welchen VPIP und PFR sollte ein fixed limit spieler auf 2/4 dollar an 6max tables heutzutage haben?

    • heinz
      heinz
      Global
      Dabei seit: 09.03.2005 Beiträge: 1.354
      hallo zusammen.

      ich weiss nicht so recht, wo ich diese frage am besten stellen soll,

      leider habe ich nicht den status, um in "hoeheren" foren zu fragen,
      daher frage ich einfach mal hier. =)

      waere natuerlich toll, wenn mir ein winning player
      auf 2/4 dollar 6 max. tables mir etwas zu seinen
      werten sagen koennte.

      danke schonmal im voraus fuer eure muehe! :club:
  • 8 Antworten
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Da gibt es verschiedene Spielstile. Der untere Bereich wird von den 24/19 TAGs gebildet. Die LAGs spielen looser, vielleicht 35/28 oder sogar 40/30. Zwischenformen gibt es auch.
    • firsttsunami
      firsttsunami
      Black
      Dabei seit: 23.01.2006 Beiträge: 32.997
      Grundsätzlich gilt:

      Je besser dein Postflop spielt ist, desto mehr spekulative Hände kannst du spielen. Mit wenig Postfloperfahrung solltest du eher tighter spielen und spekulative Hände lieber wegwerfen, insbesondere out of Position. Je mehr Selbstvertrauen du im Laufe der Zeit gewinnst, desto eher kannst du dann auch spekulative Hände spielen.

      Ich habe 28/21 aber wie cjheigl schon gesagt hat, hat man, spielt man nach Chart, eher so 24/19. Ich glaube ich calle auch etwas zuviele spekulative Hände 8/. Bin ein Gambler :f_p: :D
    • DismasX
      DismasX
      Black
      Dabei seit: 30.06.2007 Beiträge: 1.498
      Zu dem looseren Spiel mal eine Frage:

      Kobeyard hat meine ich mal irgendwo gesagt, dass er ernsthaft bezweifelt, dass es Sinn machen würde, auf den unteren Limits das Spiel deutlich looser zu gestalten, als in den ORC- bzw. Approx-Charts (sagte was von so max. 1-2 Positionen aufloosen). Er vertrat dabei die Meinung, dass der zusätzliche EV zu marginal sein könnte, um das auf diesen Limits noch sehr hohe Rake auszugleichen.

      Aber schon auf 1-2 kenne ich Spieler, die mit ca. 30/20er Stats solide 2BB/100 erzielen. Habe da natürlich keine SZ, nur immer wieder mal ein paar Spieler nachgeschaut. Unabhängig vom gegnerspezifischen Spiel insbesondere aus den späteren Positionen: Kann man pauschal sagen, daß man bspw. den ORC-Chart ca. um 2 Positionen aufloosen muß, um auf o. a. Stats zu kommen? Machen diese Werte - gutes Postflopspiel vorausgesetzt, das ich natürlich erstmal noch üben muß - Sinn bzw. bilden Sie Eurer Meinung nach das tatsächliche Optimum? Wie würdet Ihr den Einfluß vom Rake dabei sehen?

      Oder vielleicht anders: Welche Stats runnen durchschnittlich so am besten auf dem Limit?
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      30/20 im SH Spiel ist nicht wesentlich looser als unsere Charts. So ein Spieler raist die gleichen Hände, aber verteidigt vielleicht seine Blinds öfter oder callt cold, damit er auf die 30 VPIP kommt. 20 PFR ist das, was man mit unseren Charts bekommt.

      Wenn jemand 2 Positionen looser spielt, dann ist das viel. Das würde bedeuten, dass der Spieler auf MP3 so raist, als wäre er in unserem Chart Button. Ich würde schätzen, dass so ein Spieler vielleicht 40/33 Stats hat.

      Was du in deinem Tracker siehst, ist immer nur einn kleiner Ausschnitt von dem, was der Gegner tatsächlich spielt. Es kann gut sein, dass die Gewinnrate, die du siehst, nicht der tatsächlichen Gewinnrate entspricht.
    • DismasX
      DismasX
      Black
      Dabei seit: 30.06.2007 Beiträge: 1.498
      Hallo cjheigl ,

      danke für Deine Antwort. Ich habe für die schnelle Entscheidungsfindung bei Multitabling Longhud mit am Laufen, da ist der ORC ja drin. Zusätzlich openraise ich noch häufig SCs aus allen Positionen und steale auf jeden Fall großzügiger, als im ORC angegeben. Meine Stats: 24,4 - 17,4. Wenn ich laut Longhud bzw. ORC raisen soll, mache ich das i. d. R. sowieso. Darüber hinaus aber eben je nach Bigblind, Position etc. vor allem aus late Position deutlich mehr. Haue preflop auch viele extrem loose 3-bets gegen "Push or Fold Flop Tags" raus. Trotzdem diese geringen Werte, SZ habe ich aktuell 150 k Hände, habe immer nur max. 6 Monate in der DB.

