf zu haben, Wahrscheinlichkeiten schneller abschätzen zu können als andere etc.pp.

      Die Frage ist natürlich, was bezeichnet man als "gut"? Leute die NL200 schlagen oder Spieler die regelmäßig bei der WSOP weit kommen?

      Höhere Ziele, höhere Anforderungen.

      Durch "Fleiß" kann man da sicherlich vieles, wenn nicht alles, erreichen, aber gerade Sachen wie Tilt oder mangelnde Konzentration sind zu häufig Indikator dafür, dass man das ganze nicht zu ernst nimmt (evtl. gepaart mit teilweiser Selbstüberschätzung).

      Ich galueb aber ohnehin nicht, dass man die Anleitung dafür hier auflisten kann, aber es sollten erstmal die Basics sein. Und ich glaube viele sind nicht in der Lage, immer konzentriert zu spielen und komplett tilt-resistent zu sein.

      Ich kann dies beispielsweise nicht von mir behaupten.