discounted outs und implied odds

    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      wenn ich Hände ins Beispielforum poste, sagen mir oft Leute ich würde zu wenig discounten...und rechnen mir immer was vor, wieviele Outs sie sich nur geben würden...alles schön und gut, allerdings beachten diese Leute die implied odds meißtens etwa so sehr, wie ich die discounted outs: wenig bis gar nicht^^

      in einem Anfängerartikel steht ja, dass man beide einfach ignorieren soll, da sie sich ungefähr ausgleichen, das wäre aber stark vereinfacht.

      Aber ist es nicht besser sich an diese Regel zu halten, als nur die einen aber nicht die anderen zu beachten?
  • 4 Antworten
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Die meisten Leute haben schon recht, wenn sie discounten und die Implied Odds vernachlässigen. :)

      Warum? Wenn man zB Overcards Outs discounted und dann eine seiner Overcards trifft, weiß man ja nie ob man nun ein discounted Out oder ein cleanes Out getroffen hat. Man discounted ja im allgemeinen weil man nicht auf die Nuts drawt. Wenn man jetzt seine Hand trifft, aber jemand anderes eine bessere Hand hat, dann zahlt man denjenigen aus.

      Dieser Effekt wird mit Reverse Implied Odds bezeichnet. Und bei schwachen Draws (One Pair/2Pair Draws) kompensieren sich die RIO mit den IO.

      Wenn man dagegen einen starken Draw hat, dann discounted man (zB Gutshot bei 2suited Board) und rechnet mit Implied Odds (callt also zB bei Odds von 8:1 am Flop).

      => Wenn man nicht weiß was, welche die discounted Outs und welche die cleanen Outs sind, dann muß man neben den implied Odds auch die reverse implied Odds beachten, d.h. am besten ohne IO und RIO rechnen, sondern nur discounten und nach Pot Odds entscheiden. :>
    • Kugelfang
      Kugelfang
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2005 Beiträge: 5.942
      naja kann man jez nicht so pauschalisieren.

      aber die hände, bei denen du deine outs stark discounten musst, haben meist auch etwas niedrigere implied odds als die, bei denen du kaum/gar nicht discounten musst.
      (ist ja logisch, schließlich discountest du, wenn du auch improved verlieren kannst, und dann sind auch die implieds niedriger)

      klar ist es besser, beides zu beachten.aber bei stark discounted hands machen implied nicht viel.

      wenn man aber beides nicht beachtet, überbewertet man seine schwachen draws und unterbewertet die starken.
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      hm...kay...ich tu mir halt immer sehr schwer mit dem discounten...vielleicht auch ein Grund für meinen gigantischen Down...=P

      aber mal ne Verständnisfrage:
      wenn ich auf Overcards drawe und die Outs discounte, weil das Board 2-suited ist, dann weiß ich doch, welche Outs sauber und welche dreckig sind, oder?
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Man discounted ja auch, weil jemand zB schon 2Pair oder ein Set halten könnte und man eventuell drawing dead ist. Und dann weiß man eben nicht, ob man vorn liegt, wenn man trifft.

      Wenn man weiß mit welchen Outs man sicher gewinnt, dann sollte man mit implied Odds rechnen. :>

      Was ich vorhin noch vergessen hatte:
      Der andere Grund zu Discounten sind dann die möglichen Redraws der Gegner. Mit dem Berechnen der Outs will man ja seine Equity ermitteln. Und die ist nunmal geringer, wenn die Gegner Redraws haben (zB in Form von Flushdraws). Diese Art des Discountens ist unabhängig von den IO oder den RIO.