[Auswirkungen auf das RL] Leben durch Poker verpfuscht

    • smokinnurse
      smokinnurse
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2007 Beiträge: 14.745
      hi,

      dies ist ein anonym erstellter thread - siehe dazu sticky "Anonym Threads erstellen in der Sorgenhotline"
      der text wird also von mir nur stellvertretend gepostet, ebenso wie mögliche antworten auf kommentare von euch

      gruss, smokin




      **************** (originaltext) ****************



      Erstmal finde ich es toll, dass ich durch das anonyme Posting die Chance
      habe, mir mal die ganzen Probleme, die sich in den letzten Jahren
      angesammelt haben, von der Seele zu schreiben.

      Trotz Anonymität ein paar Sätze zu mir, weil es glaube ich sehr wichtig ist,
      um sich in meine Lage zu versetzen. Ich bin weiblich, Mitte 30, glücklich
      verheiratet, studiert und habe einen guten Job. Alles könnte so toll sein,
      wenn ich nicht vor vier Jahren mit dem Poker angefangen hätte. Dass ich
      jetzt ausgerechnet in einem Pokerforum poste, liegt u.a. daran, dass ich
      vielleicht ein paar Leute vor den Fehlern bewahren kann, die ich gemacht
      habe. Außerdem habe ich hier neben leider auch vielen Flames immer wieder
      gute Beiträge gelesen. Und ich glaube, dass die meine Probleme, die vom
      Pokern her kommen hier vielleicht besser verstanden werden als woanders.
      Eine ganz große Bitte: Dies ist kein Fake oder Spaßposting, wer es nicht
      lesen oder kommentieren mag, soll es bitte bleiben lassen.

      Angefangen hat es vor rund 4 Jahren, als ich im Urlaub im "Stern" einen
      Artikel über die damals neue Pokerwelle gelesen habe, was mich sehr
      fasziniert hat. Dazu muss man wissen, dass bei mir eine latente
      Spielsuchtgefahr bestand. Schon im Studium konnte ich 8 Std am Tag/Nacht
      Computerspiele spielen (AoE zB), was für eine Frau sehr untypisch ist. Nun
      las ich also über Pokern und wollte es natürlich gleich ausprobieren.

      Problematisch für mich waren zu Beginn gleich mehrere Dinge
      1. Da ich schon ganz gut verdient habe, hab ich mich nie an BRM gehalten.
      Bitte spart Euch an der Stelle die Kommentare. Ich habe meine Fehler und
      Probleme wirklich seit Monaten analysiert und weiß, dass unkontrolliertes
      BRM schlicht der Untergang ist. Hätte, sollte etc ist jetzt leider zu spät.
      Da ich die Möglichkeit zum Nachcashen hatte, hab ich es immer und immer und
      immer wieder getan. Mir hatte einfach die Disziplin gefehlt, ein Problem was
      immer mal wieder vorkommt und in dem Bereich eben ganz, ganz schlimme
      Nachwirkungen hat.

      2. Zwischenzeitliche Gewinne steigern die Laune! Da ich am liebsten MTT
      gespielt habe, kamen immer wieder Cashes im guten 3- bis knapp 4-stelligen
      Bereich vor. Auch wenn diese Gewinne schnell wieder verballert wurden (s.
      BRM), hatte ich natürlich immer wieder das Gefühl, der große Durchbruch
      stünde unmittelbar bevor...

      3. Ich habe keine Geduld! Ich habe in einem Psychologieaufsatz oder -buch
      mal gelesen, dass der größte Kick bei den meisten Spielern wohl in der
      AllInn-Situation entsteht, weil da das meiste Adrenalin ausgeschüttet wird.
      Die Mischung aus der "Hilflosigkeit" (da die Entscheidung ja schon gefallen
      ist und nicht mehr beeinflusst werden kann) und der Hoffnung, zu gewinnen,
      ist in diesen Momenten am stärksten. Ob das stimmt oder nicht weiß ich
      nicht, auf jeden Fall kann ich diesen "Kick" absolut nachvollziehen. Mir
      fehlt die Geduld beim Poker und ich habe mir eine mögliche "Karriere" mit
      Sicherheit vor allem dadurch verbaut, weil ich unbewusst ständig auf der
      Suche nach Coinflips war, um eben diesen Kick zu bekommen. Dazu passt, dass
      ich Unsummen in Crapshot-Turnieren wie die Superturbo-Sats auf Stars
      vernichtet habe, weil die einfach so "spannend" sind. Ich habe großen
      Respekt vor den Spielern, die diese Gefühle nicht kennen oder im Griff
      haben. Ich hatte das leider nicht im Griff und habe diese Situationen immer
      und immer wieder gesucht. Außerdem habe ich mich manchmal zu einem längeren
      MTT angemeldet, obwohl ich eigentlich schon wusste, dass ich keine paar
      Stunden Zeit und Lust hatte, es zu Ende zu spielen (wenn ich denn dahin
      gekommen wäre). Also macht man schwachsinnige Moves, weil man unbewusst
      ausscheiden "will". Eine Zeitlang habe ich mich nach 3 Stunden spielen immer
      noch angemeldet und sinnlos BuyInns verblasen.

