Das Leben Frustet

    • bikiniraisebutton
      bikiniraisebutton
      Einsteiger
      Dabei seit: 01.11.2010 Beiträge: 2
      Hallo liebe Leute, dieser Threat ist fuer mich nicht einfach zu schreiben, dennoch weiss ich momentan nicht wirklich weiter im Leben.

      Seit einem Monat laeuft mein Leben leider sehr schwerfaellig, hauptgrund hierfuer ist wohl der Tod eines Guten Freundes. Ich kam grade aus dem Urlaub wieder und noch im Flieger kurz vorm aussteigen erfahr ich es, dass ein guter freund in der Nacht verstorben sei, bei einem Unfall, dies ist jetzt zimlich genau einen Monat her und seit dem habe ich auch Poker und andere aktivitiaeten erstmal "gequittet".

      Leider laeuft seit dem alles nicht so wie erwartet im Leben und meine Lebensfreude senkte sich den 0 Punkt entgegen.

      Ich gehe zur Zeit in die 13 Stufe und sollte eig mit freude auf mein Abitur gucken doch seit diesem bloeden Zwischenfall flogen meine ej schon schlechte Noten in den Keller so bekam ich drei fuenfen und sogar eine 6 in meinem eigentlichen besten Fach Mathe lk zurueck. Da meine Sprachlichen Leistungen, teils auch durch LRS, ej schon nicht so gut sind musste ich auh noch den daempfer in meinen eigentlichen Leistungskursen zurueckkriegen. Da ich eigentlich ej nie ein guter Schueler war, und auch schonmal eine Ehrenrunde drehen durfte, sah ich dies nie als wirklich bedeutsam an. Aber eigentlich hatte ich aus diesem Pupertaeren ausfall gelernt und meine leistungen waren zumindest immer aussreichend, aber mitlerweile habe ich echte sorge mein abitur auch nicht mehr zu schaffen.
      Ich weiss momentan echt nicht mehr weiter und es wirkt alles sehr sinnlos, Es folgten viele gespraeche (sei es mit Eltern freunden oder sogar Lehrern) ueber meine Zukunftsplaene, wellche ich aber nicht beantworten kann.
      Darin seh ich auch das Problem der Deprimierenden Phase. Ich brauche dringend wieder ein Ziel im Leben welches ich auch Leidenschafft und Arbeit entgegenbringen kann.

      Hier kommt euer Teil: Wie finde ich Ziele, ich habe in den letzten wochen wenig geschlafen und einigermassen viele psychologischen Buecher gewaeltzt um ziele zu definieren, und wieder in die Art flow zu kommen den ich vorher, auch durch Poker und Backgammon hatte. Aber diese aktivitaeten belasten mich zur Zeit eher, als dass sie mir helfen. Ich wuerde gerne Golfen, jedoch reicht da mein Kleingeldnicht fuer.

      Also wie habt ihr gemerkt was ihr machen wollt? wuerdet ihr mir eine Psychologische beratung empfehlen oder habt ihr iwelche anderen empfehlungen?


      vielen Dank schonmal im Vorraus
  • 4 Antworten
    • constentus
      constentus
      Bronze
      Dabei seit: 07.03.2008 Beiträge: 1.159
      Tut mir Leid, dass dein Freund gestorben ist !

      Meiner Meinung nach scheinst du zuviel nachzudenken bzw. versuchst dich mit Dingen abzulenken, die dein Problem nicht in den Hintergrund rücken lassen werden. Ich vermute, dass du die Trauerbewältigung falsch angehst und anstatt deinen Geist zur Ruhe kommen zu lassen dich mit "Spielen" bzw. Literatur rumschlägst die dir keine Befriedigung verschaffen können.
      Der Tod deines Freundes zieht dich verständlicherweise runter aber du musst versuchen im Leben zu bleiben bzw. in dein altes Leben zurück zu finden.
      Sinnvoll wäre es bestimmt mit anderen Freunden zu reden und so zu versuchen den Verlust zu bewältigen.
      Ich hab Gott sei Dank noch keine Erfahrungen mit Todesfällen aber bin mir sicher, dass dir der Kontakt zu Menschen mehr helfen würde als Ablenkungsversuche durch bspw. Spiele.

