Entwicklung der Sexualität

    • KalleTorsten
      KalleTorsten
      Bronze
      Dabei seit: 21.07.2006 Beiträge: 1.857
      Vor der Entwicklung der Sexualität haben sich die ersten Lebewesen ja ausschließlich durch einfache Zellteilung reproduziert, das heißt jede Nachfolgegeneration entsprach genau der vorherigen. Aber wie konnte sich die Sexualität dann überhaupt entwickeln? Wenn jedes Wesen eine Kopie seines "Ahnen" darstellt findet doch keinerlei Fortentwicklung statt. Wie konnte es also zu einer solch entscheidenden Änderung wie sexuellen Wesen kommen?
  • 13 Antworten
    • Horrz
      Horrz
      Bronze
      Dabei seit: 06.04.2005 Beiträge: 181
      Die Gene ändern sich nicht nur durch Vermischen von den Genen der Eltern. Es treten auch so Mutationen (Veränderungen des Genguts) - zum Beispiel durch Umwelteiflüsse- auf.

      Da die DNA regelmäßig kopiert wird (bei jeder Zellteilung bzw. bei der Übertragung zur RNA Zwecks Proteinbildung) und nich jeder Kopiervorgang Fehlerfrei ist, kann auch hier eine Veränderung des Genguts eintreten.

      Ich hoffe das Beantwortet deine Frage.

      Edit: Ich habe nur meinen Satzbau etwas verbessert.
    • Nabtul
      Nabtul
      Silber
      Dabei seit: 05.08.2005 Beiträge: 1.519
      LAWYERD :D
    • JDimapyc
      JDimapyc
      Bronze
      Dabei seit: 08.07.2009 Beiträge: 142
      Die Differenzierung von Keimzellen und Körperzellen (sexuelle Fortpflanzung) stellte einen Selektionsvorteil für die Zellen. Durch Rekombination von Genen entstanden verschiedene Unterarten. (Evolutionstheorie)
    • Horrz
      Horrz
      Bronze
      Dabei seit: 06.04.2005 Beiträge: 181
      Original von JDimapyc
      Die Differenzierung von Keimzellen und Körperzellen (sexuelle Fortpflanzung) stellte einen Selektionsvorteil für die Zellen. Durch Rekombination von Genen entstanden verschiedene Unterarten. (Evolutionstheorie)
      Ist meiner Meinung nach falsch.

      Definition Selektionsvorteil:
      Ein Selektionsvorteil ist ein phänotypisches Merkmal, durch das ein Individuum einen gewissen Vorteil gegenüber den anderen hat. Der Begriff entstammt der Evolutionstheorie nach Darwin.

      Die sexuelle Fortpflanzung ermöglicht nur mehr Veränderung der Gene. Nicht aber zwingend einen Vorteil. Nur diejenigen welche eine positive Veränderung der Gene (für die entprechenede Umweltsituation) haben, besitzen einen Selektionsvorteil. Die sexuelle Fortpflanzung beschleunigt also den Evolutionsprozess. (Was auch erklärt, warum "Niedere Lebensformen" Bakterien etc. seit Jahrmillionen auch unverändert existieren können.) Ist aber per se noch kein Vorteil.

      (Ich weiß ich bin ein Klugscheißer.)
    • hazz
      hazz
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 4.771
      wenns kein vorteil ist, warum hat sichs dann durchgesetzt?
    • toolz555
      toolz555
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2007 Beiträge: 1.918
      Es ist insofern ein Vorteil, dass sich Pathogene Mikroorganismen nicht perfekt auf unser Immunsystem einstellen können. Es gibt unzählige Kombinationen von Zelloberflächenproteinen, die durch die sexuelle Vermehrung noch erhöht werden.
      Ohne die sexuelle Vermehrung würde es Menschen, wie sie heute existieren, schon lange nicht mehr geben, bzw. es hätte sie nie gegeben.
    • Knudsen
      Knudsen
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2005 Beiträge: 4.314
      Original von hazz
      wenns kein vorteil ist, warum hat sichs dann durchgesetzt?
      wenn es sich durchgesetzt hat, warum gibt es weiterhin unzählige Einzeller, die sich nicht sexuell vermehren?
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.163
      Weil in ihrer biologischen Nische kein Selektionsdruck herrscht, der eine nicht sexuelle Fortpflanzung mit nicht-überleben bestraft.
    • Irbis26
      Irbis26
      Bronze
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 1.131
      Original von pKay
      Weil in ihrer biologischen Nische kein Selektionsdruck herrscht, der eine nicht sexuelle Fortpflanzung mit nicht-überleben bestraft.
      Ich würde sagen es ist genau umgekehrt: In einigen Nischen (meistens unter extremen Bedingungen) ist die Reproduktionsrate so klein, dass dort die sexuellen Organismen dafür bestraft werden dass sie Energie für Männchen verschwenden.

      Die Hauptgründe weshalb sich asexuelle Tiere nicht durchsetzten konnten sind 1. die mangelnde Flexibilität um auf veränderte Umweltbedingungen zu reagieren und 2. akkumulieren sich Mutationen die die Tiere mangels Sex nicht mehr loswerden.
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.163
      Original von Irbis26
      Original von pKay
      Weil in ihrer biologischen Nische kein Selektionsdruck herrscht, der eine nicht sexuelle Fortpflanzung mit nicht-überleben bestraft.
      Ich würde sagen es ist genau umgekehrt: In einigen Nischen (meistens unter extremen Bedingungen) ist die Reproduktionsrate so klein, dass dort die sexuellen Organismen dafür bestraft werden dass sie Energie für Weibchen verschwenden.

      Die Hauptgründe weshalb sich asexuelle Tiere nicht durchsetzten konnten sind 1. die mangelnde Flexibilität um auf veränderte Umweltbedingungen zu reagieren und 2. akkumulieren sich Mutationen die die Tiere mangels Sex nicht mehr loswerden.
      fyp
    • DieExe
      DieExe
      Silber
      Dabei seit: 07.03.2008 Beiträge: 2.393
      Original von hazz
      wenns kein vorteil ist, warum hat sichs dann durchgesetzt?
      weils spass macht :D
    • av3cbo0m
      av3cbo0m
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2007 Beiträge: 1.770
      evolution... dat is doch quatsch... wenn dir dat einer erzählt... dat is reines science fiction
    • Dangelo
      Dangelo
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2007 Beiträge: 2.650
      ich kann auch einfach willkürlich Modelle & Theorien für empirische Befunde erfinden.

      Anschließend erfinde ich Modelle die Aussagen über die Evidenz der vorher aufgestellten Theorien ermöglichen. Natürlich werden diese so konstruiert, dass diese größtenteils bestätigt werden. Falls es dann immernoch zu unerklärlichen Phänomenen kommt, sage ich einfach, dass es "ja nur ein Modell"...


      Willkommen in der modernen Wissenschaft.