      Für ernsthafte Pokerspieler klingt das natürlich völlig idiotisch, ich war
      der Fisch, den jeder ausgenommen hat. Dabei habe ich viel Zeit und Geld in
      Theorie investiert, war sogar mal Diamond hier und hab den Content auch
      aufgesogen. Zusätzlich hab ich rund 30 Pokerbücher gelesen, Videos geschaut
      etc. Dass ich trotzdem absoluter Loosingplayer war, liegt an meiner falschen
      Einstellung (s.o.) und dem fast krankhaften "Erzwingen" von Glück. Machen
      wir uns nichts vor, jeder Turnierspieler kennt die Glückskomponente und ich
      hab Poker nur in Gesprächen als Strategiespiel verteidigt. Ich selber hab es
      als GLÜCKSspiel gespielt. Das ist wirklich schizophren, aber vielleicht hat
      ja der eine oder andere das auch schon einmal erlebt.

      Was ich beim Poker so gefährlich (für mich) finde und weshalb sich das jetzt
      schon über einen so langen Zeitraum hinzieht, ist, dass es ja grundsätzlich
      möglich ist zu gewinnen und man immer das Gefühl hat, der Sieg ist oft zum
      Greifen nah. Dabei bleibt man oft motiviert, auch wenn die Erfahrungen und
      Zahlen etwas anderes sagen. Es ist nun einmal so, dass durch die viel
      geringere Anzahl an Spielern, ein Sieg der Sunday Million wahrscheinlicher
      ist als ein Lottogewinn. Außerdem denkt der Spieler ja selber, er könnte so
      viel dazu beitragen und daher MUSS es ja bald mal klappen. Das ist schon
      kein Teufelskreis mehr, sondern ein Strudel, ein Sog, wenn man einmal darin
      ist. Vor einiger Zeit habe ich mal wieder 200 Euro eingezahlt, um u. a. ein
      109 MTT auf Stars zu spielen. Der Sieger hätte rund 16k bekommen, damit wäre
      ich dann ein paar (nicht alle) Sorgen los geworden. Und tatsächlich
      empfindet der Süchtige so. Ich hatte das Gefühl, mich selber aus dem Mist zu
      befreien, den ich verschuldet habe und beim Poker ist es ja nun einmal
      grundsätzlich möglich. Damit meine ich nicht die Sucht, sondern die
      negativen (vor allem finanziellen) Auswirkungen. Ich denke, kein Alkoholiker
      denkt, mit Alkohol davon los zu kommen. Aber etliche Pokerspieler stellen
      sich vor, nach dem nächsten großen Cash aufzuhören.

      Diese Suchtperiode habe ich hinter mir. Das klingt jetzt vielleicht platt,
      aber ich will nicht mehr pokern, habe dazu definitiv keine Lust, Motivation
      und auch kein Verlangen mehr. Ich habe es geschafft, alte Hobbies (z.B.
      Musik machen) wieder zu reaktivieren und fühle mich viel freier, seit ich
      nicht mehr poker. Ich habe mehr Zeit und fühle ich in diesem Punkt richtig
      gut. Wer einmal so stark auf die Fresse geflogen ist wie ich, ist nur noch
      erleichtert, wenn man nicht mehr spielen muss. Das ist bei mir wirklich so.
      Früher habe ich mal auf einen netten Abend mit Freunde oder Familie
      verzichtet, um ungestört pokern zu können. Das passiert mir jetzt nicht
      mehr.

      ABER:
      Inzwischen leide ich massiv unter den Auswirkungen der letzten Jahre. Ich
      habe mehrfach Kredite aufgenommen, um Verluste auszugleichen. Da ich ja
      wahrscheinlich durch meinen festen Verdienst seriös und kreditwürdig war,
      stellte sich das in der Anfangszeit auch nie als Problem dar. Spätestens
      nach dem ersten Kredit hätte ich natürlich SOFORT aufhören sollen, aber da
      war ich noch nicht so weit. Außerdem habe ich LEIDER die Möglichkeit
      regelmäßig an Geld leihweise zu kommen, was ich erst nach einiger Zeit
      zurückzahlen muss. Dadurch entsteht im Lauf der Zeit ein Kreislauf des
      Grauens, es werden an einer Seite Löcher gestopft und dafür an der anderen
      welche aufgerissen.