      mfg constentus
    • schnuffelchen88
      schnuffelchen88
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2009 Beiträge: 43
      zuerst mal tut es mir auch leid für dich.
      mein vater ist leider auch recht früh gestorben (ich war 18 und auch in der gymn. oberstufe). ich bin eine lange zeit gar nicht in die schule gegangen (hatte über 250 fehlstunden), denn ich bin ein mensch der bei trauer zeit für sich selbst braucht. jeder mensch muss anders mit trauer umgehen, der eine muss sich ablenken, der andere braucht einfach mal 2 monate ruhe für sich etc.
      ein allgemeines erfolgsrezept gibt es da leider nicht, da wir alle unterschiedlich sind.
      ein klassenkamerad von mir ist auch bei einem unfall tödlich verunglückt, hab also doch relativ viel erfahrung damit. teste es doch einfach mal aus: nimm dir 2-3 tage und mach einfach mal gar nichts. schau tv, schlaf mal was länger als sonst und lass den tag einfach "gammelig" vergehen.

      Ist mir schon klar, dass das nicht die konventionelle art ist mit sowas umzugehen, nur wie gesagt ist jeder mensch anders.

      Alles gute & viel glück
    • bikiniraisebutton
      bikiniraisebutton
      Einsteiger
      Dabei seit: 01.11.2010 Beiträge: 2
      also vllt sollte man dazu sagen das ich trotz meines nerdigen aussehns eher nicht so der nerdige typ bin :D und deshalb viel zeit mit freunden verbringe (also mindestens 6-7h am tag) mein problem ist eigentlich mehr, dass ich dadurch mein leben hinterfrage und denke jetzt ist die zeit etwas zu erreichen, nur habe einfach gar keine interessen.
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Hallo binkiniraisebutton,

      bei dir kommen einige Dinge zusammen.

      In der Lebensphase mit 17-21 ist es völlig normal, dass sich ein junger Mensch fragt, wohin er steuert. Die Vorbilder der Eltern prägen, meist positiv und negativ zugleich. Man lernt aber auch, über den Tellerrand des Elternhauses hinauszublicken und findet Anregungen und Beispiele anderswo. Die Welt steht offen, was abwechselnd als befreiend und beängstigend empfunden wird.

      Durch den Tod deines Freundes siehst du das alles noch einmal in einem anderen Licht. Zu der Trauer und dem berechtigten Gefühl des Verlustes wirst du dich bewusst oder unbewusst auch mit der Tatsache auseinandersetzen, dass wir eben nicht alles selbst planen und gestalten können. Wir sind Einflüssen ausgesetzt, die uns manchmal begünstigen, manchmal beschweren und mitunter sogar den Boden unter den Füßen wegziehen.

      Ich entnehme deinem Beitrag, dass dir bisher durchaus nicht alles in den Schoß gefallen ist und du dafür arbeiten und darum kämpfen musstest um dorthin zu gelangen, wo du jetzt bist.

      Gerade das könnte dir aber auch Mut machen. Du bist dem Schicksal nicht blind ausgeliefert. Du kannst dein Leben gestalten. Du hast schon gelernt, mit Rückschlägen fertig zu werden und die Schwierigkeiten, die mit deiner LRS verbunden sind, zu überwinden.

      Früher konnten Jugendliche kaum selbständig eine Ausbildung und einen Beruf wählen. War der Vater Bauer, musste der Sohn es auch werden, einfach weil es keine andere Möglichkeit gab. Da war schon die Volksschule fast ein Luxus.

      Du hast die Freiheit, selbst zu entscheiden und zu gestalten, das ist nun einmal untrennbar mit Verantwortung verbunden. Nimm sie an! Wenn du merkst, dass die Richtung nicht stimmt, lassen sich fast alle Entscheidungen noch korrigieren.

      Niemand anderes kann dir Ziele für dein Leben setzen. Nimm dir Zeit dafür. Manchem hat es geholfen, nach dem Abitur ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr zu leisten.

      Wenn du Unterstützung brauchst, suche dir Beratung und Hilfe. Es ist gut, die eigenen Nöte auszusprechen und die Gedanken zu ordnen.

      Ich wünsche Dir alles Gute

      wespetrev