Einfühlungsverhältnis bei Aushilfsjob?

    • barracuda317
      barracuda317
      Bronze
      Dabei seit: 28.11.2010 Beiträge: 403
      Hallo,

      gerade komme ich von einem Bewerbungsgespräch für den morgigen Silvesterabend. Ich habe mich beworben um eine Job als Barkeeper. Aufgrund der geringen Einarbeitungszeit und dem großen Ansturm zu Silvester wurde mir eine Stelle als Aushilfskraft (Theke) angeboten. Gegen diese Regelung hatte ich generell auch Nichts einzuwenden. Nachdem mir einige Formulare mitgegeben wurden, welche ich nicht genau begutachtete, beendete ich das Gespräch mit der Vereinbarung am nächsten Tag um 16 Uhr zu beginnen.

      Nun habe ich mir die Formalitäten angesehen und bin doch überrascht. Ich habe dem Arbeitgeber nun per Mail mitgeteilt, dass ich die Arbeitsstelle nicht antreten werde.

      Nun zu meiner Frage:

      Ein Zettel war Auslöser meines Rückzuges. Die Überschrift lautete "Einfühlungsverhältnis".

      Nach diesem Formular habe ich in dem besagten Zeitraum weder eine Arbeitspflicht noch einen Anspruch auf Vergütung. Es ist in dem Fall gleichzusetzen mit einem unbezahlten Praktikum.

      Ist diese Vereinbarung üblich bei einem solchen Aushilfsjob oder droht in diesem Fall eine "Ausbeutung" des Arbeitsnehmers?
  • 12 Antworten
    • Knallo
      Knallo
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2006 Beiträge: 4.906
      Was soll das heißen? Du sollst Dich in den Wunsch des Arbeitgebers, Dir nichts zu zahlen, einfühlen? Mir erscheint das schon beinahe sittenwidrig.
    • barracuda317
      barracuda317
      Bronze
      Dabei seit: 28.11.2010 Beiträge: 403
      Original von Knallo
      Was soll das heißen? Du sollst Dich in den Wunsch des Arbeitgebers, Dir nichts zu zahlen, einfühlen? Mir erscheint das schon beinahe sittenwidrig.
      Ja es klingt in der Tat wie aus einer vergangenen Zeit. :D
      Generell ist es eine allgemeine Form des Einarbeitens ohne gegenseitige Ansprüche, ein "Reinschnuppern". Gerade im Bezug auf eine eintägige Aushilfsarbeit erschien mir das "Reinschnuppern" aber doch seltsam.
    • Dockyard
      Dockyard
      Bronze
      Dabei seit: 22.05.2010 Beiträge: 491
      hmm also ich arbeite als aushilfe auch in dem bereich ... bei mir wars so das der erste arbeits tag das "probearbeiten" hatten da war es so das wir für diesen Tag einen Praktikumsvertrag erstellt haben ohne vergütung ... ich wurde genommen und hab dann den Rahmenvertrag bekommen ... im nachhinein wurden mir für den probetag doch 2 std bezahlt ... vllt isses ja bei ihm genauso^^ hättest ihn ja direkt druaf ansprechen können
    • Knallo
      Knallo
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2006 Beiträge: 4.906
      Ich wäre wahrscheinlich boshafter gewesen. Wenn keine Arbeitspflicht besteht, wäre ich einfach nicht zum Dienst erschienen...
    • barracuda317
      barracuda317
      Bronze
      Dabei seit: 28.11.2010 Beiträge: 403
      Original von Knallo
      Ich wäre wahrscheinlich boshafter gewesen. Wenn keine Arbeitspflicht besteht, wäre ich einfach nicht zum Dienst erschienen...
      Da keine Vergütungspflicht besteht ist es auch egal. Mir ging es generell um die Frage, ob dies für die Branche üblich ist oder ob es obv. um einen Ausbeutungsversuch handelt. Die Bar wird hierbei nicht genannt!
    • CMB
      CMB
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 6.448
      Was ist denn abgesprochen was Du verdienen sollst? Es ist doch so, ein sehr grosser Anteil an Sylvesterjobs in der Gastro laeuft komplett schwarz. Einige Betriebe muessen das aber korrekt abwickeln, grosse Event-/Gastrofirmen wie Brunkhorst in Hamburg haben das natuerlich drauf, kleinere sind oft ueberfordert. Also werden Pseudovertraege fuer EUR 400,-/Monat, Praktikant, Azubi zur Probe und Sonstiges gemacht. Die Kohle gibts aber trotzdem schwarz auf die Kralle. Und das ist ja meist gutes Geld.

      Ungelernt als Hilfe wuerde ich allerdings auch nicht unter EUR 20,- netto pro Stunde arbeiten, das kriegste locker. Dann wird das ja ein 12-16 Stunden Tag, lohnt sich schon. Mein pers Rekord fuer einen speziellen Sylvesterjob war 1k/Tag im Jahr 2000 und das lieft ueber 4 Tage, sweet.

      Wuerde nicht zwingend sagen das das Beschiss ist, aber Dein Arbeitgeber muss schon eine eindeutige Ansage machen was es an Kohle gibt.

      Gruss,
      CMB

      p.s. Mein schlechtester Sylvesterjob war Inventur bei Media Markt als unbezahlte Pflichtueberstunden....
    • barracuda317
      barracuda317
      Bronze
      Dabei seit: 28.11.2010 Beiträge: 403
      Der Job hat schon den Charakter eines Laufburschen. Dementsprechend niedrig ist das Gehalt. Da ich auf die Schnelle nichts Besseres finden werde, war ich dem trotzdem nicht abgeneigt. Das Gehalt wurde hierbei jedoch mündl vereinbart, während dieses Formular eben mit Unterschrift vorgelegen hätte. Ich möchte nicht zuviel daran setzen am Silvestertag mit dem Barbesitzer noch groß in Verhandlungen einsteigen zu müssen, da dieser dann vermutlich nicht allzu viel Zeit hat.

      Die Abrechnung sollte jedoch zwingend über Lohnsteuerkarte laufen.
    • Pius
      Pius
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 5.075
      Meine Line wäre gewesen den Wirt direkt mal auf den Zettel anzusprechen...

      Was hätte der denn dazu gesagt?
    • ThomasThomasson
      ThomasThomasson
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2009 Beiträge: 5.265
      paxis
    • barracuda317
      barracuda317
      Bronze
      Dabei seit: 28.11.2010 Beiträge: 403
      Ja, ich möchte dem Arbeitgeber grundsätzlich auch keine böse Absicht unterstellen. Da die Arbeit jedoch heute angetreten werden soll und die Verträge nicht mehr lang besprochen werden würden, hätte ich vermutlich erstmal losarbeiten sollen.

      Über Formalitäten kümmere man sich dann später, wurde mir gesagt.

      Mein Fehler war auch, die Formulare nicht genauer zu betrachten, als ich dort war. Meine letzten Aushilfsjob gingen mehr so nebenbei ohne großen Papierkram.
    • Xantos
      Xantos
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2005 Beiträge: 8.761
      Also Standard ist ein unbezahltes Probearbeiten schon - das aber auf Silvester zu legen ist relativ komisch.

      Fair wäre da, dass der Tag voll vergütet wird und du die Standard-Prämie für Silvester-Arbeit dann nachträglich bekommen hättest, falls du "übernommen" wirst.
    • mcashraf
      mcashraf
      Silber
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 12.352
      bei sowas mal umsonst probearbeiten ist normal, zumindest für ein paar stunden.

      aber zu silvester sowas durchzuziehen ist ne frechheit.