Was spricht dagegen Steuern zu zahlen, wenn im Gegenzug Poker legalistiert wird?

    • Lausbub7
      Lausbub7
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      Dabei seit: 28.11.2008 Beiträge: 2.397
      Das Thema wurde sicherlich schon einmal (wenn nicht mehrmals) hier durchgesprochen, aber...

      Was spricht dagegen Steuern zu zahlen, wenn im Gegenzug Poker legalistiert wird?

      Viele Mid-Highstakesspieler sagen ja, dass sie gerne Steuern zahlen würden, aber ihnen der Spitzensteuersatz zu hoch ist. Wie rechtfertigt ihr das und wie steht ihr zu der Thematik?
  • 76 Antworten
    • DerExec
      DerExec
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      Dabei seit: 05.10.2007 Beiträge: 12.530
      Original von moggiii
      Viele Mid-Highstakesspieler sagen ja, dass sie gerne Steuern zahlen würden, aber ihnen der Spitzensteuersatz zu hoch ist.
      Naja, das sagen halt alle, die viel verdienen. Warum also nicht auch Pokerspieler?

      Im Gegenzug: Warum sollten - falls denn Steuern gezahlt würden - Pokerspieler anders behandelt werden, als "normale" Verdiener?
    • Lausbub7
      Lausbub7
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      Dabei seit: 28.11.2008 Beiträge: 2.397
      Sie sollten eben nicht anders behandelt werden, sondern gleich.
    • fame
      fame
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      Dabei seit: 24.01.2006 Beiträge: 1.553
      Naja, erstmal muss man den Rake schlagen um Winningplayer zu sein. Der ist auf den Midstakes noch recht hoch.

      Dann muesste man auf einmal auchnoch die Steuern schlagen, was fuer viele Spieler dann nichtmehr profitabel waere.

      Nehmen wir mal 50% Steuern an: Jemand der die Midstakes grindet als Nebenjob verdient sagen wir mal 10€/h, was fuer einen Nebenjob ok ist. Nach Abzug der Steuern waeren das dann noch 5€/h, also nichtmehr profitabe :/
    • boooobby05
      boooobby05
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      Dabei seit: 13.07.2007 Beiträge: 1.400
      wenn pokerwinnings auch noch versteuert werden müssen, wird das alles sehr unrentabel.
    • fame
      fame
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      Dabei seit: 24.01.2006 Beiträge: 1.553
      Original von DerExec
      Im Gegenzug: Warum sollten - falls denn Steuern gezahlt würden - Pokerspieler anders behandelt werden, als "normale" Verdiener?
      Naja, dann muss man als Pokerspieler nicht nur Pflichten haben sondern auch Rechte.

      Das wuerde bedeuten das ein Pokerspieler berechtigt werden muesste eine Steuererklaerung (wie jeder andere arbeitende Mensch) zu machen und dabei auch Dinge von der Steuer abzugeben. Der Steuersatz muesste dann ebenfalls an Steuerklassen gebunden sein etc.

      Einfach zu sagen jeder zahl pauschal x% auf die Cashouts ist nicht gerade fair :/
    • TxPoker888
      TxPoker888
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      Dabei seit: 09.10.2007 Beiträge: 1.192
      Es spricht nichts dagegen, Einnahmen aus Poker zu versteuern, wie es ja bei jedem Erwerb gemacht werden muss. Mit der Höhe des Rakes hat das erstmal nichts zu tun, da ja nur die Einnahmen besteuert werden, welche man 'trotz' Rake macht.

      Dass der Rake tiefer sein sollte, ist ein anderes Thema, dafür gibts ja schon einen Thread. Und der Staat sollte bei der Lizenzierung von Pokerräumen moderate Gebühren verlangen (welche der Pokerraum nicht vollständig auf die Spieler umlagert), so dass der Rake durch die Regulierung nicht übermässig ansteigt.
    • Carsten81
      Carsten81
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      Dabei seit: 30.08.2007 Beiträge: 2.517
      Original von fame
      Naja, erstmal muss man den Rake schlagen um Winningplayer zu sein. Der ist auf den Midstakes noch recht hoch.

      Dann muesste man auf einmal auchnoch die Steuern schlagen, was fuer viele Spieler dann nichtmehr profitabel waere.

