VSR Drückerkolonne

    • TimeHasCome
      TimeHasCome
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2007 Beiträge: 1.074
      Moin!

      Mir ist vor ein paar Tagen nen Brief mit einer Vertragsbestätigung für ein HOER ZU Abonnement ins Haus geflattert.
      Mein Nachname ist darauf falsch geschrieben.

      Angeblich hätte ich ein Abo für 14 Monate abgeschlossen.

      Dann fiel mir ein, dass ich in der Fußgängerzone mal angequatscht wurde.
      "Sie können ein kostenloses Abo über 2 Monate abschließen. Die Zeitschrift wird von Schülern ausgetragen, die sich so als zuverlässig erweisen können. Kostet Sie nichts. Verlag macht das mit, weil die Zeitschriften Mängelexemplare sind. Etc...."

      Auf Nachfrage hat die nette Dame angegeben, dass ich mich ausdrücklich für nichts verpflichte und dass keine Kosten entstehen. Außerdem würde ich in ca.3 Tagen nochmal angerufen, ob ich das alles auch wirklich machen will.

      Die wollte dann meine Adresse haben (hab ihr die meiner Eltern gegeben, nicht meine ) und hat das auf so nen Abozettel geschrieben. Dort konnten verschiedene Zeitschriften angekreuzt werden. Es war aber keine angekreuzt.

      Als ich gefragt hab, weshalb da was von Abo draufsteht und so, hat sie gesagt, dass das nur für die Datenerhebung ist und damit ich ne Durchschrift habe.

      Naja hab dann den Zettel, auf dem einfach nur mein Name, meine Adresse und meine Handynummer sowie ihr Name stand, unterschrieben (ich weiß, dumm). Aber da nichts angekreuzt war, stellt das eigentlich keine Willenserklärung dar. Sie hat mit gesagt, dass die Unterschrift nur dafür sei, dass ich mich bereit erkläre, angerufen zu werden.

      Hab dann die Durchschrift bekommen und die hier auch rumliegen.

      Auf dem Zettel konnte man noch die Bankdaten angeben, was ich aber nicht gemacht habe.

      Können die mir jetzt was?

      - Nachname falsch geschrieben
      - nicht die Adresse, unter der ich gemeldet bin
      - keine Kontodaten
      - Durschschrift, aus der hervorgeht, dass kein HOER ZU Abo angekreuzt war


      Hab denen jetzt ne Mail geschrieben, dass wir eine Auftragsbestätigung in der Post hatten, aber keine Person mit dem Nachnamen bei uns im Haushalt wohnt. Und dass sie daher von einer Lieferung der Zeitschrift absehen sollen.

      Ja ich hab das schon gegoogled und ich weiß, dass das ne relativ bekannte Masche ist. War mir aber vorher nicht bekannt.. -.-

      Und ja ich weiß auch, dass das dumm war und ich hab keine Ahnung, warum ich das gemacht habe.

      Grüße
      T
  • 12 Antworten
    • Phoe
      Phoe
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 6.668
      Kannst easy von deinem Widerrufsrecht gebrauch machen, da falsch informiert und nicht über deine Widerrufsrechte aufgeklärt wurdest und das ganze als "Haustürgeschäft" gilt.
      BGB §312, § 355, §360 nachlesen und gegebenfalls nochmal ne email schreiben, wenn sie sich nicht kulant zeigen
    • Araklion
      Araklion
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2006 Beiträge: 4.605
      Original von Phoe
      Kannst easy von deinem Widerrufsrecht gebrauch machen, da falsch informiert und nicht über deine Widerrufsrechte aufgeklärt wurdest und das ganze als "Haustürgeschäft" gilt.
      BGB §312, § 355, §360 nachlesen und gegebenfalls nochmal ne email schreiben, wenn sie sich nicht kulant zeigen
      Was hat das mit Widerruf zu tun? Für die Leistung (das ABo) hat OP nie ne WIllenserklärung abgegeben. Kein Vertrag -> Kein Widerruf.
    • TimeHasCome
      TimeHasCome
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2007 Beiträge: 1.074
      Das ist genau das Problem, was ich mit dem Widerruf habe.
      Ich bin keinen Vertrag eingegangen und deshalb kann ich auch nicht widerrufen..

      Trotzdem meine Frage, ob da noch was auf mich zukommen kann.
    • QuickAndDirty
      QuickAndDirty
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2006 Beiträge: 2.714
      Demzufolge bleibt noch der Widerspruch. Dem angeblichen Abo schriftlich widersprechen.

      Info: [URL=http://www.antispam.de/wiki/Widerspruch_-_Widerruf_-_Kündigung_/_Begriffserläuterung]Widerspruch VS Widerruf[/URL]
    • Araklion
      Araklion
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2006 Beiträge: 4.605
      Original von TimeHasCome
      Das ist genau das Problem, was ich mit dem Widerruf habe.
      Ich bin keinen Vertrag eingegangen und deshalb kann ich auch nicht widerrufen..

      Trotzdem meine Frage, ob da noch was auf mich zukommen kann.
      Sie können versuchen es durchzusetzen (Gerichtlicher Mahnbescheid), du widersprichst dann dem und gut ist. In ner Verhandlung hätten sie obv. null Chancen.
      Vermutlich geben sie auf bevor irgendwas übers Gericht kommt.