      Bin am überlegen, ob ich meine Charts nicht etwas mehr aufloose, evtl. wie von Dir beschrieben in etwa um eine Positon versetzt und vielleicht auch mehr offsuit Broadways. Muß aber vor allem an meinem Postflopleaks und allgemein an einem konstanteren Play arbeiten, bevor das wirklich Sinn macht. Weiter BE ist ja nicht Ziel der Sache.

      Aber bleibt natürlich die Frage, ob das wirklich EV-mäßig Sinn macht. So, muß jetzt los, danke und schönes Wochenende.
    • Epitaph
      Epitaph
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2006 Beiträge: 12.280
      Original von DismasX
      Zu dem looseren Spiel mal eine Frage:

      Kobeyard hat meine ich mal irgendwo gesagt, dass er ernsthaft bezweifelt, dass es Sinn machen würde, auf den unteren Limits das Spiel deutlich looser zu gestalten, als in den ORC- bzw. Approx-Charts (sagte was von so max. 1-2 Positionen aufloosen). Er vertrat dabei die Meinung, dass der zusätzliche EV zu marginal sein könnte, um das auf diesen Limits noch sehr hohe Rake auszugleichen.

      Aber schon auf 1-2 kenne ich Spieler, die mit ca. 30/20er Stats solide 2BB/100 erzielen. Habe da natürlich keine SZ, nur immer wieder mal ein paar Spieler nachgeschaut. Unabhängig vom gegnerspezifischen Spiel insbesondere aus den späteren Positionen: Kann man pauschal sagen, daß man bspw. den ORC-Chart ca. um 2 Positionen aufloosen muß, um auf o. a. Stats zu kommen? Machen diese Werte - gutes Postflopspiel vorausgesetzt, das ich natürlich erstmal noch üben muß - Sinn bzw. bilden Sie Eurer Meinung nach das tatsächliche Optimum? Wie würdet Ihr den Einfluß vom Rake dabei sehen?

      Oder vielleicht anders: Welche Stats runnen durchschnittlich so am besten auf dem Limit?
      die coaches von dragthebar meinen da ganz was andres in ihren videos. ich selber bin auch der ansicht dass man durchaus sehr erfolgreich (erfolgreicher als standard tags) spielen kann wenn man ein guter LAG ist, selbst auf 1/2 oder 2/4. die skilledge und die vielen profitablen situationen gegen die schlechten tags + fische wiegen den zusätzlichen rake den man durch das loosere spiel zahlt ganz locker auf... wie firsttsunami allerdings gesagt hat sollte man dafür sehr sehr gut postflop sein, aber so leute solls ja geben.
    • bergi88
      bergi88
      Bronze
      Dabei seit: 08.09.2009 Beiträge: 292
      man muss denke ich anfangen ab 0.5/1.0 ABC-Poker verlassen. Der Rake ist genauso hoch wie auf 0.25/0.5, aber die Fischdichte sinkt deutlich. Gibt aber wie du schon selber sagst viele schlechte Tags, welche nach ORC spielen und vllt. ein paar Standard-Lines kennen. Looser zu werde finde ich ist ein Schritt in die richtige RIchtung. Ich würde aber nciht allgemein looser spielen, sondern gegen schlechte Tags vor allem HU looser/agressiver werden. Was noch viel wichtiger ist, ist SeatSelection und dann den/die Fisch/e looser zu isolieren nach meiner Meinung.

      Ich meine ich habe mal in einem Kobeyard Video gehört, dass ein Schritt looser zu werden, das Spielen von SuitedConnector's ist.
    • Speedy84
      Speedy84
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 2.974
      Wenn ihr wissen wollt, ob looseres Spiel profitabel ist, schaut doch einfach in euren Tracker-Programm nach, wie ihr mit den unteren Ende der Range / Position runnt. (Samplesize natürlich vorausgesetzt, meistens muss man sich Handgruppen angucken) Sind diese noch stark im Plus, könnt ihr ja anfangen, die Range ein wenig nach unten zu verschieben und dann nach einer gewissen Zeit wieder nachschaun, ob die neuen Hände auch profitabel gespielt werden. Diesen Prozess macht ihr solange, bis das untere Ende der Range anfängt, -EV zu werden, und voila.

      Jetzt werden sicher einige sagen, dass durch eine größere Range -EV Hände dadurch aufgewogen werden, dass durch zusätzliche deception starke Hände an EV gewinnen, aber das wird keiner ausrechnen können, inwiefern der Effekt profitabel ist.