Cap Preflop

    • Midas
      Midas
      Bronze
      Dabei seit: 05.06.2005 Beiträge: 934
      Wir openraisen aus beliebiger Position. Ein Gegner erhöht und der Rest des Tisches foldet. Da wir kaum folden können, haben wir offensichtlich die Wahl, entweder zu cappen oder zu callen.

      In der Strategiesektion wird hierzu vertreten, mit den besten Händen - ich glaube JJ+, Ako+ - zu cappen und sonst zu callen.

      Mir stellt sich insoweit die Frage, ob wir unsere Range dadurch nicht zu stark polarisieren, so dass der Gegner im Falle eines Caps weiß, dass wir ein hohes Pockentpair oder eben AK halten und - womöglich noch schlimmer - im Falle eines Calls weiß, dass wir eben diese Hände nicht haben.

      Wie sollten wir hier unsere Hand verschleiern?
  • 8 Antworten
    • Volzotan
      Volzotan
      Bronze
      Dabei seit: 28.10.2007 Beiträge: 1.680
      hi
      musste natürlich verschleiern.
      d.h. mal callen und auch mal nicht premium1 blätter cappen.
      gibt sogar ne strategy wo man nie pre capt

      sonst hast du natürlich recht.
    • Midas
      Midas
      Bronze
      Dabei seit: 05.06.2005 Beiträge: 934
      Diese "No-Cap-Strategie" würde mich sehr interessieren. Gibt es da irgendwo nähere Ausführungen, Berechnungen etc.?
    • Volzotan
      Volzotan
      Bronze
      Dabei seit: 28.10.2007 Beiträge: 1.680
      ja hier
      wird dir aber nicht direkt weiterhelfen.

      http://de.pokerstrategy.com/strategy/fixed-limit/1815/1/
    • Hohlkopp
      Hohlkopp
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2008 Beiträge: 2.022
      Da ich ungetrackt spiele, kenne ich den Artikel nicht, aber ich erkläre es mal so:

      IP cappe ich HU nie. IP seine Handstärke so stark zu polarisieren, kann stark von Nachteil sein, und man hat eh den Positionsvorteil postflop und kann den Gegner besser spielen. Ausnahme sind natürlich Vollfische, die nicht meist die Capping-Range nicht genau definieren können. IP-Caps HU geben bei mir auch immer direkt ne Note, wenn ich den Showdown sehe.

      OOP cappe ich meine Monster-Hände schon. Die Initiative erleichert das Postflop-Spiel ungemein. Wenn der Gegner gegen meinen Cap Action zeigt, kann ich seine Handrange auch besser eingrenzen. Eine Ausnahme wäre AA oder auch mal KK. Da kann man nur callen und dann den Flop direkt c/r spielen.
    • Keiji
      Keiji
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2007 Beiträge: 2.372
      angenommen du bist am BU, openraised, SB folded, BB 3-bettet, cappst du dann nie? auch mit 99 nicht? also wirklich IP nie cappen?
    • Zyniker
      Zyniker
      Bronze
      Dabei seit: 26.06.2008 Beiträge: 385
      also ich cappe IP recht wide je nach 3better. dann bin ich auch gebalanced ^^
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Kommt drauf an, welches Limit du spielst und aus welcher Position. Im Grunde ist der Verzicht auf den Cap ein slow Play, bei dem du hoffst, in den späteren Runden um so mehr zu gewinnen. Mindestens bis in die low Limits rate ich davon ab. Da ist es wichtiger, den Value sofort zu gewinnen, weil die Gegner kaum toughe Folds machen und die Fähigkeit Ranges gut zu lesen, noch nicht sonderlich ausgeprägt ist. Auch wenn du cappst, wirst du später nicht weniger gewinnen.

      Der andere Grund hängt damit zusammen, dass es auch eine andere Methode gibt, Balancing zu betreiben. Wenn man glaubt, dass einem Caps zuviel Foldequity auf dem Flop verschaffen, warum dann nicht noch mehr cappen? Diese Hände cappt man zwar nicht für Value, aber die Foldequity auf dem Flop gleicht das wieder aus. Ausserdem behält man den preflop Value mit seinen Monstern.

      Die Position spielt insofern eine Rolle, dass Raises und 3-bets aus späten Positionen und im Kampf um die Blinds grundsätzlich grössere Ranges haben als aus frühen und mittleren Positionen. Das bedeutet, man kann mehr Hände für Value cappen. Deutlich wird das z. B. in den Silbercharts: dort wird TT+ und AQs gecappt, weil sich das Spiel erst ab MP2 abspielt. Auch hier ist die Anpassung, die Cappingrange zu erweitern und nicht, sie zu verkleinern. Da man eine grössere Cappingrange hat, fällt es den Gegnern auch nicht so leicht, auf dem Flop zu folden, was wieder dem erzielbaren Value deiner Hände zugute kommt.

      Man muss also sehr genau abwägen, ob man durch den Verzicht auf den Cap nicht zu viel Value verliert. Diese Gefahr besteht vor allem, wenn man es ausser Position tut, da der Gegner in Position immer die Möglichkeit hat, eine kostenlose Karte zu nehmen und man ihm das durch den Verzicht auf die Initiative erst ermöglicht.
    • Volzotan
      Volzotan
      Bronze
      Dabei seit: 28.10.2007 Beiträge: 1.680
      cap für fe ist gut fürs balancen find ich. da bekommt man den gegner auch mal von einen underpair runter.
      wenn er denn doch downcallt ist das auch nicht schlecht da man spätere spots dann gut ausbezahlt bekommt.

      im idealfall weiß V nie wo er steht.