      Wer bis hierhin beim Lesen durchgehalten hat, fragt sich wahrscheinlich "Da
      war doch noch ein Ehemann". Ja, und ich bin supergeschickt, alles zu
      vertuschen. Scheiße auch. Mein Mann denkt, ich hätte zumindest halbwegs BE
      gespielt und findet Poker durchaus interessant. Er hat mich eine ganze Zeit
      auch selber motiviert, weil er mitbekommen hat, dass es ja auch junge Leute
      gibt, die richtig gut davon leben können. Da wir seit ein paar Jahren in
      unterschiedlichen Städten arbeiten, bin ich in der Regel 3 Tage nicht zu
      Hause und arbeite an 2 Tagen im Homeoffice. Diese Konstellation hat mein
      Doppelleben überhaupt erst ermöglicht. Wenn ich an normalen Werktagen zu
      Hause war, hatte ich trotz der Aufgaben, die ich beruflich erledigen musste,
      genügend Zeit, um zu pokern ohne dass es auffiel (mein Mann war ja selber im
      Büro). Wenn ich dann 3 Tage nicht da war, hatte ich abends jede Menge Zeit,
      mein Geld zu vernichten. Das heißt, es fiel niemandem auf, weil kein
      Angehöriger unmittelbar konfrontiert war. Wenn ich dann mal einen
      Turniercash z. B. am Wochenende hatte, habe ich ihn dann zum Essen
      eingeladen, weil es sich so toll anfühlt. Eine Zeitlang hat er ohne bösen
      Willen sogar nachgefragt, ob ich nicht beim Poker regelmäßig etwas gewinnen
      könnte, dann könnte ich irgendwann diesen Job aufgeben und die Pendelei
      hätte ein Ende. Da er ja ganz gut verdient, wären wir nicht unbedingt auf
      mein Gehalt angewiesen.

      Allerdings bin ICH inzwischen auf mein Gehalt angewiesen, weil ich jeden
      Monat Raten im vierstelligen Bereich zahlen muss und zusätzlich noch ein
      paar Außenstände habe (Dispo, Kreditkarte etc.). Davon weiß er nichts, da
      wir ein gemeinsames und jeder ein eigenes Konto haben. Wir hatten schon vor
      unserer Beziehung jeder ein Konto und dann haben wir ein gemeinsames für
      Miete etc. angelegt. Ich wollte aber auch immer gerne eine gewisse
      finanzielle Eigenständigkeit behalten. Ich fand es früher blöd, wenn meine
      Mutter, meinem Vater etwas geschenkt hat, was sie zwangsläufig vom
      gemeinsamen Konto bezahlt hat (sie hatten halt nur eins). Deshalb wollte ich
      auch für solche Zwecke immer was eigenes. Aus dem Grund konnte ich auch
      finanzielle Probleme gut unter den Teppich kehren.

      Wenn ich mir vorstelle, wir ich heute dastehen würde, wenn ich nicht so viel
      verloren habe, fange ich echt an zu heulen - aber vor Wut auf mich selber.
      Selbstmitleid habe ich nicht, ich will auch keins von anderen, denn die
      ganze Sch.. habe ich ja verbockt. Abends schlafe ich ein und überlege mir,
      wie ich "unauffällig" an Geld kommen kann, um meine Außenstände zu
      begleichen. Morgens, wenn ich aufwache, drehen sich meine ersten Gedanken
      ums Geld. Wegen der hohen Raten, habe ich aber jetzt keine Möglichkeit mehr,
      nebenbei Sachen zu bezahlen, was ich eigentlich locker können sollte. Letzte
      Woche war mein Auto in der Werkstatt und die Rechnung belief sich auf 800
      Euro, die ich nicht zu dem Zeitpunkt nicht mehr hatte. Zum Glück hat sie
      mein Mann im Prinzip ungefragt bezahlt, weil er gerade mal einen Bonus
      bekommen hat. Bisher hat er noch nicht gefragt, wo mein Gehalt bleibt, weil
      er mir einfach vertraut und ich mir ansonsten nicht ständig teure Sachen
      kaufe (kann ich auch nicht mehr).

