crF vs crT vs crR

    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.681
      crF:

      auf 2 suited boards wird man häufig auf einen FD gereadet. Man hat zusätzliche FE auf eine dritte suited Karte.

      Man wird lighter downgecalled, da ein crT mehr value hat.

      ccF crT

      zeigt sehr viel Stärke -> hohe FE

      ccF ccT crR

      strange Line. Kann ich noch nichts mit anfangen, aber evtl. habe ich dazu Gedanken in meinem anderen Thread aufgeführt.

      Wann spiele ich was?

      Mit monstern würde ich definitiv crF spielen, um am Turn b/3b spielen zu können.
      Vermutlich mit schwachen MHs, um entweder von Bluffcatchern downgecalled zu werden, oder wegen der zusätzlichen FE gegen stärkere MHs.

      ccF crT mit starken MHs (TP), wenn ich mir sicher bin, dass Villain den Turn cbettet.

      ccF ccT crR wenn ich Villain auf Air setze und selber nix habe oder gegen hohen cbetR-wert gepaart mit hohem WTSD.

      wenn ich so spiele, ist meine crF Range sehr polarisiert. Ist ds schlimm? Sollte meine oben genannte Line einfach nur am häufigsten gespielt werden und mit anderen Lines sagen wir zu 20% gemixed werden? Es muss doch ein bestes Play geben, sonst kann ich einfach alles spielen und alles mit Balancing begründen. Oder mache ich es in erster Linie vom gegner abhängig und muss mir erst gedanken über andere Spielweisen machen, wenn ich merke, dass er sein Spiel anpasst? Passiert das auf 2/4$???
  • 1 Antwort
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Grundsätzlich entsteht immer die Frage nach dem Balancing. cc Flop cr Turn muss zu deinen Linien gehören, weil du cc Flop cf Turn balancieren musst. Die Balancing Linie darf ihrerseits nicht nur starke made Hände beeinhalten, weil der Gegner dich dann zu gut readen kann.

      Für cc Flop cr Turn brauchst du also wenigstens einen Mix aus made Händen und Draws. Eventuell auch reine Bluffs, obwohl das eine teure Linie ist.

      cc Flop cc Turn cr River kann man nicht mit Draws balancieren, sondern nur mit geplatzten Draws, also mit Bluffs. Das ist eine schwierige Linie, weil man für seine made Hände meistens weniger bekommt als mit den anderen Linien und es für die Bluffs sehr teuer ist. Ich würde diese Linie nur wählen, wenn man aus anderen Gründen cc Flop cc Turn gespielt hat und auf dem River eine Karte kommt, die das Potential einer starken Equityänderung hat und es wahrscheinlich ist, dass der Gegner den River bettet/blufft.

      Ich mach das gerne vom Board abhängig. Wenn das Board auf dem Flop wenig Foldequity für Draws bietet, weil es z. B. aus lauter niedrigen Karten besteht, dann wähle ich oft cc Flop cr Turn. Auf solchen Flops neigen die Gegner dazu, auf dem Turn eine zweite Contibet für free Showdown zu bringen.

      cr Flop spiele ich, wenn das Board Foldequity für potentielle Draws bereithält. Damit sind beide Linien in sich balanciert und man kann von der erwarteten zweiten Contibet auf dem Turn auf den richtigen Boards profitieren.

      Es gibt natürlich auch Gegner, gegen die man wenig Foldequity hat, weil sie loose sind. Gegen solche Gegner versuche ich schon auf dem Flop aggressiv zu werden, weil da auch mit Draws die Equity noch gut ist. Hat man marginalen Showdownvalue, kommt auch eine passive Linie in Frage, weil man nicht viel davon hat, den Showdownvalue in einen Bluff zu verwandeln.