Mitarbeiter erhält Firmenanteile (steuerliche Unklarheit)

    • Chef0815
      Chef0815
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2007 Beiträge: 1.916
      Hi zusammen,

      ich hab folgende Frage..

      ..Wie muss ich folgende Transaktion buchen:

      Unsere Firma (eine GbR) hat einen Mitarbeiter, der für unsere Firma ein paar Monate lang Programmierdienstleistungen durchführt.
      Dieser besitzt eine eigene Firma und arbeitet über diese Firma für uns.
      Neben einem mittleren Gehalt, welches er uns monatlich in Rechnung stellt,
      erhält er vertraglich geregelt obendrein noch monatlich 1% Firmenanteile von unserer Firma.
      Die Firma steigt logischerweise kontinuierlich im Wert.

      Muss ich jetzt vom aktuellen Wert des Unternehmens, der in der Bilanz steht,
      1% als Nettobetrag berechnen und auf diesen Betrag die USt. draufrechnen, und dies ist der GELDBETRAG, den ich steuerlich verbuchen muss??

      Oder wie mache ich das??

      Hab grade leider keinen Plan, sollte das Ganze aber noch vor dem 10. des Monats ans Finanzamt weiterreichen.
      (Kein Steuerberater BISHER für die GbR) ;) Hab immer alles selber erledigt bisher..
  • 19 Antworten
    • Chef0815
      Chef0815
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2007 Beiträge: 1.916
      no answers trotz 211 Views?? ;)
    • FiftyBlume
      FiftyBlume
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2010 Beiträge: 8.580
      Muss denn die Firmenanteile überhaupt angegeben werden? Ist das nicht eigentlich so, dass er dadurch selbst Inhaber der GbR wird und es möglich ist, dies einfach in den Vertrag hineinzuschreiben(sein "Beitrag" ist dann die Programmierleistung).
    • Chef0815
      Chef0815
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2007 Beiträge: 1.916
      grundsätzlich hast du recht, aber das prob is ya dass er ne eigene Firma besitzt, über die er Miteigentümer werden will..
      D.h. diese Anteile gehen in sein Firmeneigentum über..
      ..D.h. ab jetzt sieht der Papa Staat genau was wir machen..
    • FiftyBlume
      FiftyBlume
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2010 Beiträge: 8.580
      So ganz steig ich da noch nicht durch....d.h. die Firma erwirbt Anteile und nicht er als Privatperson?
    • Chef0815
      Chef0815
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2007 Beiträge: 1.916
      richtig.. er arbeitet als Personengesellschaft (--> Unternehmen) für uns..
      D.h. er plant, dass das in seiner Bilanz auftauchen wird..
    • Egozocker
      Egozocker
      Bronze
      Dabei seit: 26.08.2006 Beiträge: 7.019
      Wegen der Umsatzsteuer würde ich mir keine Gedanken machen. Der Verkauf von Geschäftsanteilen ist wahrscheinlich umsatzsteuerfrei.

      Ertragssteuerlich ist eure Regelung ziemlich schwierig zu handeln. Du müsstest ja praktisch jeden Monat den Wert eures Unternehmens neu bestimmen.

      Am einfachsten ist, ihr sucht euch einen Steuerberater. Oder du addest mich mal in der community.

      PS: welche Rechtsform hat denn das Unternehmen eures "Mitarbeiters"?
    • Chef0815
      Chef0815
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2007 Beiträge: 1.916
      adde dich gleich mal.. ;)
    • CMB
      CMB
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 6.447
      Das klingt nach einer kompletten Katastrophe, von Scheinselbstaendigkeit ueber Bilanzfehler bis zur Doppelbesteuerung droht so ziemlich jedes Problem in das man laufen kann. Geh mal lieber erst zum Steuerberater und konstruier das vernuenftig.

      Gruss und gl,
      CMB
    • Jochenha
      Jochenha
      Global
      Dabei seit: 26.01.2007 Beiträge: 4.623
      Sofort zum Steuerberater und Streß dich nicht wegen FA...