      Außer du willst selbst aktiv werden in Richtung Betrug oder so.
    • QuickAndDirty
      QuickAndDirty
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2006 Beiträge: 2.714
      Widerspruch-Vorlage von der o.g. Webseite:

      Eigener Name
      und Adresse

      Name und
      Adresse
      des
      angeblichen
      Vertragspartners Datum


      Betreff: Schreiben vom xx.xx.xxxx, AZ: xxxxxxxxxxxx


      Sehr geehrte Damen und Herren,

      Ich bestreite, den von Ihnen behaupteten Vertrag gezeichnet oder
      in anderer Weise geschlossen zu haben. Folglich bestreite ich auch
      die von Ihnen behauptete Zahlungspflicht.
      Ich verlange die Vorlage des Vertrages.

      Mit freundlichen Grüßen

      Unterschrift



      Easy game. :s_cool:
    • TheKami
      TheKami
      Global
      Dabei seit: 01.03.2009 Beiträge: 31.579
      Original von Phoe
      Kannst easy von deinem Widerrufsrecht gebrauch machen, da falsch informiert und nicht über deine Widerrufsrechte aufgeklärt wurdest und das ganze als "Haustürgeschäft" gilt.
      BGB §312, § 355, §360 nachlesen und gegebenfalls nochmal ne email schreiben, wenn sie sich nicht kulant zeigen
      Würde ich nicht machen, die stellen sich da 100% quer und wenn du denen was von Widerrufsrecht erzählst, erkennst du den Vertrag an. Und das obwohl er gar nicht zustande gekommen ist.

      (§141 Bestätigung des nichtigen Rechtsgeschäfts, §144 Bestätigung des anfechtbaren Rechtsgeschäfts)

      Dazu sind vor allem die folgenden Paragraphen im BGB interessant:

      §119 Anfechtbarkeit wegen Irrtums
      ->Du wusstest nicht genau, wofür du da unterschreibst und du wolltest gar kein Abo abschließen.

      §121 Anfechtungsfrist
      ->sofort was schriftliches abschicken, dass du deine Willenserklärung nicht abgegeben hast (entweder per Mail, per Fax oder per Einwurfeinschreiben)

      §133 Auslegung einer Willenserklärung
      ->du wolltest kein Abo abschließen

      §142 Wirkung der Anfechtung
      (1) Wird ein anfechtbares Rechtsgeschäft angefochten, so ist es von Anfang an als nichtig anzusehen.

      §154 Offener Einigungsmangel
    • QuickAndDirty
      QuickAndDirty
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2006 Beiträge: 2.714
      Letzte Anmerkung von meiner Seite:

      Auf der o.g. Webseite gibt es auch ein Vorlage für Widerspruch inkl. Widerruf. Du widersprichst dort dem Bestehen eines Vertrages und den daraus folgenden Zahlungsforderungen und für den Fall, dass entgegen deinem Wissen, doch ein Vertrag existieren sollte, widerrufst du dein Einverständnis parallel.

      @TheKami: Deine Argumentation liest sich, wie unser Skript in "Bürgerliches Recht"... n1, dude.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Spam gelöscht.
    • TheKami
      TheKami
      Global
      Dabei seit: 01.03.2009 Beiträge: 31.579
      Original von MDDOM
      Letzte Anmerkung von meiner Seite:

      Auf der o.g. Webseite gibt es auch ein Vorlage für Widerspruch inkl. Widerruf. Du widersprichst dort dem Bestehen eines Vertrages und den daraus folgenden Zahlungsforderungen und für den Fall, dass entgegen deinem Wissen, doch ein Vertrag existieren sollte, widerrufst du dein Einverständnis parallel.

      @TheKami: Deine Argumentation liest sich, wie unser Skript in "Bürgerliches Recht"... n1, dude.
      Ist das jetzt ein Kompliment oder Ironie? ^^
    • QuickAndDirty
      QuickAndDirty
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2006 Beiträge: 2.714
      Original von TheKami
      Original von MDDOM
      Letzte Anmerkung von meiner Seite:

      Auf der o.g. Webseite gibt es auch ein Vorlage für Widerspruch inkl. Widerruf. Du widersprichst dort dem Bestehen eines Vertrages und den daraus folgenden Zahlungsforderungen und für den Fall, dass entgegen deinem Wissen, doch ein Vertrag existieren sollte, widerrufst du dein Einverständnis parallel.

      @TheKami: Deine Argumentation liest sich, wie unser Skript in "Bürgerliches Recht"... n1, dude.
      Ist das jetzt ein Kompliment oder Ironie? ^^
      Kompliment, weil solide erklärt. VL und Prof waren super. Übungsleiter etwas strange... :rolleyes:
    • TheKami
      TheKami
      Global
      Dabei seit: 01.03.2009 Beiträge: 31.579
      Ok thx, so genau weiß man das hier nie im Forum. ;)

      Hab auch Vorlesungen zu Wirtschaftsprivatrecht und ein ellenlanges Skript mit hunderten Seiten.. Leider noch nicht alles durch. ^^