      Wir sind seit 15 Jahren zusammen und ich möchte ihn nicht so enttäuschen,
      wenn ich ihm alles auf den Tisch legen würde. Vielleicht denkt ihr, das kann
      doch keine vertrauensvolle Beziehung sein, wenn ich mit ihm nicht sprechen
      will. Aber genau das ist ja der Punkt: Er vertraut mir total und ich habe
      über vier Jahre ein Doppelleben aufgebaut, was mich innerlich auffrisst. Ich
      würde so gerne einfach noch einmal bei der Vor-Poker-Zeit ansetzen und mir
      in Ruhe eine Zukunft aufbauen. Allmählich schnürt es mich immer mehr ein.
      Letztens kamen wir auf meine Altersvorsorge zu sprechen und er wollte, dass
      wir da konkreter was angehen. Auch haben wir angefangen zu überlegen, ein
      Haus zu kaufen, was bei unseren "eigentlichen Gehältern" (das heißt ohne die
      Raten, von denen er nichts weiß) auch kein finanzielles Problem wäre. Das,
      was ich an die Banken zahlen muss, würde locker für einen
      Finanzierungsgrundstock reichen (die aktuelle Restschulden liegen insgesamt
      bei etwa 45000 Euro).

      Ich hatte schon einmal überlegt, in einer fremden Stadt eine
      Schuldnerberatungsstelle zu besuchen. Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit,
      die Kredite umzuschaufeln, um eine sehr lange Laufzeit, aber mit geringerer
      Ratenbelastung zu erreichen. Ich vermute nur, dass immer der Ehepartner mit
      ins Spiel kommt und dazu habe ich im Moment noch nicht die Kraft. Ich weiß
      nicht, wie ICH mit der Situation dann umgehen soll. ER würde mir mit
      Sicherheit verzeihen, wäre aber schwer enttäuscht (weil ich nicht
      rechtzeitig mit ihm gesprochen habe) und ich habe Angst, dass das einen
      heftigen Knacks gibt. Zur Zeit fresse ich einfach alles in mich rein und
      versuche gute Miene zu machen, aber innerlich brodelt es und ich habe total
      Angst, dass das Kartenhaus bald völlig einbricht. Ich hatte so gehofft, dass
      ich es kontrolliert abbauen kann, aber dafür ist es schon zu spät.
      Jedenfalls fällt mir nichts mehr ein, wie ich das angehen könnte.

      Der Text ist jetzt megalang - sorry, aber vielleicht hat ja doch einer eine
      Idee, auf die ich selber nicht komme ...

      Bitte noch einmal: Ich hoffe, ich habe meine Fehler deutlich gemacht und ich
      weiß, dass ich es alleine verbockt habe. Kommt jetzt bitte nicht mit
      Pokerstrategien und BRM - das weiß ich, dass da die Wurzel des Übels liegt!

      Danke!
  • 51 Antworten
    • ernsti
      ernsti
      Bronze
      Dabei seit: 14.03.2005 Beiträge: 4.439
      Langfristig wird es dich mehr Kraft kosten die ganze Sache zu verheimlichen als sie gleich anzusprechen, die Belastung wird dir irgendwann in JEDER Lebenssituation wie ein absolut verstörendes Hintergrundrauschen vorkommen und du hast an nichts mehr Spass.

      Die Last die von dir fallen wird ermöglicht es dir dann imo auch die ganze Situation konstruktiv anzugehen was du dann im besten Falle mit deinem Mann gemeinsam machen kannst. Ich kenne euch nicht aber wenn ihr schon 15 Jahre zusammen seid wird er sicher alles mögliche unternehmen um dir zu helfen. Die Sache kommt irgendwann sowieso raus und ich denke die Enttäuschung wird für ihn dann umso größer sein da du es noch länger verschwiegen hast.

      Auf deine Pokergeschichte geh ich jetzt nicht ein, du hast da schon alles hinter dir gelassen, allerdings kann es vielleicht passieren dass du bei dem ganzen Druck der auf dir lastet irgendwann rückfällig wirst.

      Wenn dir was an einer gemeinsamen Zukunft liegt würde ich so schnell es geht alles offenbaren! Wünsche dir ganz viel Glück damit du diese Situation meisterst!

      edit: btw wenn ihr beide gute Jobs habt sind 45k alles andere als ein versautes Leben aber nur wenn du etwas aktiv tust; es wirft dich vielleicht einfach um ein paar Jahre zurück in deinem Lebensplan, wenn du die Sache aber überstanden hast wird es sich umso besser anfühlen wenn ihr irgendwann zusammen in eurem gemeinsamen Haus sitzt
    • Moenogle
      Moenogle
      Bronze
      Dabei seit: 22.12.2008 Beiträge: 263
      Wenn du einen Abschluss finden willlst, musst du alles offen legen und drum bitten, dass er dich unterstützt.
    • maechtigerHarry
      maechtigerHarry
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 5.596
      Erzähle deinem Mann alles. 45.000€ sind zwar eine ordentliche Summe aber wenn ihr beide gut verdient ist es auch kein Weltuntergang sondern ein durchaus lösbares Problem.

