Tom Dwan ohne Lektüre zum Star?

    • tebid
      tebid
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2009 Beiträge: 136
      Liebe Pokerstrategen,

      ich grübel jetzt schon die ganze Zeit darüber nach, ob Tom Dwan wirklich nie ein Buch (oder ähnliches) über Pokerbasics, Strategien, Statistiken etc. gelesen hat. Ich frag mich ob das wirklich sein kann, da hier ja immer propagiert wird, wer keine Strategie-Artikel liest oder keine Bücher liest, um sich weiterzubilden, der wird langfristig nichts reissen.
      Ein Tom Dwan muss doch auch mit irgendwelchen Grundlagen angefangen haben, ich kann mir schwer vorstellen, dass er sich alles selber beigebracht hat, was hier tausende Leute an Content zusammenbringen.
      Jedoch finde ich in den raren "Biographien" über Tom Dwan, immer nur Sätze, in denen steht, dass er nie Bücher oder Sonstiges gelesen hat.

      Glaubt ihr, dass sich so ein Tom Dwan wirklich alles selber beigebracht hat?

      Zweite Frage:

      Spielt er nach so Regeln wie Pot Odds (zb.) oder ist er einfach durch seine Readings so stark, dass er sowas wie Pot Odds ignoriert?


      Schon einmal vielen Dank für eure Antworten =)
  • 35 Antworten
    • sio61
      sio61
      Bronze
      Dabei seit: 09.04.2009 Beiträge: 1.216
      auf den highstakes spielt keiner mehr nach pot odds
      da wird nicht mehr gecallt sondern geraist ;)
    • Genius91
      Genius91
      Bronze
      Dabei seit: 01.11.2009 Beiträge: 1.873
      er hat sicher was für seine theorie getan , ganz ohne geht wohl nicht .

      er hat allerdings den vorteil viele unfassbar gute pokerkumpels zu haben mit denen er ständig über hände usw. geredet hat .
      zu der zeit , zu der er angefangen hat gab es sowieso nicht den content den es heute gibt und heute geht ohne strategieartikel usw. gar nix mehr imo.

      klar hat er mathematische grundsätze und fähigkeiten , allerdings spielen die im deep stack nl hold em aufgrund extremer implied odds eine untergeordnete rolle.
      glaub mir mit den plays die er heute bringt sicherlich nicht nl100 geschlagen ;)

      er ist ein meister der adaption und spielt so weil es in den skyhighstakes einfach profitabel ist .

      du sollstest nicht darauf abzielen solche plays die er bringt ( und eine solche looseness) auf deinen limits zu bringen :f_biggrin:
    • tebid
      tebid
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2009 Beiträge: 136
      Vielen Dank für die beiden Beiträge!

      Was ich mich jedoch noch frage ist, wie hat er die Low Limits geschlagen ohne Strategie Wissen, welches wir hier vermittelt bekommen in Form von Pot Odds etc.?
    • meisenmann2
      meisenmann2
      Bronze
      Dabei seit: 17.12.2006 Beiträge: 2.562
      Es ist mit Sicherheit möglich bis nl200 zu kommen ohne Austausch und ohne irgendwas zu lesen kenne da einige Beispiele.
      Ausnahmetalente können es sicher noch höher schaffen, man bekommt doch mit dem grinden ein Gespühr wie oft der flush ankommt und wie oft man villain in dem und dem spot zum folden bekommt solche Sachen wiederholen sich ja.
    • dwade1984
      dwade1984
      Bronze
      Dabei seit: 19.01.2007 Beiträge: 8.292
      Pokermathematik ist doch mal totale Noob-Mathematik?
      Da kommt man auch selbst drauf, das mal eben auszurechnen.
    • Coldplay01
      Coldplay01
      Black
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 4.974
      Dwan war früher auf 2+2 unterwegs, hat auch EQ Analysen dort geposted.

      Weiß seinen screenname aber net mehr.