      Nehmen wir mal 50% Steuern an: Jemand der die Midstakes grindet als Nebenjob verdient sagen wir mal 10€/h, was fuer einen Nebenjob ok ist. Nach Abzug der Steuern waeren das dann noch 5€/h, also nichtmehr profitabe :/
      wie definierst du bitte Midstakes?
      Jeder Nl25 Massgrinder mit ner marginalen Winrate kommt doch schon mit RB locker auf >10€/h

      Midstakes sind imo NL (200) 400-600, und die diese Limits dann auch noch schlagen bzw. mit Massgrind BE spielen + RB haben wohl sicher ne anständige 3-stellige hourly!

      Thema interessiert mich trotzdem.
    • Lausbub7
      Lausbub7
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      Dabei seit: 28.11.2008 Beiträge: 2.397
      Also es gibt auch Menschen die arbeiten in Deutschland für einen sehr niedrigen Lohn und werden unterbezahlt. Hinzu kommt, dass deren Arbeit nicht sehr erfüllend/schwer ist (sei es körperlich, geistig oder psychisch).

      Ich denke, dass Menschen die mit Poker Geld verdienen (egal ob als Hobbyspieler oder Berufsspieler) sich bewusst sein müssen, dass sie der Gesellschaft etwas zurückgeben müssen.
      Vor allem die Gutverdiener unter den Pokerspieler sollten bereit sein den Spitzensteuersatz zu zahlen, zumal man der Gesellschaft durchs reine spielen keinen nutzen bringt.
    • Lausbub7
      Lausbub7
      Bronze
      Dabei seit: 28.11.2008 Beiträge: 2.397
      Original von fame


      Einfach zu sagen jeder zahl pauschal x% auf die Cashouts ist nicht gerade fair :/
      wieso nicht? ich bin ein Laie in der Thematik und deine Meinung würde mich interessieren.
    • Mephisto87
      Mephisto87
      Black
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 4.176
      wenn ich steuern zahlen soll müssten zwei dinge geklärt werden:

      1. defintion poker= glücksspiel müsste weg, ich zahle nicht steuern auf ein glücksspiel das macht kein sinn

      2. wenn ich steuern zahle will ich auch alle rechte wie absetzbarkeit von ausgaben etc.

      prinzipell bevorzuge ich es das pokern glücksspiel bleibt = steuerfrei

      die derzeitige defintion : regelmäßiges glücksspiel mit gewinn = steuerbar ist einfach unhaltbar und würde m.E. vor keinem Gericht stand halten.

      fertig :)
    • 1mpr0x
      1mpr0x
      Platin
      Dabei seit: 27.11.2009 Beiträge: 3.404
      Weil die Steuern dann ganz einfach nach EV berechnet werden müssten und dazu käm dann noch das automatengewinne und blackjack gewinne und all der andre kack auch versteuert werden müsste. Poker ist einfach 1. viel zu varianzreich um versteuert zu werden und 2. eben immer noch ein glücksspiel dieses thema ist auch noch ziemlich @@@@@...alle beschweren sich hier über rake und dann wollen sie aufeinmal steuern zahlen imout
    • chrischiberlin
      chrischiberlin
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2007 Beiträge: 13.112
      meiner meinung nach ist poker kein job, sondern glücksspiel und das ist steuerfrei, ganz easy. man kann nicht alles als "einnahmen aus gewerbebetrieb" etc. definieren und dan steuern verlangen imo.

      rentabel oder nicht spielt bei der beurteilung, ob steuern oder nicht, keine rolle.
    • JBCMaster
      JBCMaster
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2009 Beiträge: 4.348
      Dazu kann man lange Diskussionen ohne Ende führen. Und am Ende bleibt doch das eine: Aus der moralischen Sicht sollten Pokerspieler Steuern zahlen, aber ist die Welt moralisch? Nein, also holt sich jeder das beste raus und selbst was die Besteuerung angeht, gibts auch keine moralische Gleichbehandlung in DE z.B. Abgeltungssteuer ;)
      Daher bleibt für mich Poker als Glücksspiel und damit auch steuerfrei. Ich habe damit auch keine Bedenken.
    • equinox
      equinox
      Bronze
      Dabei seit: 28.09.2006 Beiträge: 280
      Wenn Gewinne versteuert werden müssten, dann müsste man doch Verluste auch steuerlich abschrieben können?
    • fame
      fame
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2006 Beiträge: 1.553
      Original von moggiii
      Original von fame