      Verheimlichen bringt gar nichts. Es schafft nur weitere Probleme. Du hast Scheiße gebaut, er wird enttäuscht sein...was solls? Sowas kommt vor. Das du Angst hast ist natürlich verständlich aber du musst zu dem was du getan hast stehen. Es wird dich ein vielfaches mehr an Kraft kosten alles für immer geheim zu halten und die Probleme alleine zu lösen als wenn ihr die Sache gemeinsam angehen könnt.

      Ich würde dir auch wirklich eine Therapie empfehlen. Du scheinst zwar gut losgekommen zu sein aber es hilft sicherlich mit jemand anderen darüber zu reden und um eventuellen Rückfällen vorzubeugen!

      Viel Erfolg und Glück bei dem Lösen deiner Probleme aber ich denke wenn du ehrlich zu deinem Mann bist und ihr es gemeinsam anpackt wirst du das Glück nicht mehr brauchen :)
    • oopiznutz
      oopiznutz
      Bronze
      Dabei seit: 28.10.2010 Beiträge: 128


      Edit by michimanni:

      Hallo oopiznutz,

      wie du vielleicht selbst weißt, bietet dein Beitrag keinen Mehrwert für dieses Thema. Spam bleibt Spam - auch unter dem Deckmantel einer vorgetäuschten Hilfestellung.

      Mit Verweis auf die Forenregel 2: Kein Spam habe ich ihn deshalb editiert und erteile dir hiermit eine gelbe Karte.
      Bitte sei in Zukunft zurückhaltender mit unnötigen Beiträgen, diese helfen niemandem und machen eine sinnvolle Diskussion unmöglich. Das liegt weder in deinem Interesse, noch in dem der anderen Diskussionsteilnehmer.

      Bitte beherzige unsere Forenregeln zukünftig, um weitere Fehltritte zu vermeiden.
      Zu den Forenregeln
      Gerne gebe ich Dir darüber hinaus noch den Link zu den Richtlinien in diesem Forum - bitte vor deinem ersten Post lesen! .

      Vielen Dank für dein Verständnis,
      michimanni
    • FiftyBlume
      FiftyBlume
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2010 Beiträge: 8.580
      Hol Peter Zwegat, der kann alles ;)



      Okay, Spaß beiseite.

      Eigentlich gibt es nur die Möglichkeit das anzusprechen, es kommt ja doch raus,
      gerade wenn ihr ein Haus kaufen wollt.

      Abgesehen davon sind 45.000 Euro Schulden ne Riesenmenge, soviel kann einfach nicht verschwinden. Das dürfte ja ~1,5-2 Jahresnettogehältern entsprechen, oder?

      Sorry, aber soviel Geld fällt auf, wenn ihr ein Haus kaufen wollt.


      So schlimm wird die Situation schon nicht sein, das wichtigste ist ja schon passiert(Selbsterkenntnis) und Geld ist nicht alles.


      Edit:
      AoE ist nice....sowas zu suchten is nich schlimm/peinlich
    • oopiznutz
      oopiznutz
      Bronze
      Dabei seit: 28.10.2010 Beiträge: 128
      edit by michimanni

      siehe oben
    • TheLegend142
      TheLegend142
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2007 Beiträge: 2.220
      1. Ich hoffe der Spam wird hier schnellstmöglich gelöscht.

      2. Klar belastet dich die ganze Sache und vermutlich auch zurecht. Aber deine Situation ist wirklich kein Weltuntergang. So wie du schreibst, handelt es sich wirklich "nur" um Geld. Vermutlich wirst du für diesen Fehler noch bluten müssen, um dort wieder auf einen grünen Zweig zu kommen, aber ich wiederhole nochmal: Niemand ist wirklich zu schaden gekommen und ansonsten scheinst du ja auch mitten im Leben zu stehen.

      Würde dir auch raten geh zu einer Schuldnerberatung und vor allem sprich dich mit deinem Mann aus. Kenne zwar eure Situation nicht genau, aber vermutlich wird er dir verzeihen und versuchen mit dir gemeinsam daraus zukommen. Gerade wenn ihr etwas langfristig aufbauen wollt, bleibt ja noch genug Zeit.

      Was das mit dem Geld angeht, wird dir vermutlich auch ne Schulderberatung am besten helfen können. Aber eines kann ich dir auch garantieren: Wenn ihr das zusammen angeht finanziell, koennt ihr auch ne Menge an Zinsen etc. sparen. Wichtig ist dort in erster Linie, dass du so schnell, wie moeglich von den Schulden wegkommst.