      Und wer ist auf diese Beteiligungidee gekommen?
      Bei mir gehen da steuerrechtlich und haftungsrechlich gerade alle Warnlichter an... :D

      Würde die Gelegenheit mal nutzen und eventuell mal über
      http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmergesellschaft_%28haftungsbeschr%C3%A4nkt%29
      oder
      http://de.wikipedia.org/wiki/GmbH

      nachdenken.
    • yogiii
      yogiii
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 2.791
      unser Prof. meinte: kommt niemals auf die bescheuerte Idee eine uG zu gründen. Desweiteren sollte man eher nicht geschäftlich mit einer uG zu tun zu haben
    • nikorw
      nikorw
      Bronze
      Dabei seit: 03.08.2006 Beiträge: 6.987
      Original von yogiii
      unser Prof. meinte: kommt niemals auf die bescheuerte Idee eine uG zu gründen. Desweiteren sollte man eher nicht geschäftlich mit einer uG zu tun zu haben
      Und was hat das mit dem Fall zu tun? ^^
    • Jochenha
      Jochenha
      Global
      Dabei seit: 26.01.2007 Beiträge: 4.623
      Original von yogiii
      unser Prof. meinte: kommt niemals auf die bescheuerte Idee eine uG zu gründen. Desweiteren sollte man eher nicht geschäftlich mit einer uG zu tun zu haben
      Und wie hat dein Prof das begründet?
      Es gibt atm über 34.000 UG´s in Deutschland. :)
    • yogiii
      yogiii
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 2.791
      weil die uG zu Beginn eine Haftung von nur 1€ hat.
      Und zukünftig 25% (oder ähnlicher Wert) des Jahresüberschusses in diese Haftungsmasse mit einfließen.

      Das sollte rationale Kunden abschrecken, weil man bei einer Insolvenz der uG als Gläubiger idR die Arschkarte hat.
      Wenn die Rechtsform einen Kunden schon abschreckt, ist das natürlich auch wirtschaftlich keine gute Basis für ein "Unternehmen".
      Und wenn man als uG bsp. einen Kredit o. ä. will, wird der Kreditgeber idR sagen:" lol du hast ne uG? Dann gib mir mal private Sicherheiten"

      =>
      uG schreckt Kunden ab wegen geringer Haftungsmasse => macht eine "Unternehmeridee" möglicherweise unprofitabel, was bei einer anderen Rechtsform durchaus Chancen hätte

      =>
      der theoretische Vorteil für den Unternehmer als nat. Person, dass die Haftungsmasse der uG so klein ist + beschränkt und sein Privatvermögen "geschützt" ist wird idR umgangen, indem Fremdkapitalgeber, Vermieter (Büro-/Lagerräume o. ä.), Lieferpartner sich vernünftigerweise privates Vermögen als Sicherheit geben lassen


      sry OP für OT, wünsche dir viel Erfolg bei deinem Problem
    • CMB
      CMB
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 6.447
      Halte ich fuer irrelevant weil die GmbH als Neugruendung ja auch kreditunwuerdig ist. Klingt nur besser.

      CMB
    • Jochenha
      Jochenha
      Global
      Dabei seit: 26.01.2007 Beiträge: 4.623
      Original von CMB
      Halte ich fuer irrelevant weil die GmbH als Neugruendung ja auch kreditunwuerdig ist. Klingt nur besser.

      CMB
      #this!
    • yogiii
      yogiii
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 2.791
      1€ = 25k€

      ship it plox
    • jotha
      jotha
      Bronze
      Dabei seit: 20.04.2006 Beiträge: 3.396
      Original von Chef0815
      Hi zusammen,

      ich hab folgende Frage..

      ..Wie muss ich folgende Transaktion buchen:

      Unsere Firma (eine GbR) hat einen Mitarbeiter, der für unsere Firma ein paar Monate lang Programmierdienstleistungen durchführt.
      Dieser besitzt eine eigene Firma und arbeitet über diese Firma für uns.
      Neben einem mittleren Gehalt, welches er uns monatlich in Rechnung stellt,
      erhält er vertraglich geregelt obendrein noch monatlich 1% Firmenanteile von unserer Firma.
      Die Firma steigt logischerweise kontinuierlich im Wert.

      Muss ich jetzt vom aktuellen Wert des Unternehmens, der in der Bilanz steht,
      1% als Nettobetrag berechnen und auf diesen Betrag die USt. draufrechnen, und dies ist der GELDBETRAG, den ich steuerlich verbuchen muss??

      Oder wie mache ich das??

      Hab grade leider keinen Plan, sollte das Ganze aber noch vor dem 10. des Monats ans Finanzamt weiterreichen.
      (Kein Steuerberater BISHER für die GbR) ;) Hab immer alles selber erledigt bisher..
      Wurde ein Steuerberater eingeschaltet?
      Was ist denn die Lösung?
      Für mich sind die ganzen Angaben schwammig und widersprüchlich.
      Deswegen kann es hier keine Lösung geben.

