Fullring/Shorthand

    • johngalt00
      johngalt00
      Bronze
      Dabei seit: 21.06.2010 Beiträge: 173
      Ich wurde gern noch paar Informationen zu den Unterscheiden der Spielweise bei Fullring und Shorthand erfahren...

      Die Startinghand-Charts sind klar. Diese beinhalten ja das Spiel vor dem Flop. Aber wie ist es mit dem Spiel am Flop und weiter!? Wieweit wird es angepasst!? Man spielt ja durch den Chart viel mehr Hände und ist ja damit am Flop automatisch mit oft viel schwächeren Händen konfrontiert. Aendert sich dadurch die Spielweise oder kann man im Prinzip trotzdem die Basisartikel genauso auf die SH-Tische anwenden?


      Danke
  • 2 Antworten
    • Hurrycain666
      Hurrycain666
      Bronze
      Dabei seit: 13.05.2009 Beiträge: 529
      € Oh sry, FL, hab ich ned gesehen ;)

      Dann sind sie hier richtig aufgehoben. Ändert sich imho schon einiges, aber ich find anschauen besser als erklären. Hat mir viel geholfen. ;)
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.495
      Zum wichtigsten Artikel wird SH wahrscheinlich Postflop: Standardspielzüge gegen einen Gegner. Das ist die häufigste Situation nach dem Flop. Die Spielzüge aus den Basisartikeln gelten nach wie vor, nur werden die absoluten Handstärken durch relative Handstärken ersetzt. Was zählt, ist deine Handstärke im Vergleich zu denen der Gegner. Absolute Kategorien wie top Paar usw. verlieren dagegen an Bedeutung, abgesehen davon, dass Monster immer noch Monster sind.

      Die relativen Handstärken verschieben sich nach unten, weil die Gegner im Schnitt mit schlechteren Starthänden unterwegs sind und dann auf dem Flop auch weniger gute Hände treffen. Das gilt auch für dich. Man muss hier anfangen abzuschätzen, wie gut die preflop Range des Gegners auf den Flop passt. Es kann also gut sein, dass ein mittleres Paar als starke Hand gewertet werden kann und dann auch so gespielt wird. Das hängt von der Floptextur ab (kein Ass z. B.) und von der Prefloprange der Gegner ab.

      Auch wichtig wird, dass du gute Draws aggressiv für Foldequity spielst. Du hast oft zuwenige Gegner am Flop, um für Value zu raisen, aber weil es so wenige Gegner sind, haben die oft keine made Hand. Die Aussichten sind also gut, die mit aggressivem Spiel aus dem Pot zu hauen. Das ist auch die Basis des zu zweit am Flop Artikels. Voraussetzung ist, dass der Gegner in der Lage ist, eine Hand auch mal wegzulegen (keine Callingstation), aber prinzipiell spielst du im SH einen Draw fast wie eine made Hand.

      Um die Foldequity zu erzeugen, musst du auf die Boardstruktur achten. Kannst du eine starke Hand überhaupt repräsentieren? Dazu muss entweder deine preflop Action schon von sich aus eine starke Hand repräsentieren (du hast die Initiative) oder etwas muss auf dem Board liegen, was auf deine Range so gut passt, dass du häufig eine made Hand haben kannst, gegen die dann Odds und Outs des Gegners nicht reichen. Wenn du z. B. einen Flush Draw auf einem 532 Board raist, glaubt dir niemand eine made Hand bzw. jedes Ass rechnet sich gute Chancen aus, dich noch zu schlagen. Ist das Board aber K97, dann checkraise bzw. raise und ein einsames Ass hat es schwer.