      Viel Erfolg!
    • L0k1
      L0k1
      Silber
      Dabei seit: 06.03.2006 Beiträge: 222
      edit by michimanni



      Hab selbst derzeit eine Situation im eigenen Privatleben, die ich meiner Partnerin vorerst aus anderen Gründen nicht offen legen kann... wäre ich aber in deiner Situation (Partner hat schon n Job etc) würde ich auf alle Fälle mit der Person sprechen.... spätestens dann wenn mich die Selbsterkenntnis eingeholt hat und ich anfange nach Lösungen zu suchen! Kann mir einfach nicht vorstellen, dass dein Partner da nicht hinter dir stehen wird...erst recht nicht wenn du offen und ehrlich bist. Würde meine Partnerin mit einem solchen Problem und nach einer solchen Beziehungszeit zu mir kommen (und es wäre sonst immer alles ok gewesen) ich könnte ihr die Hilfe und den Rückhalt meinerseits nicht verwehren!


      Zu Zweit lösen sich Probleme schneller und einfacher.... und dir schneided mal endlich einer den Strick um die Brust herum durch, der dich kaum mehr zu Atem kommen lässt! Glaub mir.... so kitschig das klingt aber nichts ist in einer solchen Situation befreiender als die Wahrheit und eine Aussprache! Vor allem mit dem ganzen Kram warum un wieso und was du gedacht hast und wie du dich immer zu jedem Zeitpunkt gefühlt hast (wird wohl für den Partner sehr wichtig sein...um zu VERSTEHEN)


      Wenn du die Antwort liest, kannst du mich zwecks "reden" gerne mal im Com-Tool adden. Ansonsten hoffe ich, dass dir die eine oder andere Zeile der User hier etwas Kraft gibt oder dich evtl zu den richtigen Schritten verleitet.


      Gruß
    • MrMercedes
      MrMercedes
      Bronze
      Dabei seit: 07.02.2010 Beiträge: 524
      ich würde in deinem Fall mit offenen Karten spielen.
      Was kann dir schon noch passieren? Dein Mann wird dich schon verstehen. Zuerst wird vielleicht ein bisschen gestritten, aber dann könnt ihr das Problem gemeinsam anpacken.
      Ich finde du solltest einsehen, dass du das Schlimmste hinter dir hast, nämlich es geschafft zu haben aufzuhören. Das war der 1. Schritt Richtung normales Leben ohne Poker.
      Ich finde es gut, dass du dir andere Hobbies wie Musik machen gesucht hast. Viel Glück und Erfolg für die Zukunft!
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Hallo alle miteinander,

      vielen Dank für die gemeldeten Beiträge und ein 'Entschuldigung' an diejenigen von Euch deren Beiträge ich gelöscht habe, aber hier war im Sinne eines konstruktiven Threads ein wenig mehr Moderation notwendig.


      Danke für Euer Verständnis,
      michimanni
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Hallo oopiznutz,

      ich möchte Dich bitten, Postings in diesem Thread nur noch unmittelbar zum Thema zu verfassen und ein weiteres hijacken dieses Threads zu unterlassen! Ich verweise dazu letztmalig auf die Forenregeln und die angesprochenen Richtlinien. In den genannten Richtlinien findest Du dann übrigens auch einen Link, wie Du mich erreichen kannst. Bitte nutzen diesen gegebenenfalls, wenn Du weiteren Diskussionsbedarf hast.
      Deine Beiträge habe ich im übrigen gespeichert. Wenn Du daran Interesse haben solltest, werde ich sie Dir gern über das Community-Modul zur Verfügung stellen.

      Solltest Du mit der Moderation nicht einverstanden sein, kannst Du Deinen Unmut gern im Feedback-Forum kundtun.


      Gruß,
      michimanni


      Edit: Ich habe Dir eine Freundschaftseinladung über das Community-Modul gesendet, oopiznutz.
    • Knallo
      Knallo
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2006 Beiträge: 4.906
      Zuerst einmal: Respekt, daß Du Deine Probleme so offen schilderst.

      Ich war in meinem Leben vor gut 20 Jahren in einer ähnlichen Situation.
      Was mir damals geholfen hat, war: Komplette Offenheit gegenüber allen Menschen, die mir nahestanden, und eine Psychotherapie.

      Die Offenheit ist gar nicht so einfach, ich weiß, aber man erspart sich dann jegliche Ausreden/Entschuldigungen/(Not-)Lügen. Darf ich das Wort "Katharsis" verwenden?

      Die Psychotherapie diente in meinem Fall dazu festzustellen, warum ich eigentlich andauerend Poker spielte, obwohl ich so gut wie dauernd verlor. [Ich habe zwar nicht besonders gut gespielt, war aber in einer Runde mit Betrügern. Da hat man wirklich keine Chance, aber ich wußte das, und habe immer weitergemacht.] Fazit: Selbstbestrafungstendenzen. Es fielen mir dann, um den etwas abgenützten Ausdruck zu verwenden, die Schuppen von den Augen.