      Wie kann man ein Gehalt in Rechnung stellen?
      Wenn er über seine Firma bei euch arbeitet, erhält er kein Gehalt!?
      Warum steigt logischerweise der Firmenwert monatlich?
      Wenn er jeden Monat 1 % vom Firmenwert bekommt, erhält er ja z. B. auch einen Anteil am Inventar, für das er gar nichts geleistet hat.
      Oder erhält der monaltich 1 % vom Gewinn?

      Ich bin mal auf eine informative Darstellung gespannt.

      Edit fragt: Warum steht so was nicht in Wirtschaft und Finanzen?
    • BIhben
      BIhben
      Bronze
      Dabei seit: 06.10.2007 Beiträge: 609
      Original von Chef0815
      Hi zusammen,

      ich hab folgende Frage..

      ..Wie muss ich folgende Transaktion buchen:

      Unsere Firma (eine GbR) hat einen Mitarbeiter, der für unsere Firma ein paar Monate lang Programmierdienstleistungen durchführt.
      Dieser besitzt eine eigene Firma und arbeitet über diese Firma für uns.
      Neben einem mittleren Gehalt, welches er uns monatlich in Rechnung stellt,
      erhält er vertraglich geregelt obendrein noch monatlich 1% Firmenanteile von unserer Firma.
      Die Firma steigt logischerweise kontinuierlich im Wert.

      Muss ich jetzt vom aktuellen Wert des Unternehmens, der in der Bilanz steht,
      1% als Nettobetrag berechnen und auf diesen Betrag die USt. draufrechnen, und dies ist der GELDBETRAG, den ich steuerlich verbuchen muss??

      Oder wie mache ich das??

      Hab grade leider keinen Plan, sollte das Ganze aber noch vor dem 10. des Monats ans Finanzamt weiterreichen.
      (Kein Steuerberater BISHER für die GbR) ;) Hab immer alles selber erledigt bisher..
      Hallo,

      also ich muss mich den Fragen und Ausführungen teilweise von jotha anschließen.

      nach kaufm. solider Wirtschaftlichkeit und kompetenter Buchführung sieht Deine Frage wirklich nicht aus.

      Es erweckt eher den Anschein, als hast Du wirklich überhaupt keine Ahnung. Sorry, wenn ich das so offen hier sagen muss.

      1. Ist der MA der GbR wirklich ein MA der GbR oder ist der Dienstleister von der GbR?
      2. Wenn dieser (wie oben geschrieben) eine eigene Firma hat, dann erstellt er Euch einfach eine Rechnung über die Tätigkeit - also die Dienstleistung, die er für Euch vornimmt.
      3. Was ist denn bitte ein "mittleres Gehalt"? Er kann Euch kein Gehalt in Rechnung stellen - wie ist denn bitte die Rechnungsposition auf der Rechnung "Gehalt"? Das haut Dir jeder Buchprüfer um die Ohren! - Was im Einzelfall gehen würde, wäre wenn er Euch eine Honorarrechnung stellt. Wäre aber buchhalterisch ähnlich wie oben.
      4. Ich halte es für etwas seeeehr sonderbar, dass jemand Firmenanteile an einer GbR erwerben kann und das dies auch noch vertraglich vereinbart wurde. In ca. 8 Jahren gehört ihm der Laden dann ja rein theoretisch. Die Inhaber einer GbR haften insoweit mit ihrem Privatvermögen voll umfänglich. Die Bewertung von Firmenanteilen (soweit man überhaupt von Firmenanteilen sprechen kann) müssten zur Wirksamkeit in einem entsprechenden Gesellschaftsvertrag geregelt sein. Des Weitern muss auch der "Mitarbeiter" in der Gewerbeanmeldung auftauchen. Ich halte das alles für sehr Fragwürdig.
      5. Warum steigt (!) Logischerweise (!) der Wert der Firma? Woran wird der der Firmenwert bemessen? Doch wohl nicht an den Gesellschaftern. Sondern am Umsatz - bzw. am Ertrag des Unternehmen.
      6. Ist die GbR wirklich Bilanzpflichtig? Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Firmenanteile übertragen (lol) ist USt. Frei.

      Ich kann Dir nur abschließend dringend empfehlen, einen Steuerberater zu kontaktieren sowie mindestens auch einen Notar. Dieser muss nämlich den Gesellschaftervertrag entsprechend prüfen und formulieren, damit der ganze Kram auch "Hand und Fuss" hat.

      In welchem Geschäftsbereich seid ihr denn tätig?
    • Jochenha
      Jochenha
      Global
      Dabei seit: 26.01.2007 Beiträge: 4.623
      Original von BIhben


      In welchem Geschäftsbereich seid ihr denn tätig?
      Produktion und Vertrieb von ungarischer Pornographie.