HU: bet trotz EQ < 50 oder cb trotz EQ > 50

    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.812
      Gibt es Situationen, in denen es richtig ist nicht zu betten, obwohl man Favorit ist? Oder andersrum: Gibt es Situationen, in denen es besser ist zu betten, obwohl man hinten liegt?

      Die Antwort scheint erstmal einfach: Natürlich! Jeder Bluff basiert darauf, sowie jeder Bluffinduce. Was aber, wenn ich keine FE habe? Kann es trotzdem besser sein als Underdog zu betten? Im anderen Fall kennen wir die Antwort schon: Am River brauchen wir häufig 66% EQ, um zu betten, nämlich dann, wenn jede bessere Hand uns raised.

      Daher geht es mir jetzt eher um den Fall der Bet als Underdog ohne FE.
      Ein Stichwort fällt mir dazu ein: Bluffprevention. Wenn jemand eine konkrete Hand hat, oder mir dies anderweitig erklären könnte, wäre ich sehr dankbar.

      Ich habe evtl. auch eine Hand, die in diese Kategorie reinfallen könnte. dazu müsste ich aber erstmal eine Rangeanalyse haben. Es wäre nett, ihr würdet mir dabei helfen:

      SH UTG OR vs. CO 3bet:

      Flop: A :diamond: K :heart: J :diamond:

      Welche Hände würdet ihr aus der UTG-Range vs die 3bet wie spielen?

      Ich mache mal einen Vorschlag:

      Fold: 66-99
      cr: AJ, KJ
      cc: alles andere


      Frage: würdet ihr hier etwas c/r? Würdet ihr hier etwas floaten, um den turn zu checkraisen? Würdet ihr einen FD c/r spielen (mit GS + Pair)?
  • 8 Antworten
    • sonnensb
      sonnensb
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 2.545
      Original von wuerstchenwilli
      Am River brauchen wir häufig 66% EQ, um zu betten, nämlich dann, wenn jede bessere Hand uns raised und wir nicht in der Lage sind zu folden
      FYP
      Und dann ist ja auch nicht gesagt, dass villain jede schlechtere Hand called etc.. Ich finde die 66% EQ eher problematisch denn nützlich. Kann mich kaum daran erinnern, jemals mir über diese Zahl explizit Gedanken gemacht zu haben, weder ingame noch bei offline Analysen.
    • HamburgmeinePerle
      HamburgmeinePerle
      Bronze
      Dabei seit: 30.01.2009 Beiträge: 6.155
      gibt schon spots, in denen man 66%+ EQ braucht, aber die sind eher selten und bei bets kommen sie fast nie vor, eher wenn man den River 3-bettet HU, anstatt zu callen, dann braucht man halt oft die 66% EQ, weil man ja ungerne 3b/f spielt in einem Riesenpot nach dem cap.

      Bei bet ist es fast nie der fall.

      @OP: neg Freeroll obv
    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.812
      ja, das mit dem Fold ist natürlich wichtig. Und wenn uns evtl. auch schlechtere Hände raisen, dann stimmen die 66% auch nicht. Villain muss schon perfekt spielen. Ich wollte damit ja nur sagen, dass >50% nicht immer ausreichend sein müssen. Was sagt ihr denn zum aufgeführten Beispiel? Was spielt ihr wie?
    • HamburgmeinePerle
      HamburgmeinePerle
      Bronze
      Dabei seit: 30.01.2009 Beiträge: 6.155
      QTs und AQ auch c/r, vergleiche mal die EQ von AQ und KJ gegen Villains range.
    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.812
      Jo vergessen: QTs natürlich crF (oder ccF crT? eher nicht, da wir ja b/3bT spielen wollen). AQ und KJ ist schon close oder? Wir wollen ja nicht die 2Outer zum Folden bekommen und von den besseren Händen am Turn geraised werden. Aber ich weiß es echt nicht, daher frag ich.

      AQ ca. 61% mit Q :diamond: 63%
      KJo ca. 60%
    • Alph0r
      Alph0r
      Black
      Dabei seit: 09.05.2007 Beiträge: 5.149
      Reine Bluffprevention ist im FL afaik nie ein Grund zu betten, habs aber nicht 100% durchanalysiert.

      Eine Bet mit weniger als 50% EQ kann sinn ergeben, wenn wir dadurch mehr gegen schlechetre Hände gewinnen als mit einem CC oder checkbehind und Call auf der nächsten Street, also z.B. im Fall einer free SD Bet oder ein cheap SD raise oder eine crying Valuebet OOP

      Mit über 50% EQ nicht zu betten ergibt sinn, wenn der Gegner schlechteres nicht callt oder besseres zu oft raised.

      Einfach ne EV Analyse zu den Situationen machen und sehen, welche Faktoren eine Rolle spielen. Am besten auch gucken, wie es bei gebalancten Bluffing-Frequencies des Gegners aussieht.
    • Scherben
      Scherben
      Silber
      Dabei seit: 07.12.2007 Beiträge: 989
      aufgrund des negativ freerolls muss man sogar oft mit <50% betten. Nämlich dann wenn der gegner alles schlechtere behindcheckt, aber besseres bettet. (auf river bezogen)
    • hasufly
      hasufly
      Black
      Dabei seit: 01.12.2006 Beiträge: 7.402
      Logischerweise ist es oft korrekt, oop auch mit weniger als 50% zu betten, weil man ja noch auf den Pot drawt und nicht nur auf die bet des Gegners.

      hasu