      Ich erkühne mich nicht zu sagen, Du müßtest dasselbe tun. Aber vielleicht ist mein kleiner Bericht hilfreich.

      Erwähnenswert vielleicht noch: Ich spiele jetzt ganz harmlos auf den FL-Micros herum und habe meine Freude.
    • Mornorak
      Mornorak
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2008 Beiträge: 368
      Einen neuen Rat kann ich Dir auch nicht geben, nur vielleicht eine Entscheidungshilfe.

      Sprich mit Deinem Mann, JETZT!

      Versetz Dich mal in die Lage Deines Mannes.
      Was passiert, wenn er bei Eurer gemeinsamen Lebensplanung (Haus / Altersvorsorge) feststellen muss in welcher finanziellen Lage Du bist.
      Würdest Du Dich an seiner Stelle dann wohler fühlen, dass Du ihm auch diese Situation verheimlichst hast?
      Spätestens dann muss Du ihm beichten.

      Ich gehe mal anhand Deiner Schilderungen davon aus, dass Ihr beide ein Jahreseinkommen von ca. 150k brutto im Jahr habt.

      Wenn Du ca. 50% davon hast und 40k€ an Krediten tilgen musst, dann wird dies schon eine Weile dauern. Und es darf nichts passieren in der Zeit.
      Kein größerer Defekt am Auto, keine längere Erkrankung mit Lohnausfall,... .
      An seiner Stelle wäre ich total angefrssen wenn er es selbst herausfindet.

      Zur Ehe (und wohl auch zu Freunschaften) gibt es den blöden Spruch : "In guten und in schlechten Zeiten".

      Und so solltest Du es halten. Lieber jetzt den ganzen Schlamassel auf den Tisch bringen und ausräumen, als später erwischt zu werden.

      Wenn Dein Mann nicht ohnehin die Kohle hat die 40k zu tilgen, dann habt Ihr zumindest die Möglichkeit die diversen Kredite zu einem großen und tragbaren Kredit zu verschmelzen, was mit Sicherheit billiger ist als Dispo-Zinsen zu zahlen.
      Allein wirst Du so eine Umschuldung vermutlich nicht schaffen.

      Sprich jetzt mit Deinem Mann, dann kannst Du auch wieder ruhig schlafen!
    • jo69
      jo69
      Bronze
      Dabei seit: 30.11.2009 Beiträge: 1.242
      Also 45.000 ist schon n ordentlicher Batzen. Wenn ich Bedenke, das ich gerade mal vielleicht 500 EUR beim Pokern verloren habe.

      Selbst als ich vor Jahren geschäftlich (!!!) in Insolvenz musste, waren das "gerade mal" ca. 35.000.

      Also 45.000 rein privat anzuhäufen ist echt schon ne Leistung..................

      Wünsch Dir viel Glück, das Du davon runterkommst und Dein Mann Dich versteht!

      Viele Grüße
    • OnEoFaKinD89
      OnEoFaKinD89
      Bronze
      Dabei seit: 30.12.2008 Beiträge: 6.069
      Muss meinen Vorpostern da ganz klar zustimmen: Der einzig sinvolle Ausweg führt imo nicht an einem Geständnis vorbei!

      Da mich deine Situation stark an 'ne Episode aus der Sitcom How I Met Your Mother erinnert hat, erlaube ich mir mal sie hier zu posten: Dowisetrepla
      Bitte nicht falsch verstehen: Ich seh die Diskussion hier sicherlich nicht als Witz & will sie auch in keiner Weise ins Lächerliche ziehen. Doch die Episode zeigt mMn gut auf, was ich sagen will (+ hat evtl sogar aufmunternden & zuversichtlich stimmenden Charakter):
      - Zum einen wäre es meines Erachtens um einiges fataler für dich & die Beziehnung zu deinem Mann, wenn er (so wie in der oben geposteten Episode als es um die Kreditwürdigkeit ging) "aus zweiter Hand" - also nicht von dir selbst - von deinen Schulden erfahren würde. Das wäre auch für mich, verglichen mit einer aufrichtigen Beichte - ein weitaus schlimmerer Vertrauensbruch.
      - Zum anderen solltest du deinem Mann nach einer so langen (und scheinbar sehr glücklichen) Zeit zusammen schon zutrauen, dass er dir vergeben kann und auch bereit ist dir zu helfen. Dein finanzielles Problem scheint deiner Beschreibung nach in eurer Situation schliesslich auch nicht sooo schwerwiegend zu sein, wie es für andere, finanziell schlechter gestelle Paare wäre.

