varianzreiches/varianzarmes Spiel?

    • nopi
      nopi
      Gold
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 1.708
      Hi,

      kann man an irgend einer Spielweise varianzreiches Spiel festmachen bzw. erklären?
      Ich kann es mir langsam nicht mehr erklären.
      Schaue ich meine "Reg-Hassgegner" auf PTR an, so sehe ich maximale Swings von 150-200BB.
      Schaue ich meinen Graph, so sehe ich
      - einen >1000er
      - einen 750er
      - viele 500er
      - unzählbare >200er

      Ich dachte immer gerade das tighte TAG-Spiel nimmt die Varianz etwas raus, da man halt weniger marginale Spots halt.

      Ist das Pech? ... Blödheit? ... normal?
  • 11 Antworten
    • MyLady17
      MyLady17
      Black
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 7.975
      Huch, was ist denn deine Winrate ? Ich bin schon bei >400BB meistens am verzweifeln
    • K4liman
      K4liman
      Black
      Dabei seit: 26.10.2008 Beiträge: 2.219
      Mindset ist die Antwort.
    • maechtigerHarry
      maechtigerHarry
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 5.596
      Als jemand der wenig Ahnung von FL hat würde ich auf folgende Dinge tippen:

      1) Die anderen haben ne bessere Winrate als du. Dadurch rutschen sie beim selben Downswing deutlich weniger ins Minus.
      2) Du spielst im Downswing schlechter und verstärkst ihn dadurch noch.

      Varianzarmes Spiel sollte nicht dein Ziel sein. Marginale +EV Situationen auszulassen um Varianz zu vermindern ist alles andere als sinnvoll. Das wichtigste ist EV zu generieren. Wenn du deine Winrate steigerst dann sinkt auch die gefühle Varianz enorm weil ein Downswing der dich vorher heftig in die roten Zahlen getrieben hat dich nun stattdessen BE laufen lässt und du erkennst die Situation nicht mal so richtig als Downswing.
      Downswing heißt ja nicht automatisch Verlust machen sondern lediglich unter EV laufen.
    • Speedy84
      Speedy84
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 2.974
      Original von maechtigerHarry
      Varianzarmes Spiel sollte nicht dein Ziel sein. Marginale +EV Situationen auszulassen um Varianz zu vermindern ist alles andere als sinnvoll.
      Das ist nicht unbedingt richtig und vom BRM abhängig.

      Spielt man ein sehr varianzreiches Spiel, um wirklich jeden +EV-Spot ausnutzen zu können, benötigt man ein tighteres BRM, wodurch man bei gleicher Bankroll nur in niedrigeres Limit spielen kann. Es kann auch sinnvoller sein, sehr marginale Spots zu Gunsten der Varianz auszulassen, um durch looseres BRM ein höheres Limit spielen zu können.

      Aber das ist von den persönlichen Zielen abhängig.
    • maechtigerHarry
      maechtigerHarry
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 5.596
      Ne das seh ich eben anders.
      Mehr Varianz und gleichzeitig mehr EV bedeutet eben nicht zwangsläufig das die "Downswings" größer werden wenn man unter downswing Phasen mit Verlusten versteht.
    • Marvl
      Marvl
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 3.556
      edge ist auf lange sicht der entscheidende faktor für die größe der swings.
      "varianzarm" spielen macht beim FL eigentlich nie sinn.
      den swings kannst du nicht ausweichen.
      am besten ist einfach cool bleiben und weiterhin a-game spielen.
      ist leicht gesagt, aber du musst halt aufpassen, dass du keine psycholeaks kultivierst.
      am wichtigsten: kein nicht-schon-wieder-riverplay, d.h. gegen die fische immer schön vbetten, kein angst-check-behind, immer schön b/f oop!
      sonst brauchst du einen upswing, um wieder hoch zu kommen - und das kann dauern.
      vielleicht mal weniger tische spielen.
      du spielst besser und die table selection ist im schnitt auch besser.
      lieber langsam gewinnen als schnell verlieren.
    • Mythoughts
      Mythoughts
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2009 Beiträge: 631
      Marginale Spots auslassen bedeutet, dass du deine Range reduzierst und damit einfacher vom Gegner zu readen bist.

      Wird meiner Meinung nach auf den kleineren Limits gut funktionieren, sich auf den höheren Stakes aber rächen.
    • Speedy84
      Speedy84
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 2.974
      Original von maechtigerHarry
      Ne das seh ich eben anders.
      Mehr Varianz und gleichzeitig mehr EV bedeutet eben nicht zwangsläufig das die "Downswings" größer werden wenn man unter downswing Phasen mit Verlusten versteht.
      Puh, ist das wirklich so, dass sich diese beiden Faktoren relativieren? Hätte gedacht, dass der Faktor Varianz größer wiegt als der Faktor EV, und sich damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Downswing in Höhe von x BB eintritt, vergrößert.
    • maechtigerHarry
      maechtigerHarry
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 5.596
      Ich kanns halt nicht beweisen aber ich denke ehrlich gesagt schon.

      Man kann´s auch nicht wirklich rausfinden...Dazu bräuchte man 2 Spieler mit selbem Skillniveau auf den selben Stakes und müsste dann mit Winrate und Standartabweichung in nem Varianzsimulator rumspielen aber das ist halt total utopisch.

      Aber defintiv ist es so das bei dem "varianzreicheren" Spielstil die Wahrscheinlichkeit für einen X-BB Upswing DEUTLICH stärker ansteigt als die Wahrscheinlichkeit für einen X-BB Downswing (sofern diese halt überhaupt ansteigt).
    • Marvl
      Marvl
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 3.556
      Da man Online einfach zu viele Hände spielt, wird auch derjenige, der varianzarm spielt, indem er z.B. 53%-Coinflips vermeidet, früher oder später einen substanziellen Swing erleiden.
      Wenn die Anzahl solcher Situationen, die er im Zeitraum seines Downs ausläßt, in die Hunderte geht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er diese mit einer positiven Gesamtbilanz abgeschlossen hätte, sehr hoch.
      Und somit ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass sein Rekordswing milder ausgefallen wäre, wenn er nicht so Varianzarm gespielt hätte, ebenfalls sehr hoch.
    • BLANKO
      BLANKO
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2006 Beiträge: 758
      ich spiel zwar nur noch NL aber ich denke mal einen schritt in richtung mindset.
      jeden belastet ein swing und auch die varianz anders.
      aber bei jedem gibt es den punkt wo er anfangt vom agame abzuweichen.
      wenn ich durch hohe varianz /hohe swings des öftern an diesen punkt komme ist es nicht gerade förderlich die varianz zu puschen.
      meiner meinung nach ist allso von vorteil wenn ich mein spiel varianzmässig (steuerung geht ja nur indem ich bestimmten spots aus dem weg gehe) an mein augenblickliches mindset angleich. was insgesamt vielleicht nicht max +EV ist , aber für einen persönlich perfekt um vom agame seltener in die b/c/tilt -zone zu gelangen, und somit dann doch für einen individuell +EVpersönlich.