      Einfach zu sagen jeder zahl pauschal x% auf die Cashouts ist nicht gerade fair :/
      wieso nicht? ich bin ein Laie in der Thematik und deine Meinung würde mich interessieren.
      Ganz einfach:

      Nicht jeder Arbeitnehmer zahlt dieselben Stuerern. Es gibt Freibetraege, verschiedene Steuerklassen (Stichwort Ehepaar, Kinder etc.) etc.
      Wenn man also Poker als Arbeit sieht dann muessen solche Dinge beruecksichtigt werden.


      Original von equinox
      Wenn Gewinne versteuert werden müssten, dann müsste man doch Verluste auch steuerlich abschrieben können?
      Da kommt es drauf an an welcher Stelle man die Steuern erhebt.
    • Lausbub7
      Lausbub7
      Bronze
      Dabei seit: 28.11.2008 Beiträge: 2.397
      ein unternehmen das Verluste einfährt erhält auch steuerliche Vergünstigungen im nächsten ertragreichen Zeitraum?
    • eltazo
      eltazo
      Bronze
      Dabei seit: 06.10.2006 Beiträge: 15.016
      man müsste zuerst einmal klären an welcher stelle steuern gezahlt werden.

      und dafür müsst ihr euch schon einigen als was ihr Pokern nun einschätzen wollt....wenn Pokern nen Glückspiel ist ...wird es wenn überhaupt unter staatlicher kontrolle erlaubt...
      d.h pokern bei lotto oder sowas...dann sind die gewinne steuerfrei und der staat finziert sich über den rake....Problem ist halt internet und man müsste irgendwie klären wer wo spielen darf im schmlimmsten fall nur deutsche gegen deutsche...


      ist es kein glückspiel sondern strategie ...müsste man seine winnings absetzen ...und klar verluste könnte man dann absetzen....

      ich halte das aber insgesammt für eher unwahrscheinlich.....

      aber stellen wir uns mal vor das würde so passieren. müsste man am ende des jahres nachweissen wieviel man eingezahlt wieviel aus....und dann das ergebniss versteuern,,,,

      und dann natürlich progressiv.......
      also bei 10€ in der stunde würde man wohl kaum 50% steuern zahlen ....wohl eher so ca 10%
    • Insaniac
      Insaniac
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2007 Beiträge: 3.398
      Original von moggiii
      Ich denke, dass Menschen die mit Poker Geld verdienen (egal ob als Hobbyspieler oder Berufsspieler) sich bewusst sein müssen, dass sie der Gesellschaft etwas zurückgeben müssen.
      Vor allem die Gutverdiener unter den Pokerspieler sollten bereit sein den Spitzensteuersatz zu zahlen, zumal man der Gesellschaft durchs reine spielen keinen nutzen bringt.
      :facepalm:
      schau dich doch mal auf der straße um, wieso willst du den hartzern, ausländergesocks usw. oder einfach den dummen menschen was zurückgeben?
      v.a. in form von steuern ?(

      der markt wäre sicherlich größer, wenns legal wär, aber das mit versteuern wird niemals so geregelt werden können
    • eltazo
      eltazo
      Bronze
      Dabei seit: 06.10.2006 Beiträge: 15.016
      Original von Insaniac
      Original von moggiii
      Ich denke, dass Menschen die mit Poker Geld verdienen (egal ob als Hobbyspieler oder Berufsspieler) sich bewusst sein müssen, dass sie der Gesellschaft etwas zurückgeben müssen.
      Vor allem die Gutverdiener unter den Pokerspieler sollten bereit sein den Spitzensteuersatz zu zahlen, zumal man der Gesellschaft durchs reine spielen keinen nutzen bringt.
      :facepalm:
      schau dich doch mal auf der straße um, wieso willst du den hartzern, ausländergesocks usw. oder einfach den dummen menschen was zurückgeben?
      v.a. in form von steuern ?(

      der markt wäre sicherlich größer, wenns legal wär, aber das mit versteuern wird niemals so geregelt werden können
      Hoffe du hast den beitrag aus einer staatlich finanzierten uni geschrieben