Gegner, die gerne floaten

    • Thilo87
      Thilo87
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2006 Beiträge: 901
      Hallo,

      wie erkennt man solche Gegner an den Stats? Dass sie gerne floaten heisst für mich, dass sie auch öfter gegen Second Barrels am Turn folden. Welche Strategien kommen noch in Frage? Worauf muss man noch achten?

      Danke und Grüße,

      Thilo
  • 4 Antworten
    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      Wenn du Eier hast, dann solltest du gegen einen notorischen Floater den Turn einfach mal checkraisen, mal mit Air, mal mit Nuts. Der hört schneller auf zu floaten als du denkst gegen dich. Ansonsten kannst du den Float auch einfach mal callen, mit einer Hand die du sonst zwei mal gebarrelt hättest, oder mit der du dich gerade so vorne siehst, gegen Villains Range. Die meisten Floater machen nämlich den Fehler ihren Bluff am River aufzugeben, auch wenn eine Karte kommt, die den Float unterstreicht.

      An den Stats kann ichs dir nicht genau sagen. Ich denke mal wenn er oft cbets callt und einen relativ hohen AF am Turn aufweist. Muss leider noch etwas mit dem HM üben, aber wenn du die Tische genug beobachtest, bekommst du eigentlich nach ner Zeit mit, wer oft floatet.
    • Craven1977
      Craven1977
      Bronze
      Dabei seit: 11.10.2008 Beiträge: 244
      @phil

      ????? "...Ansonsten kannst du den Float auch einfach mal callen, ..." ?????

      Der Float ist doch das callen Deiner CBet vom anderen Spieler.
      Daher würde ich auch sagen, dass der CBet-Call-Wert hier der richtige sein sollte.
    • SteveWarris
      SteveWarris
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2007 Beiträge: 5.797
      wie erkennt man solche Gegner an den Stats?


      Gegner die wenig auf cbets folden und einen hohen bet vs. missed cbet flop oder turn haben.

      Unterstützende stats sind noch etwas erhöhte coldcall werte und ne generell hohe aggression in AF und AF%, und/oder höhere vpip/pfr werte

      ...

      denke ich mal.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Du musst hier erstmal unterscheiden:

      Gegner die gerne mit ABSICHT floaten und Gegner die UNABSICHTLICH floaten.


      Ein Gegner der dich mit Absicht floaten wird dies tun, da deine Turnaggression relativ niedrig ist und du dort viel zu oft die Stärke deiner Handrange mit einem Check offenbarst.

      Gegner die unabsichtlich floaten sind Gegner die halt ständig ihre Gutshots, 3rd Pairs, Overcards oder was weiss ich nicht floaten, um am Turn oder River einfach zu treffen.


      Auf welche Stats muss man primär achten?

      1. Fold to Flop und Raise to Fold bzw. Call Flop Wert => daraus kannst du erkennen wie die Callingrange in etwa aussehen könnte.

      2. Boardstruktur beachten => ein Call auf einem Axxr Board sollte weitaus stärker gewichtet werden erstmal als ein Call auf einem T97hh Board

      3. Fold to Turn Wert (ein hoher Fold to Turn wert in Verbindung mit einem niedrigen Fold to Flop Wert deutet ja schon darauf hin, dass dein Gegner marginal am Flop called und den Turn aufgibt - bei guten Regs wirst du das OOP aber nicht exploiten können, da sie niemals einen so hohen Fold to Turn Wert haben werden)

      4. Den Einwurf am Turn öfter mal C/R zu spielen, um den Floater zu "bestrafen" halte ich für Unsinn. C/raises am Turn sind unglaublich schwer zu balancen (wenn balancing nicht nötig ist, dann ist es "okay") und daher ist es wesentlich sinnvoller mal zwischendurch auf C/C umzusteigen.

      WICHTIG: Bei jedem Spielzug solltest du dir Gedanken darüber machen welche Handrange du grade repräsentierst und welche Handrange dein Gegner grade repräsentiert. (wenn mäglich auch noch was dein Gegner von dir denkt)


      Edit: ein großes Problem werden aber Gegner sein die wissen wie sie Hände repräsentieren. Gegen die wirst du OOP extreme Probleme bekommen, wenn sie nicht so "dumbass" floats machen wie mit 33 auf K42r callen und dann jeden Turn setzen etc.

      Beim floaten geht es darum dem Gegner klar zu machen, dass die eigene Hand etwas anderes ist (Teil der eigenen Handrange). Z.b. callst du die Cbet deines Gegner auf dem T83hhs Board mit a8ss und am Turn kommt ein Herz und dein Gegner doublebarrelt light. Du musst hier z.b. auch in der Lage sein den Flush wirklich in der Range zu haben, damit ein möglicher Bluffraise funktioniert.

      Oder du floatest mit T9s auf dem K72r Board mit einem Spade. Dein Gegner cbettet und und checkt den Spade Turn. Du musst hier hier überlegen wie du dem Gegner am glaubhaftesten eine solide Made Hand verkaufst und wie du den Informationsvorteil gegen ihn maximierst. (Check Turn und den River erst setzen oder direkt am Turn setzen)

      Das hängt natürlich auch ursächlich mit deinem generellen Spielansatz zusammen. Es ist z.b. schlecht zu floaten mit einer weiten Range, wenn deine Range aus starken Händen Postflop nur aus Sets besteht. (z.b. ist der SHC deswegen suboptimal, da die Gewichtung der Postflopranges sehr in eine Richtung verzerrt ist)