      Edit: ansonst war er ja auch noch in ner Poker WG mit raptor? oder so.
      Mit Galfong ist er ja auch dick befreundet und die haben sich oft ausgetauscht, hat Galfond zumindest mal in nem Interview gesagt.
    • C0rteZ
      C0rteZ
      Global
      Dabei seit: 28.08.2010 Beiträge: 295
      Original von tebid
      Was ich mich jedoch noch frage ist, wie hat er die Low Limits geschlagen ohne Strategie Wissen, welches wir hier vermittelt bekommen in Form von Pot Odds etc.?
      Man darf nicht außer acht lassen, dass die low-limits früher viel einfacher zu crushen waren als heute...
    • CMB
      CMB
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 6.447
      Ausserdem hat er 6 Monate gebraucht um 10k zu machen und war 3-4 Monate losing player. Die naechsten 100k dauerten 12 Monate. Andere Leute haben sich im Upswing viel schneller hochgebumst. Denke mal da war viel Beobachtung und wenig Mathematik dabei. Die Frage ist eigentlich wie es danach weiter ging, das ist sehr unklar.

      CMB
    • TrebuhH
      TrebuhH
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2009 Beiträge: 501
      Original von C0rteZ
      Original von tebid
      Was ich mich jedoch noch frage ist, wie hat er die Low Limits geschlagen ohne Strategie Wissen, welches wir hier vermittelt bekommen in Form von Pot Odds etc.?
      Man darf nicht außer acht lassen, dass die low-limits früher viel einfacher zu crushen waren als heute...
      die meisten leute wussten davon ja nichtmal etwas,,
      ich meine doyles buch mit den odds und so war ja deshalb revolutionaer.
    • tebid
      tebid
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2009 Beiträge: 136
      Original von CMB
      Ausserdem hat er 6 Monate gebraucht um 10k zu machen und war 3-4 Monate losing player. Die naechsten 100k dauerten 12 Monate. Andere Leute haben sich im Upswing viel schneller hochgebumst. Denke mal da war viel Beobachtung und wenig Mathematik dabei. Die Frage ist eigentlich wie es danach weiter ging, das ist sehr unklar.

      CMB

      Hast du dazu Quellen? Frage nur aus Neugier um mehr über Dwan erfahren zu können.


      Vielen Dank auch für die ganzen anderen Beiträge :)
      Hat mich ermutigt weiter und mehr zu lernen :D
    • CMB
      CMB
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 6.447
      Ich glaube von 2+2 von seinen alten Interviews. Google halt nach Dwan und interview. Er beschreibt das recht detailliert, auch wie er nur wenigen College Kollegen davon erzaehlt aber er fuer $200 Pizza und Bier spendiert.

      CMB
    • locasdf
      locasdf
      Black
      Dabei seit: 07.06.2008 Beiträge: 6.505
      Original von Coldplay01
      Dwan war früher auf 2+2 unterwegs, hat auch EQ Analysen dort geposted.

      Weiß seinen screenname aber net mehr.
      du scheinst dich sehr gut auszukennen
    • Skyhand
      Skyhand
      Global
      Dabei seit: 04.09.2006 Beiträge: 2.057
      Die meisten Nosebleeder sagen doch, sie hätten nie Pokerstrategieliteratur gelesen.
      Ivey, Antonius, Ziigmund etc.
      Trotzdem liegen deren Spiel natürlich die gleichen Konzepte zugrunde, die heutzutage in Büchern und Artikeln stehn.
      Einige von denen sind halt so sick talentiert, dass ihnen alles schon im Blut liegt, was unsereins erst mühsam lernen muss.
      Andere (wie Dwan) haben sich ihr Wissen auch hart erarbeitet, aber nicht durch Bücher lesen, sondern durch eigene Überlegungen, Diskussionen mit Freunden und auf 2+2 etc.
      Muss man natürlich einiges auf Kasten haben, um den den Weg gehn zu können.
      Wenn z.B. ein random ps.de-ler hergehn würde um sich bahnbrechende neue Pokertheorien zu überlegen, würde höchstwahrscheinlich nur Schrott bei rauskommen (siehe Scooop).
    • TiM2201
      TiM2201
      Bronze
      Dabei seit: 03.08.2010 Beiträge: 1.983
      der schlüssel zu seinem erfolg.
      versuch ich heut auch mal


