MTT Staking Deals umrechnen (mit und ohne Makeup)

    • HoRRoR
      HoRRoR
      Black
      Dabei seit: 11.02.2005 Beiträge: 10.679
      Ich zerbreche mir hier nun ewig den Kopf.

      Ich versuche Staking Deals umzurechnen, da die meisten Leute einfach kurzfristig gestaked werden wollen und ich lieber langfristig stake und den kurzfristigen Deal einfach gerne fair umrechnen würde zu einem Deal mit Make-Up (d.h. der Backer bekommt zuerst seinen vollen Einsatz zurück und dann werden die Winnings gesplitted).

      Ich hab nur echt ka, was für Faktoren in der Rechnung überhaupt ne Rolle spielen.

      Roi? (ka ob das fürs umrechnen erforderlich ist)
      Laufzeit, also Anzahl der Turniere für das Staking (das sicherlich)

      Also einfaches Beispiel, ein Deal für ein einmaliges Staking: 80/20, d.h. der Backer bekommt 80% und der Spieler 20%.

      Nun kann ich das ganze 100mal so machen und nach jedem Turnier einzeln abrechnen oder ich rechne am Ende der 100Turniere 1mal ab. Wie wird der Deal nun hier umgerechnet, dass der Deal genau gleich ist?
  • 3 Antworten
    • SkyReVo
      SkyReVo
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 2.365
      Ein paar Denkansätze:

      Im Vergleich Stakeback vs. Make-Up (und welches man möchte) geht's um Varianzverringerung und Risikoaversion/Minimierung bzw. Maximierung in Korrelation zur Rendite.

      Kurz ausgedrückt: Beim Make-Up im Vergleich zum x-fachen Stakeback verringert der Staker die Amplituden der Swings auf Kosten der Rendite.

      Wichtige Faktoren für die Umrechnung wären also:

      Anzahl der MTTs (das x von oben), ROI (obv.) und die Standard Deviation der Variante MTT, im besonderen Bezug auf den Spielstil des Spielers).

      Gerade der letzte Punkt ist ohne gigantische Samplesize (wie auch der ROI in geringerem Maße) nicht klärbar. Generell sollte aber gelten, dass der ROI des Spielers beim Makeup eine größere Rolle spielt (weil die Varianz (also die Abweichung von der SD) durch x verringert wird). Beim Stakeback spielt die SD eine viel größere Rolle, weil es für den Backer überproportional wichtig ist, dass der Spieler eine möglichst polarisierte Finish Distribution hat (vereinfacht: besser 1x erster und den Rest im Mittelfeld als 3x 3.)


      Abschließend lässt sich sagen, dass das Problem der Umrechnung zwischen "fairem" Stakeback-Deal und MakeUp-Deal aufgrund obigen Faktoren ein zu komplexes Problem (mit zu vielen Variablen) ist und somit immer ein Gegenstand der Abschätzung sein wird - mit Gewichtung wiederum auf obigen Faktoren. :)
    • 00Visor
      00Visor
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2007 Beiträge: 14.488
      Wo ist denn der Unterschied zwischen Stakeback und Make-Up? Blicke da nicht wirklich durch.

      SkyRevo sagt schon richtig, dass es auf ROI, Samplesize und Standardabweichung ankommt.
      Wobei Standardabweichung für kurze Deals nicht ausreicht (ich gehe davon aus, mal will den Deal dann mit ner Normalverteilung approximieren, was für kurze Deals zu ungenau ist).

      Es gibt da auf jeden Fall keine einfache Formel, selbst wenn man nur die Standardabweichung nimmt. Ich hab ein Matlab-Programm geschrieben, was die Stakings einfach simuliert. Das ist für mich noch die einfachste Herangehensweise. Werde dazu wahrscheinlich noch heute im Staking-Forum nen Thread aufmachen.
    • SkyReVo
      SkyReVo
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 2.365
      Original von 00Visor
      Wo ist denn der Unterschied zwischen Stakeback und Make-Up? Blicke da nicht wirklich durch.
      Stakeback (meist shortterm): Ich spiel für $1000 MTTs, wenn ich über $1000 bin kriegt Staker $1k + Anteile Winnings, drunter halt alles. Nächsten Tag selbe Prozedur.

      Makeup: Ich spiel $1000, verlier alles. Nehme das in den nächsten Tag mit ("Schulden" sozusagen), also wenn ich da unter $2k gewinne -> alles an den Staker (bzw. in den nächsten Tag), wenn ich über 2k gewinne wieder anteilig. :)