      Weil das finanzielle Problem also durchaus lösbar scheint, geht es ja v.a. um das "Vertrauensproblem" und da dich dieses 1. innerlich immer mehr auffrisst (was du imo nicht unterschätzen solltest!) und es 2. kaum "spurlos" rückgängig gemacht werden kann, ist ein Geständnis unausweichlich!
      Überlege dir also eher, unter welchen Umständen und mit welchen Worten du es deinem Mann beibringen willst, anstatt es weiter zu verheimlichen und auf das unausweichliche Platzen deines Lügengebildes zu warten. ;)

      In der Folge würde ich dir auch raten, nochmals professionelle Hilfe zu suchen. Sowohl in psychologischer, aber auch in finanzieller Hinsicht. Individuelle Beratung wird dir sicher besser weiterhelfen können (und darf nicht als Schande/Schwäche angesehen werden!).

      Lg und viel Glück & Erfolg!
      Think positive =)
    • abakusschwarz
      abakusschwarz
      Black
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 1.598
      Wenn es stimmen würde, ist der ehrliche Weg wie mehrfach erläutert der beste Weg. 45k, ist 45k, Beziehung ist eine andere Einheit. Zu zweit evtl. mit ersparten kann man sich dann die ganze Zinslast schenken, was obv. effizienter ist.

      Aber eigentlich glaub ichs nicht.

      1) keine Bank gibt dir Kleinkredite, die du mit deinem Lohn und den Lebeskosten nicht zurückzahlen kannst. Folglich müsstest du Haus, Mann etc. angegeben haben, er wüsste davon.

      2) 45k Schulden fällt doch bei den Steuern auf?! (Familie und so)

      3) Klingt es so als ob das ein Kerl geschrieben hat. (Losingplayer/in etc.)

      4) wieso anonym?

      5) als Schaubeispiel für Verluste schreibst du von 109$ Tourney und 200$ eincashen. Davon verliert man obv. nicht 45k.

      Vlcht. im Ansatz etwas dran, aber viel gedichtet.
    • smokinnurse
      smokinnurse
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2007 Beiträge: 14.745
      antwort von OP
      anonym -> siehe ausgangspost



      ********(originaltext)********


      Hallo Zusammen!
      Ich bin jetzt heute Abend auf dem Weg in eine Probe und habe daher nicht viel Zeit. Ich werde morgen noch mal was schreiben.
      Möchte aber noch kurz was loswerden:
      1. Danke für die bisherigen konstruktiven Antworten, wie gesagt, ich schreibe da morgen etwas zu.
      2. Danke für die Moderation! Ich habe den ersten Flamepost noch gelesen - naja, was soll ich dazu sagen? Vielen Dank, dass ich mich nicht noch damit rumschlagen muss!

      Herzliche Grüße an meine Vorposter!
    • smokinnurse
      smokinnurse
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2007 Beiträge: 14.745
      Original von abakusschwarz
      ...
      Aber eigentlich glaub ichs nicht.
      ...
      Vlcht. im Ansatz etwas dran, aber viel gedichtet.
      das tut hier imo ja nichts zur sache
      wer denkt, dass es ein fake ist, der hält sich einfach raus - ist ja nicht schwer

      wenn sich jemand in grosser not an die community wendet, sollte er sich imo nicht auch noch rechtfertigen müssen
      und ob nun 20k oder 40k ist zudem ja auch völlig egal
    • NAGLER
      NAGLER
      Bronze
      Dabei seit: 20.07.2007 Beiträge: 2.285
      Erstmal finde ich nicht, dass es eine allzu große Schande ist - Menschen machen fehler und kommen aufgrund von gewissen Umständen und schlechten Entscheidungen eben mal in üble Situationen. Dass du dich jetzt der Sache stellst finde ich sehr stark und um das alles hinter dir zu lassen fehlt nur noch eins:

      Du solltest es deinem Mann beichten.
      So schwer es die vorher fällt - es wird die große Erleichterung in deinem Leben werden.
      Jede Minute, die du es weiter verheimlichst wird dich mehr und mehr auffressen.
      Spätestens, wenn ihr wirklich über einen Hauskauf nachdenkt und da irgendwas über Banken läuft, wird in euren Finanzen rumgestöbert und von deinem Problem (nachdem es sich wohl wirklich eher um eine Sucht handelt, kann man es auch gut und gerne Krankheit nennen) sollte dein Mann wirklich nicht von Außenstehenden erfahren.

      Ich hoff für dich du fasst schnell den Mut dazu und schaffst es diesen riesen Berg Schuldgefühle und Verzweiflungzu überwinden!

      Alles Gute