    • Heinz021
      Heinz021
      Black
      Dabei seit: 27.09.2007 Beiträge: 6.263
      literatur, videos, artikel sind überbewertet!

      einfach mal selber nachdenken
    • bozzoTHEclown
      bozzoTHEclown
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2008 Beiträge: 2.978
      wenn man aber nicht weiß in welche richtung man zu denken hat, nützt das auch nicht all zu viel. von daher sind die angesprochenen sachen als erweiterte grundlage imo definitiv wichtig. vorallem um schneller weiter zu kommen.
    • luxxx
      luxxx
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2006 Beiträge: 12.515
      Nur weil sie keine Literatur gelesen haben, heisst das ja nicht, dass sie sich nicht mit der Theorie befasst haben.

      Die kennen die Autoren der gaengigen Buecher ja teilweise sowieso persoenlich. Jeder, der schonmal studiert hat, der wird sowieso wissen, dass man theoretischen Dinge sowieso besser lernt, wenn man sie mit jemanden diskutiert, als dass man sie nur in einem Buch liest.

      Auf dem Niveau sind sowieso die Buecher nicht mehr weitreichend genug.

      Letztendlich sind die so gut, weil sie sich stundenlang mit anderen guten Pokerspielern ueber Haende und Spots unterhalten koennen.
      Auch deren Faehigkeit, sich noch an Haende zu erinnern, die sie vor langer Zeit gegen bestimmte Spieler gespielt haben, ist unglaublich gut.

      Patrik und Ziggy kommen ja sowieso vom PLO und dort gab es zu deren Anfangszeiten sowieso keine anstaendige Literatur.
    • miraculix250
      miraculix250
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 982
      Original von bozzoTHEclown
      wenn man aber nicht weiß in welche richtung man zu denken hat, nützt das auch nicht all zu viel. von daher sind die angesprochenen sachen als erweiterte grundlage imo definitiv wichtig. vorallem um schneller weiter zu kommen.
      das es damit bei den meisten menschen nicht so weit her ist sollte ja bekannt sein... daher brauchen es viele einfach vorgekaut in kleinen häppchen

      das man damit keine großen sprünge mehr macht ist klar, schließlich kann jeder vorgekaute häppchen schlucken

      und für alle zeit (und auch abseits des pokers) gilt: selber kauen ist nuts ... man muss nur entsprechend gute zähne haben :)
    • CashMonkey
      CashMonkey
      Bronze
      Dabei seit: 12.12.2007 Beiträge: 1.118
      Original von luxxx
      Nur weil sie keine Literatur gelesen haben, heisst das ja nicht, dass sie sich nicht mit der Theorie befasst haben.

      Die kennen die Autoren der gaengigen Buecher ja teilweise sowieso persoenlich. Jeder, der schonmal studiert hat, der wird sowieso wissen, dass man theoretischen Dinge sowieso besser lernt, wenn man sie mit jemanden diskutiert, als dass man sie nur in einem Buch liest.

      Auf dem Niveau sind sowieso die Buecher nicht mehr weitreichend genug.

      Letztendlich sind die so gut, weil sie sich stundenlang mit anderen guten Pokerspielern ueber Haende und Spots unterhalten koennen.
      Auch deren Faehigkeit, sich noch an Haende zu erinnern, die sie vor langer Zeit gegen bestimmte Spieler gespielt haben, ist unglaublich gut.

      Patrik und Ziggy kommen ja sowieso vom PLO und dort gab es zu deren Anfangszeiten sowieso keine anstaendige Literatur.
      #2
      sowieso :P
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